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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2019

etwas zu viel Klamauk, schwächer als der erste Fall

Bülent Rambichler und der störrische Karpfen
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Bei dem Provinzkrimi „Bülent Rambichler und der störrische Karpfen“ von Anja Bogner handelt es sich um den zweiten Fall für Bülent Rambichler; der erste hatte mich köstlich amüsiert und ich war auf diesen ...

Bei dem Provinzkrimi „Bülent Rambichler und der störrische Karpfen“ von Anja Bogner handelt es sich um den zweiten Fall für Bülent Rambichler; der erste hatte mich köstlich amüsiert und ich war auf diesen ganz gespannt. Die Hauptakteure hat man bereits im ersten Krimi kennengelernt samt ihren Marotten, kommt so sehr leich in die Handlung.

Bülent Rambichler ermittelt wieder in seinem Heimatort Strunzheim: Die Walder-Zwillinge haben die Leiche des „Bubbler Schorch“ in einem Fischkasten am Weiher entdeckt, als sie dort zum Kneipen eintrafen. Bei den Ermittlungen kommen ungeahnte Geheimnisse ans Tageslicht, manche von ihnen Jahrzehnte alt. Es wird mal wieder mit Klischees gespielt, die Darstellungen der schrillen Kollegin oder des kollektiven Drogenkonsums weitergesponnen und auch diesesmal tappert man als Leser von einer skurrilen Situation in die nächste, wobei ich gestehen muss, dass es mir in dieser Folge manchmal ein wenig zu überzogen war. Vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass der erste Krimi vollkommen überraschend war und in diesem nun zwangsläufig Wiederholungen, wie beispielsweise zum Drogenkonsum, oder andere schrille Ideen nicht mehr ganz so stark überraschen konnten wie beim ersten Fall.

Dennoch hat mir Anja Bogners Erzählstil gut gefallen, obwohl mir manche Wortkreationen schon etwas zuviel und krampfig vorkamen. Den Krimi fand ich unterhaltsam und lustig, aber mit etwas zu viel Klamauk und insgesamt doch etwas schwächer als den ersten Fall des Bülent Rambichlers.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2019

sehr hilfreich durch zahlreiche Erläuterungen, Pflanzenportraits und Rezepte für Räuchermischungen

Handbuch des Räucherns
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Daniela Dettling, u.a. Kräuterpädagogin und Lehrgangsleiterin für Heilkräuterkunde, widmet sich in ihrem dritten Buch dem Räuchern mit einheimischen Pflanzenteilen, egal ob Blüten, Blättern, Wurzel, Rinde ...

Daniela Dettling, u.a. Kräuterpädagogin und Lehrgangsleiterin für Heilkräuterkunde, widmet sich in ihrem dritten Buch dem Räuchern mit einheimischen Pflanzenteilen, egal ob Blüten, Blättern, Wurzel, Rinde oder Harz.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Räuchernsund der Verbindung zur Seele der Pflanze, stellt sie verschiedene Methoden des Räucherns, beispielsweise auch auf Zunder oder einem Metallgitter, vor. Im Anschluß daran widmet sie sie dem Jahreskreis samt den dazugehörigen Kräutern und Ritualen, gibt viele Rezepte für Räucherungen und Mischungen preis – auch die Seite, auf der man ihre Mischungen bestellen kann. Ungefähr die zweite Hälfte des Buches beinhaltet Pflanzenportraits, die Wirkung und Verwendungsmöglichkeit zum Verräuchern inklusive.

Sehr gut haben mir praktische Anleitungen gefallen, unter anderem für selbst hergestellte Räucherstäbchen oder Räucherbündel. Viele Fragen und Inspirationen zu Gedanken, über die es sich beim Räuchern, nicht nur in den Rauhnächten, nachzudenken lohnt, ergänzen die Betrachtungen perfekt. Die einzelnen Pflanzenportraits finde ich ausführlich, die begleitenden Fotos runden das vermittelte Wissen gut ab.

Hilfreich finde ich die Darstellung im Jahresverlauf sowie die vielen Rezepte für die Räuchermischungen, die sich leicht nacharbeiten lassen.
Dies ist mittlerweile mein dritter Kräuterbuch der Autorin, selbstverständlich finden sich da leichte Überschneidungen, aber vielmehr noch aufeinander aufbauende Ergänzungen und neue Themen.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Buch und halte es für Anfänger und erfahrenere Räuchernde gleichermaßen hilfreich und empfehlenswert.

Veröffentlicht am 22.11.2019

schöne Auswahl an einfachen Rezepten, ganz leicht nachzuarbeiten

Likör und mehr!
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Andrew Schloss beginnt sein Buch mit einer kurzen Einführung seine sogenannten Basics, in der er Likörarten, Aromen und mehr vorstellt.

Dann folgen die Rezepte, kapitelweise geordnet nach Likörart: Frucht-, ...

Andrew Schloss beginnt sein Buch mit einer kurzen Einführung seine sogenannten Basics, in der er Likörarten, Aromen und mehr vorstellt.

Dann folgen die Rezepte, kapitelweise geordnet nach Likörart: Frucht-, Gemüse-, Kräuter- und Gewürz-, Kern- und Nuss-, Blüten-, Kaffee- & Tee- & Schokoladen-, Sahneliköre, Liköre mit Karamell, Sirup & Butterscotch sowie Ansatzschnäpse. Das Ende des Buches enthält Mix-Rezepte für Coctails.

Die Rezepte der armomatisierten Liköre sind gut erklärt und ganz einfach nachzuarbeiten. Ob mit Teebeuteln, Kaffeebohnen, Gewürzen o.a. und einem Zuckersirup werden Schnäpse wie beispielsweise Weinbrand, Wodka oder Rum veredelt. Häufig soll dieses dann drei oder vier Tage ziehen und dann abgesiebt werden – also alles in allem eine Zubereitung, die man ohne besondere Gerätschaften locker hinbekommt. Manchmal unterscheiden sich einzelne Rezepte nur geringfügig, wie beispielsweise die Orangenliköre, die neben leicht abgewandelten Zutaten mit einem anderen Grundschnaps angesetzt werden und so ein unterschiedliches Endprodukt ergeben.

Die Anzahl der Rezepte und somit der verschiedenen Endliköre fällt sehr vielfältig aus, was man auch schon auf den ersten Blick den Kapitelüberschriften entnehmen kann. Besonders gut gefällt mir, dass Klassiker „nachgebaut“ wurden und man viele ansprechende Liköre wiederfindet. Die Zubereitung ist einfach, das Ergebnis gelingsicher, was dieses Buch zu einem tollen Nachschlagwerk für die eigene Likörherstellung macht. Prima auch, um mit der Weihnachtsgeschenkeproduktion zu beginnen….

Veröffentlicht am 22.11.2019

charmant und witzig, manchmal rotzfrech oder kohlrabenschwarz - einfach töffte

Advent, Advent, die Zeche brennt
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Margit Kruse hat für diesen bezaubernden Adventskalender 24 Weihnachtskrimis, die in ihrer Heimat dem Ruhrgebiet spielen, zusammengestellt.

Jeder Krimi ist dabei einzigartig und gut durchdacht. Schon ...

Margit Kruse hat für diesen bezaubernden Adventskalender 24 Weihnachtskrimis, die in ihrer Heimat dem Ruhrgebiet spielen, zusammengestellt.

Jeder Krimi ist dabei einzigartig und gut durchdacht. Schon unter der Überschrift wird erwähnt, in welcher Stadt im Pott der Krimi spielt. Sie sind allesamt fein ausgedacht und erzählt, haben Zechen und Zechensiedlungen, die Gruga und andere bekannte Orte als Spielort, sogar untertage bei der letzten Schicht auf Prosper Haniel. Was mich sehr freut, ist, dass hier die Leute aus dem Pott nicht, wie im Fernsehen üblich, als blödsprechende Proleten dargestellt werden, sondern, zwar mit lokalem Kolorit, mit entsprechenden Lebensgeschichten, aber ohne Lern- und Sprechstörung - eben wie im richtigen Leben. Die Krimis selber wurden ganz charmant erzählt, sind zuweilen witzig, kautzig, aber auch rabenschwarz bis rotzfrech und endhalten oft sehr viel Lebensweisheit. Sie machen Spaß und unterhalten gut, schmücken unaufdringlich aus, so dass man selber seiner Phantasie auch noch genug Lauf lassen kann - insgesamt einfach köstlich.

Eigentlich liebe ich alle 24, doch wenn ich einen Favoriten nennen sollte, wäre es wohl die gute Seele Helene aus Bottrop. Ich hatte erst mal nur ein bisschen spicken wollen, so vor dem Adventsbeginn, die erste Geschichte gelesen ... und dann das Buch erst nach der 24. wieder aus der Hand gelegt. Als Weihnachtskalender mit einem Krimi pro Tag wird er auch ganz bezaubernd sein. Ich lese die Geschichten dann einfach noch einmal und erfreue mich ein zweites Mal daran.

Veröffentlicht am 21.11.2019

leider weder wirklich spannend noch immer glaubhaft

Perchtenjagd
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Maja und Wolfgang Brandstetter haben mit Perchtenjagd ihren ersten Meiberg-Krimi in Buchform herausgebracht.

Mich hatten das Cover und der chice rote Buchschnitt sehr angesprochen und neugierig auf eine ...

Maja und Wolfgang Brandstetter haben mit Perchtenjagd ihren ersten Meiberg-Krimi in Buchform herausgebracht.

Mich hatten das Cover und der chice rote Buchschnitt sehr angesprochen und neugierig auf eine neue Serie gemacht. Die Fernsehserie, für die die beiden Autoren wohl das Drehbuch schreiben ist mir gänzlich unbekannt.

Auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet die fünfjährige Marie, obwohl sie an der Hand ihrer Mutter den Perchtenlauf beobachtet hat. Der Titel läßt schon vermuten, dass es da Zusammenhänge gibt... Es fölgen weitere Leichenfunde und es gilt, schneller zu sein als der Serientäter, der seine Opfer eindeutig kennzeichnet, so dass sie ihm zugeschrieben weren können...


Es ist nich nötig,die Fernsehserie zu kennen, denn in die Handlungen wurden mehrere Lebensläufe der Darsteller eingeflochen, für meinen Geschmack blieb da wenig Platz für die vorgestellten Greueltaten des Percht. Zudem fand ich die oft kranpfhaft und bildlich ausgeschmückten Details zu sehr ausgewalgt. Nicht selten habe ich mich nach Lesen einer Doppelseite gefragt, was denn nun bezüglich des Kriminalfalles Weiterbringendes erzählt wurde. Ich fand davon vieles sehr lähmend und ausbremsend und spannungsmindernd. Wenn dann zum X-ten Mal die Stimme in Meibergers Kopf seine Grundschullehrerin über den Unterschied von dergleiche und derselbe sprechen läßt oder andere gebetsmühlenartige Schilderunungen durchgängig wiederholt werden, reduziert sich die Spannung sowie mein Lesespaß schon deutlich. Zudem fand ich einige Beschreibungen recht unglaubwürdig. Auch dieses Verraten am Ende eines Kapitels, wer denn nun der nächste Tote sein wird, aber noch nicht davon weiß, war nicht spannungsaufbauend - ich hätte es auch lieber nicht vorher gewußt...

Das Lokalkolorit konnte da leider nicht völlig ausgleichen und ich bin von diesem Krimi insgesamt eher enttäuscht; da hatte ich eindeutig mehr erwartet.