Ausgesprochen amüsanter Bayernkrimi
BodenfrostEs sollte ein ungezwungener Informationstag der Miesbacher Polizei für die Kinder der Region werden, an dem sie auf spielerische Weise die Arbeit der Ordnungshüter kennenlernen. Doch eines der Kinder entdeckt ...
Es sollte ein ungezwungener Informationstag der Miesbacher Polizei für die Kinder der Region werden, an dem sie auf spielerische Weise die Arbeit der Ordnungshüter kennenlernen. Doch eines der Kinder entdeckt in dem verlassenen Bauernhaus die Leiche des Brauereibesitzers Vitus Zander. Der leitende Kriminalhauptkommissar Clemens Wallner und sein gewitzter Mitarbeiter Leonhard Kreuthner nehmen die Ermittlungen auf. Die Witwe des Toten gibt Rätsel auf, und zu allem Übel mehren sich die Hinweise, dass ein früherer Serienmörder aus Hessen hinter der Tat stecken könnte. Aber wie passt das zusammen?
Dies war mein erster Krimi von Andreas Föhr. Schon auf den ersten Seiten bin ich aus dem Kichern nicht mehr herausgekommen. Der Autor amüsiert mit einem gepflegten oberbayerischen Dialekt, und besonders die Figur des Leo Kreuthner sorgt mit ihren nicht immer legalen Eskapaden für Heiterkeit. Sprachlich ist dieser Roman ein Genuss. Im Mittelteil ziehen sich die Ermittlungen zwar ein wenig hin, aber zum Ende hin nimmt die Handlung unerwartet an Fahrt auf. Alle offenen Fragen werden geklärt, und die Schlusspointe finde ich zum Piepen.
Ein rundum gelungener, heiter stimmender Bayernkrimi mit sympathischen Figuren und sehr viel Lokalkolorit.