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Veröffentlicht am 20.06.2025

Der dritte Band macht endlich alles richtig

Belladaire Academy of Athletes - Misfits
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Ich hätte wirklich nicht gedacht, jemals an diesem Punkt zu sein, die gesamte „Belladaire Academy of Athlets“-Reihe gelesen zu haben. Der erste Band war eine ziemliche Enttäuschung für mich, trotzdem konnte ...

Ich hätte wirklich nicht gedacht, jemals an diesem Punkt zu sein, die gesamte „Belladaire Academy of Athlets“-Reihe gelesen zu haben. Der erste Band war eine ziemliche Enttäuschung für mich, trotzdem konnte ich Band zwei – der dann eine gewisse Verbesserung war – konnte ich nicht widerstehen. Und zum Glück hat mich der Klappentext zu MISFITS nun derart neugierig gemacht, denn ganz ehrlich: Wer diesen Roman nicht liest, verpasst wirklich was!

Mit rund 450 Seiten gehört dieser NA-Roman in meinen Augen zu den umfassenderen Kalibern. Dennoch fühlte sich das Leseerlebnis kein bisschen langwierig oder langatmig an. Ich habe zwar einige Tage für das Buch gebraucht und habe zwischendurch sogar eine Weile eine Pause eingelegt, weil mir Delphines Geschichte sehr nahe gegangen ist. (An dieser Stelle: Wer sich mit bestimmten Themen schwertut, sollte hier definitiv die Triggerwarnung beachten) Doch der Lesefluss ist einfach enorm packend – auch wenn ich beim Schreibstil über gewissen Wortwiederholungen gestolpert bin. Ständig wird die Kleidung mit fast exaktem Wortlaut beschrieben, das fällt mir aber bei jedem Buch der Autorin auf.

Die Geschichte wird mit wechselnder Perspektive zwischen Delphine und Covey erzählt. Delphine wirkt auf andere kaltherzig und unnahbar. Umso überraschter war ich von ihrer wirklichen Art. Welch zarte Gefühle und weiches Herz in ihr stecken. Ich habe sie praktisch von der ersten Seite an geliebt, mit all ihren Unsicherheiten und Kämpfen.
Coveys Weg durch dieses Buch beginnt zunächst wackelig und moralisch fragwürdig. Daher hätte ich erwartet, dass er am schmalen Grat wandern würde – hin zur Antipathie. Doch in Wirklichkeit konnte ich auch Covey kein Kapitel lang widerstehen. Er ist so ein sonniger, erfrischender Charakter, der einen einfach zum Lächeln bringt und dessen Gefühle und Sorgen ihn authentisch machen.
Und obwohl ich meine Schwierigkeiten mit den Vorgängerbänden hatte, habe ich mich doch über das Wiedersehen mit der ganzen Clique gefreut. An dieser Stelle möchte ich aber darauf hinweisen, dass man MISFITS problemlos ohne Vorwissen und unabhängig von den anderen beiden Bänden lesen kann (was ehrlich gesagt sogar meine Empfehlung ist).

Die ausführliche Storyline und diversen Themen machen die Romance zu einem Schmöker und ermöglichen den Hauptfiguren eine tolle Entwicklung – zusammen, aber auch für sich allein. Alles wirkt rund, flüssig, glaubwürdig. Nur das Ende ist etwas schnell und auf Delphines Problematik bezogen womöglich zu blumig. Aber das fällt für mich nicht ins Gewicht.
Auch wirkte die Geschichte sehr gut recherchiert, und es ist super interessant in die Turnwelt wie auch ins Hollywood-Leben zu blicken. Insbesondere die Thematik rund um Delphine ist mega stark – und auch mega berührend. Ich mag es normalerweise besonders, wenn ich mich mit den Figuren in irgendeiner Weise identifizieren kann, weil – unpopular opinion – es dann irgendwie „einfach“ ist, sich in sie hineinzuversetzen. Das ambitionierte, elitäre Leben von Covey und Delphine ist hingegen nischig, aber die Autorin bringt einem die Gefühls- und Gedankenwelt der Protas derart nahe, dass man sich ihrem Leid verbunden fühlt. Das ist echt super stark. Ähnlich begeistert war ich davon, wie geschickt die Autorin Coveys großen Fehler verpackt hat. In den Vorgängerbänden hat es mich überhaupt nicht überzeugt, wenn es um die Moral ging und die Figuren wurden mir dadurch unsympathisch. Mit Covey ist das aber nicht passiert, im Gegenteil.

Mein Fazit:
MISFITS war all das, was ich mir von dieser Reihe von Anfang an erhofft hatte. Ich bin deshalb enorm froh, dass ich an der Reihe drangeblieben bin, denn Covey und Delphine Geschichte ist ein starkes, emotionales Highlight. Daher spreche ich für MISFITS eine klare Leseempfehlung aus – besonders auch an alle, die die Vorgängerbände nicht kennen oder eher schwach fanden.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Abgebrochen – Der Funke wollte bei mir nicht überspringen

Wild Mountain Eagles: Damian & Zoe
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Gleich vorweg: Ich habe diesen Roman nicht zu Ende gelesen und bei etwa 40 % abgebrochen. Nach einem guten Start konnte mich das Buch einfach nicht mehr fesseln und nachdem ich mich einige weitere Kapitel ...

Gleich vorweg: Ich habe diesen Roman nicht zu Ende gelesen und bei etwa 40 % abgebrochen. Nach einem guten Start konnte mich das Buch einfach nicht mehr fesseln und nachdem ich mich einige weitere Kapitel vergeblich darin versucht habe, wieder Interesse an der Story zu empfinden, nehme ich nun an, dass ich das Buch nicht mehr zu Ende lesen werde. Ihr fragt euch nun sicher: Warum?

Zuerst einmal war die Geschichte nicht das, was ich von ihr erwartet hatte. Aufgrund des Klappentextes und des Genres Sports-Romance war ich auf eine feurige Lovestory eingestellt. Mit hitzigen Wortgefechten und kribbelnder Chemie zwischen den Hauptfiguren. Doch nach einem „Not so Meet Cute“ und anfänglichen Vorurteilen habe ich diese prickelnden Reibereien zwischen Zoe und Damian ziemlich vermisst. Generell fand ich auch ihre Streite und Diskussionen nicht allzu überzeugend. Eher konstruiert.

Dieses Gefühl von einer konstruierten Geschichte ist ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte.
Ich hatte beim Lesen nämlich das Gefühl, dass das Bild, welches die Autorin vermutlich von der Story, den Figuren, den Konflikten im Kopf hatte, nicht wirklich der Richtung entsprach, in die sich die Geschichte und Figuren entwickeln WOLLTEN. Dennoch wurden sie in die Wunschvorstellungs-Form gepresst, was als Ergebnis wenig authentisch und mehr irritierend war. Damian, der ein grumpy Alleingänger sein soll, verfällt Zoe bald und Zoe wuppt ihren neuen Job perfekt, braucht dann aber doch die starke Schulter zum Anlehen?! Zumindest überspitzt gesagt.
Aufgrund dieser Dissonanzen im Charakter der Figuren hatte ich auch große Schwierigkeiten damit, die beiden wirklich kennenzulernen und ein Gefühl für sie zu bekommen. Besser gesagt: Es gelang mir leider nicht, zumal beide und ihre Konflikte fiel zu glatt und einfach wirken.
Und wie ich immer sage: Bei einem Liebesroman müssen mich die Figuren überzeugen, sie brauchen Ecken und Kanten und müssen einen an sich ranlassen, sonst kommt von all den Emotionen der Story nichts bei mir an.

Nach der anfänglichen Neugier, Vorfreude und Interesse an der Story fiel mir allmählich auf, wie schwer ich in die Geschichte hineinfand. Und dieses Gefühl wurde mit jedem weiteren Kapitel stärker, sodass meine Gedanken beim Lesen immer mehr abschweiften. Die Wendungen und ihre Übergänge wirkten nicht rund. Hilfreich war auch nicht, dass mein Lesefluss immer wieder ins Stocken geriet, weil der Schreibstil ein paar seltsame Eigenheiten hat. Würde man von Kollegen immer mit vollem Vor- und Nachnamen sprechen, wahlweise samt ihrer Berufsbezeichnung? Braucht es all die Füllwörter? Verwendet man in Dialogen wirklich das Präteritum?
Das war dann der Punkt, an dem ich das Buch unbeendet zur Seite legte und mich nach einer anderen Lektüre umsah.

Mein Fazit:
Mich persönlich konnte das Buch nicht abholen. Vielleicht ergeht es anderen anders, aber meiner Meinung nach gibt es spritzigere Sports-Romances als diese, mit Figuren, die mehr Facetten und Charaktertiefe zeigen. Und einer Storyline, die zwar vielseitig ist, aber dennoch in sich rund wirkt.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Zeitweise ein echter Pageturner, doch aufgrund ein paar Verwirrungen gibt es ein wenig Abzug

Die unpassende Braut des Herzogs
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DIE UNPASSENDE BRAUT DES HERZOGS war kaum auf meinen Reader geladen, da war ich auch schon in die Geschichte vertieft. Aus dem „nur kurz reinlesen“ wurden schnell mehrere Kapitel und das Buch ließ mich ...

DIE UNPASSENDE BRAUT DES HERZOGS war kaum auf meinen Reader geladen, da war ich auch schon in die Geschichte vertieft. Aus dem „nur kurz reinlesen“ wurden schnell mehrere Kapitel und das Buch ließ mich alles um mich herum vergessen. Ehe ich mich versah, war die erste Hälfte der Geschichte gelesen. Der Schreibstil ist wie für dieses Genre typisch, gehoben und altertümlich, was ich zu lesen liebe. Es wird in der dritten Person mit wechselnder Perspektive zwischen Emma und Vaughan erzählt, was den Roman kurzweilig zu lesen macht. Beide Hauptfiguren waren mir rasch sympathisch, wobei ich mit Emma aufgrund ihrer herrischen, egoistischen Familie mitfühlte und mich in den zurückhaltenden, die Ruhe liebenden Vaughan nur zu gut hineinversetzen konnte.
Trotzdem überraschte es mich ein wenig, wie sehr mich das Buch tatsächlich unterhielt und fesselte, weil der Klappentext sehr viel von der Handlung vorwegnimmt und fast der halbe Verlauf der Geschichte daher bekannt ist. Das nur so um Rande erwähnt, damit niemand enttäuscht wird. Bei mir war es jedoch tatsächlich so, dass dies meine Vorfreude darauf, was noch im Ungewissen lag, steigerte. Wie würde sich das Eheleben nach einer so rational beschlossenen, lieblosen Heirat gestalten? Wer würde wen verführen? Wann kommen wohl die Gefühle ins Spiel?

Anscheinend habe ich mit diesen Erwartungen aber etwas zu hoch gepokert, denn die zweite Hälfte des Buches fühlte sich ernüchternd an nach der anfänglich großen Begeisterung. Zwar war auch die zweite Hälfte schön zu lesen, mit ein bisschen Drama und zunehmender Romantik, doch sie konnte mich nicht so mitreißen, wie ich es gehofft und erwartet hatte. Ich hatte mich darauf gefreut zu beobachten, wie die Gefühle ihren Weg bahnen und das Prickeln zwischen Vaughan und Emma immer stärker wird. Stattdessen verlor mich die Geschichte für eine Weile, da die Zeitsprünge und Zusammenfassungen die Emotionen unterdrückten. Außerdem tat ich mir zunehmend mit den Figuren schwer. Auf die Gefühle von Vaughan, der absolut keine Liebesheirat will, wurden mir zu wenig eingegangen um verstehen zu können, was in ihm vorgeht. Und Emmas Gedanken und Gefühle haben mich absolut: Je abweisender Vaughan zu ihr war, desto größer wurde ihre Hoffnung auf mehr mit ihm?! Irgendwie passt das nicht zusammen.

Mein Fazit:
Dafür, dass das Buch eigentlich die perfekte Lektüre für alle Romantiker:innen ist, kamen mir die Emotionen zwischendurch etwas zu kurz und wirkten nicht ganz durchdacht. Zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl, es würde sich zu einem kleinen 5-Sterne-Highlight entwickeln, doch weil mich die Figuren zwischendurch verloren, kam nicht die ganze Story bei mir an. So vergebe ich nun 3,5 Sterne und befinde das Buch für durchaus lesenswert für alle, die nach neuem Lesestoff á la Bridgerton suchen!

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Über den Hype lässt sich streiten, aber als Wohlfühlroman perfekt

Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
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Darum geht es:
Austin kann kaum glauben, wer als seine neue Kollegin und damit als die Vertretung der Rektorin vorgestellt wird: Sein One-Night-Stand von neulich! Sein unfassbar heißer One-Night-Stand, ...

Darum geht es:
Austin kann kaum glauben, wer als seine neue Kollegin und damit als die Vertretung der Rektorin vorgestellt wird: Sein One-Night-Stand von neulich! Sein unfassbar heißer One-Night-Stand, um genau zu sein. Und diese Tatsache kann Austin nur schwerlich ignorieren, nun da er Holly täglich über den Weg läuft. Doch ihre Zeit ist begrenzt. In drei Monaten verlassen sowohl Holly als auch Austin selbst Lake Starlight.
Was sollen sie also mit der wenigen Zeit, die ihnen bleibt, anfangen? Gemeinsam Spaß haben? Oder doch lieber ihre Herzen davor beschützen, gebrochen zu werden?

Meine Meinung:
Nachdem ich kürzlich THE ONE I LEFT BEHIND von Piper Rayne gelesen habe und zugegebenermaßen ziemlich enttäuscht von dessen Durchschnittlichkeit war, wollte ich dem beliebten Duo noch eine Chance geben. Und was würde sich dazu wohl besser eignen als der erste Band der unfassbar beliebten Baileys-Serie?

Ich war schnell in der Geschichte drin und empfand den Schreibstil mit der wechselnden Perspektive und seinem Humor als sehr angenehm und flüssig zu lesen. Etwas schade finde ich rückblickend, dass besagter One-Night-Stand zwischen Austin und Holly nicht in der Story auftaucht. Dennoch hatte ich keine Probleme, die Dynamik zwischen den Hauptfiguren zu greifen zu bekommen und sie nachvollziehen zu können. Eigentlich fand ich die Chemie zwischen ihnen ziemlich perfekt.

Die Haupthandlung rund um Austin und Holly ist recht entspannt und undramatisch. Im Vergleich zu THE ONE I LEFT BEHIND hatte ich dennoch nicht das Gefühl, dass die Geschichte nur vor sich hinplätschert. Klar ist der Großteil der Geschichte vorhersehbar und es gibt keine wirklichen Höhen und Tiefen. Bei diesem Roman aber spielt der Spice eine große Rolle. Guter Spice, wie ich finde. Und durch den Spice ist die Geschichte dynamisch und spannend genug.

Holly und Austin empfand ich beide als sehr sympathisch und konnte sie verstehen und ihnen nachempfinden. Auch wenn man sie stellenweise für ihre Sturheit schütteln will, konnte ich ihr Handeln und Denken nachvollziehen und fand es realistisch.

Ein großer Pluspunkt für die Geschichte sind auf jeden Fall die tollen Nebenfiguren. Die ganze Bailey-Familie ist solch ein wilder, lieber Haufen, den man einfach nur ins Herz schließen kann. Auch die Nebenfiguren auf Holly Seite fand ich toll – so erfrischend und eigenwillig! Und die Kleinstadt mit ihrem Gossip-Blog (der mich ein wenig an Lady Whistledown aus Bridgerton erinnert hat) ist sehr gelungen schrullig.

Mein Fazit:
Dass LESSONS FROM A ONE-NIGHT-STAND derart gehypt und populär ist, ist meiner Meinung nach etwas übertrieben, weil es eben „nur“ eine seichte Story mit wenig Spannung ist. Dennoch finde ich das Buch als Gute-Laune-Geschichte und Wohlfühlroman gelungen und habe die Stunden in Lake Starlight genossen. Ich kann mir gut vorstellen, für den ein oder anderen Folgeband zu den Baileys zurückzugeben und vergebe für diesen ersten Band 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Wetten, dass du dich in dieses Buch verliebst?!

Literally Love 3. Paperweight Hearts
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»Es ist alles gelogen und alles irgendwie auch wahr. Die Grenzen sind verschwommen, womöglich waren sie das sogar schon immer.«

Worum geht es?
Zwischen Chelsea und Nolan besteht schon seit ihrer allerersten ...

»Es ist alles gelogen und alles irgendwie auch wahr. Die Grenzen sind verschwommen, womöglich waren sie das sogar schon immer.«

Worum geht es?
Zwischen Chelsea und Nolan besteht schon seit ihrer allerersten Begegnung eine heftige Rivalität. Wobei nein, am Anfang war es vielleicht noch Rivalität, als sie sich um den gleichen Job als Programmleitung bei Plots&Pieces beworben haben. Inzwischen hat sich zwischen Chelsea, die den Job ergattern konnte, und Nolan, der stattdessen als Literaturagent erfolgreich wurde, eine tiefe Feindschaft entwickelt. Besiegelt durch angeregte Diskussionen, spöttische Sprüche und ständige Wetten. Als ausgerechnet Chelsea Nolan zur Hilfe eilen und sich als sein aktuelles Date ausgeben muss, droht ihr sorgsam gepflegtes feindschaftliches Verhältnis zu zerbrechen. Dagegen hilft nur eine neue Wette. Und die hat es in sich! Denn dieses Mal ist der Wetteinsatz nichts Geringeres als Nolans und Chelseas Herzen ...

Meine Meinung:
Ich verfolge diese Reihe um meinen Londoner Lieblingsverlag schon seit Band eins und konnte den dritten Band daher kaum erwarten – insbesondere nach den vielversprechenden Teasern im letzten Band. Wenn man die Vorgängerbände nicht gelesen hat, kann man diesen dritten Band gut unabhängig davon lesen. Dennoch möchte ich es wärmstens empfehlen, die ganze Reihe chronologisch zu lesen, denn dann hat man das beste Feeling, erhält die besten Einblicke in die Buchbranche und bekommt ein Gefühl für die Nebencharaktere. Außerdem sind die Liebespärchen dieser Reihe einfach so besonders und vielfältig.

Nun aber zu PAPERWEIGHT HEARTS selbst. Ich kannte Chelsea und Nolan schon aus den Vorgängerbänden. Dort lernte ich Chelsea als die unerschütterliche, selbstbewusste Chefin kennen und Nolan war ihr viel zu scharfzüngiger Nemesis. Dieser Roman wird mit wechselnder Perspektive erzählt, wobei jedes Kapitel beide Sichtweisen enthält. Das sorgt bei den ohnehin eher kürzeren Kapiteln für ein kurzweiliges, flüssiges Leseerlebnis. Und ich kann schonmal so viel verraten: Aus Chelseas beziehungswiese Nolans Perspektive die Story zu erleben zeigt nochmal ganz neue, andere, überraschende Seiten an den beiden.
Ich weiß ja echt nicht, wie Tarah das macht, aber jeder einzelne männliche Protagonist bei ihr hat krasses Bookboyfriend-Potenzial. „Bryn“ war in Band eins schon echt toll, aber Lorne hat ihn in Band zwei gleich mal vom Thron gestoßen. Und guess what? Natürlich macht der kluge, attraktive, belesene, ehrgeizige und überraschend weiche, gefühlvolle Nolan ihm wiederum Konkurrenz.
Ich bin in der Lovestory eher Team Nolan gewesen, der Chelsea zwar gerne die Stirn bietet, aber weiß, wann es Zeit für Ernst ist. Trotzdem konnte ich mich durch die Erzählung und Beschreibung auch wirklich gut in Chelsea hineinversetzen, sie verstehen. Dadurch wirkten die gesamte Lovestory, jede Entwicklung, jeder Rückschritt und jeder Konflikt authentisch und greifbar auf mich.

Einen Aspekt, den ich Tarah Keys bei diesem Buch mal wieder ganz besonders hoch anrechnen möchte, ist das tolle Setting. Das Verlagshaus selbst hätte zwar noch etwas mehr Auftritte haben können, dafür erfahren wir dieses Mal auch von der Arbeit einer Literaturagentur und was mich vor allem begeistert hat: Die vielen kleinen Settings. Ich werde hier jetzt nichts darüber verraten, um welche Settings es sich handelt, denn das sind alles wunderschöne kleine Überraschungen, die der Storyline etwas Unvorhersehbares verleihen.
Insgesamt schafft Tarah Keys es, die Handlung spannend und unvorhersehbar zu halten. Es macht Spaß, über den Fortgang zu rätseln und dann oft eine Wendung präsentiert zu bekommen, die man auf diese Weise nicht im Sinn hatte. Indem Tarah den Roman innerhalt der Geschichte sogar noch reflektiert, spielt sie genial mit Klischees und es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen.

Mein Fazit:
Dieser dritte Band war nochmal ein absolutes Highlight für die Reihe. Wer eine Liebesgeschichte mit knisternden Emotionen aber ohne Spice sucht, ein Fan von Slow Burn ist und feurige Dynamik zwischen den Hauptfiguren liebt, wird tolle, kurzweilige Lesestunden erleben. Dies ist eine Lovestory zum Lachen, die aber zugleich reflektiert über die Charaktere und ihre Beziehungsdynamik erzählt. Vielleicht wäre es stellenweise noch schön gewesen, einzelne Szenen und Settings etwas länger zu beschreiben und zu erzählen, aber mit gut 300 Seiten ist das Buch durchaus in sich rund und auch perfekt für alle, die keinen allzu langen Schmöker lesen möchten. Ich vergebe jedenfalls volle 5 Sterne!

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