Platzhalter für Profilbild

knetbert

Lesejury Star
offline

knetbert ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit knetbert über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2019

Agatha wäre sicherlich einverstanden gewesen !

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
0

Agatha wäre sicherlich einverstanden gewesen
Agatha Christie meets „Und täglich grüßt das Murmeltier“- herrlich fand ich diese Umschreibung des Debüts von Stuart Turton. Und das trifft es meiner Meinung ...

Agatha wäre sicherlich einverstanden gewesen
Agatha Christie meets „Und täglich grüßt das Murmeltier“- herrlich fand ich diese Umschreibung des Debüts von Stuart Turton. Und das trifft es meiner Meinung nach auch wirklich gut.
„Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der Mörder endlich gefasst ist
Familie Hardcastle lädt zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Gäste amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die ausgelassene Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wird tot aufgefunden. Unter den Gästen befindet sich jemand, der mehr über diesen Tod weiß, denn am selben Tag hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.« Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu verlassen.“
Die Geschichte beginnt recht „gemächlich“ (und das meine ich nicht negativ !), nimmt aber deutlich an Fahrt auf später und überrascht den Leser immer wieder mit Wendungen, die man so nicht hat kommen sehen.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und eingängig, ohne schlicht und einfach zu sein, das ist toll gelöst und meiner Meinung nach ein echtes Talent. Man merkt, dass der Mann schreiben kann – als Journalist ist das ja auch sein „Hauptaugenmerk“ und das kann er hier sehr gut umsetzen, was er auch bravurös gelöst hat, finde ich.
Ich kannte Agatha Christie´s Romane nur durch die diversen Verfilmungen, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass sie mit diesem Roman durchaus einverstanden gewesen wäre.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Ho, Ho, Ho

Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company
0

Ho Ho Ho
Ein wenig merkwürdig, ein Buch zu lesen, das weihnachtlich anmutet und in dem Schnee bzw. der Nordpol erwähnt wird, wenn es draußen um die 36 Grad Celsius ist...
„Etwas Schweres brach durch die ...

Ho Ho Ho
Ein wenig merkwürdig, ein Buch zu lesen, das weihnachtlich anmutet und in dem Schnee bzw. der Nordpol erwähnt wird, wenn es draußen um die 36 Grad Celsius ist...
„Etwas Schweres brach durch die harsche Schneekruste und sog schnüffelnd die kalte Luft ein. Langsam folgte es den kaum noch sichtbaren Schlittenspuren. Die Jagd hatte begonnen.“
Freda weiß nicht, wie ihr geschieht, als ihr Kater Mr Livingstone am 6. Dezember plötzlich zu sprechen beginnt und sie an den Nordpol entführt. Dort im ewigen Eis liegt die Christmas Company, das Großunternehmen des Weihnachtsmanns. Geschenkeproduktion und Wunscherfüllung sind in vollem Gange, doch der schöne Schein trügt. Jemand versucht, die Christmas Company zu sabotieren, und hat mit einem Rätsel den Computer gesperrt. Gemeinsam mit Engel Serafin, Kobold Jonker und Mr. Livingstone begibt sich Freda auf eine gefährliche Expedition ins ewige Eis. Es gilt, Weihnachten zu retten!“
Dieses Buch ist für Kinder ab zehn Jahren geeignet und eine tolle Mischung aus Abenteuer und Weihnachtsgeschichte, voller Magie und Spannung. Ein sehr vielseitiges Buch, das unserem kleinen Testleser sehr gut gefallen hat und das wir an Weihnachten beziehungsweise zu Nikolaus sicherlich noch das eine oder andere Mal verschenken werden.
Unsere Tochter ist sieben Jahre alt und fand das Buch ebenfalls super. Die Altersempfehlung ist insoweit schon okay, aber Kinder sind eben alle verschieden und es gibt sicherlich noch mehr jüngere Kinder, die auch jetzt schon mit dieser Geschichte etwas anfangen können...

Veröffentlicht am 11.08.2019

Innovativ

All die unbewohnten Zimmer
0

Innovativ
Ich wusste anfangs nicht recht, ob ich mich an diesen Roman herantrauen soll – denn Friedrich Ani´s Romane rangieren ja nun im Genre „Literatur“ und das ist mir oft einfach auch zu schwierig ...

Innovativ
Ich wusste anfangs nicht recht, ob ich mich an diesen Roman herantrauen soll – denn Friedrich Ani´s Romane rangieren ja nun im Genre „Literatur“ und das ist mir oft einfach auch zu schwierig zu lesen. Ich habe nicht soviel Zeit und möchte dann eher Spannendes oder Kurzweiliges lesen, doch hier war die Ausnahme eine sehr gute Idee, denn dieser Roman liest sich flüssig und gar nicht anstrengend oder schwierig.
„Eine Frau wird ermordet, ein Streifenpolizist erschlagen. In einem Netz von falschen Geständnissen und zwischen Zeugen, die nichts gesehen haben wollen, suchen »die Vier« nach der Wahrheit: Der ehemalige Mönch Polonius Fischer, der pensionierte Kommissar Jakob Franck, Polizeibeamtin Fariza Nasri und Tabor Süden, der Experte für Vermisstenfälle, übernehmen die Fahndung. Trotz vereinter Kräfte stoßen sie an ihre Grenzen. Aber die Zeit drängt – es kommt zu Nachfolgeverbrechen, und die Todesfälle erregen große mediale Aufmerksamkeit. Sie entfachen hitzige Diskussionen über Ost- und Westdeutschland, Migrationspolitik und »das System« … „
Der Autor schreibt sehr authentisch und bedient sich sehr aktueller Themen, die alle angehen und mit denen sich meiner Meinung nach auch alle auseinandersetzen sollen deswegen.
Das Besondere an diesem Buch fand ich die Komplexizität des Falles und die vier Ermittler, die erstmals gemeinsam ermitteln und dabei bedient sich jeder seinen ureigenen Ermittlungsmethoden, was die Geschichte perfekt „abrundet“ und noch interessanter macht.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Langweilig

Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)
0

Langweilig
Linus Geschke legt mit „Im Wald der Wölfe“ nun bereits den vierten Fall von und mit Jan Römer vor, seines Zeichens Journalist. Geschichten sind sein Leben – doch in seinem eigenen braucht er ...

Langweilig
Linus Geschke legt mit „Im Wald der Wölfe“ nun bereits den vierten Fall von und mit Jan Römer vor, seines Zeichens Journalist. Geschichten sind sein Leben – doch in seinem eigenen braucht er nun ein wenig Ruhe und zieht sich in eine vermeintlich einsame Waldhütte zurück. Doch es bleibt nicht lange einsam...
Mitten in der Nacht steht eine blutüberströmte Frau vor der Tür von Jan Römers Waldhütte, und schlagartig ist es mit seinem Erholungsurlaub vorbei. Die Frau, Hannah Wozniak, wirkt verängstigt, behauptet aber, nur beim Joggen gestolpert zu sein. Jan Römer lässt sich von ihr überzeugen, horcht aber auf, als sie ihm vom "Wald der Wölfe" erzählt, ein nahe gelegenes Waldstück, in dem schon früher Morde geschehen sind. Alle Opfer trugen Brandzeichen, einen Wolfskopf. Am nächsten Morgen ist Hannah verschwunden, und Jan Römer beginnt zu recherchieren. Schnell zeigt sich, dass die Morde in einem Zusammenhang stehen, der bis tief in die deutsche Vergangenheit hineinreicht. Und als Jan Römer selbst in die Schusslinie gerät, wird ihm klar, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist.
Was so vielversprechend begonnen hat mit der blutüberströmten Frau vor seiner Tür, lässt leider auch genauso schnell wieder nach...
Anfangs ist die Spannung noch da, gar keine Frage, doch diese lässt dann meiner Meinung nach leider merklich nach und wird auch nicht mehr so aufgenommen, dass ich gerne am Ball geblieben wäre. Ich habe das Buch zwar zuende gelesen, doch ich fand es leider nicht überzeugend. Ich werde mit Römer einfach nicht „warm“, finde ich blutleer und langweilig. „Mütze“ ist ja noch ganz witzig, aber die reißt es eben auch nicht mehr raus leider...

Veröffentlicht am 11.08.2019

Mit 180 Sachen um die Welt

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho
0

Mit 180 Sachen um die Welt
Das ist Samantha Spinner, die scheinbar mal so gar nichts aufhalten kann.
Als Samantha Spinners Onkel Paul spurlos verschwindet, hinterlässt er drei Dinge:
Samanthas Schwester ...

Mit 180 Sachen um die Welt
Das ist Samantha Spinner, die scheinbar mal so gar nichts aufhalten kann.
Als Samantha Spinners Onkel Paul spurlos verschwindet, hinterlässt er drei Dinge:
Samanthas Schwester Buffy bekommt einen Scheck über 2,4 Milliarden Dollar.
Samanthas Bruder Nipper bekommt die New York Yankees. Inklusive Stadion.
* Und Samantha bekommt einen rostigen, roten Regenschirm mit einem Schild: „Hüte dich vor dem REGEN.“.
Na, schönen Dank auch, Onkel Paul!
Wie kann er einfach so verschwinden und Samantha nur diese geheimnisvolle Nachricht hinterlassen? Samantha ist sich sicher, dass ihr Onkel Hilfe braucht und ihr eins seiner berühmten Rätsel gestellt hat. Und noch ehe sie sich versehen, stecken Samantha und ihr Bruder Nipper in einem atemberaubenden und hochkomischen Abenteuer, das sie einmal rund um die Welt führt.
Das Buch ist wirklich spannend geschrieben und für die Altersklasse ab 9 Jahren auch sehr gut geeignet.
Supergeheime Codes und spannende Rätsel „runden“ das Buch noch ab. Hier gibt es viel zu entdecken !