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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2019

Atemlose Flucht

Cainstorm Island – Der Gejagte
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Atemlose Flucht
Dieses Buch ist für Leser/innen ab 13 Jahren geeignet und auch hier können wir der Altersempfehlung nur wieder beipflichten.
Der Klappentext
Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite ...

Atemlose Flucht
Dieses Buch ist für Leser/innen ab 13 Jahren geeignet und auch hier können wir der Altersempfehlung nur wieder beipflichten.
Der Klappentext
Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
fasst die Geschichte sehr schön zusammen. Aber das Buch ist noch viel mehr.
Es ist spannend, wartet mit interessanten Persönlichkeiten auf und hat Potential, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das gelingt nicht immer vollumfänglich, aber das mag auch daran gelegen haben, dass ich geringfügig älter als 13 Jahre bin, grins. Wir haben das Buch bereits an einen Jugendlichen verschenkt und da kam es auch sehr gut an.

Veröffentlicht am 16.03.2019

Mit Bravour und Finesse

Lago Mortale
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Mit Bravour und Finesse
Einen „Piemont-Krimi“ hatte ich bis dato auch noch nicht in der Hand und war daher entsprechend gespannt, vor allem auf die Lokalkolorit-Phasen, da ich noch nie dort war und immer ...

Mit Bravour und Finesse
Einen „Piemont-Krimi“ hatte ich bis dato auch noch nicht in der Hand und war daher entsprechend gespannt, vor allem auf die Lokalkolorit-Phasen, da ich noch nie dort war und immer finde, wenn Krimis SO angekündigt werden, dann sollten sie bitte auch so geschrieben sein, dass ich das Gefühl habe, ich war schon mal dort, hätte die Gegend erkundet und „erkenne“ fast Einiges wieder – obwohl ich natürlich noch nicht dort war in den meisten Fällen.
Und bei „Lago Mortale“ klappte das tatsächlich – das hat mich selbst fast ein wenig überrascht, aber ich wähnte mich vor Ort und zog mit Simon Strasse im heißen August durch die Strassen.
Simon ist Reporter bei der Polizei und entdeckt auf einer herrenlosen Yacht die Leiche eines einflussreichen Fabrikantensohns.
Simons alte Instinkte sind geweckt, doch an diesem beschaulichen See scheint jeder ein Geheimnis zu haben – das um jeden Preis gewahrt werden muss...
Es ist Simon´s erster Fall – und den löst er meiner Meinung nach mit Bravour und Finesse.
Ein sehr unterhaltsamer Krimi, der sehr bildhaft ist landschaftlich gesehen und mit einem Protagonisten aufwartet, der am Ende fast ein guter Kumpel geworden ist.
Allein schon vom Cover hat hat das Buch einfach „das gewisse Etwas“, macht Lust auf die Gegend, die Leute, die Geschichte – und das Buch hält dann auch dieses „Versprechen“ mehr als ein.

Veröffentlicht am 16.03.2019

Akteller denn je

Der Patriot
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Aktueller denn je
Puh... Das war mein erster Eindruck beim Klappentext:
„Der Mord an einer Journalistin versetzt die schwedischen Nachrichtenredaktionen in Alarmbereitschaft. Massive Drohungen gegen Vertreter ...


Aktueller denn je
Puh... Das war mein erster Eindruck beim Klappentext:
„Der Mord an einer Journalistin versetzt die schwedischen Nachrichtenredaktionen in Alarmbereitschaft. Massive Drohungen gegen Vertreter der sogenannten »Lügenpresse« sind längst an der Tagesordnung, doch nun macht ein Serienkiller ernst. Er ist fest entschlossen, mit allen abzurechnen, die dem bedrohlichen Flüchtlingszustrom in seinem Land nichts entgegensetzen.
In Stockholms Zeitungsredaktionen regiert die Angst. Drohungen gehören zum Alltag, populistische Meinungsmacher verschärfen die aufgeheizte Stimmung noch. Als eine junge Journalistin, die strikt für Meinungsfreiheit eingetreten ist, kaltblütig ermordet wird, werden die schlimmsten Befürchtungen plötzlich real. Nur Madeleine Winther, eine junge aufstrebende Nachrichtenredakteurin, bleibt davon merkwürdig unberührt und plant stattdessen ihre nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Doch auch sie muss sich der Realität stellen, denn es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Der Täter, Carl Cederhielm, will Rache nehmen an allen, die dazu beitragen, dass seine Heimat Tag für Tag von Flüchtlingen überschwemmt wird. Sein Ziel sind die Medien, und gemeinsam mit zwei Gleichgesinnten eröffnet er die Jagd auf Journalisten. Es scheint, dass niemand die schwedischen Terroristen aufhalten kann. Doch dann taucht ein neuer Akteur auf der Bildfläche auf, der zum Äußersten entschlossen ist.“
Harter Tobak, nichts für weiche Seelen...
Das Thema Terror, Flüchtlinge und die involvierte Presse ist hochaktuell und die Geschichte zieht einen rasch wie ein Sog in ihren Bann.
Man ist sehr schnell in der Geschichte und ich empfand diese als sehr authentisch. Es ist eben alles wirklich real. Zumal der Autor selbst Probleme mit Bedrohungen hatte. Umso mutiger, so ein Buch zu schreiben.
Die Geschichte ist rasend spannend, die Charaktere sehr überzeugend. Was will man mehr ?
Ich möchte eigentlich fast gar nicht mehr dazu sagen, denn dieses Buch muss wirklich jeder selbst auf sich wirken lassen...

Veröffentlicht am 16.03.2019

Dieser Autor ist der Knaller !

Ein perfider Plan
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Dieser Autor ist der Knaller !
Der Auftakt zur Krimireihe um den Privatdetektiv Hawthorne und seinen schreibenden Assistenten Horowitz hat mich von der ersten Seite an bereits absolut überzeugt.
Anthony ...

Dieser Autor ist der Knaller !
Der Auftakt zur Krimireihe um den Privatdetektiv Hawthorne und seinen schreibenden Assistenten Horowitz hat mich von der ersten Seite an bereits absolut überzeugt.
Anthony Horowitz ist und bleibt für mich ein „Großmeister der Worte“ - ein außergewöhnlicher Schriftsteller mit einem Talent, das seinesgleichen sucht.
Ich habe bislang alles von ihm gelesen, nein, aufgesaugt möchte ich es fast schon nennen. Er hat einen wirklich sehr eindringlichen Schreibstil, gut recherchiert und so voll von Enthusiasmus und Spannung, dass man seine Bücher nicht mehr aus den Händen legen kann, bis man sie ausgelesen hat. Und das geht durchaus nicht nur mir so, das habe ich bisher von allen gehört, die seine Bücher auch gelesen haben !
Wenige Stunden, nachdem Diana Cowper ihre eigene Bestattung in einem Beerdigungsinstitut plante, wurde die gut betuchte Witwe in ihrem Haus erdrosselt aufgefunden. Kannte sie ihren Mörder? Wusste sie um ihr Schicksal? Diese Fragen stellt sich auch der ehemalige Polizeioffizier Daniel Hawthorne, der inzwischen als Privatdetektiv ermittelt. Da er aber nicht nur den Mörder finden will, sondern aus dem merkwürdigen Mord auch ein Buch entstehen soll, schaltet er den Bestellerautor Anthony Horowitz ein – und bald hat auch er sich unrettbar in den mysteriösen Fall verstrickt.
Ganz im Stil von Holmes und Watson begeben sich Hawthorne und Horowitz in Ein perfider Plan auf die Suche nach dem Mörder einer scheinbar harmlosen älteren Frau, in deren Vergangenheit allerdings schon bald dunkle Geheimnisse auftauchen …
Klasse, dass Horowitz hier quasi selbst den Watson gibt. Ich liebe diese Idee ! Manch einer findet das vielleicht anmaßend, ich finde es großartig und eine brillante Idee ! Wer kommt denn bitte auf sowas ? Und Sherlock Holmes und John Watson sind ja nicht irgendwer in der Kriminalgeschichte... Ein hoher Anspruch – aber mit dem hat Horowitz gar keine Probleme, das bekommt er absolut mit links hin. Ihr merkt schon, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus, aber lest einfach selbst, es lohnt sich !

Veröffentlicht am 16.03.2019

Überraschend

The Hurting
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Überraschend
Wieder mal eines von den Büchern, die man ratzfatz durch hatte.
Und das meine ich positiv. Okay okay, 386 Seiten sind für einen Viel- und Schnellleser natürlich auch nicht wirklich eine „Hausnummer“, ...

Überraschend
Wieder mal eines von den Büchern, die man ratzfatz durch hatte.
Und das meine ich positiv. Okay okay, 386 Seiten sind für einen Viel- und Schnellleser natürlich auch nicht wirklich eine „Hausnummer“, aber dieses Buch zieht einen dann doch schnell in die Geschichte hinein. Das hätte ich nicht gedacht, weil ich erst ein Buch dahinter vermutete, das mir wohl eher nicht so zusagt... Vorurteile, sicherlich...
Das Buch ist ab 14 Jahren geeignet und das finde ich auch eine absolut sinnvolle Altersempfehlung, denn jüngere Kinder könnten mit dem Thema wohl auch kaum schon etwas anfangen, schätze ich mal.
„Nordic Noir trifft auf Brontës Sturmhöhe“ bringt das Buch für mich exakt auf den Punkt, besser kann man es fast schon nicht mehr beschreiben.
Es geht um Nell, die nicht an Liebe auf den ersten Blick glaubt – bis sie Lukas begegnet. Dem attraktiven und irgendwie wilden Jungen im Wolfsmantel. Mit Lukas wird ihr Leben schöner, mit ihm kann sie glücklich sein. Doch Lukas verfolgt einen finsteren Plan und als Nell das begreift, ist sie schon mitten im Nirgendwo, hat ein Kind entführt und wird von der Polizei gesucht. Und hier, in der Einsamkeit norwegischer Wälder, beginnt für sie ein Überlebenskampf - gegen die Natur, gegen Wölfe, gegen den Schmerz und gegen den Jungen, den sie liebt.
Die Geschichte ist spannend, überraschend und geht auch ans Herz, ohne zu sehr in den Kitsch abzugleiten, einfach berührend. Natürlich kommt sie auch nicht ohne Kitsch aus, das ist bei den meisten jugendlichen Liebesgeschichten ja auch der Fall, aber hier hielt sich das im Rahmen und das war eben auch gut so.