Platzhalter für Profilbild

knetbert

Lesejury Star
offline

knetbert ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit knetbert über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2019

Zerrissen

Sadie
0

Zerrissen
Zerrissen – so muss sich Sadie fühlen. Ihre kleine Schwester Mattie, ihr Universum, ihr Alles, wurde ermordet. Die Polizei lässt sie mehr oder minder im Stich und so macht sie sich selbst auf, ...

Zerrissen
Zerrissen – so muss sich Sadie fühlen. Ihre kleine Schwester Mattie, ihr Universum, ihr Alles, wurde ermordet. Die Polizei lässt sie mehr oder minder im Stich und so macht sie sich selbst auf, den Mörder von Mattie dingfest zu machen. Puh, eine harte Aufgabe und undankbar obendrein...
Journalist West McCray widmet Sadies Verschwinden einen True-Crime-Podcast, der zu einer fieberhaften Spurensuche wird. Kannte Sadie den Mörder? McCray muss herausfinden, was passiert ist, und hofft, dass er nicht zu spät kommt...
Sehr gut geschrieben, mit einem schönen Spannungsaufbau, der den Leser immer in Atem hält. Die agierenden Personen sind glaubwürdig und man fühlt besonders mit Sadie mit.
Ich kann „Sadie“ daher nur wärmstens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Verschiedene Perspektiven

Das Echo der Wahrheit
0

Verschiedene Perspektiven
Einige Bücher kauft man allein vom Klappentext her bereits – das hier zählt zu denen (auch wenn ich es gewonnen habe bzw. als Wunschbuch bestellt). Es klingt so interessant:
„Eines ...

Verschiedene Perspektiven
Einige Bücher kauft man allein vom Klappentext her bereits – das hier zählt zu denen (auch wenn ich es gewonnen habe bzw. als Wunschbuch bestellt). Es klingt so interessant:
„Eines Tages macht der New Yorker Psychiater Dr. James Cobb die unerwartete Bekanntschaft des Multimillionärs Joshua Fleischer. Fleischer leidet an einer unheilbaren Krankheit und bittet Cobb eindringlich, für einige Tage zu ihm nach Maine zu kommen. Als Cobb dort eintrifft, erfährt er, dass der vom Tod gezeichnete Mann eine schwere Last mit sich trägt: Er hat Angst, in den Mord an einer jungen Frau verwickelt zu sein, mit der er vor vielen Jahren einen Abend in einem Pariser Hotelzimmer verbracht hat. Seine Erinnerungen sind aber bruchstückhaft, und deshalb soll Cobb ihm helfen, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Noch kann Cobb allerdings nicht ahnen, dass damit die verdrängten Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zum Leben wiedererwachen …“,
dass man es kaum erwarten kann, bis man das Buch endlich beginnen kann – und dann sind die 320 Seiten auch rasch ausgelesen.
Durch verschiedene Perspektiven erhält man auch verschiedene Blickwinkel, das gibt einem immer einen neuen Blick auf das Buch, die Geschichte und die Personen. Das hat mir ausnehmend gut gefallen und in dieser Intensität hatte ich das auch noch nicht bei einem Buch bislang.
„Das Buch der Spiegel“ kenne ich bislang noch nicht, aber das steht nun auch auf meiner Wunsch- bzw. Einkaufsliste, denn mit diesem Buch hat mich der Autor so von sich und seinem Stil überzeugt, dass ich das unbedingt auch noch lesen möchte.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Macht nachdenklich

Stella
0

Macht nachdenklich
Takis Würger´s Werk „Stella“ ist mir so oft empfohlen worden, dass ich quasi gar nicht mehr umhin kam, es auch mal zur Hand zu nehmen...
Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, ...

Macht nachdenklich
Takis Würger´s Werk „Stella“ ist mir so oft empfohlen worden, dass ich quasi gar nicht mehr umhin kam, es auch mal zur Hand zu nehmen...
Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe.
Man muss schon „schlucken“ an der einen oder anderen Stelle, leichte Kost ist anders. Aber das weiß man anhand des Klappentextes auch schon...
Ich habe mir für das Buch entsprechend auch Zeit und Ruhe genommen – und die brauchte ich auch, denn ich habe es ein paar Mal aus der Hand legen müssen.
Schonungslos und interessant, berührend, nachdenklich machend.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Inseln

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
0

Inseln
Maria Adolfsson ist nicht umsonst die neue Krimientdeckung aus Skandinavien. Mich hat sie mit „Doggerland“ auch sehr schnell von sich, ihrer Geschichte und den agierenden Personen überzeugt.
Es ...

Inseln
Maria Adolfsson ist nicht umsonst die neue Krimientdeckung aus Skandinavien. Mich hat sie mit „Doggerland“ auch sehr schnell von sich, ihrer Geschichte und den agierenden Personen überzeugt.
Es ist der Morgen nach dem großen Austernfest. Kommissarin Karen Eiken Hornby, Ende 40, wacht betrunken neben ihrem arroganten Chef in einem Hotelzimmer auf. Etwa zur gleichen Zeit wird eine Frau brutal in ihrem Haus erschlagen. Das Opfer ist ausgerechnet die Ex-Frau des Mannes, mit dem Hornby gerade die Nacht verbracht hat. Ihr Chef kann den Fall nicht übernehmen, da er zu den potentiellen Verdächtigen gehört. Hornby wittert eine große Chance – sie soll den Fall übernehmen und kann endlich zeigen, dass sie mehr drauf hat. Zuvor muss sie jedoch noch ein anderes Alibi für ihren Chef finden. Hornby beginnt zu suchen. Das Mordopfer kam in einem Kollektiv zur Welt. Nahm dort das Unheil seinen Anfang? An der rauen Küste Doggerlands deckt Karen Eiken Hornby eine alte Lüge auf, die das ganze Land erschüttern wird.
Ich hatte ein wenig „Probleme“ mit dem Schreibstil, den ich ungewöhnlich fand – aber als ich „drin“ war, fand ich auch schnell Geschmack daran.
Auch wenn „Doggerland“ eine fiktive Inselgruppe ist, ist alles sehr authentisch und lebensecht geschildert. Man fühlt sich fast wie auf der Insel.
Der Plot ist ebenfalls überzeugend und die Spannung blieb fast immer konstant, so dass man auch keine „Lesepausen“ hatte.
Besonders die Kommissarin fand ich sehr überzeugend. Fast, als kenne man sie wirklich, sehr authentisch.
Vier Sterne von mir für dieses spannende Buch.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Aktueller geht es nicht mehr

Die Mauer
0

Aktueller geht es nicht mehr
In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während ...

Aktueller geht es nicht mehr
In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester einen brisanten neuen Roman vor.
Joseph Kavanagh tritt seinen Dienst auf der Mauer an, die England seit dem großen Wandel umgibt. Er gehört nun zu jener Gruppe von jungen Menschen, die die Mauer unter Einsatz ihres Lebens gegen Eindringlinge verteidigt. Der Preis für ein mögliches Versagen ist hoch. Schaffen es Eindringlinge ins Land, werden die verantwortlichen Verteidiger dem Meer – und somit dem sicheren Tod – übergeben. Das Leben auf der Mauer verlangt Kavanagh einiges ab, doch seine Einheit wird zu seiner Familie, und mit Hifa, einer jungen Frau, fühlt er sich besonders eng verbunden. Gemeinsam absolvieren sie Kampfübungen, die sie auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Denn ihre Gegner können jeden Moment angreifen. Und die sind gefährlich, weil sie für ein Leben hinter der Mauer alles aufs Spiel setzen.

Lanchester lässt kaum ein aktuelles Thema aus: Flüchtlingsströme, wachsende politische Differenzen und die immer größer werdende Angst in der Bevölkerung.
Daraus eine Geschichte zu „zimmern“, die auch noch fesselt und spannend unterhält, das macht er wirklich super. Hätte ich nicht gedacht bzw. konnte ich mir vorher nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Toll gemacht, Kompliment !