Cover-Bild Das Echo der Wahrheit

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 11.03.2019
  • ISBN: 9783442314508
Eugene Chirovici

Das Echo der Wahrheit

Roman
Silvia Morawetz (Übersetzer), Werner Schmitz (Übersetzer)

Eines Tages macht der New Yorker Psychiater Dr. James Cobb die unerwartete Bekanntschaft des Multimillionärs Joshua Fleischer. Fleischer leidet an einer unheilbaren Krankheit und bittet Cobb eindringlich, für einige Tage zu ihm nach Maine zu kommen. Als Cobb dort eintrifft, erfährt er, dass der vom Tod gezeichnete Mann eine schwere Last mit sich trägt: Er hat Angst, in den Mord an einer jungen Frau verwickelt zu sein, mit der er vor vielen Jahren einen Abend in einem Pariser Hotelzimmer verbracht hat. Seine Erinnerungen sind aber bruchstückhaft, und deshalb soll Cobb ihm helfen, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Noch kann Cobb allerdings nicht ahnen, dass damit die verdrängten Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zum Leben wiedererwachen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2019

Ein anspruchsvoller Spannungsroman

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REZENSION – Zeitgleich zu seinem Weltbestseller „Das Buch der Spiegel“ (2017) arbeitete der aus Rumänien stammende, heute in Brüssel lebende Schriftsteller Eugene Chirovici (55) bereits an seinem nun auf ...

REZENSION – Zeitgleich zu seinem Weltbestseller „Das Buch der Spiegel“ (2017) arbeitete der aus Rumänien stammende, heute in Brüssel lebende Schriftsteller Eugene Chirovici (55) bereits an seinem nun auf Deutsch erschienenen Spannungsroman „Das Echo der Wahrheit“. Wohl deshalb ist die thematische Nähe beider Werke verständlich, geht es doch in beiden Romanen um die menschliche Sicht auf Fakten und Wahrheit. Wieder geht es um einen Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall. Wieder zeigt uns Chirovici, dass wir uns der reinen, der objektiven Wahrheit niemals gewiss sein können, wird diese doch durch unsere Erinnerungen, durch subjektive Eindrücke, im schlimmsten Fall durch den Selbstschutz unseres Gehirns verfälscht. Wo hört also Wahrheit auf, wo fängt Phantasie an? Bildet man sich als Wahrheit nur ein, was man nach Jahrzehnten als Wahrheit sehen will? Als Betroffene kennen wir demzufolge oft nur ein verfälschtes Echo der Wahrheit, wie es uns der Buchtitel verrät, wobei der Goldmann-Verlag völlig zu Recht das Wörtchen „der“ kursiv hervorgehoben hat.
Denn was ist „die“ Wahrheit? Die Antwort auf diese Frage zu finden, bittet im neuen Roman Chirovicis der an Leukämie leidende Multimillionär Joshua Fleischer den New Yorker Psychiater James Cobb. Fleischer glaubt, als Student 1976 in Paris die damals von ihm angehimmelte Französin Simone ermordet zu haben, kann sich allerdings an den genauen Hergang des fraglichen Abends in der Hotelsuite, in der er sich mit seinem Studienfreund Abraham Hale und Simone aufgehalten hatte, überhaupt nicht erinnern. Wurde er tatsächlich zum Mörder? Oder war es Abraham? Cobb soll durch Hypnose die Wahrheit herausfinden, was ihm aufgrund einer starken Bewusstseinsblockade des Patienten allerdings nicht gelingt. Die Neugier des Psychiaters ist geweckt, weshalb er auch nach Fleischers baldigem Tod am Fall dranbleibt. Er lässt in Paris Polizeiakten jener Zeit auf Mord- oder Vermisstenfälle prüfen, befragt Personen, die den drei jungen Menschen damals nahestanden, fährt sogar selbst zu Nachforschungen nach Frankreich.
Kaum glaubt der Leser, einen der drei Beteiligten in seinem Charakter erkannt und das Verhältnis der drei Protagonisten zueinander verstanden zu haben, wird schon in der nächsten Zeugenaussage alles nichtig und die Personen völlig anders charakterisiert. Chirovici entwirft in „Echo der Wahrheit“ ein verwirrendes Spiel mit Erinnerungen und Illusionen. Jeder Zeitzeuge schildert das damalige Geschehen aus eigener Sicht und auch zum Selbstschutz in einem völlig neuen Licht. Doch jeder Zeuge behauptet von sich, die Wahrheit zu kennen. Doch jedesmal ist am Ende wieder nichts so, wie es schien. „Tatsachen können manchmal wirklich wahr und falsch zugleich sein; denn in der Realität gibt es so etwas wie die Wahrheit und nichts als die Wahrheit nicht“, heißt es deshalb im Buch.
Natürlich kommt Ich-Erzähler James Cobb schließlich doch der Wahrheit auf die Spur, die, was inzwischen kaum verwundert, wiederum ganz anders ist, als wir Leser bis dahin geglaubt hatten. Doch dem Autor gelingt es lückenlos, die verschlungenen Handlungsstränge trotz mehrfachen Perspektivwechsels so sinnvoll mit einander zu verknüpfen, dass uns auch diese Wahrheit endlich trotz der überraschenden Wendung als die reine Wahrheit logisch erscheint. Chirovicis Roman ist fesselnd geschrieben, in seiner wechselvollen Handlung immer aufs Neue packend. "Das Echo der Wahrheit“ ist dennoch kein Krimi, sondern nicht zuletzt wegen seiner psychologisch-wissenschaftlichen Aspekte ein anspruchsvoller Spannungsroman.

Veröffentlicht am 26.06.2019

"Überraschungsbuch im Monat April!"

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Cover:
Das Cover ziert eine Nebengasse in Paris. Schwarzweiß liegt die Straße bis auf einen einzigen alten Fußgänger einsam dar. Er trägt sich müde und kraftlos die Straße hinauf.

Inhalt:
Wir schreiben ...

Cover:
Das Cover ziert eine Nebengasse in Paris. Schwarzweiß liegt die Straße bis auf einen einzigen alten Fußgänger einsam dar. Er trägt sich müde und kraftlos die Straße hinauf.

Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1976. Es ist das wunderschöne und romantische Paris.

Ein junger Mann eilt durch die Straßen der Stadt der Liebe. Er möchte sie so schnell wie möglich verlassen.

Dann ein Zeitsprung in die Gegenwart.

Die Koryphäe Dr. Cobb hält einen Vortrag Hypnose. Gespannt lauschen im seine Zuhörer. So auch der Multimillionär Joshua Fleischer. Auf dem Weg in sein Hotel fängt dieser Dr. Cobb vor seinem Taxi ab. Er bittet um ein privates Treffen, doch der Psychiater lehnt ab.

Wenige Tage nach der Begegnung erhält Dr. Cobb eine E-Mail von Fischer. In dieser bittet er Cobb auf sein Anwesen nach Main zu kommen. Cobb soll ihn unter Hypnose setzen und ihm so evtl. endlich eine Antwort auf seine immer währende Frage beantworten: IST ER EIN MÖRDER?

Der Psychiater stimmt dem Angebot zu und macht sich auf den Weg nach Main und quartiert sich in dem Anwesen ein. Zuerst erzählt ihm Joshua Fischer aus seiner Vergangenheit. Dann kommt es zur Hypnose und mit dieser holt auch Cobb seine Vergangenheit wieder ein und hinterlässt tiefe Spuren.

Fazit:
Dieses Buch tauchte überraschenderweise irgendwann in meinem Briefkasten auf. Ich freute mich sehr über dieses Rezensionsexemplars aus dem Goldmann Verlag.

Ich selbst hätte mir es anhand des Buchcovers und des Klappentexts nicht gekauft, ABER ... nach wenigen Seiten war dies Buch nicht mehr nur ein Überraschungsbuch-Rezensionsbuch aus dem GOLDMANN Verlag ... ES WAR bzw. IST EIN ÜBERRASCHUNGSBUCH.

Der Einstieg durch einen spannenden Prolog, der bereits viel Raum für Spekulationen lässt, nimmt einen sofort ein.

Hinzukommt die äußerst authentisch wiedergegebene Ich-Perspektive, die der Autor für seinen Protagonisten verwendet. Es ist, als wäre der Leser ein Teil von Dr. Cobb. Er ist ein intelligenter und kompetenter Psychiater, nicht ganz fehlerfrei aber dennoch wirkt der durchaus kompetent. Es ist sehr interessant ein Teil von ihm zu sein.

Durch seine Neugierde seine Forschungen weiter voranzutreiben und zu Joshua Fischer zu reisen, ihn zu hypnotisieren, bringt die Story auf ein neues Level. Zunächst lässt sich annehmen, dass die Hypnose im Zentrum dieses Buches steht, doch schnell wird einem bewusst, dass es hier nur um den Storyaufbau geht.

Zunächst erzählt der kranke Fischer aus seiner Vergangenheit. Seinen Werdegang bzw. bisherigen Lebensweg. Als die Hypnosesitzung scheitert und Dr. Cobb wieder abreist, kann dieser sich nicht von den Erzählungen Fischers abwenden. Zu sehr erinnern sie ihn an seine eigenen schmerzlichen Erfahrungen und Verluste die er in der Vergangenheit machen musste.

Da auch eine Koryphäe mal an die Grenzen der Machbarkeit stößt, beauftragt Dr. Cobb einen bekannten Privatdetektiv. Dieser macht einen für mich phänomenalen Fund, der gegen Mitte des Buches noch einmal eine absolute Wendung bringt. Denn dem Psychiater wird ein Tagebuch ausgehändigt. In diesem Tagebuch schreibt der ehemalige Besitzer jenes nieder, was er einmal auf Notizen gefunden hat. Einfach genial und bringt das Spannungslevel auf ein Höchstmaß.

Dieses Buch war mein Highlight im April. Ein absolut gelungener und sehr intensiver Spannungsroman.

5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Spiel mit Illusionen und Wahrheit

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Der Psychiater Cobb wird angefragt, dem Multimillionär Joshua Fleischer zu helfen, der sich mir seinen Erinnerungen plagt. Fleischer ist todkrank und befürchtet, vor vielen Jahren in den Tod einer jungen ...


Der Psychiater Cobb wird angefragt, dem Multimillionär Joshua Fleischer zu helfen, der sich mir seinen Erinnerungen plagt. Fleischer ist todkrank und befürchtet, vor vielen Jahren in den Tod einer jungen Frau verwickelt gewesen zu sein. Cobb soll ihm helfen, die Wahrheit herauszufinden. Doch dabei weckt der Psychiater seine eigenen verdrängten Dämonen.

"Wahrheit ist ein großes Wort. Wissen Sie, wie es ist, wenn man aus einem Albtraum erwacht und Dinge und Bilder aus dem bösen Traum leibhaftig vor sich sieht? Nach einer Weile kann man kaum noch zwischen Traum und Leben unterscheiden." (S. 304)

Das ist für den Autor Eugene Chirovici in diesem Buch Programm: Er spielt gekonnt mit Traum und Wahrheit, dass nicht nur sein Protagonist, sondern auch der Leser sich im Wirrwarr der Illusionen und der Wahrheit zurechtfinden muss. Immer wieder tauchen neue Aspekte der Geschichte auf, Bruchstücke, die scheinbar überhaupt nicht mit dem Rest zusammen passen wollen. Überraschend ist es, wie letztendlich die Geschichte diese unpassenden Teile zu einem Stück zusammen fügt.

Wenn auch manchmal etwas langatmig geraten, zeigt dieses Buch ein überraschendes und gleichzeitig überzeugendes Spiel mit Illusionen und Wahrheit, dass ich es gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Individuelle Realitäten

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Joshua Fleischer leidet an Leukämie im Endstadium. Vor seinem Tod möchte er zusammen mit dem auf Hypnose spezialisierten Psychiater James Cobb herausfinden, was vor vielen Jahren in einem Pariser Hotelzimmer ...

Joshua Fleischer leidet an Leukämie im Endstadium. Vor seinem Tod möchte er zusammen mit dem auf Hypnose spezialisierten Psychiater James Cobb herausfinden, was vor vielen Jahren in einem Pariser Hotelzimmer geschehen ist und ob er selbst an einem Mord beteiligt war.

Chirovici schafft es, den Leser sofort in den Bann des Buches zu ziehen. Man möchte unweigerlich wissen, was damals geschehen ist, was die genauen Hintergründe sind und so macht man sich zusammen mit den Protagonisten auf die Suche nach der Wahrkeit. Wie schon in “Das Buch der Spiegel” spielt Eugene Chirovici wieder mit der Erinnerung der Menschen, die nicht immer der Realität entspricht. Nur ganz langsam wird das Puzzle zusammen gesetzt. In gewisser Weise ähneln sich die beiden Bücher sehr. Beide Male bekommt jemand ein kleines Stückchen Information, bevor der andere verstirbt und soll dann mit Hilfe der oft falschen Erinnerungen von Personen aus dem Umfeld die damaligen Ereignisse rekonstruieren.

Im Erzählstrang sind erneut Zeitsprünge enthalten und der Autor bleibt seinem Erzählstil insgesamt treu. Allerdings gibt es keine so massiven Einschnitte wie im Buch der Spiegel, war mir persönlich besser gefällt.

Dies ist ein Buch, an dem man wirklich dran bleiben muss, um den Überblick behalten und Spaß daran haben zu können. Ansonsten können die verschachtelten Informationen und verfälschten Erinnerungsfetzen verwirrend sein. Insgesamt aber durchaus empfehlenswert.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Irrungen und Verwirrungen

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Das erste Buch des Autor, Das Buch der Spiegel hat mich als ich es gelesen habe sehr beeindruckt. Folglich war ich sehr gespannt auf das neue Buch des Autors. Ein wenig zum Inhalt: Psychiater James Cobb ...

Das erste Buch des Autor, Das Buch der Spiegel hat mich als ich es gelesen habe sehr beeindruckt. Folglich war ich sehr gespannt auf das neue Buch des Autors. Ein wenig zum Inhalt: Psychiater James Cobb ist bekannt für seine Kunst der Hypnose. Multimillionär Joshua Fleischer lädt ihn ein, ihn auf seinem Anwesen zu besuchen. Der Millionär leidet nämlich an einer tödlichen Krankheit und bittet Cobb ihm durch Hypnose zu helfen, Licht in ein Geheimnis zu werfen, das er sein Jahren mit sich trägt. Fleischer selbst glaubt nämlich, dass er vor vielen Jahren in Paris an einem Verbrechen beteiligt gewesen sein könnte bei dem eine junge Frau verschwand. Bevor er stirbt möchte er Gewissheit. Nach anfänglichem Zögern willigt Cobb ein, doch der Gesundheitszustand des Auftraggebers ist dermassen schlecht, das die Aufklärung nicht erfolgen kann und letzerer stirbt.
Doch nach dessen Tod beschließt Cobb, auf eigene Faust weiter zu ermitteln. Um zur Aufklärung zu kommen, kontaktiert er die Personen aus der Vergangenheit und bringt Geschehnisse an die Oberfläche, die lieber begraben werden sollten.
Ein ungewöhnlicher Spannungsroman der mit seinem Vorgänger erfolgreich Seite an Seite stehen kann.