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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

(K)Ein Sommermärchen

Summer Heat
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„The White Lotus“ kenne ich zwar nicht, aber die Inhaltsangabe zu „Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner klang vielversprechend. Doch ich wurde enttäuscht. Worum geht es?
Ein mysteriöser Einstieg in ...


„The White Lotus“ kenne ich zwar nicht, aber die Inhaltsangabe zu „Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner klang vielversprechend. Doch ich wurde enttäuscht. Worum geht es?
Ein mysteriöser Einstieg in Kursivschrift. Danach lernen wir Mia kennen, die zum Arbeiten an die Algarve gekommen ist, ins exklusive Platô Beach Resort. Dort trifft sie Yanis. Er kümmert sich um die Bar. Die beiden werden ein Liebespaar.
Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte in Portugal verortet ist. Das war es dann aber auch schon. Alles ziemlich trivial. Es geht um Schönheits-/ Jugendwahn. Stalking, Erotik. Gepackt hat es mich nicht. Deshalb habe ich das Buch nach etwa der Hälfte abgebrochen.
Ständige Wiederholungen (der Plan!) gehen zu Lasten der Spannung. Mia ist eine mega unsympathische Protagonistin. Von Anfang an am Rumnölen. Was hat sie denn erwartet? Sie ist kein zahlender Gast, sondern eine Angestellte, eine Zeitarbeitskraft, für ganze 3 Monate.
Mia ist 26 Jahre alt, benimmt sich aber wie ein pubertierender Teenager. Total kindisch, dumm und naiv. Den Grund, warum sie an die Algarve gekommen ist, wollte ich irgendwann gar nicht mehr wissen. Und so habe ich nach 228 Seiten aufgegeben und das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Einfach nur peinlich!

Veröffentlicht am 28.04.2026

Tatort Island

Schlafende Vulkane
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Die Schwedenkrimis von Hjorth & Rosenfeldt habe ich geliebt und auch der neue Island-Thriller von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, „Schlafende Vulkane“, überzeugt mit einer Menge Spannung. Worum geht ...

Die Schwedenkrimis von Hjorth & Rosenfeldt habe ich geliebt und auch der neue Island-Thriller von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, „Schlafende Vulkane“, überzeugt mit einer Menge Spannung. Worum geht es?
In einer Pferdebox nahe Reykjavík wird eine Tote gefunden, ermordet. Es handelt sich um Guðný Axelsdóttir.
Danach begegnen wir Bjarki Guðmundsson, genannt Grettir. Er rettet mal eben die Welt, einen Busfahrer und eine Frau aus einem reißenden Fluss.
Und dann ist da noch Helga Þóra Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen. Sie soll im Fall der toten Frau ermitteln. Ihr erster großer Fall.
Ist Guðnýs Ex-Mann tatsächlich der Täter? Jedenfalls ist ihr 10-jähriger Sohn Kristofer spurlos verschwunden. In dieser wilden, gefährlichen Landschaft ein großes Risiko. Kristofer wird stark unterkühlt, aber gerade noch rechtzeitig gefunden, der Vater verhaftet. Doch die Morde gehen weiter.
Als wäre das noch nicht genug, werden die Morde vorher im Darknet angekündigt und live übertragen. Der Täter nennt sich „Mamasboy“. Wer steckt dahinter? Denn Kristofers Vater ist es nicht. Wie findet er seine Opfer?
„Schlafende Vulkane“ ist spannend und unterhaltsam. Hart und brutal. Ein wirklich extremes Setting. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Und Island geht immer. Düster und mystisch.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Helga ist analytisch und hartnäckig. Bjarki, ein Motorradpolizist, eher wortkarg und kein Teamplayer. Ein ungleiches Paar, das sich zusammenraufen muss, um diesen komplexen Fall zu lösen.

Fazit: Fesselnder Auftakt um das Ermittlerduo Helga und Bjarki in der Vulkanlandschaft Islands.

Veröffentlicht am 28.04.2026

Ungewollter Beifang?

Noch fünf Tage
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„Noch fünf Tage“ von Helena Falke ist kein typischer Thriller, aber ein Spannungsroman, der mich gut unterhalten hat. Worum geht es?
Lis Castrop ist 45 Jahre alt. Sie ist Köchin, wurde durch ein von ihr ...


„Noch fünf Tage“ von Helena Falke ist kein typischer Thriller, aber ein Spannungsroman, der mich gut unterhalten hat. Worum geht es?
Lis Castrop ist 45 Jahre alt. Sie ist Köchin, wurde durch ein von ihr selbst zubereitetes Silvesterdinner vergiftet und hat nur noch 5 Tage zu leben.
Der milliardenschwere Unternehmer John Harman, für den Lis seit einigen Jahren arbeitet, nachdem sie in einem Londoner Gourmettempel als Spitzenköchin tätig war, überlebte ebenso wie seine Frau und die beiden Kinder den Giftanschlag nicht.
Lis‘ einziger Gedanke ist, für ihre zwölfjährige Tochter Cosima vorzusorgen. Doch dazu muss sie den Mordfall von ihrem Krankenbett aus lösen. Unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von der Palliativschwester Esme.
Ist Lis nur ungewollter Beifang, Kollateralschaden eines perfiden Plans? Wer steckt dahinter? Und wo liegt das Motiv? Wird es Lis gelingen, ihren Mörder zu finden?
Während Lis‘ Zeit abläuft, zieht ihr ganzes Leben an ihr vorbei. Nicht nur die Polizei, sondern auch alte Bekannte besuchen sie. Um sich zu verabschieden?
Helena Falke ist ein Pseudonym. Die Autorin kannte ich bisher nicht. Wer sich wohl dahinter verbirgt? Der Schreibstil kommt mir jedenfalls nicht bekannt vor.
„Noch fünf Tage“ überzeugt mit einer starken Auflösung, die es in sich hat.

Fazit: Eine Geschichte über Leben und Tod und das, was wirklich zählt.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Die Vergangenheit holt einen immer ein

Einsam wie der Tod
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Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin ...

Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin Sanna Bjørnstad, überzeugt. Worum geht es?

Ein Rückblick in die Vergangenheit, im Mai 2009. Wir begegnen der kleinen Sanna und ihrer Schwester Elin. Sie leben sie in einem Holzhäuschen in der Provinz Telemark. Die beiden haben eine schlimme Kindheit: ein gewalttätiger Vater, eine Mutter, die sich weg duckt.

Viele Jahre später, im Januar 2024, gibt es ein Wiedersehen mit Wolf. Er ist in Oslo, im Viertel Aker Brygge. Wolf trifft sich mit dem YouTuber Vidar Kvernberg. Der hatte behauptet, dass Sannas Vater noch lebt. Wer ist Vidars Kontakt? Tatsächlich ein Polizist/ eine Polizistin?

„Einsam wie der Tod“ ist ein Buch, dass die traumatische Vergangenheit und familiäre Geheimnisse von Sanna und Elin thematisiert. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.

Sannas verschiedene Persönlichkeiten, sie leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS). Irgendwie war mir das alles ein bisschen „too much“. Denn wer die beiden Vorgänger gelesen hat, weiß ja Bescheid. Auch Sannas Schwester Elin ist psychisch krank.

Das Ende überrascht und schockiert. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Atmosphärisch und unterhaltsam. Auch, dass ein Teil in Schottland und den Orkneys verortet ist.

Fazit: Fall Nr. 3 für Wolf und Sanna. Gut, aber nicht ganz so spannend wie die Vorgänger.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Wo ist Rebecca?

Widdersehen
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„Widdersehen“ ist der dritte Teil einer Schafskrimi-Reihe, der die Herde um Miss Maple zurück in das irische Glennkill führt. „Glennkill“, „Garou“ und Miss Maple habe ich geliebt. Daher habe ich mich ...


„Widdersehen“ ist der dritte Teil einer Schafskrimi-Reihe, der die Herde um Miss Maple zurück in das irische Glennkill führt. „Glennkill“, „Garou“ und Miss Maple habe ich geliebt. Daher habe ich mich auf „Widdersehen“ sehr gefreut - und wurde nicht enttäuscht.
Die Schafe kehren von ihrer Europareise zurück nach Glennkill, müssen aber feststellen, dass ihre Heimatweide von drei fremden Schafen besetzt ist. Zudem ist ihre Schäferin eines Tages verschwunden. Die Schafe ermitteln, um Rebecca zu finden.
Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste und finden sich Unversehens in einem Familiendrama wieder…
„Widdersehen“ ist unterhaltsam und sprachlich gelungen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wechselnde Perspektiven, hauptsächlich aus Schafssicht, sorgen für Dynamik.
Zwischen Weide und Dorfkirche, Läden und Gärten warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde - bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den Fall aufzuklären.
Das Buch ist wunderschön gestaltet: ein gebundenes Buch mit Lesebändchen und liebevollen Zeichnungen.

Fazit: Wiedersehen mit den Schafen aus Glennkill. Ein tierisches Lesevergnügen!