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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2022

Herrlich überspitzt und urig

Zurück nach Übertreibling
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Herrlich überspitzt und urig

Dieses Buch strotzt nur so vor Humor und dieser ist recht speziell und das muss man natürlich mögen. Ich habe es geliebt !

Vikki ist eine Künstlerin Anfang 40 und hat nun ...

Herrlich überspitzt und urig

Dieses Buch strotzt nur so vor Humor und dieser ist recht speziell und das muss man natürlich mögen. Ich habe es geliebt !

Vikki ist eine Künstlerin Anfang 40 und hat nun ein Problem: Toni, der sie seit Jahren bedroht, ist aus dem Gefängnis ausgebrochen. Mitgeteilt hat ihr das der Wolf. Allein schon lustig, dass es immer heißt „der Toni“, „die Vikki“ usw., nicht wie normalerweise nur Toni oder Vikki. Herrlich urig !
Die Vikki flüchtet in die Provinz, zusammen mit dem Wolf, und versucht herauszufinden, warum der Toni denkt, dass sie ihn wegen des Mordes an seiner Frau bei der Polizei angezeigt hat...

Die Geschichte ist spannend, urig und lustig erzählt und sowas habe ich lange nicht gelesen.

Der Ort heißt auch noch Übertreibling – herrlich !

Die Figuren sind so herrlich überspitzt dargestellt, dass man ihnen fast nur schmunzelnd begegnen kann.

Ich habe viel gelacht, es las sich locker-flockig und spannend war es auch noch, was will Mann denn noch mehr von einem Krimi ??!!

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Veröffentlicht am 26.03.2022

Magische Siegel

Papier & Blut
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Magische Siegel

Nach „Tinte und Siegel - Die Chronik des Siegelmagiers 1“ legt Kevin Hearne nun also den zweiten Band vor.
Dieser ist allein rein optisch vom Cover her Band 1 sehr ähnlich – man sieht ...


Magische Siegel

Nach „Tinte und Siegel - Die Chronik des Siegelmagiers 1“ legt Kevin Hearne nun also den zweiten Band vor.
Dieser ist allein rein optisch vom Cover her Band 1 sehr ähnlich – man sieht gleich, dass diese Bücher zusammengehören und das mag ich eigentlich immer recht gerne, auch weil es sich schön im Regal macht nach der Lektüre.
Gleiches gilt für den Untertitel „Die Chronik des Siegelmachers“.
Al MacBharrais ist Schotte und hat ein Talent, das nicht alltäglich sein dürfte: er kann magische Siegel erschaffen, die wie Zaubersprüche wirken. Eigentlich wollte er sich aufs Altenteil zurückziehen, doch als wieder einmal ein Lehrling von ihm verschwindet, geht er dem nach, mit tatkräftiger Unterstützung durch einige ebenfalls sehr findige Menschen.
Dieses Buch hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen, ich konnte kaum mehr aufhören mit dem Lesen !
Die Spannungskurve fängt zwar relativ flach an meines Empfindens nach, aber ist danach konstant, so dass es mich immer richtig geärgert hat, wenn ich mal aus Zeitmangel kurz das Buch aus der Hand legen musste, denn ich hätte am liebsten am Stück gelesen.
Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut und fesselnd erzählt und auch die Personen sind sehr interessante Charaktere; leicht schräg, genau wie ich das mag. 08/15-Figuren, die recht „blutleer“ bleiben, damit kann ich nichts anfangen. Diese hier sind wirklich gut durchdacht und präsentiert.
Auch für Leser*innen geeignet, die Teil 1 nicht gelesen haben, denn anfangs wird dieser noch gut zusammengefasst, so dass man das Gefühl hat, das gar nicht verpasst zu haben. Auch das empfand ich als großen Pluspunkt, selbst wenn ich ja den ersten Band gelesen hatte vorab.
Alles in allem voll verdiente 5 Sterne !

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Veröffentlicht am 26.03.2022

Fehler und Flickversuche

Der große Fehler
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Fehler und Flickversuche

Dieses Buch profitiert von verschiedenen „Protagonisten“, wenn man so will, und verschiedenen Blickwinkeln: die übereifrige Haushälterin, der Präsidentschaftskandidat Tilden und ...

Fehler und Flickversuche

Dieses Buch profitiert von verschiedenen „Protagonisten“, wenn man so will, und verschiedenen Blickwinkeln: die übereifrige Haushälterin, der Präsidentschaftskandidat Tilden und die brillante Bessie Davis, der halb New York zu Füßen liegt ? Alle sind sehr unterschiedlich und dennoch sind alle irgendwie doch verwickelt. Das gibt der Geschichte einfach mehr „Drive“/Schwung, macht sie „runder“, das hat mir sehr gut gefallen.

Wie kam es dazu, dass Andrew Green erschossen wurde, noch dazu am hellichten Tag... Und es war auch noch Freitag, der 13. … Hat das etwas zu bedeuten oder ist es Zufall ?
Inspector McClusky nimmt die Ermittlungen auf.

Der Inspector ist ein eher ungewöhnlicher Protagonist und Ermittler und „trägt“ meiner Meinung und meines Empfindens nach einen Großteil der Geschichte. Wäre er nicht so gu durchdacht, wäre die Geschichte deutlich weniger interessant für mich gewesen. So war sie sehr „rund“, spannend und wirklich fesselnd.

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Veröffentlicht am 26.03.2022

Klassischer Krimi im besten Sinne

Den Wölfen zum Fraß
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Klassischer Krimi im besten Sinne

Dieser 422 Seiten umfassende Krimi basiert auf der Yeates-Jefferies-Affäre, einem wahren Kriminalfall rund um den ehemaligen Lehrer von Patrick McGuinness, was das Buch ...

Klassischer Krimi im besten Sinne

Dieser 422 Seiten umfassende Krimi basiert auf der Yeates-Jefferies-Affäre, einem wahren Kriminalfall rund um den ehemaligen Lehrer von Patrick McGuinness, was das Buch für mich nochmal spannender gemacht hat. Solche „persönlichen Verwicklungen“ beziehungsweise persönliche Beziehungen zu dem Protagonisten eventuell münden meistens in sehr authentische Geschichten (wenn nicht zuviel dazu gedichtet wird durch die künstlerische Freiheit, das hat man ja auch oft...) und wie sagt man so schön: „Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst..!“ Das sehe ich genauso.

Dieser Buch ist völlig zu Recht im Genre „Literatur“ angesiedelt, denn Autor Patrick McGuinness bedient sich schon einer sehr gewählten Sprache, die es auch verdient, entsprechend gewürdigt zu werden meiner Meinung nach.

Ein pensionierter Lehrer wird des Mordes an einer jungen Frau verdächtigt und scheint geradezu der perfekte Kandidat für eine Hetzjagd durch die Medien... In der Untersuchungshaft trifft Michael Wolphram auf zwei Polizisten: den umsichtigen Ander und dessen ›Gegenspieler‹ Gary. Ander ist besonders wachsam, denn der Mann auf der anderen Seite des Tisches ist jemand, den er kennt. Jemand, den er seit fast dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat. Entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, muss Ander sich auch seiner eigenen Geschichte stellen, die Jahrzehnte zurückliegt, aus seiner Zeit als Chapleton-Schüler...

Diese Geschichte als „klassischen Krimi“ zu bezeichnen, halte ich für sehr angemessen, denn er ist solide, geradelinig und eben so, wie man sich das vorstellt, wenn man das Wort „Krimi“ hört. Er braucht keine „Schnörkel/Ausschmückungen“, die Geschichte steht und sprich für sich und das ist auch gut so !

Der Autor hat eine scharfsinnige Beobachtungsgabe und schreibt psychologisch sehr ausgefeilt und auf den Punkt. Man wird traurig, ist erschüttert und muss dann doch wieder lachen... Solche Bücher sind rar und daher besonders kostbar und gut !




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Veröffentlicht am 26.03.2022

Loyale Zerrissenheit

Der zweite Sohn
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Loyale Zerrissenheit

Das ist hier die große Frage dieses Buches, das schon mal nicht durch sein eher schlichtes Cover auffällt... Da hätte man sich meiner Meinung nach durchaus auch etwas mehr Mühe geben ...

Loyale Zerrissenheit

Das ist hier die große Frage dieses Buches, das schon mal nicht durch sein eher schlichtes Cover auffällt... Da hätte man sich meiner Meinung nach durchaus auch etwas mehr Mühe geben können und etwas einfallsreicher gestalten können..!

Johnny ist der jüngere Bruder von Ivan Novak, der erschossen wird und sein Vater Milan, Oberhaupt eines Gangsterclans, will, dass Johnny seinen Bruder rächt... Johnny möchte natürlich loyal handeln, doch er hat eine kleine Familie und seine Frau ist von dieser Idee alles andere als begeistert und droht, ihn samt kleinem Sohn zu verlassen, wenn er wirklich Rache übt für den Tod seines älteren Bruders...
Das zwingt Johnny dazu, sich einen ausgeklügelten Plan zu überlegen – doch wird dieser gut gehen ?
Denn wenn nicht, droht Johnny buchstäblich alles zu verlieren...

Diese Geschichte im Gangster-Milieau anzusiedeln, ist vielleicht nicht neu, aber hier so erzählt, als hätte man vorher noch nichts Derartiges gelesen; einfach sein eigener Stil und die Idee sehr innovativ und geschickt sowie spannend umgesetzt.

Ich konnte mich der Geschichte kaum entziehen und die Zerrissenheit und Problematik, der Johnny sich gegenüber sah, war mehr als deutlich spürbar; das machte die Geschichte authentisch und sehr lebensecht für mich, auch wenn ich natürlich niemanden im Gangster-Milieu kenne.

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