Menschen mit großen Schmerzen
Ein stilles MädchenDieser ruhige Krimi führt uns in die dunklen Wälder Norwegens, wohin ein Mann ein 6-jähriges Mädchen, Kandis, gebracht hat. Anfangs weiß man nicht recht, was er mit ihr vorhat. Er warnt sie davor, die ...
Dieser ruhige Krimi führt uns in die dunklen Wälder Norwegens, wohin ein Mann ein 6-jähriges Mädchen, Kandis, gebracht hat. Anfangs weiß man nicht recht, was er mit ihr vorhat. Er warnt sie davor, die primitive Hütte zu verlassen, denn draußen wartet der hungrige Wolf auf sie. Es geht ihm gesundheitlich nicht gut und er hat Schmerzen, genauso wie der Vater von Kandis, der nach dem Tod seiner Frau einen schweren Unfall hatte und nun unter chronischen Schmerzen leidet. Zudem ist er verzweifelt, weil Kandis alles ist, was er noch hat und diese jetzt auch noch verschwunden ist. Kommissar Eddie Feber, der selbst eine Tochter im gleichen Alter hat, bemüht sich sehr, eine heiße Spur zu finden, aber die Ermittlungen laufen nur sehr mühsam.
Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das ganze Buch. Der Anfang ist recht spannend, dann gibt es einige Längen. Die Gespräche in der Hütte zwischen Kandis und ihrem Entführer werden zunehmend philosophisch. Kandis versucht es, alles richtigzumachen, denn sie ist so erzogen, dass sie immer auf die Erwachsenen hört und nicht widerspricht. Allerdings könnte man meinen, dass sie schon viel älter wäre, wenn man ihre vernünftigen Gedankengänge verfolgt. Das Ende sorgt noch für eine große Überraschung und lässt den Leser betroffen zurück.