The Games We Play
Mornings in Boston - The Games We PlayDas Cover:
Ist wieder wunderschön, die gesamte Trilogie hat durchgehend ein einheitliches, einladendes Cover-Konzept, das die Bände als Reihe erkennbar macht. Ich liebe den Zeichenstil und die warmen Farben. ...
Das Cover:
Ist wieder wunderschön, die gesamte Trilogie hat durchgehend ein einheitliches, einladendes Cover-Konzept, das die Bände als Reihe erkennbar macht. Ich liebe den Zeichenstil und die warmen Farben.
Meine Meinung:
Anna Lane und ihre Mornings-in-Boston-Welt haben mich schon durch die ersten beiden Bände begleitet und The Games We Play macht einen würdigen Abschluss der Trilogie. Das Schöne an der Reihe: Jeder Band hat sein eigenes Protagonistenpaar und kann grundsätzlich unabhängig gelesen werden, wer aber die anderen Bände kennt, bekommt schöne Wiedersehensmomente mit Penelope, Connor, Scarlett und Jasper obendrauf.
Harper Shaw hat ihren Traum von einem erfolgreichen Blog fast schon begraben, als sich eine unerwartete Chance auftut: ein Football Special bei Mornings in Boston, an der Seite von Ex-Quarterback Everett Knight. Das Problem? Everett war der beste Freund ihres Bruders, bevor er ihm die Profikarriere kostete. Harper hasst Everett so sehr wie Football selbst... Er hingegen konnte sie nie vergessen.
Durch seinen Unfall und das abrupte Karriereende ist er verbittert, aber dank Harper fühlt sich ein Neuanfang plötzlich möglich an. Der Sport ist dabei nur Kulisse, was wirklich im Mittelpunkt steht, ist das, was hinter der Kamera passiert und das Geheimnis das sie aufdecken.
Harper ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist ehrgeizig, verletzlich und mit einer Sturheit, die einen schmunzeln lässt. Ihre Familiengeschichte und die Wut auf Everett sind tief verwurzelt und absolut nachvollziehbar, dass sie trotzdem hinsieht und hinterfragt, macht sie zu einer Figur, der man gerne folgt.
Everett ist einer dieser Charaktere, bei denen man anfangs weiß, dass man ihn mögen wird und dann trotzdem überrascht wird, wie sehr. Sein Schmerz über den Unfall, die Verbitterung, die langsame Rückkehr ins Leben, das ist so ehrlich und feinfühlig geschrieben, dass man ihm jede Szene abnimmt. Die Anziehung zwischen ihm und Harper entwickelt sich glaubhaft und mit genau dem richtigen Tempo und dass er schon lange Gefühle für sie hatte, gibt der Geschichte eine zusätzliche Wärme.
Was Anna Lane in dieser Reihe so gut beherrscht, ist die Mischung aus leichter Romance und ernsteren Themen, ohne dass eines das andere überlagert. Verlust, Schuld, das Loslassen von Träumen... das alles schwingt mit, ohne dass das Buch schwer wird. Der Schreibstil ist modern, flüssig und mit einem feinen Gespür für Emotionen, das einen immer wieder unerwartet erwischt. Auch der Blick hinter die Kulissen des Fernsehens hat wieder diesen authentischen Charme, der die Reihe von Anfang an ausgezeichnet hat.
Mein Fazit:
Ein herzerwärmender, emotionaler und kurzweiliger Abschluss einer Reihe, die bewiesen hat, dass man mit dem richtigen Gespür für Charaktere und einem guten Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Tiefe einfach nicht falsch liegen kann. Harper und Everett sind ein Duo, das man ins Hwrz schließt und Boston fühlt sich auch im dritten Band wie nach Hause kommen an.