Sturmthron
Das Cover:
Das Cover greift die epische, warme Ästhetik von Band 1 wunderbar auf, der Phönix als zentrales Motiv wieder präsent und die Farbgebung zwischen Feuer und Dunkelheit passt perfekt zur Geschichte. ...
Das Cover:
Das Cover greift die epische, warme Ästhetik von Band 1 wunderbar auf, der Phönix als zentrales Motiv wieder präsent und die Farbgebung zwischen Feuer und Dunkelheit passt perfekt zur Geschichte.
Meine Meinung:
Achtung, Band zwei! Enthält Spoiler zu Band eins!!
Nach dem Schock am Ende von Phönixkrone musste ich sofort zu Sturmthron greifen und es wurde auch direkt dort angeknüpft wo es endete, das war ein bisschen wie hieneingeworfen werden.
Wer Band eins nicht kennt, sollte hier definitiv nicht einsteigen, denn die Geschichte baut auf allem auf was in Band eins passiert ist.
Alissa ist von ihrem engsten Verbündeten verraten worden und nur knapp mit dem Leben davongekommen. Während Nardul als neuer Kronprinz gefeiert wird, lodert in ihr der Wunsch nach Rache und mit einem Phönix an ihrer Seite entfacht sie das Feuer der Rebellion. Ein Krieg scheint unvermeidbar, doch inmitten all des Chaos erhebt sich eine uralte Gefahr, die alle zu verschlingen droht.
Was die Autorin hier aufbaut, ist kein loses Nebeneinander verschiedener Konflikte, sondern ein echtes Ineinandergreifen von Intrigen, Krieg und uralter Bedrohung, alles hängt zusammen, alles eskaliert gemeinsam, und die Spannung bleibt dabei von der ersten bis zur letzten Seite konstant hoch.
Alissa ist in diesem Band so richtig in ihrem Element. Die ruhige, berechnende Frau aus Band eins ist noch da, aber jetzt kommt auch ihr Feuer zum Vorschein und zwar buchstäblich. Hallo Phönix. Ihre Entwicklung von der Außenseiterin zur Anführerin einer Rebellion ist glaubwürdig, man sieht ihr jeden Konflikt bei ihren Entscheidungen an und man versteht sie vollständig. Dabei wirkt sie nie unfehlbar und alels hat echte Konsequenzen. Das Gabze macht sie so sympathisch.
Nardul steht diesmal auf der anderen Seite des Konflikts und genau da möchte ich kurz innehalten, weil Sturmthron endlich liefert, was im Genre so oft versprochen und selten gehalten wird: echte Enemies to Lovers. Keine sanften Rivalen, die sich heimlich immer mochten, sondern zwei Menschen, die tatsächlich auf entgegengesetzten Seiten eines Krieges stehen und trotzdem nicht voneinander loskommen. Diese Dynamik hat Biss, hat Schmerz und hat genau das Knistern, das man sich wünscht.
Seine Zerrissenheit zwischen Pflicht, Krone und seinen Gefühlen für Alissa ist das emotionale Herzstück des Buches, und beide Charaktere entwickeln sich so glaubwürdig weiter, dass man am Ende das Gefühl hat, zwei echten Menschen beim Wachsen zugeschaut zu haben.
All diese Ebenen werden zusammengehalten: Rebellion, politische Intrigen, uralte Bedrohung und eine Romance, die unter Druck steht wie nie zuvor. Das alles greift ineinander, ohne dass eine Ebene die andere erdrückt. Der Schreibstil ist flüssig und emotional, und wer Band eins mochte, wird hier reichlich belohnt.
Mein Fazit:
Ein würdiger, epischer Abschluss einer Duologie bei der Enemies to Lovers, den Namen wirklich verdienen, dazu konstante Spannung, glaubwürdige Charakterentwicklung und ein Finale, das alles zusammenbringt.