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Veröffentlicht am 25.04.2026

Vengeance // Grace

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Das Cover:
Beide Cover der Academy-of-Dream-Analysis-Dilogie haben dieses düstere, elegante Flair, das sofort Lust auf mehr macht. Mohn in Rot und Schwarz, geheimnisvolle Motive, wunderschön gestaltete ...

Das Cover:
Beide Cover der Academy-of-Dream-Analysis-Dilogie haben dieses düstere, elegante Flair, das sofort Lust auf mehr macht. Mohn in Rot und Schwarz, geheimnisvolle Motive, wunderschön gestaltete Cover Die beiden machen gemeinsam im Regal wirklich was her, und als eBook-Bundle bekommt man direkt das volle Paket.

Meine Meinung:
Wer noch nie ein eBook Bundle hatte, dem sei gesagt es sind beide Bücher nacheinander in einer Datei. Prozentsatz des Fortschritts bezieht sich also auf beide Bände.

Die Geschichte beginnt mit Nemesis von Winther, die an die Academy of Dream Analysis im finnischen Lappland kommt. Offiziell um zu studieren, heimlich um den Tod ihres geliebten Bruders Neiro zu rächen. Denn sie ist überzeugt: Die Direktorin Jupiter Sterling steckt dahinter. Was sie nicht eingeplant hat, ist Mercury Sterling. Neffe der Direktorin, ihr größter Gegenspieler und ausgerechnet derjenige, in dessen Träumen sie sich verliert.

Die Akademie selbst ist düster, atmosphärisch dicht und voller Geheimnisse, die sich Schicht für Schicht enthüllen und das Setting im verschneiten Lappland tut sein Übriges, um eine Stimmung zu erzeugen, bei der man am liebsten selbst mit einer Decke in der Akademie sitzen würde.

Nemesis ist eine Protagonistin, die man sofort versteht. Ihr Schmerz um ihren Bruder, der Druck ihrer Mutter, die innere Zerrissenheit zwischen ihrer Mission und dem, was sie für Mercy zu fühlen beginnt, das alles ist so authentisch geschrieben, dass man ihr auf jeder Seite glaubt. Sie ist nach außen stark und nach innen verletzlich, und genau diese Kombination macht sie so mitreißend.

Mercy ist das perfekte Gegenstück. Charismatisch, geheimnisvoll, mit einer Vergangenheit die einem ans Herz geht. Dass er jeden Abend mit seinen Albträumen kämpft, gibt ihm eine Verletzlichkeit, die man nicht erwartet hätte. Die Anziehung zwischen ihm und Nemesis ist von Anfang an spürbar, aber dass sie auf so vielen verschiedenen Ebenen gleichzeitig gegeneinander arbeiten, macht die Entwicklung ihrer Beziehung besonders interessant.

Was die Dilogie wirklich besonders macht, ist das Konzept des luziden Träumens. Die Idee, dass man durch Träume die Realität beeinflussen kann, ist so kreativ und konsequent umgesetzt, dass man als Leserin gar nicht anders kann als fasziniert zu sein. Ruby Brauns Schreibstil ist bildhaft, fast schon traumartig und passt damit perfekt zur Geschichte. Band 1 baut die Welt auf und lässt einem am Ende mit einem Cliffhanger zurück, der einen direkt zu Band 2 greifen lässt. Gut, dass man als Bundle-Leserin nicht warten muss.

Zu Grace sage ich inhaltlich nicht viel, um den Überraschungen nicht vorzugreifen – nur so viel: Die offenen Fragen aus Band 1 werden beantwortet, und zwar auf eine Art, die man so nicht kommen sieht. Nemesis und Mercy müssen nochmal alles geben, die Stimmung wird noch düsterer und emotionaler, und das Ende lässt einen mit einem Gefühl zurück, das man so schnell nicht loswird. Wer Vengeance mochte, wird Grace lieben. Versprochen.

Mein Fazit:
Eine atmosphärische, düstere und kreative Dilogie, die mit ihrem einzigartigen Magiesystem und zwei Protagonisten, die man einfach nicht loslässt, wirklich überzeugt. Das eBook-Bundle ist dabei die perfekte Art, diese Geschichte zu lesen, kein Warten, kein Cliffhanger ohne Antwort. Vier Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die auf Dark Academia, verbotene Anziehung und eine Welt voller Träume stehen!

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Gefährliches Verlangen

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Das Cover:
Das Cover zeigt einen Spiegel und ein Labyrinth, schlicht, düster und absolut passend zur Geschichte. Es hat diese geheimnisvolle Schwere, die einem schon vor dem ersten Satz klar macht, worauf ...

Das Cover:
Das Cover zeigt einen Spiegel und ein Labyrinth, schlicht, düster und absolut passend zur Geschichte. Es hat diese geheimnisvolle Schwere, die einem schon vor dem ersten Satz klar macht, worauf man sich einlässt. Für mich definitiv ein Cover, das neugierig macht.

Meine Meinung:
Ein tödliches Labyrinth, eine Hexe ohne Erinnerungen und ein Dämon, der sie hasst. Die Grundidee von Dark Labyrinth hat mich sofort gepackt. Eine dunkle Neuinterpretation des Minotaurus-Mythos klingt nach genau meinem Ding und AdriAnne May hat da wirklich etwas Besonderes auf den Tisch gelegt. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht....

Sadaré wacht auf, ohne zu wissen wer sie ist, wo sie ist oder was sie getan hat. Das einzige, was sie weiß: Ein Daemon (und ja, das wurde ohne "ä" geschrieben) namens Daesra steht vor ihr, kennt sie offensichtlich und kann sie nicht ausstehen. Die beiden müssen gemeinsam das Labyrinth durchqueren, eine Prüfung der Götter bestehen und ein Monster bezwingen. Was sie verbindet und was sie trennt, erfährt man, genau wie Sadaré selbst , erst nach und nach. Dieses Konzept ist mutig, manchmal sehr anstrengend und macht das Lesen zu einem echten Geduldsspiel, das sich aber irgendwie trotzdem nicht loslässt.

Sadaré ist als Protagonistin ein interessantes Experiment, weil man buchstäblich mit ihr auf einer Stufe startet. Sie weiß nichts, wir wissen nichts und alles, was sie über sich selbst herausfindet, fühlt sich wie ein kleiner Sieg an. Das macht sie nicht unbedingt sympathisch, auch wenn sie lange Zeit mehr reagiert als agiert. Die Rückblenden, in denen sich ihre Vergangenheit peu à peu enthüllt, waren für mich das absolute Herzstück des Buches.

Daesra ist faszinierend und nervenaufreibend zugleich und das ist durchaus gewollt. Man weiß nie so genau, wo man bei ihm steht. Freund? Feind? Beides? Keines von beidem? Diese Undurchsichtigkeit zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt für eine Spannung, die nicht aus Action, sondern aus reiner Verunsicherung entsteht. Das ist ungewöhnlich und hat mich mehr als einmal aus dem Takt gebracht, nicht immer angenehm, aber nie langweilig.

Was das Buch besonders macht, ist tatsächlich diese radikale Reduktion. Kein aufgeblähtes Worldbuilding, keine Dutzenden Charaktere, kein politisches Geflecht, nur das Labyrinth, zwei Menschen und die Frage, was zwischen ihnen wirklich passiert ist. Das ist mutig, und ich respektiere es. Gleichzeitig bleibt vieles lange Zeit so unklar, dass man sich manchmal fragt, ob man dem Buch zu sehr entgegenkommt. Der Mittelteil zieht sich, die Welt bleibt bewusst minimal, und wer auf Tempo und Klarheit steht, könnte hier seine Probleme bekommen. Gegen Ende nimmt die Spannung aber deutlich zu, und das Finale hat mich dann wirklich abgeholt, wenn auch verwirrt.
Das Buch ist Band 1 der Labyrinth-Dilogie und ich werde Band zwei lesen, denn irgendwie war es faszinierend.

Mein Fazit:
Dark Labyrinth ist kein einfaches Buch,, es fordert Geduld, Neugier und die Bereitschaft, sich auf Ungewissheit einzulassen. Wer das mitbringt, findet hier eine düstere, atmosphärische Geschichte mit einer faszinierenden Dynamik zwischen zwei Charakteren, bei denen man nie sicher ist, wo man steht. Wer klare Antworten und viel Tempo erwartet, könnte frustriert werden. Drei Sterne von mir, mit echtem Respekt für das Konzept, aber auch ehrlichen Abzügen für die zähen Stellen dazwischen.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

The Lovely Side of Death

The Lovely Side of Death
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Das Cover:
Das Cover von Band 2 greift die Ästhetik von Band 1 wunderbar auf. Der Zeichenstil ist toll, es bleibt trotzdem etwas geheimnisvoll, mit diesem unverkennbaren Hexen-und-Unterwelt-Flair. Die ...

Das Cover:
Das Cover von Band 2 greift die Ästhetik von Band 1 wunderbar auf. Der Zeichenstil ist toll, es bleibt trotzdem etwas geheimnisvoll, mit diesem unverkennbaren Hexen-und-Unterwelt-Flair. Die beiden Bände machen gemeinsam im Regal wirklich was her, und der gestaltete Buchschnitt der Erstauflage ist wieder ein absolutes Highlight.

Meine Meinung:
Achtung! Band zwei, enthält Spoiler zum Ende von Band eins!

Nach dem Ende von Band 1 war klar: Dieses Buch muss sofort her. Dee ist in der Unterwelt gestrandet, ohne Erinnerung, ohne Plan, ohne zu wissen wie sie überhaupt dort hingekommen ist. Und Ydril? Der hat einen Preis gezahlt, dessen Ausmaß Dee erst nach und nach begreift. Als sie schließlich versteht, was er für sie getan hat, bleibt ihr nur eine Möglichkeit: das Unmögliche tun: einen herzlosen Dämon davon überzeugen, sich erneut in sie zu verlieben.
Was für ein Ausgangspunkt.

Dee ist in diesem Band so richtig in ihrem Element. Sie findet sich in der Unterwelt zurecht, meistert eine Prüfung nach der anderen, und man sieht ihr diese Entwicklung förmlich an. Die tollpatschige Hexe aus Band 1 ist noch da, mit ihrem herrlichen Chaos und ihrer unbeholfenen Magie, aber sie wächst über sich hinaus, ohne dabei ihre Persönlichkeit zu verlieren. Ich mochte sie in Band 1 schon sehr, aber hier habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen.

Ydril versucht Dee ihre Erinnerungen und ihre Bestimmung zu ermöglichen. Der arrogante Dämon von früher ist zurück und doch merkt man in kleinen Momenten, dass da irgendwo noch etwas ist. Diese Dynamik zwischen den beiden, das vorsichtige Annähern, das Knistern trotz allem, das ist so gut geschrieben, dass man die ganze Zeit zwischen Seufzen und Mitfiebern hin- und hergerissen ist. Weniger Spannung im direkten Sinne, mehr Kribbeln und das funktioniert hier sogar noch besser als in Band 1.

Was das Buch wirklich besonders macht, ist die Unterwelt selbst. Man lernt ihre Regeln, ihre Eigenheiten, ihre Bewohner und das alles fühlt sich lebendig und durchdacht an, ohne einen zu erschlagen. Gilbert, die Schattenkreaturen, die ganz eigene Logik dieser Welt, das alles gibt dem Buch eine Wärme, die man bei einem Setting namens "Unterwelt" ehrlich gesagt nicht erwartet. Francis Edens Schreibstil macht genau das: Er nimmt schwere Themen wie Verlust, Selbstbild und Akzeptanz und verpackt sie in Humor und Herzlichkeit, dass man gar nicht merkt, wie tief man schon drin steckt.

Das Buch ist der Abschluss der Hexbound-Disasters-Dilogie und sollte unbedingt nach Band 1 gelesen werden.

Mein Fazit:
Für mich der stärkere der beiden Bände und das will bei einer so starken Dilogie wirklich was heißen. Dee und Ydril haben mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen, die Unterwelt ist ein Setting, in das man sich sofort verliebt, und das Ende lässt einen mit einem dicken Lächeln und ein paar Tränen zurück. Fünf Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die auf warme, witzige und trotzdem emotional packende Romantasy stehen!

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Liars all around me

Liars all around me
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Das Cover:
Auffällig, fast schon chaotisch – diese grellen Farben und Linien spiegeln perfekt wider, worum es im Buch geht: ein Netz aus Lügen, Verwirrung und nichts ist so, wie es scheint.

Meine Meinung:
Ich ...

Das Cover:
Auffällig, fast schon chaotisch – diese grellen Farben und Linien spiegeln perfekt wider, worum es im Buch geht: ein Netz aus Lügen, Verwirrung und nichts ist so, wie es scheint.

Meine Meinung:
Ich habe Liars all around me gerade beendet und das war für mich genau diese Art von Jugendthriller, bei der man irgendwann niemandem mehr traut, wirklich niemandem.

Im Mittelpunkt stehen Ryle und Avery.
Ryle hat diesen klassischen „Bad Boy mit schlechtem Ruf“-Vibe, aber nicht aufgesetzt. Er weiß, wie er gesehen wird, und lebt irgendwie damit, ohne sich groß zu rechtfertigen. Gleichzeitig merkt man schnell, dass da mehr ist als nur dieses Image.

Avery dagegen ist das komplette Gegenteil: Musterschülerin, angepasst, kontrolliert, zumindest nach außen. Und genau das macht sie so spannend, weil man von Anfang an das Gefühl hat, dass sie Dinge zurückhält.
Die Ausgangssituation ist direkt stark: Avery bittet Ryle, ihr eine Waffe zu besorgen. Kurz darauf ist eine Mitschülerin tot. Erschossen. Und alles deutet erstmal auf Avery hin.
Und genau da fängt das Ganze an richtig zu greifen.
Denn statt einer klaren Richtung bekommt man ein ständiges Hin und Her zwischen Misstrauen, Anziehung
und der Frage: Wer lügt hier eigentlich?

Was das Buch besonders macht, ist diese Kleinstadt-Atmosphäre. Jeder kennt jeden, jeder hat Geheimnisse und je weiter man liest, desto mehr merkt man, dass dieser Mord nicht isoliert ist. Es hängt alles zusammen. Wirklich alles.

Die Dynamik zwischen Ryle und Avery trägt die Geschichte stark. Es ist kein klassisches „wir lösen gemeinsam einen Fall und verlieben uns“, sondern deutlich komplizierter. Beide haben ihre eigenen Motive, ihre eigenen Geheimnisse und man weiß lange nicht, ob sie sich überhaupt vertrauen sollten.

Der Spannungsbogen funktioniert gut, weil ständig neue Informationen auftauchen, die alles wieder in ein anderes Licht rücken. Ich hatte mehrere Theorien – und wurde trotzdem überrascht. Gerade zum Ende hin zieht das Tempo nochmal an und man merkt, wie sich alles zuspitzt.

Was ich auch mochte:
Es geht nicht nur um den Mord, sondern auch um Themen wie Ruf, Vorurteile und wie schnell man jemanden in eine Schublade steckt. Ryle ist dafür das beste Beispiel.
Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass der Einstieg ein kleines bisschen braucht, um richtig zu zünden. Aber sobald man drin ist, zieht es an.

Mein Fazit:
Ein spannender, düsterer Jugendthriller mit starker Kleinstadt-Atmosphäre und zwei Protagonisten, denen man nie komplett vertrauen kann. Ryle und Avery funktionieren durch ihre Gegensätze und ihre Geheimnisse richtig gut. Viele Twists, viel Misstrauen und genau dieses Gefühl, ständig miträtseln zu müssen. Ein Buch, bei dem man bis zum Ende nicht sicher ist, was wirklich die Wahrheit ist.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

New York City Billionaires - Player

New York City Billionaires - Player
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Das Cover:
Typisch Louise Bay, modern, elegant und genau dieses New-York-Luxury-Feeling. Man weiß sofort: hier trifft Glamour auf Drama und ganz viel Emotion.
Warum das ebook allerdings wieder diese nichtssagende ...

Das Cover:
Typisch Louise Bay, modern, elegant und genau dieses New-York-Luxury-Feeling. Man weiß sofort: hier trifft Glamour auf Drama und ganz viel Emotion.
Warum das ebook allerdings wieder diese nichtssagende Männerbrust hat, weiß wohl keiner

Meine Meinung:
Ich habe New York City Billionaires – Player gerade beendet und das war wieder genau dieses typische Louise-Bay-Gefühl: schnell drin, viel Chemie und diese Mischung aus Business, Ego und Gefühlen, die irgendwann alles kompliziert macht.
Im Mittelpunkt stehen Jules und Leo Hart.

Jules ist ehrgeizig, clever und hat ein ganz klares Ziel: Sie will Hotelmanagerin im Mayfair werden. Dafür nimmt sie einiges in Kauf, auch einen Job als Assistentin bei genau dem Mann, der sie vor Jahren ziemlich kalt abgewiesen hat.

Leo ist der klassische „Player“-Billionaire, aber nicht oberflächlich. Er wirkt kontrolliert, selbstsicher und gewohnt, alles im Griff zu haben – bis Jules wieder in sein Leben tritt. Und genau da fängt die Dynamik an.

Das zentrale Trope hier ist Fake Dating / Fake Verlobung. Jules nutzt die Situation aktiv für ihre Karriere und bietet Leo einen Deal an: Sie spielt seine Verlobte, er gibt ihr die Chance auf den Job.
Klingt erstmal nach klassischem Setup, ist es auch, aber es funktioniert, weil beide Figuren genau wissen, worauf sie sich einlassen… und trotzdem komplett unterschätzen, was passiert.

Was das Buch ausmacht, ist diese Mischung aus Vergangenheit, Stolz
und unterschwelliger Verletzung
Denn Jules hat Leo nicht vergessen. Und Leo… erinnert sich mehr, als er zugeben will. Genau dieses „du hast mich damals verletzt“ zieht sich durch die Geschichte und gibt dem Ganzen mehr Tiefe als ein reines Fake-Dating-Szenario.

Die Chemie zwischen den beiden ist sofort da, aber sie entwickelt sich nicht einfach in Richtung „alles gut“. Es gibt Reibung, Misstrauen und dieses ständige Hin und Her zwischen Anziehung und „ich sollte mich eigentlich fernhalten“.

Das Setting im Luxushotel fand ich auch richtig passend. Dieses Business-Umfeld, Machtverhältnisse, Karriere vs. Gefühle – das zieht sich durch die komplette Story und gibt der Beziehung nochmal eine andere Ebene.
Kritisch gesehen ist manches vorhersehbar, gerade wenn man das Trope kennt. Aber ganz ehrlich: das ist genau die Art von Geschichte, bei der das nicht stört, weil die Dynamik und die Emotionen tragen.

Mein Fazit:
Eine klassische, aber gut gemachte Fake-Dating-Romance mit viel Gefühl und genau der richtigen Portion Drama. Jules und Leo funktionieren durch ihre gemeinsame Vergangenheit und ihren starken Willen richtig gut zusammen. Nicht neu erfunden, aber emotional, unterhaltsam und genau das, was man sich von einer Louise-Bay-Story erwartet.

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