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Veröffentlicht am 21.07.2026

Wie das Schweigen vor der Flut

Wie das Schweigen vor der Flut
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Das Cover:
Schon das Cover holt einen ab, bevor man überhaupt die erste Seite aufgeschlagen hat: gedeckte, fast schon melancholische Töne, die genau diese schwere, aber warme Grundstimmung transportieren, ...

Das Cover:
Schon das Cover holt einen ab, bevor man überhaupt die erste Seite aufgeschlagen hat: gedeckte, fast schon melancholische Töne, die genau diese schwere, aber warme Grundstimmung transportieren, für die Brittainy Cherry bekannt ist. Und natürlich passen sie super zu den anderen Covern.

Meine Meinung:
Brittainy Cherry ist für mich mittlerweile die Autorin, bei der ich blind zugreife, ich kaufe wirklich alles von ihr. Sie schafft es wie kaum eine andere, aus Trauer und Verlust eine Geschichte zu bauen, die einen komplett auffrisst und trotzdem am Ende mit einem warmen Gefühl zurücklässt. Meine persönliche Queen der Romance Bücher und hier mal wieder Peak der Gefühle.

Dieses Buch ist der Nachfolger der Chances-Reihe und man sollte es unbedingt nach "Wie die Ruhe vor dem Sturm" lesen , die anderen beiden Teile der Reihe (Landon und Shay) sind dafür nicht zwingend nötig. Karla selbst lernen wir noch mal von einer ganz anderen Seite kennen, als wir sie aus dem ersten Buch kannten. Diese Mischung aus vertrauten Gesichtern und einer komplett neuen Liebesgeschichte hat mich sofort gepackt.
Wir begleiten also Karla und Ash in Teenager Zeiten und wie die beiden sich kennenlernen und in ihrem Schmerz verstehen.

Ash trägt seinen eigenen Rucksack an Schuld und Verlust mit sich herum, genau das macht ihn als Figur so greifbar. Er ist keiner dieser makellosen Romance-Männer, sondern jemand, der wirklich kämpft, mit sich selbst hadert und sich erst erlauben muss, überhaupt wieder Platz für Glück zu machen. Diese innere Zerrissenheit wird so ehrlich beschrieben, dass man ihm jede einzelne Emotion abkauft.

Karla ist gebrochen. Mach dem Autounfall hat sie mit physischen und psychischen Problemen zu kämpfen. Ihr fällt es schwer zu vertrauen und sie ertrinkt förmlich in ihrer Trauer.

Zwischen den beiden entsteht eine Chemie, die nicht laut oder aufdringlich ist, sondern sich langsam und leise aufbaut, erstmal als Freundschaft, in gegenseitigem Versrändnis und Halt geben. Genau diese Art von stiller Anziehung, bei der man als Leserin die ganze Zeit mitfiebert und denkt: "Jetzt küsst euch doch endlich!"
Cherry lässt sich Zeit mit den beiden, und genau das macht die Beziehung so glaubwürdig.

Was dieses Buch besonders macht, ist wie gewohnt Cherrys Schreibstil: sehr bildhaft, sehr gefühlvoll, ohne dabei kitschig zu werden. Sie traut sich, schwere Themen wie Trauer, Schuld und Neuanfänge wirklich auszuhalten, statt sie schnell wegzuerzählen. Die Struktur mit den bekannten Nebenfiguren aus dem ersten Buch gibt der Geschichte zusätzlich Tiefe, weil man merkt, wie die Zeit an allen Beteiligten vorbeigezogen ist und wie sich Karla selbst weiterentwickelt hat. Besonders im zweiten Teil, wenn Karla und Ash älter sind, wird das sehr gut beschrieben.

Als Standalone würde ich es nicht empfehlen , man sollte wirklich erst "Wie die Ruhe vor dem Sturm" gelesen haben, um die volle emotionale Wucht zu spüren und die Verbindungen zwischen den Figuren zu verstehen.

Mein Fazit:
Ein Buch, das einem mitten ins Herz greift und dort erstmal ordentlich rumwühlt, bevor es einen wieder heil zusammensetzt. Cherry schafft es einfach immer wieder, aus Verlust etwas Schönes wachsen zu lassen, ohne dass es sich erzwungen anfühlt. Für alle, die "Wie die Ruhe vor dem Sturm" geliebt haben, ist das hier eine absolute Pflichtlektüre. Cherry zeigt wieder mal ihre beste Seite.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

How to Lose a Lord in 10 Days

How to Lose a Lord in 10 Days
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Das Cover:
Das Cover versprüht sofort Regency-RomCom-Vibes: zarte Pastelltöne und eine junge Frau im opulenten Kleid, die gleichzeitig anmutig und entschlossen wirkt. Die verspielte Typografie und die ...

Das Cover:
Das Cover versprüht sofort Regency-RomCom-Vibes: zarte Pastelltöne und eine junge Frau im opulenten Kleid, die gleichzeitig anmutig und entschlossen wirkt. Die verspielte Typografie und die floralen Details lassen das Buch leicht, romantisch und humorvoll erscheinen, also genau die Art von Cover, bei der ich sofort Lust auf Bälle, bissige Wortgefechte und eine große Liebesgeschichte bekomme.

Meine Meinung:
How to Lose a Lord in 10 Days, natürlich versteht man die Anspielung auf den bekannten Film und natürlich war das einer der Gründe warum ich das Buch lesen wollte. Ob das Buch meine Erwartungen erfüllen konnte?! Schauen wir mal.

Im Mittelpunkt steht Lydia Hanworth, die unter familiärem Druck einen Heiratsantrag von Lord Ashford annehmen muss. Da die Verlobung erst zehn Tage später öffentlich gemacht werden soll, schmiedet sie einen ebenso verrückten wie amüsanten Plan: Sie will sich so unmöglich benehmen, dass Ashford die Verlobung selbst wieder löst. Doch natürlich entwickelt sich alles ganz anders als gedacht.

Lydia ist eine wunderbar eigenständige Heldin. Sie ist klug, schlagfertig und weigert sich, ihr eigenes Glück für gesellschaftliche Erwartungen zu opfern. Gerade ihre Mischung aus Mut, Unsicherheit und trockenem Humor macht sie unglaublich sympathisch.

Lord Ashford wirkt zunächst wie der klassische arrogante Aristokrat, geschniegelt, kontrolliert und etwas steif. Doch nach und nach zeigen sich seine verletzlichen Seiten und seine echte Fürsorge. Gerade diese Entwicklung macht ihn zu einem großartigen Love Interest. Zusammen liefern sich Lydia und Ashford herrliche Wortgefechte, bei denen hinter jeder Spitze langsam mehr Verständnis entstehen.

Besonders gelungen sind die humorvollen Situationen, die Regency-Atmosphäre und Sophie Irwins moderner, witziger Schreibstil. Trotz des historischen Settings fühlt sich die Geschichte frisch an, ohne ihren Charme der Epoche zu verlieren. Das Buch erzählt seine Geschichte klassisch, mit viel Dialog und einer Slow-Burn-Romanze, die genau die richtige Balance zwischen Romantik und Humor findet.
Obwohl es Teil der Lady's Guide-Welt ist, lässt sich die Geschichte problemlos unabhängig von den vorherigen Büchern lesen.

Es verbindet Humor, Romantik und jede Menge Schlagabtausch zu einer Geschichte, die sich herrlich leicht liest und dabei trotzdem überraschend viel Herz besitzt.

Mein Fazit:
How to Lose a Lord in 10 Days ist eine charmante, witzige und romantische Regency-Komödie voller Schlagfertigkeit, Herzklopfen und liebenswerter Figuren. Wer Enemies-to-Lovers, Slow Burn und historische RomComs mit modernen Vibes liebt, wird hier bestens unterhalten. Eine klare Empfehlung für alle, die beim Lesen grinsen, mitfiebern und sich einfach wohlfühlen möchten

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Broken Dove

Broken Dove
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Das Cover:
Das Cover hat dieselbe dystopische Energie wie Silver Elite, es ist dunkel, kraftvoll und mit einem Hauch Rebellion. Ich finde man erkennt, dass beide zusammengehören und mag das Design

Meine ...

Das Cover:
Das Cover hat dieselbe dystopische Energie wie Silver Elite, es ist dunkel, kraftvoll und mit einem Hauch Rebellion. Ich finde man erkennt, dass beide zusammengehören und mag das Design

Meine Meinung:
Nach Silver Elite war Broken Dove für mich ein absolutes Must-Have und Dani Francis liefert in vieler Hinsicht auch ab. Warum es trotzdem kein Highlight war schauen wir mal.

Vorweg, man muss Band eins kennen, auch wenn sich der Band anders anfühlt, kennt man sonst keine Charaktere udn Zusammenhänge. Ich hätte mir einen kurzen Rückblick o.ä. gewünscht.

Wren Darlington ist jetzt hinter den Linien der Uprising in Sicherheit, während Cross von innen heraus gegen die Primes arbeitet. Die Welt wird größer, die Magie komplexer, die Einsätze höher und dann ist da noch Grey.

Wren, die wir jetzt auch unter ihrem echten Namen Stella Hess kennen, wächst in diesem Band spürbar. Sie lernt ihre Fähigkeiten besser zu kontrollieren, hinterfragt sich selbst und die Entscheidungen, die sie getroffen hat. Diese Entwicklung ist gut und fühlt sich glaubwürdig an. Was mich dabei aber immer wieder aus dem Rhythmus gebracht hat, ist das Liebesdreieck zwischen ihr, Cross und Grey. Bin eh kein Fan von sowas, aber das Potential dahinter ist eigentlich stark: Wrens Eltern haben Greys gesamte Familie auf dem Gewissen. Die Spannung, die da hätte entstehen können, ist enorm. Stattdessen wird daraus leider hauptsächlich romantisches Chaos, das die Geschichte bremst und unnötige Längen erzeugt.

Cross bekommt deutlich weniger Raum als in Band 1 und für alle, die für ihn brennen, ist das frustrierend.
Was wirklich auftrumpft, ist das Worldbuilding. Francis nimmt Wren aus dem Continent heraus, zeigt uns Tierra Fe, neue politische Standpunkte und Charaktere, die weder klar auf der einen noch auf der anderen Seite stehen und genau diese Graubereiche machen die Welt so viel reicher und interessanter als noch in Band 1. Die Kräfte der Uprising werden ausgebaut, neue Fähigkeiten eingeführt und man merkt wie die Dystopie an Tiefe gewinnt.

Xavier ist dabei das absolute Highlight unter den Nebencharakteren, er ist chaotisch, herzlich, bedingungslos loyal gegenüber Wren und mit einem Humor, der in den dunkelsten Momenten genau das Richtige ist. Er stiehlt jede Szene, in der er auftaucht. Die anderen Nebencharaktere bekommen in diesem Band ebenfalls mehr Raum und Tiefe, eine deutliche Verbesserung gegenüber Band eins, aber niemand schafft es an ihn ran.

Das letzte Drittel holt dann alles raus was in der Mitte liegen geblieben ist und man irgendwie erwartet hat: Wendungen, Verrat und ein Cliffhanger, der einem buchstäblich den Boden unter den Füßen wegreißt. Die Autorin pflanzt die Samen dafür so geschickt, dass man sich ärgert, es nicht früher gesehen zu haben.

Mein Fazit:
Ein Band der in puncto Worldbuilding und Charakterentwicklung klar über Band 1 hinauswächst, aber durch ein Liebesdreieck, das zu viel Raum einnimmt und unnötige Längen erzeugt, nicht ganz das Tempo hält, das man sich wünscht. Das letzte Drittel macht vieles wett, und der Cliffhanger lässt einem keine Wahl, als auf Band 3 zu warten, der nicht mal angekündigt wurde...

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Veröffentlicht am 07.07.2026

Building Trust

Building Trust
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Das Cover:
Wirkt warm, elegant und mit dem unverkennbaren Lyx-Charme. Das Gebäude zeigt ein bisschen auf, dass es um Immobilien gehen könnte.

Meine Meinung:
April Dawson begleitet mich schon eine Weile, ...

Das Cover:
Wirkt warm, elegant und mit dem unverkennbaren Lyx-Charme. Das Gebäude zeigt ein bisschen auf, dass es um Immobilien gehen könnte.

Meine Meinung:
April Dawson begleitet mich schon eine Weile, ich kenne ihre Bücher, ich mag ihren Schreibstil und wenn eine neue Reihe von ihr erscheint, greife ich blind zu. Building Trust ist Band 2 der Bevyn-Boys-Reihe und wer Selling Dreams kennt, bekommt hier Bekanntes und Neues in einem ... und Fake Dating geht eben einfach immer, oder?

Josephine „Phyn" Pearce steckt in der Klemme: Ihre Mutter kandidiert für den Senat von New York, und Phyn steht unter Druck, einen Job und einen vorzeigbaren Partner vorweisen zu können. Als sie ein Projekt bei Bevyn Estates übernimmt, erhofft sie sich die Chance, ihrem Jugendschwarm Gideon Bevyn näherzukommen, dem charmanten CEO, in den sie seit Jahren heimlich verliebt ist. Stattdessen landet sie bei Adric, dem jüngsten Bevyn-Bruder und berüchtigten Bad Boy der Familie, dessen Ruf ihm gerade seinen Platz in der Firma kosten könnte.

Sein Vorschlag: Fake-Beziehung für sein Image, dafür hilft er ihr, an Gideon heranzukommen. Der Plan klingt perfekt, bis er es plötzlich nicht mehr ist... Wie sollte es auch anders sein?!

Phyn ist eine Protagonistin, mit der man sofort mitfühlt, sie steht unter Druck, zwischen den Erwartungen ihrer Familie und dem was sie selbst will zu balancieren. Dabei bleibt sie so bodenständig und herzlich, dass man ihr einfach alles gönnt. Ihr Spitzname hat mich übrigens beim Lesen manchmal kurz aus dem Rhythmus gebracht, „Phyn" ist ungewohnt und bleibt merkwürdig im Kopf hängen, auch wenn man versteht woher er kommt. Das ist Geschmackssache, aber ehrlich gesagt nicht immer ein Lesefluss-Freund.

Adric ist das, was man sich von einem sogenannten Bad-Boy erhofft: charismatisch, schlagfertig und mit einer Verletzlichkeit dahinter, die man so mittlerweile fast erwartet.
Anfangs steht er als Hindernis auf dem Weg zu Gideon dar und sich dann ganz langsam als eigentliche Hauptfigur in Phyns Leben herauskristallisiert, ist genau so gefühlvoll, wie man es sich nur wünschen kann.

Die Wortgefechte zwischen den Phyn und Adric haben Tempo und Witz und die Momente echter Nähe treffen einen umso stärker, weil man als Leserin weiß, was Phyn noch nicht sehen will.

Was das Buch besonders macht, ist dieser wunderbar konstruierte Ausgangspunkt: Phyn verliebt sich in den falschen Bruder, ohne es selbst zu merken, und man fiebert auf jeder Seite mit, wann sie es endlich tut. Das New-York-Setting gibt der Geschichte einen zusätzlichen Glamourfaktor, und der politische Wahlkampf im Hintergrund gibt Phyns Geschichte Gewicht. Dawsons Schreibstil ist wie immer flüssig, warmherzig und mit dem richtigen Gespür für Emotionen. Kein Buch, das einen überfordert, aber eines, das einen dennoch nicht mehr loslässt.

Mein Fazit:
Fake Dating, ein Bad Boy der mehr ist als sein Ruf und eine Protagonistin, der man jedes Herzklopfen gönnt. Building Trust ist April Dawson wie man sie kennt und liebt. Klare Empfehlung und ich bin gespannt auf Band drei.

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Veröffentlicht am 07.07.2026

Summer Heat

Summer Heat
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Das Cover:
Das Cover macht wirklich was her, es ist sonnig, sommerlich und mit einem leicht bedrohlichen Unterton, der perfekt zur Geschichte passt. Man greift gerne hin, weil man sofort Urlaubsfeeling ...

Das Cover:
Das Cover macht wirklich was her, es ist sonnig, sommerlich und mit einem leicht bedrohlichen Unterton, der perfekt zur Geschichte passt. Man greift gerne hin, weil man sofort Urlaubsfeeling bekommt.

Meine Meinung:
Ich bin eigentlich kein Thriller-Mädchen, aber ein Luxusresort an der Algarve, tropische Hitze und ein bisschen Gänsehaut? Das klang nach dem perfekten Sommerleseerlwbnis und Ablenkung von der Hitze draußen. Der Vergleich mit White Lotus hat mich neugierig gemacht und ja, das Setting hat definitiv dieses Flair. Leider hat mich Summer Heat am Ende doch nicht so mitgerissen wie erhofft.

Mia arbeitet als Animateurin im exklusiven Platô Beach Resort an der portugiesischen Steilküste, einem Ort, der tagsüber nach Traumurlaub aussieht und nachts von ausschweifenden Champagner-Partys lebt. Dort begegnet sie Barkeeper Yanis und die Anziehung zwischen den beiden ist sofort spürbar. Aber Mia hat einen eigenen Grund, warum sie hier ist und Yanis scheint ebenfalls nicht ganz das zu sein, was er vorgibt.
Als eine Leiche in der Bucht angespült wird, stellt sich die Frage: Wem kann man hier eigentlich trauen?
Klingt spannend?! Jq, das Problem ist, dass es das leider zu selten wirklich ist... Bis das, was im Klapöentext steht, passiert, vergehen erstmal über 100 Seiten. Der Einstieg ist mau, die erhofften Andeutungen und Geheimnisse kommen nur tropfenweise und der Mittelteil plätschert so dahin, dass ich mich mehr als einmal dabei ertappt habe, auf eine Wendung zu warten, die einfach nicht kommt. Als Thrillerneuling kann ich natürlich nicht ausschließen, dass Viellesende des Genres das anders sehen, aber für mich hat die Spannung schlicht gefehlt.

Mia und Yanis sind beide schwer zu greifen. Mia hat einen geheimen Plan, den man zwar ahnt, aber lange nicht kennt, was in der Theorie eine tolle Spannungsquelle wäre. In der Praxis frustriert es aber, weil man nie wirklich weiß, was sie antreibt, was sie fühlt und wie sie zu Yanis steht. Urlaubsflirt? Echte Gefühle? Beides? Keines? Diese Undurchsichtigkeit wirkt nicht clever konstruiert, sondern einfach unklar.

Yanis ist auf der anderen Seite kaum greifbarer, er bleibt über weite Strecken eine Fassade, hinter der sich zwar Geheimnisse verbergen, aber keine echte Persönlichkeit, mit der man mitfühlen könnte. Die anfängliche Anziehung zwischen den beiden wandelt sich zwar irgendwann in Misstrauen, aber dieser Wandel fühlt sich eher abrupt als glaubwürdig an.

Was die Nebencharaktere angeht: Die meisten bleiben so blass, dass man sie kaum auseinanderhalten kann. Eine Ausnahme ist der Typ, der einfach kein Nein akzeptiert, der ist leider auf eine sehr unangenehme Art die markanteste Nebenfigur des Buches, und damit meine ich das nicht als Lob...

Was das Buch wirklich hat, ist das Setting. Das Resort, die Algarve, die Hitze, die beklemmende Atmosphäre unter der glitzernden Oberfläche – das ist atmosphärisch wirklich gut eingefangen und macht Lust auf Portugal. Schade, dass die Geschichte dieses Potenzial nicht voll ausschöpft.

Das Buch ist ein Standalone, mit einer kleinen Kleinigkeit die offen geblieben ist.

Mein Fazit:
Tolles Setting, schwache Umsetzung. Summer Heat lebt von seiner Atmosphäre und dem Urlaubsflair der Algarve, kann aber mit undurchsichtigen Charakteren ohne echten Sympathiefaktor und zu wenig Spannung nicht überzeugen. Als Genreneuling bin ich vielleicht nicht die Zielgruppe,aber mich hat es leider mehr gelangweilt als gefesselt.

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