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Veröffentlicht am 15.05.2021

Was Familie ausmacht

Sommerleuchten am See
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Das Cover:

Ist ein schöner Blickfang und im Stil der anderen Bücher der Autorin nachempfunden, das finde ich besonders gelungen, da man so schnell erkennt um welche Schriftstellerin es sich handelt.

Meine ...

Das Cover:

Ist ein schöner Blickfang und im Stil der anderen Bücher der Autorin nachempfunden, das finde ich besonders gelungen, da man so schnell erkennt um welche Schriftstellerin es sich handelt.

Meine Meinung:

Der Klappentext verrät hier ja bereits einiges, aber auch wenn es anders scheint, liegt der Fokus in diesem Roman nicht auf den besten Freundinnen Becca (die verstorben ist) und Clare, sondern vielmehr auf der Familie, die Becca vor fast einem Jahr zurückgelassen hat.

Der Einstieg in den Roman gelingt sehr leicht und schnell, die Kapitel sind aus der Erzähl-Perspektive der jeweiligen Protagonisten beschrieben und der Fokus liegt hier auf Izzy, Beccas Tochter und Flora, der „neuen Frau.“ Trotz der gewählten dritten Person gelingt es der Autorin hier leicht den Leserinnen einen tiefen Einblick in die Zerrissenheit, die Trauer, die Ängste und Hoffnungen der handelnden Personen zu geben.

Izzy als trauernde und unsichere Teenager-Tochter fand ich besonders gelungen. Sie will alles zusammenhalten, ihrem Vater bei der Erziehung der kleinen Schwester und dem Haushalt helfen und das Andenken ihrer Mutter bewahren.

Flora als erwachsene Frau, die Neue an der Seite eines trauernden Witwers, ist ebenfalls sehr gelungen. Da sie als Kind ihre Mutter verloren hat, kann sie in etwa nachempfinden wie es den beiden Mädchen geht. Sie ist sehr feinfühlig gezeichnet und hat viel Verständnis und Geduld.

Allgemein sind alle Charaktere gekennzeichnet durch ihre Gefühle. Auch die Freundschaft von Becca und Clare wird im späteren Buch ein wenig mehr unter die Lupe genommen und besticht durch echte Gefühle. Keine Rosarote Brille, die das Gefühl des Verlustes und des Schmerzes, die Unsicherheiten nicht mehr gebraucht und gewollt zu sein beschönigen. Simple und echte Trauer und ein Geheimnis, welches sich sehr real und nicht gekünstelt anfühlt.

Sarah Morgan schafft es mal wieder eine Geschichte mit so viel Tiefe und doch Leichtigkeit zu erschaffen, dass es eine Freude ist diese zu lesen. Als Leser
in taucht man ein und bemerkt gar nicht wie viele Seiten bereits vergangen sind, denn es scheint alles so echt und nachvollziehbar, als wenn man mit einer Freundin über ihr Leben reden würde.
Es ist eine Geschichte über den Zusammenhalt und die bedingungslose Liebe einer Familie und wie man diese um eine weitere Person erweitern kann, ohne dafür alles Alte hinter sich zu lassen.

Mein Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte, die den Fokus eben nicht auf die romantische Liebe zwischen Flora und Jake legt, sondern mehr auf die Bande der Liebe und Freundschaft der Familie und denen, die zur Familie werden.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen und es ist weder das erste noch das letzte welches ich von der Autorin lesen und wahrscheinlich lieben werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

Flach und Oberflächlich

Dear Sister
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Flach, viele Wiederholungen und absolut unsympathische Protagonistin, Schade. Hier hätte was Großartiges entstehen können.

Das Cover:

Ist wirklich wunderschön und um ehrlich zu sein der Grund, warum ...

Flach, viele Wiederholungen und absolut unsympathische Protagonistin, Schade. Hier hätte was Großartiges entstehen können.

Das Cover:

Ist wirklich wunderschön und um ehrlich zu sein der Grund, warum ich das Buch überhaupt näher betrachtet habe. Es besticht durch seine Schlichtheit und die klassischen Farben.

Meine Meinung:

Selten ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben, aber auch hier will ich einfach meine ehrliche Meinung kundtun. Ich war angefixt vom Klappentext und habe eien verbotene Liebe zwischen Geschwistern erwartet, ein Versteck-Spiel vor den Augen der Öffentlichkeit, vielleicht eine innere Zerrissenheit und der Wunsch einfach akzeptiert zu werden. Bekommen habe ich etwas Anderes.

Zu Beginn lernt der/ die Leser*in die Zwillinge Jenna und Joe kennen. Die Geschwister haben von Anfang an ein sehr enges Verhältnis zueinander und das ein oder andere Mal dachte ich wirklich, dass das bereits ein Zeichen wäre, aber leider hat sich das nicht erfüllt. Stattdessen wiederholen sich die immer gleichen Aussagen wie „Jenna küsst ihren Bruder auf die Wange / Krallt sich an ihm fest…“ etc. Dadurch entstand bei mir schnell der Eindruck, dass es hier an Ideen fehlte eine innige Beziehung zu zeichnen. Insider-Witze, kleine Blicke oder Berührungen wären wirkungsvoller für mich gewesen.

Jenna als Protagonistin konnte ich leider auch gar nicht leiden. Desto weiter ist gelesen habe, desto mehr hatte ich den Eindruck einer verwöhnten siebenjährigen, die ihren großen Bruder nicht teilen will und sich von ihrem Freund, warum die beiden zusammen sind, erschließt sich mir einfach nicht, alles gefallen lässt. Sie ist weinerlich, verwöhnt, Ichbezogen und bekommt nur den Mund auf, wenn sie mal wieder etwas kundtun muss um ihrem Freund zu verteidigen oder Joe als ihr Eigentum zu kennzeichnen. Insgesamt war sie mir einfach zu unreif, zu kindisch und einfach überhaupt nicht wie eine siebzehnjährige- eher wie sieben.

Joe hingegen empfand ich als den angenehmeren Part. Er hat wirklich versucht Jenna zu schützen, ihr alles zu geben, was sie braucht und dabei war er auch noch geduldig, freundlich und fürsorglich. Bei ihm kamen die Gefühle auch einfach besser und deutlicher rüber. Davon hätte ich mir viel mehr gewünscht.

Die Freunde der beiden waren ein kleines Highlight. Diese haben den Finger immer genau auf die Punkte gelegt, die mich auch beschäftigt haben, wie die Beziehung von Jenna, das beschützende Verhalten von Joe und die innige Beziehung der beiden Geschwister.

Ebenfalls schön zu lesen, waren die Rückblicke zu Joes erster großen Liebe. Hier wurde nochmal deutlicher, dass die Beziehung von Jenna und Joe schon immer sehr eng war.

Der Schreibstil ist ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig, es wird in der dritten Person geschrieben, was einen tieferen Blick in die Protagonisten und deren Gefühlswelt nicht zulässt. Das war schon der erste Punkt der nicht gefiel, trotzdem dachte ich, kann es was werden.
Im Laufe des Buches merkte ich aber, nein leider wurde es nichts. Es fehlte einfach an Tiefe, an der inneren Zerrissenheit, an dem ganzen komplexen Thema wurde nahezu vorbei geschrieben.

Mich konnte die ganze Geschichte leider nicht überzeugen, die Gefühle waren einfach nicht überzeugend, nicht greifbar und der Stil in der dritten Person fühlte sich zu weit weg an um eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen. Dazu kam dann noch das Problem, dass Jenna unglaublich unsympathisch war.

Mein Fazit:

Leider konnte mich die Geschichte rund um die beiden Geschwister nicht überzeugen. Ich hatte mehr erwartet und die Gefühle waren nicht glaubhaft, nicht greifbar. Schade, dass man aus der kontroversen Idee nicht mehr hatte machen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2021

Dirty Headlines

Dirty Headlines
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Das Cover:

Ist nichts Besonderes wie ich finde, aber es passt zur Geschichte und zum Inhalt. Es ist eine Workplace Romance und diese erkennt man am Cover bereits, also das ist gelungen.

Meine Meinung:

Diese ...

Das Cover:

Ist nichts Besonderes wie ich finde, aber es passt zur Geschichte und zum Inhalt. Es ist eine Workplace Romance und diese erkennt man am Cover bereits, also das ist gelungen.

Meine Meinung:

Diese Geschichte aus der Feder von L.J. Shen ist anders als die bisherigen Bücher. Ihr Stil ist immer noch leicht und locker, sehr gut runter zu lesen und macht auch Spaß zu lesen. Hier fehlt allerdings das Düstere und Gebrochene, was den anderen Büchern meistens zu eigen war.

Die Geschichte beginnt direkt mit dem Morgen nach dem One-Night-Stand von Jude und Célian. In einigen Rückblicken erfahren wir dann auch wie es dazu kam und wie die beiden dann mit Schrecken feststellen musste, dass sie zusammenarbeiten müssen.

Judith / Jude fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie kümmert sich hingebungsvoll um ihren kranken Vater und lässt sich das Verhalten von Célian nicht gefallen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und vertritt ihre Ansichten. Von Mode hält sie wenig, sie ist lieber echt und bequem angezogen. Ich fand sie toll.

Célian ist ein fast schon typischer rauer Kerl, der nichts an sich ranlassen möchte. Er ist sehr in seiner Arbeit vertieft und mit seinen Gefühlen für Jude anfangs fast schon überfordert. Ich fand ich recht unnahbar und als er sich dann doch öffnete, war es schön zu sehen was sich noch alles in seinem Inneren versteckte.

Die komplette Story empfand ich als sehr gelungen, aber es fehlte mir ein wenig an einem Spannungsbogen. Ich habe die ganze Zeit auf einen großen Knall gewartet und der kam einfach nicht. Versteht es nicht falsch, es war unterhaltsam, es war sexy und es war wirklich leicht zu lesen. Die aufkommenden Konflikte und Ängste waren auch gut geschrieben, es ging um die Verpflichtungen der Familie gegenüber, den Erwartungen der Gesellschaft und der eigenen Unsicherheit wenn man auf einmal Gefühle entwickelt und sich der Angst stellen muss verletzt zu werden.

Die beiden Protagonisten machen es mir wirklich leicht die Geschichte zu verfolgen und zu genießen. Es war ein schöner Stil, die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Jude und Célian geschrieben, sodass wir als Leser*innen einen guten Einblick in die Gefühle und Ängste der beiden bekommen haben.

Mein Fazit:

Eine schöne Workplace-Romance die besonders durch die erotischen Szenen und das lose Mundwerk von Jude sehr schön lesen lassen. Der große Knall fehlt zwar, aber dafür haben wir hier einfach viele Ebene der Gefühle und das macht diesem Roman durchaus lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

Hollywood Love

Hollywood Love
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Das Cover:

Ist halt ein recht typisches für dieses Genre und verspricht ein wenig Hollywood Glamour und Glitzer. Der Mann auf dem Cover ist zum Glück nicht zu erkennen, denn ich mag sowas gar nicht.

Meine ...

Das Cover:

Ist halt ein recht typisches für dieses Genre und verspricht ein wenig Hollywood Glamour und Glitzer. Der Mann auf dem Cover ist zum Glück nicht zu erkennen, denn ich mag sowas gar nicht.

Meine Meinung:

Ich habe dieses eBook auf Grund des Klappentextes zur Hand genommen und habe ein wenig Glamour, ein wenig Glitzer und viel Luxus erwartet. Ganz konnte das Buch dies leider nicht erfüllen, aber ich habe es trotzdem gerne gelesen.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Shelby und Liam geschrieben, wobei Liam hier den größeren Teil übernimmt und das gefiel mir bereits, da es sonst meist die weibliche Sicht ist, die den Großteil ausmacht.

Liam empfand ich auch als sehr sympathischen Kerl. Er galt bisher immer als „Peter Pan,“ der der nicht erwachsen werden will, keine feste Bindung eingehen will und eigentlich lieber Spaß hat. Bis er sich in seine beste Freundin und Haushälterin Shelby verliebt.
Die beiden kennen sich noch nicht so lange wie man meinen könnte, was das Ganze „Oh nein ich will unsere Freundschaft nicht gefährden“ Drama bereits rausnahm.
Liam sagt des Öfteren mal etwas, was ihm direkt danach leidtat und allein seine Eifersucht war so unterhaltsam zu lesen, dass ich ihn einfach in mein Herz schließen musste.

Shelby ist als Protagonistin wirklich süß, sie ist sehr fürsorglich, denkt oft an andere als an sich selbst und scheut sich nicht auch mal den Mund aufzumachen, wenn ihr etwas nicht passt. Sie ist ein wenig älter als Shelby und wenig beeindruckt von dem ganzen Hollywood Drama, seien es Paparazzi, das viele Geld oder sonst was.

Hier kommt aber auch bereits der erste große Knackpunkt: Das ganze Hollywood und Schauspieler-Thema kam sehr kurz. Es wurde immer mal wieder herausgekramt, wenn es grade passte, aber einen direkten Einblick gab es nicht. Liam musste hin und wieder mal drehen, was dort passierte erfahren wir nicht. Auch die Paparazzi und Klatschblätter kamen nur zum Einsatz, wenn ein wenig Spannung erzeugt werden sollte. Hier hätte ich mir einfach mehr gewünscht, so hätte die Geschichte auch überall anderes spielen können.

Die beiden Protagonisten sind zusammen trotzdem sehr süß und ich mochte das Unaufgeregte und die ehrliche Kommunikation zwischen den beiden sehr. Das findet man nicht oft in Büchern dieses Genres und ich habe es sehr genossen einfach einzutauchen und die aufkommende Liebe der beiden zu erleben.

Schade fand ich auch, dass der Epilog sehr lang war. Hier hätte man all dem mehr Raum geben können, denn es war einfach schön zu lesen. Kein unnötiges Drama, echte Gefühle und viel Verständnis.

Mein Fazit:

Ich mochte die Geschichte von Shelby und Liam, die beiden haben einfach eine schöne Chemie zusammen und das Unaufgeregte und Ruhige der Story mochte ich einfach. Für alle, die gerne einmal abschalten wollen und einfach genießen: Hier seid ihr genau richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Ganz nett

Something Pure
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Das Cover:

Ist ein echter Hingucker, sehr feminin und verrät mal wieder nichts über den Inhalt des Buches. Trotzdem finde ich es sehr hübsch.

Meine Meinung:

Dies ist nicht das erste Buch, welches ich ...

Das Cover:

Ist ein echter Hingucker, sehr feminin und verrät mal wieder nichts über den Inhalt des Buches. Trotzdem finde ich es sehr hübsch.

Meine Meinung:

Dies ist nicht das erste Buch, welches ich von Kylie Scott lese. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, man kann der Geschichte wie immer sehr gut folgen. Dies ist ein in sich geschlossener Einzelband und man benötigt keinerlei Vorwissen aus anderen Büchern.

Die Geschichte beginnt gleich mit einem witzigen Einstieg, Beck macht Alice mit einem Zitat von Jane Austen an. Mein Herz gehörte da schon ein wenig ihm.
Die beiden haben einfach von Anfang an eine tolle Chemie miteinander, sie necken sich, sie flirten und kommen sich näher.
Dies fand ich super schöngeschrieben und anderes als in anderen Büchern dieses Genres.

Alice und Beck sind als Protagonisten recht sympathisch, anfangs haben sie sich angenähert und waren einfach süß zusammen. Dann musste aber, wie im Klappentext geschrieben, Beck zurück zu seiner Familie und hier verlor die Geschichte mich ein wenig.

Die angekündigten Intrigen und Spannungen blieben auf der Strecke, ich hätte mir hier deutlich mehr gewünscht. Zwar sind Becks Verwandte nicht besonders nett zu Alice, aber es bleibt ein wenig oberflächlich und das fand ich sehr schade. Die Geschichte nimmt kaum Fahrt auf, sie bleibt einfach sehr flach. Die kleinen Stolpersteine in der Gesellschaft und die Ablehnung der Familie lösen sich schnell auf.
Es kommt einfach keine Spannung auf. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten bleibt aber konstant da und hält mich als Leserin durchaus am Ball.

Die ganze Geschichte lebt wirklich von Alice und Beck. Alles andere rückt in den Hintergrund und plätschert nur so dahin. Der Spannungsbogen ist nicht vorhanden und der große Knall auf den ich als Leserin gewartet habe, kam einfach nicht.

Mein Fazit:

Eine nette Geschichte für zwischendurch, die durch die beiden Protaginsten lesenswert wird. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, aber die versprochenen Intrigen und Co. bleiben auf der Strecke. Alles in allem eine schöne Liebesgeschichte

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere