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Veröffentlicht am 18.01.2026

Tale of Sun and Night

Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night
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Das Cover:
Ist absolut traumhaft... Die Farbgebung mit Gold und den mystischen Elementen passt perfekt zur magischen Atmosphäre, das gesamte Konzept ist einfach ein Hingucker. Besonders der Phönix hat ...

Das Cover:
Ist absolut traumhaft... Die Farbgebung mit Gold und den mystischen Elementen passt perfekt zur magischen Atmosphäre, das gesamte Konzept ist einfach ein Hingucker. Besonders der Phönix hat mich angezogen, denn damit gibt es wenige Bücher.

Meine Meinung:
Nachdem ich wie gesagt durch den Phönix auf das Buch aufmerksam geworden bin, meine Freundin dann einen Buddy Read vorschlug und Traumstaub-Magie und Zwielichtkreaturen wirkich spannend klangen, musste das eBook einziehen.

Die Geschichte folgt Lio, einer Sklavin ohne Erinnerung, die von Albträumen geplagt wird. Als sie an den geheimnisvollen Traumweber Izan verkauft wird, beginnt ihre gefährliche Reise durch Aurikalos, ein vom Krieg zerrissenes Reich voller Magie und Gefahren. Verfolgt von fanatischen Sandmännern und ihrer eigenen vergessenen Vergangenheit, gerät Lio zwischen die Fronten eines Konflikts, der weit über ihre eigene Freiheit hinausgeht.

Lio ist eine starke Protagonistin, die für ihre Freiheit kämpft. Sie ist zwar zu Beginn verletzlich und unsicher wegen ihrer fehlenden Erinnerungen, aber man spürt ihre innere Stärke. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches hat mir gut gefallen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass sie etwas schneller Entscheidungen trifft. Aber ihre Zweifel machen sie menschlich und nachvollziehbar.

Izan ist mysteriös und schwer zu durchschauen. Als Traumweber hat er seine eigenen Geheimnisse und man weiß lange nicht, ob man ihm wirklich trauen kann. Die Spannung zwischen ihm und Lio ist definitiv da, aber wie es sich für eine Slow Burn gehört, lässt sich die Autorin Zeit. Das war einerseits schön, weil die Gefühle glaubwürdig wachsen, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo gewünscht.

Was das Buch wirklich einzigartig macht, ist das Magiesystem. Traumstaub-Magie, Traumweber, Zwielichtkreaturen wie Phönixe, Schlafwandler und Nachtmahren, das alles ist kreativ und anders als das, was man sonst so liest. Die Welt von Aurikalos ist komplex aufgebaut und man merkt, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hat. Manchmal war es allerdings etwas viel auf einmal und ich brauchte einen Moment, um alles zu verarbeiten.

Der Schreibstil ist atmosphärisch und zieht einen in die Geschichte. Es gibt genug Witty Banter zwischen den Charakteren, um das Ganze aufzulockern, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Die Balance zwischen den düsteren Elementen und den leichteren Momenten stimmt meistens.
Und auch hier hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tempo gewünscht. Es gibt Passagen, die sich ziehen, besonders im mittleren Teil. Und obwohl die Slow Burn Romance toll aufgebaut ist, war es mir manchmal etwas zu langsam...

Mein Fazit:
Ein solider Auftakt einer Fantasy-Trilogie mit einem kreativen Magiesystem und interessanten Protagonisten. Die Traumwelt ist einzigartig und fesselnd, auch wenn das Tempo manchmal etwas langsam ist. Wer Slow Burn Romanzen mag und Geduld mitbringt, wird hier definitiv fündig. Ich bin gespannt, wie es in Band zwei weitergeht.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

To Cage a Wild Bird

To Cage a Wild Bird
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Das Cover:
Ist tatsächlich wirklich schön... Die Farben wirken düster und passend zur dystopischen Atmosphäre, das gesamte Konzept hat mich direkt angesprochen.

Meine Meinung:
Nachdem ich jahrelang nach ...

Das Cover:
Ist tatsächlich wirklich schön... Die Farben wirken düster und passend zur dystopischen Atmosphäre, das gesamte Konzept hat mich direkt angesprochen.

Meine Meinung:
Nachdem ich jahrelang nach einem guten Dystopie-Roman gesucht habe, der mich wieder so fesselt wie damals Hunger Games oder Divergent, musste ich dieses Buch einfach haben. Die Prämisse klang vielversprechend und ich hatte hohe Erwartungen.
Und ich wurde größtenteils nicht enttäuscht.

Die Geschichte spielt in der Stadt Dividium, einer dystopischen Welt, in der jedes Verbrechen mit lebenslanger Haft im berüchtigten Gefängnis Endlock bestraft wird. Das Besondere daran? Die Reichen können dorthin kommen und die Insassen wie Wild jagen.

Als Raven Thorne, die berüchtigtste Kopfgeldjägerin der Stadt, erfährt, dass ihr jüngerer Bruder Jed nach Endlock geschickt wurde, lässt sie sich selbst verhaften um ihn zu retten.
Raven ist eine starke Protagonistin, die weiß was sie will und bereit ist alles zu riskieren. Ihre Fähigkeiten als Kopfgeldjägerin helfen ihr zu überleben, aber gleichzeitig hat sie ein riesiges Problem, die Insassen, die sie selbst dorthin gebracht hat, wollen Rache. Das sorgt für ordentlich Spannung und ich fand es gut, dass ihre Vergangenheit sie einholt. Sie ist tough, clever und bleibt bei ihrer Meinung, auch wenn es gefährlich wird.

Die Liebesgeschichte zwischen Raven und Vale, einem der Gefängniswärter, entwickelt sich langsam und ist verboten. Genau das macht es spannend. Vale ist geheimnisvoll und man weiß lange nicht, ob man ihm trauen kann. Die Chemie zwischen den beiden war definitiv da, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass ihre Verbindung etwas tiefer aufgebaut worden wäre. Die Spicy-Szenen waren gut dosiert und haben die Geschichte nicht überschattet.

Was das Buch einzigartig macht, ist definitiv das Setting. Ein Gefängnis, in dem Menschen zur Jagd freigegeben werden, kombiniert mit einer Rebellion (dem Collective), die versucht das System zu stürzen... das hat mich von Anfang an gepackt. Die Atmosphäre in Endlock ist beklemmend und gefährlich, man spürt die Bedrohung auf jeder Seite.

Allerdings hätte ich mir etwas mehr Worldbuilding gewünscht. Die Gesellschaft ist in drei Sektoren aufgeteilt und die Unteren leiden, während die Oberen in Luxus leben, soweit so gut. Aber wie es zu diesem System kam und wie genau die Welt außerhalb des Gefängnisses funktioniert, bleibt ein bisschen zu vage.

Mein Fazit:
Ein solider dystopischer Roman mit einer starken Protagonistin und einem spannenden Setting. Wer Hunger Games mochte und nach etwas Ähnlichem sucht, wird hier fündig. Es gibt kleinere Schwächen beim Worldbuilding und die Romance hätte stellenweise mehr Tiefe vertragen können, aber insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Ich bin gespannt auf den zweiten Band

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Between Fading Stars

Between Fading Stars
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Das Cover:
Ist wirklich wunderschön gestaltet... Die Farbgebung passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und das gesamte Konzept zieht einen sofort in den Bann.

Meine Meinung:
Nachdem die ersten beiden ...

Das Cover:
Ist wirklich wunderschön gestaltet... Die Farbgebung passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und das gesamte Konzept zieht einen sofort in den Bann.

Meine Meinung:
Nachdem die ersten beiden Bände mich bereits komplett mitgerissen haben, war klar, dass ich auch den dritten Teil sofort lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

ACBTUNG SPOILER ZU BAND EINS UND ZWEI FOLGEN! Bitte lest nur weiter, wenn ihr die Bücher kennt, denn sonst nehmt ihr euch Dinge vorweg.

Die Geschichte folgt Wes Knight und Hailey Clarke (die unter dem Pseudonym Liz Brown schreibt), die nach einer schmerzhaften Trennung vor über sieben Jahren wieder aufeinandertreffen. Wes arbeitet mittlerweile in der Presseabteilung von Prince Publishing und kämpft darum, wieder zu sich selbst zu finden.
Hailey ist eine junge Debütautorin, die gerade ihren ersten Roman veröffentlicht hat und ausgerechnet Wes soll sie auf ihrer Lesereise begleiten.

Was dieses Buch so besonders macht, sind die authentischen Einblicke in die Verlagswelt aus der Perspektive einer Autorin. Man spürt die Aufregung, die Zweifel und den ganzen emotionalen Prozess einer Buchveröffentlichung so intensiv, als würde man selbst mittendrin stecken. Die Lesereise, die Begegnungen mit Leser*innen, die Pressetermine, alles wirkt so echt und durchdacht.

Die Protagonisten haben sich weiterentwickelt und sind gereifter als in den vorherigen Bänden. Wes ist verletzlich und nachdenklich, sucht nach seinem Platz in der Welt und in seiner eigenen Identität. Man merkt, dass er durch seine Erfahrungen gewachsen ist und nun wirklich Entscheidungen trifft, die Gewicht haben.
Hailey wiederum kämpft mit ihrer Vergangenheit und den Gründen, warum sie Wes damals verlassen hat. Ihre Geschichte ist schmerzhaft, aber gleichzeitig so wichtig für ihre Entwicklung.
Die Beziehung zwischen den beiden ist einfach herzzerreißend schön. Man spürt die Geschichte, die sie verbindet, und die Gefühle kommen absolut glaubwürdig rüber. Es ist eine Second Chance Romance, die nicht einfach nur süß ist, sondern die sich mit echten Wunden, Vergebung und der Frage beschäftigt, ob man jemandem noch einmal vertrauen kann. Es gab Momente, in denen ich einfach nur mit ihnen mitfühlen konnte und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Auch die Handlung selbst nimmt richtig Fahrt auf. Die unausgesprochenen Worte, die alte Vertrautheit zwischen Wes und Hailey, das langsame Herantasten aneinander – all das ist so feinfühlig und berührend geschrieben. Anna Savas schafft es, große Emotionen in kleine, treffende Sätze zu verpacken. Die Balance zwischen den schmerzhaften Momenten der Vergangenheit und den hoffnungsvollen Augenblicken der Gegenwart stimmt einfach perfekt.
Besonders gelungen fand ich, wie die verschiedenen Themen miteinander verwoben sind. Die Liebesgeschichte, die Selbstfindung, die Heilung alter Wunden und die Leidenschaft für Bücher und Geschichten nichts wirkt überflüssig oder fehl am Platz. Jede Szene hat ihren Zweck und trägt zur Gesamtgeschichte bei.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, gefühlvoll und atmosphärisch. Anna Savas versteht es, eine melancholische London-Stimmung zu schaffen und gleichzeitig die Geschichte voranzutreiben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte nicht aufhören zu lesen.

Mein Fazit:
Ein absolut gelungener dritter Band, der die Reihe perfekt abschließt und alle Erwartungen übertrifft. Wes und Hailey haben mein Herz komplett erobert und ihre Geschichte ist eine der schönsten Second Chance Romances, die ich je gelesen habe. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird diesen lieben und wer Bücher über Bücher mag, kommt hier sowieso voll auf seine Kosten!

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Veröffentlicht am 17.01.2026

How to Kill Fate

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Das Cover:
Passt sehr gut zu Band eins und ist doch was eigenes, ich mag es. Man erkennt, dass es zu Band eins gehört und es passt zur Geschichte.

Meine Meinung:
How to Kill Fate ist Band zwei der Fate-Dilogie ...

Das Cover:
Passt sehr gut zu Band eins und ist doch was eigenes, ich mag es. Man erkennt, dass es zu Band eins gehört und es passt zur Geschichte.

Meine Meinung:
How to Kill Fate ist Band zwei der Fate-Dilogie und setzt nahtlos dort an, wo Band eins aufgehört hat. Man sollte Band eins unbedingt kennen, weil die Figuren, die Welt und die innere Logik des Schicksalssystems direkt weitergeführt werden und man sonst einfach nicht alles verstehen würde. Bitte lest diese Rezension nur, wenn ihr Band eins kennt, ansonsten lest meine Rezi zu Band eins als Kaufentscheidung.

Im Mittelpunkt steht erneut Kiana, eine Novizin der Schicksalsgöttin aus dem Land Anima. Nachdem sie im ersten Teil den Verlust ihres vorherbestimmten Seelenpartners erleben musste, hat sie gelernt, sich nicht einfach mit dem vorgegebenen Schicksal abzufinden. In Band zwei ist sie geprägt von Zweifeln an den Lehren der Götter und dem festen Glauben, dass wahre Liebe nicht einfach vom Schicksal diktiert werden darf.

An Kianas Seite stehen wieder Tyron, ein Kriegsnovize und Nevin, ein Liebesnovize, der Gefühle beeinflussen kann. Die Dynamik zwischen ihnen ist weiterhin ein zentraler Teil der Geschichte: Hier ist nicht nur Spannung zwischen Kiana und Tyron spürbar, sondern auch ein gemeinsames Ringen um Orientierung und Loyalität. Ihre Beziehung entwickelt sich nicht im Sturm, sondern Schritt für Schritt, wird dabei getragen von Vertrauen, Zweifel, Konflikt und der Frage, ob sie ihre Gefühle wirklich leben dürfen.

Was im zweiten Band besonders prägnant ist, ist das Ringen mit Glauben und Selbstbestimmung. Kiana hinterfragt nicht nur ihre Rolle als Novizin, sondern zunehmend das System an sich. Als wieder ein Besuch in der Schicksalshöhle neue Fragen aufwirft und ihre Freunde in Lebensgefahr geraten, setzt sie alles daran, Antworten zu finden – und gleichzeitig ihre eigenen Kräfte besser zu verstehen.

Die Welt von Anima wird größer und lebendiger, als sie es ohnehin schon im ersten Teil war. Der alte Krieg zwischen den Göttern, die drei Orden und die Bedeutung der Seelenpartner geben der Geschichte Tiefe, die über bloße Fantasy-Romantik hinausgeht. Entscheidungen haben Konsequenzen, und nicht selten steht Kiana vor moralisch komplizierten Wegen, die nicht nur ihr Schicksal beeinflussen, sondern das aller Novizen in Anima.

Was mir gefallen hat, ist, dass es nicht nur um „Kiana trifft Tyron, dann passiert das und das“. Die Autorin nimmt sich Zeit, um Emotionen, Zweifel und Motivationen der Figuren herauszuarbeiten. Kiana wirkt reifer und selbstkritischer als zuvor, und Tyron zeigt Seiten, die im ersten Band nur angedeutet waren. Dadurch bekommt die Beziehung zwischen ihnen eine glaubwürdige Tiefe.

Manchmal wirkt das Tempo ein bisschen gestrickt zwischen Action, inneren Monologen und emotionalen Momenten, aber das gehört für mich zur Stärke dieses zweiten Teils: Er verbindet Welt, Kampf und Gefühl miteinander, ohne sich in einer einzigen Richtung zu verlieren.

Mein Fazit:
How to Kill Fate ist für mich ein gelungener Abschluss der Dilogie. Er nimmt alles, was im ersten Band aufgebaut wurde, und bringt es auf eine Weise zu einem Ende, das nicht bloß „Fertig!“ sagt, sondern Fragen beantwortet, Konsequenzen trägt und die Figuren wachsen lässt. Kiana, Tyron und Nevin bleiben starke, vielschichtige Figuren, die ich gerne begleitet habe. Klare Empfehlung für diese Dilogie.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Kingdom of crystal Hearts

Kingdom of crystal Hearts
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Das Cover:
Wirkt dunkel und elegant, genau passend zu dieser düsteren Romantasy-Story. Es verspricht Magie, Intrigen und eine Welt, in der nichts nur schwarz oder weiß ist.

Meine Meinung:
Ich habe Kingdom ...

Das Cover:
Wirkt dunkel und elegant, genau passend zu dieser düsteren Romantasy-Story. Es verspricht Magie, Intrigen und eine Welt, in der nichts nur schwarz oder weiß ist.

Meine Meinung:
Ich habe Kingdom of Crystal Hearts ohne große Erwwrtungen gelesen und war vor allem von der Mischung aus Politik, Machtstrukturen, Magie und Gefühl überrascht. Die Geschichte spielt auf dem Kontinent Brillant, einer Welt, in der Adel und Macht durch magische Edelsteine bestimmt werden. Geld, Einfluss und soziale Stellung hängen direkt mit Magie zusammen – und genau dort liegt die Ungerechtigkeit, die diese Welt so gnadenlos macht.

Im Zentrum steht Elodie. Sie hat durch den Verlust ihrer gesamten Familie in den Minen nicht nur tiefen Schmerz, sondern auch einen brennenden Wunsch nach Rache in sich. Sie ist clever, mutig und keineswegs bereit, ihre Ohnmacht still hinzunehmen, selbst wenn ihr Weg gefährlich ist. Ihre Stärke kommt nicht laut daher, sondern in kleinen, entschlossenen Augenblicken, in denen sie sich gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Welt stellt.

Dann ist da Rafe, ein Prinz ohne Macht. Er gehört zum Adel, aber das bedeutet hier keineswegs Sicherheit oder Stärke, im Gegenteil. Umgeben von Intrigen, politischen Ränkespielen und dem Druck seiner Rolle, ist er zunächst verschlossen, vorsichtig und schwer greifbar. Doch je mehr die Geschichte voranschreitet, desto klarer wird: Unter dieser kühlen Fassade steckt jemand, der viel mehr sieht, als er zugibt – und der sich selbst immer wieder hinter Loyalität und Pflicht versteckt.

Was im Buch besonders prägnant ist, ist die Welt selbst. Brillant ist eine Welt, die nicht nur durch Glanz und Magie besticht, sondern durch Kontraste: Reichtum neben Armut, Macht neben Ohnmacht, Glanz neben Verlust. Die magischen Edelsteine stehen symbolisch für all das – sie bringen Wohlstand, aber auch Ungleichheit. Die Autorin hat eine vielschichtige Welt erschaffen, in der politische und persönliche Interessen ständig aufeinandertreffen.

Die Handlung verfolgt mehrere Ebenen: da ist Elodies Kampf um Gerechtigkeit, ihre Tarnung am Königshof, das Erwachen in ihr unerkannter Magie und die Intrigen einer grausamen Königin, die ihre eigenen Pläne spinnt. Gleichzeitig muss Elodie ihre eigene Identität und Loyalitäten immer wieder infrage stellen, weil sie plötzlich zwischen Rebellion und den Erwartungen des Hofes steht. In diese angeschlagene Welt hinein wächst die Beziehung zwischen ihr und Rafe – nicht einfach nur romantisch, sondern kompliziert, langsam, mit Schrecken und Hoffnung zugleich.

Was ich besonders gut fand, ist die Balance zwischen Spannung und Gefühl. Die politischen Spiele, die strategischen Entscheidungen und die Machtkämpfe treiben die Handlung voran, während Elodies und Rafes persönliche Entwicklung der Geschichte Tiefe verleiht. Es gibt Wendungen, bei denen ich kurz innegehalten habe, weil ich wirklich nicht wusste, wem man noch trauen kann. Gleichzeitig pulsiert da dieses Gefühl von „Das könnte alles verändern“, wenn Worte, Magie und Mut aufeinanderprallen.

Manchmal wirkt das Tempo etwas schnell, besonders wenn neue Intrigen oder Wendungen eingeführt werden, aber insgesamt hat es gut zum Ton der Geschichte gepasst: kein Leerlauf, viele Entscheidungen und viel Unsicherheit. Gerade das macht das Lesen intensiv und mitfiebernd.

Mein Fazit:
Kingdom of Crystal Hearts ist düstere, politische Romantasy, die sich nicht hinter einfachen Kategorien versteckt. Elodie und Rafe sind Figuren mit Tiefe, Ecken und Kanten, ihre Entwicklung ist glaubwürdig, ihre Konflikte spürbar. Die Welt von Brillant bietet eine starke Mischung aus Magie, Macht und Moral.
Ein Fantasy-Roman, der Spannung, Emotion und eine komplexe Welt vereint. Für mich ein stimmiges, atmosphärisches Fantasy-Erlebnis, das ich gerne gelesen habe.

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