Limerence
LimerenceDas Cover:
Ist tatsächlich düster und anziehend zugleich... Die dunkle Atmosphäre passt perfekt zu dieser Dark Romance, das gesamte Konzept macht direkt klar dass hier nichts leicht und fluffig wird.
Meine ...
Das Cover:
Ist tatsächlich düster und anziehend zugleich... Die dunkle Atmosphäre passt perfekt zu dieser Dark Romance, das gesamte Konzept macht direkt klar dass hier nichts leicht und fluffig wird.
Meine Meinung:
Dark Romance auf einem Elite-Internat mit einem soziopathischen Golden Boy und einem Mord? Das klang nach genau der Art von Geschichte, die mich normalerweise komplett einsaugt. Und irgendwie hat mich Limerence auch gefesselt, aber gleichzeitig hat es mich ehrlich gesagt zwiegespalten zurückgelassen.
Das Problem war, dass es zwar spannend war, aber man sehr früh wusste was Sache ist.
Die Geschichte folgt Poppy Davis, einer armen Stipendiatin an der Lionswood Prep, der elitärsten Schule der Welt. Hier regiert altes Geld und wer nichts hat, wird unsichtbar. Poppy hat sich fast vier Jahre lang perfekt im Hintergrund gehalten, bis der einzige andere Stipendiat aus dem fünften Stock stürzt. Offiziell ein Selbstmord, aber Poppy hat ihre Zweifel, denn sie hat etwas gesehen.
Und der Einzige der irgendwie damit zu tun haben könnte, ist ausgerechnet Adrian Ellis, der Golden Boy der Schule, von allen geliebt und verehrt. Aber Poppy spürt die Dunkelheit unter seinem perfekten Lächeln. Als sie versucht ihn zu entlarven, geht das gründlich schief und Adrian macht ihr letztes Schuljahr zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel.
Poppy ist eine sympathische Protagonistin, die ihre eigenen dunklen Geheimnisse hat. Sie ist clever genug um zu erkennen dass Adrian gefährlich ist, aber gleichzeitig zieht es sie zu ihm hin. Ihre Entwicklung war nicht immer nachvollziehbar, auf der einen Seite will sie ihn entlarven, auf der anderen Seite will sie ihn. Das waren Dinge bei denen ich mir manchmal mehr Widerstand von ihr gewünscht hätte.
Adrian ist der klassische morally black Character. Soziopathisch, manipulativ, besessen und gefährlich. Die Autorin macht keinen Hehl daraus, dass er kein guter Mensch ist. Seine Obsession mit Poppy entwickelt sich schnell und intensiv. Die Chemie zwischen den beiden ist elektrisierend, aber ihre Beziehung ist absolut toxisch und ungesund. Das wird auch nicht beschönigt.
Was das Buch besonders machen soll, ist die Mischung aus Dark Academia, Mystery und Dark Romance. Die Elite-Schul-Atmosphäre ist gut eingefangen und die ganze Golden Boy Fassade die langsam bröckelt hat durchaus Potenzial. Allerdings und das ist mein größter Kritikpunkt, war ziemlich früh klar was los ist. Die Spannung, die durch das Geheimnis entstehen sollte, verpuffte für mich dadurch ziemlich schnell.
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich leicht. Die Geschichte wird aus Poppys Perspektive erzählt und man ist direkt in ihrem Kopf. Die emotionale Achterbahn zwischen Anziehung und Angst ist intensiv beschrieben.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Es ist Band eins einer Duologie, also bekommt man hier kein abgeschlossenes Ende. Und ehrlich gesagt fand ich das frustrierend, weil ich das Gefühl hatte dass die Geschichte in einem Band hätte funktionieren können.
Auch das Highschool-Setting hat mich etwas gestört. Ich weiß dass beide volljährig sind, aber trotzdem fühlte sich das manchmal seltsam an bei so einer intensiven und toxischen Beziehung.
Mein Fazit:
Eine spannende aber vorhersehbare Dark Romance mit einem soziopathischen Protagonisten und einer Mystery die früh durchschaubar ist. Wer auf morally black Characters, toxische Beziehungen und Dark Academia steht, wird hier fündig. Mich persönlich hat es nicht ganz überzeugt, weil die Spannung zu früh raus war. Trotzdem war es unterhaltsam genug um weiterzulesen und ich werde wohl zu Band zwei greifen.