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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2025

So schön

Weit weg ist anders
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Edith Scholz ist eine waschechte Berlinerin. Sie sagt ihre Meinung immer frei heraus. Sie lebt alleine und ist damit rundum zufrieden. Nach einem Sturz muß sie in die Reha-Klinik. Dort trifft sie auf Christel ...

Edith Scholz ist eine waschechte Berlinerin. Sie sagt ihre Meinung immer frei heraus. Sie lebt alleine und ist damit rundum zufrieden. Nach einem Sturz muß sie in die Reha-Klinik. Dort trifft sie auf Christel Jacob aus Husum. Die hat sich in den Kopf gesetzt mit Edith Freundschaft zu schließen. Trotz Ediths Ruppigkeit gibt sie nicht auf und schließlich hat sie Erfolg. Nach der Reha treffen sie sich wieder. Weil Christel nicht in ein Seniorenheim umziehen will, beschließen die beiden Frauen eine Reise zu machen. Nicht immer sind sie einer Meinung, aber sie raufen sich stets wieder zusammen und erleben kuriose Situationen. Sie genießen das Leben so lange es noch möglich ist.

Das Buch kam mit der Post, ich habe es ausgepackt, einen Blick reingeworfen nd schon War ich gefangen. Ich habe selten eine so rührende Geschichte gelesen. Die beiden Frauen sind so unterschiedlich wie nur möglich. Edith steht mit beiden Beinen auf dem Boden und versteckt ihr gutes Herz hinter ihrer Ruppigkeit. Christel lebt in ihrem Luftschloß und läßt die Schwierigkeiten erst von ihrem Mann, dann von ihrer Tochter aus dem Weg räumen. Trotzdem gehen sie ein Stück ihres Weges gemeinsam. Die Geschichte ist süß wie ein Bonbon und herb wie ein Biß in eine Zitrone. Beim Lesen schwankt man zwischen herzhaftem Lachen und traurigem Schniefen. Genau wie das Leben eben so abläuft. Das Buch ist einfach nur soooo schön!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Tolles Buch

Unsere Hälfte des Himmels
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Amelie und Johanna leben im Frankfurt des Jahres 1935. Die Mädchen sind innige Freundinnen. Sie haben einen gemeinsamen Traum, sie wollen Pilotinnen werden. Als Amelie sich in den Fluglehrer Felix verliebt ...

Amelie und Johanna leben im Frankfurt des Jahres 1935. Die Mädchen sind innige Freundinnen. Sie haben einen gemeinsamen Traum, sie wollen Pilotinnen werden. Als Amelie sich in den Fluglehrer Felix verliebt und von ihm schwanger wird, rast Johanna vor Eifersucht. Um Amelie und Felix auseinander zu bringen, entwickelt Johanna einen perfiden Plan. Sie zerstört damit das Leben ihrer Freundin.
Im Jahre 1971 hat Amelie einen schweren Unfall und liegt im Koma. Ihre Tochter Lieselotte entdeckt in der Wohnung ihrer Mutter einen Brief von Johanna und beginnt in der Vergangenheit Amelies zu forschen. Sie lernt so eine Amelie kennen, die ihr vollkommen fremd ist. Endlich kommen sich Mutter und Tochter näher.

Dieses Buch ist enorm vielseitig. Beim Lesen der ersten Seiten denkt man: Jetzt kommt eine Geschichte über eine gescheiterte Ehe. Nach einigen weiteren Seiten erwartet man einen typischen Mutter-Tochter-Konflikt. Als dann ein Zeitsprung in das Jahr 1935 gemacht wird, geht es zunächst um eine tiefe Freundschaft von zwei jungen Mädchen, die einen gemeinsamen Traum vom Fliegen haben. Danach wird der Leser von einer Geschichte über die Machenschaften der Nazis in Deutschland gefangen, die spannender ist als mancher Krimi. Da die Verknüpfungen von Anfang an ziemlich klar sind, kann man das Buch flott lesen, ohne über den Zusammenhang der Personen viel nachzugrübeln. Dadurch macht das Lesen dieses Buches von Anfang bis Ende viel Spaß, auch wenn einem beim Thema "Deutschland im Jahre 1935" manchmal eine Gänsehaut entsteht.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Gelungen

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Wien, 1946. Die jüdische Lehrerin Stella findet eine Anstellung im
Lindengymnasium. Sie ermutigt ihre Schüler über ihre Kriegserlebnisse zu reden, was nicht gut ankommt.

Beate Maly beschreibt das Leben ...

Wien, 1946. Die jüdische Lehrerin Stella findet eine Anstellung im
Lindengymnasium. Sie ermutigt ihre Schüler über ihre Kriegserlebnisse zu reden, was nicht gut ankommt.

Beate Maly beschreibt das Leben nach dem Krieg im Jahr 1946 absolut bildhaft und glaubwürdig. Man empfindet das Leid, die Not und Verzweiflung hautnah und sieht die zerbombte Stadt genau vor sich. Ebenso werden die Charaktere vor Augen lebendig. Stella hat mir mit ihrem Mut imponiert. Sie weiß, was sie will und setzt sich gegen die Widrigkeiten durch. Ich empfand dieses Buch als spannend und war mal wieder von Beate Maly und ihrem Stil sehr begeistert. Ihre Romane sind stets ein Garant für allerfeinste Unterhaltung. Sie verwebt auch hier wieder reales Geschehen mit einer fiktiven Geschichte. Dies ist ihr wieder absolut gelungen und man kann auf Band 2 gespannt sein.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

So süß

Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission
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Toni Tintenkleks, die kleine Hausmaus, lebt mit Motte Öotte und Marder Matti im Haushalt von Herrn Pantoffel. Ihre Welt scheint zusammenzubrechrn, als Herr Pantoffel zu seiner Tochter ziehen will. Was ...

Toni Tintenkleks, die kleine Hausmaus, lebt mit Motte Öotte und Marder Matti im Haushalt von Herrn Pantoffel. Ihre Welt scheint zusammenzubrechrn, als Herr Pantoffel zu seiner Tochter ziehen will. Was soll aus ihnen werden? Möglicherweise zieht jemand mit einer Katze in die Wohnung - oder noch schlimmer: mit Kindern! Da hilft nur eines: Die drei Freunde müssen den Brief von Herrn Pantoffel abfangen. Die drei machen sich auf eine abenteuerliche Reise!

"Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission" ist ein wahrhaft zauberhaftes Buch. Kathleen Freitag hat hier so niedliche Tiere geschaffen, da verliert man sofort sein Herz. Marder Matti, Motte Lotte und Hausmaus Toni sind ein eingeschworenes Team. Sie zeigen, daß man gemeinsam wahrlich Berge versetzen kann. Geschrieben ist das Buch auf herrlich eingängige Art, die für jedes Alter geeignet ist. Dazu die tollen Zeichnungen - so machen Kinderbücher Spaß.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Guter Auftakt

Schmerz
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„Schmerz“ ist Auftakt einer Krimiserie von Jón Atli Jónasson. Hier ermitteln Dora, die aufgrund einer Hirnverletzung durch einen Schuss Schmerzen hat und öfter Angststörungen hat, weshalb sie eigenur noch ...

„Schmerz“ ist Auftakt einer Krimiserie von Jón Atli Jónasson. Hier ermitteln Dora, die aufgrund einer Hirnverletzung durch einen Schuss Schmerzen hat und öfter Angststörungen hat, weshalb sie eigenur noch im Innendienst ist, und Rado, Sohn serbischer Einwanderer mit familiären Verwicklungen. Nun müssen sie gemeinsam den Fall eines im Nationalpark verschwundenen Teenagers übernehmen, da alle anderen Ermittler in einer Razzia im Drogenmillieu stecken. Die Handlung beginnt sehr ruhig, man lernt zunächst die Charaktere kennen. Dies zieht sich ein wenig, danach geht es aber richtig rund und die Handlung wird extrem spannend. Der Autor schreibt sehr gut, man kann der Handlung folgen, wird an sie gefesselt und bekommt bildhaft sowohl die Charaktere, als auch die Handlungsorte vor Augen geführt. Da das Buch mit eigenem bösen Cliffhanger endet, kann man auf die Fortsetzung sehr gespannt sein.

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