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Veröffentlicht am 15.09.2016

"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."

Ohne jeden Zweifel
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"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."
(Zitat von der Umschlaginnenseite)

Inhalt:
Daniels Mutter kommt völlig überstürzt zu ihm, um ihm zu überzeugen, dass sie einem Verbrechen auf der Spur ...

"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."
(Zitat von der Umschlaginnenseite)

Inhalt:
Daniels Mutter kommt völlig überstürzt zu ihm, um ihm zu überzeugen, dass sie einem Verbrechen auf der Spur ist und ihr Mann (Daniels Vater) versuche sie zum Schweigen zu bringen.
Daniels Vater erklärt ihm, dass seine Mutter Hilfe braucht und am besten in die Psychiatrie eingeliefert werden sollte.
Daniel fühlt sich zwischen seinen Eltern hin- und hergerissen.
Wem soll er glauben? Wem gilt seine Loyalität?
Und er stellt sich die Frage, ob er seine Eltern wirklich kennt.

Hint: Die "einzige" Handlung des Romans sind quasi die Schilderungen der Mutter, was sie erlebt und welche Befürchtungen sie hat.

Meine Meinung:
Der Roman ist sehr, sehr spannend geschrieben.
Natürlich habe ich beim Lesen mitgerätselt:
Worauf läuft es hinaus? Was ist wahr? Was kann wahr sein?

Der Autor hat ein wunderbares Talent nachvollziehbar zu beschreiben, was jemanden antreiben kann, wenn es um Lebenslügen geht, um den Schönen Schein zu wahren - auch innerhalb der Familie.
"Ich hatte Gewohnheit für Verstehen gehalten und geglaubt, die gemeinsam verbrachten Stunden wären ein Maßstab dafür, wie gut ich sie kannte." (S 150)

Und meiner Meinung nach, hat der Autor eine wunderbare Beobachtungsgabe und Talent Situationen zu beschreiben.
Beispielsweise über einen Besuch im Seniorenheim:
"Das Zimmer selbst war unpersönlich. In zwei Stunden hätte man es für jemand anderen herrichten können. Das war kein Heim. Es war ein Ort für die Durchreise - ein Wartezimmer zwischen Leben und Tod." (S. 178)

Das Ende hat mich sehr berührt und zum Weinen gebracht.

Fazit:
Großes Kompliment an den Autor für diesen sehr gut aufgebauten Roman.

Veröffentlicht am 29.05.2017

„Da ist es wieder. Dieses Gefühl, dass jemand dich beobachtet.“ (Buchuntertitel)

Das Fenster
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Inhalt – gemäß Umschlaginnenseite:
„Leia Laine (34), angehende Leiterin einer umstrittenen Suchtberatungsstelle in Helsinki, erlebt nach einem landesweit ausgestrahlten Talkshow-Auftritt einen gewaltigen ...

Inhalt – gemäß Umschlaginnenseite:
„Leia Laine (34), angehende Leiterin einer umstrittenen Suchtberatungsstelle in Helsinki, erlebt nach einem landesweit ausgestrahlten Talkshow-Auftritt einen gewaltigen Shitstorm. In Internetforen wird über sie hergezogen, sie bekommt Drohungen per SMS. Die Beschimpfungen finden keine Grenzen, bis Leia das Gefühl nicht mehr loswird, verfolgt zu werden. Doch wer ist hinter ihr her?
Der undurchsichtige und völlig abgedrehte Hacker „Land-O“, der größten Spaß daran hat, virtuelle Grenzen zu überschreiten, hat es auf Leia abgesehen und schickt sie durch die Hölle. Doch nicht nur er ...“

Meine Meinung:
Das alles durchziehende Thema, dass ein Hacker, oder jemand, der es darauf anlegt, alle Daten von überall aus dem Internet abrufen bzw. lesen kann und er somit quasi allwissend ist, und dass er aber auch alle Daten überall VERÄNDERN kann und damit das Schicksal einer anderen Person komplett beeinflussen kann, wurde in diesem Roman sehr gut umgesetzt.
Ab der zweiten Hälfte wird der Roman richtig spannend.

Warum es nicht zu fünf Sternen gereicht hat?
Weil man die erste Hälfte meiner Meinung nach etwas hätte verkürzen können; aber dies liegt ja immer im Ermessen des Autors.
Und weil die Protagonistin doch einige Male zu oft sich als zu naiv erwiesen hat, was mir dann als Lösung oder als Fortschritt der Story zu einfach war und man dies bestimmt etwas anders hätte lösen können; auf die konkreten Szenen, die ich meine, möchte ich hier nicht näher eingehen, da sonst einige Wendungen des Romans vorweggenommen würden.

Fazit: Diesen Roman habe ich gerne gelesen.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Geniales Werk der Popliteratur mit einer Traumbesetzung als Sprecherin.

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
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Meine Meinung:
Rasante Story – keine Sekunde Langeweile.

Die Protagonisten
- Bianca, wohnhaft in Berlin und „Schlüppi“-Designerin
- die Omma (ehemalige Puff-Mutter)
- die verstorbene Mitzi (Prostituierte ...

Meine Meinung:
Rasante Story – keine Sekunde Langeweile.

Die Protagonisten
- Bianca, wohnhaft in Berlin und „Schlüppi“-Designerin
- die Omma (ehemalige Puff-Mutter)
- die verstorbene Mitzi (Prostituierte und in Omma's Alter)
bestechen mit ihren Ecken und Kanten und wirken in ihrem massenhaftem Schwelgen in ihrer Milieu-Vergangenheit sehr authentisch.

Passende Attribute für die Geschichte:
Flott, spannend, politisch unkorrekt, respektlos und nicht immer jugendfrei.

Vielen Dank an die Sprecherin:
Sie erweckte die Charaktere zum Leben und machte aus dem Roman ein einmaliges Hörerlebnis.

Und, ja, die Taubensuppe kommt tatsächlich einmal in der Story vor :)

Veröffentlicht am 27.05.2017

Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Oma wird erwachsen
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Meine Meinung:
Also ich muss gestehen, dass mich dieses Hörbuch nicht fesseln konnte.
Dieser auf witzig gemachte Sprachstil war für mich ehr anstrengend denn lustig.
Die Story, die so locker-flockig daher ...

Meine Meinung:
Also ich muss gestehen, dass mich dieses Hörbuch nicht fesseln konnte.
Dieser auf witzig gemachte Sprachstil war für mich ehr anstrengend denn lustig.
Die Story, die so locker-flockig daher kommen sollte, ging an mir vorüber;
auch weil das Thema nun so gar nicht meins war.

Was mich dann aber leider vollends entnervte war die Sprecherin.

Sorry an beide, Autorin und Sprecherin.
Aber es ist halt auch immer alles eine Frage des Geschmacks.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Mittelmaß.

Am Anfang war dein Ende
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Meine Meinung:
Zuerst eines vorne weg: Mir war nicht klar, dass dies bereits der 23. Krimi des Ermittlerduos Decker / Lazarus ist – für mich war es jedenfalls der erste.
Dabei muss ich im Nachhinein sagen, ...

Meine Meinung:
Zuerst eines vorne weg: Mir war nicht klar, dass dies bereits der 23. Krimi des Ermittlerduos Decker / Lazarus ist – für mich war es jedenfalls der erste.
Dabei muss ich im Nachhinein sagen, dass Rina Lazarus in diesem Krimi nur als Frau des Ermittlers Peter Decker in Erscheinung tritt, jedenfalls nicht als Teil des Ermittlerpaares.
Dagegen ist der junge Tyler stets als zweiter Ermittler zur Stelle.

Ich habe mich für dieses Hörbuch interessiert da ich las, dass es inhaltlich um einen Studenten (= Mathegenie) und einer Universität als Örtlichkeit geht.
Auch als ich über die Autorin las, dass sie selbst Mathematik studiert habe, fand dies mein Interesse.
Und gefreut habe ich mich richtig als dann in der Story das Thema „Fourier-Transformationen“ angesprochen wurde.

Aber dies war es dann auch schon, denn ansonsten handelt es sich hier nur um einen mittelmäßigen Krimi.
Die Story ist durchschnittlich.
Die Charaktere sind durchschnittlich.
Der Aufbau der Spannung ist durchschnittlich.
Die Leistung des Sprecher ist durchschnittlich.