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Veröffentlicht am 26.09.2022

„Bis übers Ende dieser Welt hinaus“ (Buchuntertitel).

Everlove – Bis übers Ende dieser Welt hinaus
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Inhalt:
Als Ash und Poppy sich zum ersten Mal begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Vorsichtig und zaghaft nähern sie sich einander, tauschen Gedanken und Hoffnungen und machen schon bald große ...

Inhalt:
Als Ash und Poppy sich zum ersten Mal begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Vorsichtig und zaghaft nähern sie sich einander, tauschen Gedanken und Hoffnungen und machen schon bald große Pläne für ihre gemeinsame Zukunft. Bis Ash völlig unerwartet aus dem Leben gerissen wird. Doch eine große Liebesgeschichte wie diese endet nicht mit dem Tod. Sie geht „Bis übers Ende dieser Welt hinaus“.

Info von der Verlagshomepage:
-- Autoscheinwerfer --
Das Letzte, was Ash hört, ist das Zerspringen von Glas, als die Windschutzscheibe sie trifft und in eine Millionen Teile zerbricht, die wie Sterne funkeln.
Ash stirbt – mitten in in ihrer eigenen Liebesgeschichte. Doch ihre Liebe zu Poppy ist viel zu groß, um so abrupt zu enden. Für Ash ist klar: Sie muss den Tod überwinden, um Poppy wiederzusehen.

Eine kraftvolle und zugleich zarte Geschichte darüber, dass wahre Liebe alle Hindernisse überwinden kann. Sogar das allergrößte.

Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre.

Meine Meinung – Achtung es wird aus dem Inhalt berichtet:
Dies ist ein Liebesroman für Jugendliche.

Ich habe im Zusammenhang mit diesem Buch etwas von Fantasy gelesen.
Und so habe ich mich beim Lesen über weite Strecken gefragt, wo dieses Unreale in diesem Roman vorkomme.
Aber nun kann ich sagen, dass es im letzten Drittel (Kapitel „Nachher“) eindeutig vorhanden ist, als es mit dem „Leben“ nach dem Tod weitergeht.

Insgesamt fand ich diese Erzählung überwiegend mittelmäßig.
Vom Schreib- / Sprachstil her, war es nicht außergewöhnlich.
Inhaltlich auch nicht; man könnte auch sagen: „eine Liebesgeschichte halt“.
Auch eine emotionale Tiefe konnte ich nicht wirklich spüren.

Und ich muss sagen, dass ich das erste Kapitel schon sehr befremdlich fand: sprachlich und inhaltlich.
Aber hier mein Hinweis an alle Leser: Durchhalten.

Sehr gut fand ich hingegen, den Bogen, den die Autorin im Buch zur der Eingangsszenerie geschlagen hat.
Und die philosophische Auseinandersetzung zu den Themen Angst und Belanglosigkeiten.

Textauszug:
„Tod zu sein ist toll. Ich habe vor nichts mehr Angst. Was kann schlimmstenfalls passieren?“ (S. 289)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2022

„Verengte Räume – Absurde Zeiten“ (Buchuntertitel).

Wenn's keiner sagt, sag ich's
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Info von der Verlagshomepage:
Milosz Matuschek legt überall dort den Finger in die Wunde, wo viele nicht einmal einen Kratzer sehen. Seine Texte sind brillante Analysen einer Gesellschaft, die Vielfalt ...

Info von der Verlagshomepage:
Milosz Matuschek legt überall dort den Finger in die Wunde, wo viele nicht einmal einen Kratzer sehen. Seine Texte sind brillante Analysen einer Gesellschaft, die Vielfalt preist, dabei aber Diskursräume verengt und Anpassung belohnt. Die Coronapandemie mitsamt Maßnahmenapparat stellen eine gänzlich neue Eskalation der Freiheitsbedrohung dar. Hellsichtig wie unnachgiebig zeichnet Matuschek nach, wie die unbehagliche Überlagerung von Themen wie Machtkonzentration, Cancel Culture, digitale Überwachung, Mehrfach-Impfungen und Pandemie-Panik zum Verlust von Freiheit, Transparenz und Demokratie führt. Wir blicken in den Abgrund einer Dystopie, in welcher der punktuelle Ausnahmezustand zum permanenten zu werden droht. In absurden Zeiten zielt Matuscheks Schreiben auf nicht weniger als eine Verteidigung demokratischer Werte und eine Weitung der Welt.

Meine Meinung:
Sehr treffende Texte (Essays).
Sehr gute Beschreibungen der Realität von Politik, Staat und (Welt-)Geschehen.

[Hinweis: Die Texte sind aus dem Zeitraum von ca. 2020 bis 2022.]

Textauszug:
Es gehört einiges an Abgebrühtheit und Aufwand dazu, andere glauben zu lassen, man sei als Regierung etwas verplant und vertrottelt, der jetzige Zustand sei also 'nur' Versagen und nicht etwa mutwillige Sabotage. ... Aber vermutlich ist dieser Gedanke für viele zu monströs, um ihn an sich ranzulassen. Sabotage und mutwillige Zerstörung durch die Politik sind schwerwiegende Anschuldigungen. Doch nehmen Sie mal ein einfaches Beispiel. Der Wetterdienst kündigt eine Sturmflut an … Was macht die Politik? Sie baut die Deiche ab. Für die Senkung der Deiche gibt es sogar eine Subvention. … Es macht keinen Sinn, doch es passiert. Bei Überschwemmung kann die Politik übrigens den Notstand ausrufen, um durchregieren zu können. Preisfrage: Welches Interesse hat die Politik …? (S. 193).

Fazit: Lesenswert.

Warum es für mich nicht zu 5 Sternen gereicht hat:
Das ganze Buch war mir zu sehr coronalastig.
Ich hätte mir doch etwas mehr Themenbreite bzw. - vielfalt gewünscht.
Eine echte Lösung aus der Misere von Politik und Staat kann der Autor leider nicht anbeiten.

Anmerkung:
Das Coverbild passt für meinen Geschmack nicht ganz zum Buchinhalt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 13.09.2022

„Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen ...

Die Cum-Ex-Files
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„Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen - und wie ich ihnen auf die Spur kam“ (Buchuntertitel)

Info von der Umschlaginnenseite:
Cum-Ex-Geschäfte sind keine Steuerhinterziehung, sondern „gewerbsmäßiger ...

„Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen - und wie ich ihnen auf die Spur kam“ (Buchuntertitel)

Info von der Umschlaginnenseite:
Cum-Ex-Geschäfte sind keine Steuerhinterziehung, sondern „gewerbsmäßiger Bandenbetrug“ (Oberlandesgericht Frankfurt) zu Lasten des Staates. Mitglieder solcher Banden sind die meisten großen Bankhäuser, prominente Investoren und renomierte Anwaltskanzleien. Unrechtsbewußtsein? Fehlanzeige. Fliegt der Raubzug auf, werden Whistleblower verfolgt, Medien unter Druck gesetzt, Widersacher bedroht. Dieses Buch erzählt von der unersättlichen Gier der Finanzwelt, mutigen Ermittlerinnen und Ermittlern, denen jede Menge Steine in den Weg gelegt werden, und Politikern, die tatenlos bleiben oder den Tätern gar helfen.

Meine Meinung:
Ja, wirklich sehr informativ.
Auch als Laie kann man dem Text sehr gut folgen und vesteht alles – auch das Prinzip der Cum-Ex-Geschäfte.
Es ist wirklich erschreckend, was sich hinter den Kulissen abspielt – was ein Politiker vorne sagt und hintenherum tut – und wie viele Personen in diese Cum-Ex-Geschäfte eigentlich involviert sind.

Warum es für mich nicht für fünf Sterne gereicht hat?
Weil die Ausführungen für mich etwas zu detailliert waren.
Der Autor hat es zwar sehr gut verstanden, Namen, die bereits weiter vorne im Text vorkamen, mit einem kurzen Halbsatz dem Leser wieder in Erinnerung zu bringen; aber für mich war das Gesamtwerk etwas zu ausführlich und mit zu vielen Namen und Situationen gespickt.

Fazit: Lesenswert.

Veröffentlicht am 17.08.2022

„Über Risiken und Nebenwirkungen der Unstatistik“ (Buchuntertitel).

Grüne fahren SUV und Joggen macht unsterblich
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Info von der Verlagshomepage:
Das Verhältnis von Daten und Realität fordert uns heute besonders heraus, und nur allzu schnell fallen wir auf Fake News und Panikmache rein. Jeden Tag überbietet eine Schlagzeile ...

Info von der Verlagshomepage:
Das Verhältnis von Daten und Realität fordert uns heute besonders heraus, und nur allzu schnell fallen wir auf Fake News und Panikmache rein. Jeden Tag überbietet eine Schlagzeile die andere – oft auf Basis falscher Dateninterpretation. Der Psychologe Gerd Gigerenzer, die Datenanalyse-Expertin Katharina Schüller, der Ökonom Thomas Bauer und der Statistiker Walter Krämer diagnostizieren uns seit Jahren in ihrer »Unstatistik des Monats« eine Art Analphabetismus im Umgang mit Zahlen, mit Wahrscheinlichkeiten und Risiken.

Anhand neuer spektakulärer Beispiele erklären die vier, wie wir Unsinn erkennen, Prognosen richtig einordnen, zwischen Kausalität und Korrelation unterscheiden und unsere immer komplexere Welt sinnvoll beschreiben können. Das ist unterhaltsam - und wichtiger denn je!

Anmerkung meinerseits:
Um die Lesbarkeit mancher Abbildungen zu verbessern: diesen lieber etwas mehr Raum gönnen.

Meine Meinung:
Sehr erhellend und informativ!

Fazit: Lesen! Lesen! Lesen!

Veröffentlicht am 13.08.2022

Wir müssen, sollen, tun, … - und immer geht es um noch mehr Geld.

Wie wir die nächste Pandemie verhindern
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Info von der Verlagshomepage:
Wie die Welt sich vorbereiten kann.

Die COVID-19-Pandemie ist noch nicht überstanden. Doch während Regierungen auf der ganzen Welt noch versuchen, sie unter Kontrolle zu ...

Info von der Verlagshomepage:
Wie die Welt sich vorbereiten kann.

Die COVID-19-Pandemie ist noch nicht überstanden. Doch während Regierungen auf der ganzen Welt noch versuchen, sie unter Kontrolle zu bringen, wird bereits diskutiert, wie es weitergehen kann und was als nächstes passieren sollte. Wie können wir verhindern, dass eine weitere Pandemie Millionen von Menschen tötet und der Weltwirtschaft verheerende Schäden zufügt? Können wir das überhaupt schaffen?

Bill Gates glaubt, dass das möglich ist, und er legt in seinem zuversichtlichen Buch klar und überzeugend dar, was die Welt von der COVID-19-Pandemie lernen sollte. Er erklärt die Wissenschaft hinter der Pandemiebekämpfung und liefert Vorschläge, was wir alle tun können, um solch eine weitere Katastrophe zu verhindern. Angesichts des weltweiten Erfolgs von „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ (das auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand) wird Gates mehr denn je für seinen Beitrag zur Lösung der größten Herausforderungen der Welt respektiert.

Auszug von der Umschlaginnenseite:
„Bill Gates ist Technologe, Wirtschaftsführer und Philanthrop.“

Meine Meinung:
Wie wird man eigentlich Wirtschaftsführer?
Und wer erteilte Bill Gates den Titel „Menschenfreund“?
Natürlich habe ich mir dieses Buch gekauft, weil ich neugierig war, was Bill Gates zur aktuellen Lage der Welt zu sagen hat und welche Ansichten bzw. Vorschläge er von sich gibt.

Hier einige Punkte, die mir beim Lesen durch den Kopf gingen:
Viel Text um wenig Inhalt.
Das Geld für die Grundlagenforschung soll natürlich von den Regierungen kommen; und wenn die Wissenschaftler dann einen Durchbruch erzielen konnten gehen sie in Unternehmen und diese machen dann das große Geld. Soweit alles bekannt!
Es wird immer so getan, als wäre ein Virus etwas Lebendiges, das mit Absicht handeln würde. Aber eine Mutation ist eine zufällige Entwicklung und somit nicht vorhersehbar, ob sie passiert und ob es dann besser oder schlechter wird.
Man braucht viel neues Personal für alles Mögliche: Beobachtung, Sequenzierung, Testung, Auswertung, Forschung, … und alles, was mit Viren, Krankheiten, Impfstoffforschung und deren Rundum-Logistik zu tun hat. Wo soll all das Geld dafür herkommen? Und wollen wir wirklich alles Geld der Welt in ein Fass ohne Boden werfen, das nur in der Theorie funktioniert und der Realität nicht stand halten kann?

Den zweiten Stern habe ich vergeben, da das Buch zwischendrin ein paar interessante Details für mich parat hatte.

Fazit: Kann man sich sparen – sowohl den Inhalt als auch das Geld.