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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2026

Kopenhagen im Sommer, zwei Menschen die sich nicht ausstehen können und eine Geschichte die so viel mehr ist als eine klassische Lovestory.

Copenhagen Cinnamon 2. Gorgeous
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Freja kommt aus einer reichen, angesehenen Familie, trägt eine perfekte Maske nach außen und funktioniert im Job, für die Eltern, für alle. Nicolaj hat sich alles im Leben erkämpft, wirkt auf den ersten ...

Freja kommt aus einer reichen, angesehenen Familie, trägt eine perfekte Maske nach außen und funktioniert im Job, für die Eltern, für alle. Nicolaj hat sich alles im Leben erkämpft, wirkt auf den ersten Blick rau und wird aufgrund seiner Optik schnell in eine Schublade gesteckt. Die beiden können sich vom ersten Moment an nicht ausstehen. Und dann müssen sie wegen ihrer Freunde den ganzen Sommer miteinander verbringen. Was könnte da schon schiefgehen?

Was mich von Anfang an gepackt hat, ist die Dynamik zwischen den beiden. Der Schlagabtausch ist witzig und macht einfach unfassbar viel Spaß zu lesen. Aber irgendwann merkt man als Leserin, dass da unter all den Sticheleien so viel mehr steckt, und genau das hat dieses Buch für mich zu etwas Besonderem gemacht. Es ist kein klassisches Enemies-to-Lovers wo man einfach nur auf den ersten Kuss wartet. Der Fokus liegt lange auf Frejas Selbstfindung, darauf wie sie langsam lernt die Maske fallen zu lassen, und Nicolaj spielt dabei eine Rolle die ich so nicht erwartet hätte. Das ist slow burn auf die schönste Art.
Das Kopenhagen-Setting ist außerdem ein absoluter Traum. Man fühlt sich beim Lesen sofort in den Sommer versetzt, die Atmosphäre ist so lebendig und wohlig beschrieben dass man am liebsten selbst Teil dieser Freundesgruppe wäre.

Wenn ich etwas anmerken müsste, dann dass man Band 1 der Reihe kennen sollte bevor man hier einsteigt. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen, aber es macht einfach mehr Sinn und Spaß wenn man die Vorgeschichte der Clique bereits kennt.

Für wen ist dieses Buch? Für alle die Enemies-to-Lovers lieben, die auf skandinavisches Flair stehen und die eine Geschichte suchen die nicht nur unterhält sondern auch ein bisschen was mit einem macht.

Für mich ein absolutes Jahreshighlight und eine Reihe die ich von Herzen weiterempfehle 💖

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Tränenreich, bittersüß und absolut herzzereißend

Last Kiss of Summer
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Stellt euch vor, die wichtigste Person in eurem Leben teilt nicht nur eure tiefsten Kindheitserinnerungen, sondern wortwörtlich die Klappen eures alten Herzens. Genau in diesem Gefühlschaos steckt Sera, ...

Stellt euch vor, die wichtigste Person in eurem Leben teilt nicht nur eure tiefsten Kindheitserinnerungen, sondern wortwörtlich die Klappen eures alten Herzens. Genau in diesem Gefühlschaos steckt Sera, die nach zwei verdammt harten, von Krankheit geprägten Jahren endlich zurück nach Cape Cod kehrt, um einfach nur zu leben. Doch der Sommer im idyllischen Küstenstädtchen hält direkt eine emotionale Vollbremsung bereit, denn an jeder Ecke wartet Luke, ihr ehemals bester Freund, die Liebe ihres Lebens und der Junge, den sie nach einem heftigen Korb schweren Herzens geghostet hat. Zwischen salziger Meeresluft, alten Aquarellfarben und dem drückenden Schweigen der Vergangenheit müssen die beiden herausfinden, ob ihre einzigartige Verbindung stark genug ist, um die tiefen Wunden der letzten Jahre zu heilen, während Seras Uhr unbarmherzig tickt.

Ich muss vorab sagen, dass ich mit extrem hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin und mein Herz wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil hat mich von der allerersten Seite an komplett gefesselt, weil er so unglaublich flüssig, leicht und gleichzeitig tiefgründig emotional ist, dass ich das Gefühl hatte, die salzige Luft von Cape Cod selbst einzuatmen. Die Autorin schafft es mit einer unfassbaren Intensität, die Emotionen und die Chemie zwischen Sera und Luke spürbar zu machen, sodass man sich den bittersüßen Momenten einfach nicht entziehen kann und jede Sekunde mitzittert. Besonders gut gefallen haben mir die wunderschönen Kunstmomente und die Perspektivwechsel, die mir geholfen haben, die Zerrissenheit der beiden Protagonisten auf einer ganz tiefen Ebene zu verstehen. Auch dass so wichtige und schwere Themen wie schwere Krankheiten und Organspenden so feinfühlig in die Liebesgeschichte eingewoben wurden, hat mich tief bewegt.

Wenn ich überhaupt ein kleines Tränchen der Kritik vergießen müsste, dann nur darüber, dass manche Missverständnisse zwischen den beiden mich beim Lesen fast wahnsinnig gemacht haben, weil ich sie am liebsten geschüttelt hätte, aber genau das macht ein gutes Buch eben aus, man leidet einfach hautnah mit.

Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight und ein definitives MustRead für alle, die Geschichten über die erste große Liebe, Hoffnung und das bewusste Leben im Hier und Jetzt lieben. Es ist der perfekte Begleiter für einen emotionalen Sad Girl Summer, der einen mit einem absolut bittersüßen Gefühl entlässt und zeigt, wie unendlich kostbar jede gemeinsame Minute ist.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Fitzek weiß einfach wie man Leser quält

Die Therapie
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"Die Therapie" war für mich genau diese Art von Thriller, bei der man irgendwann komplett den Bezug zur Realität verliert und wirklich niemandem mehr vertraut. Die Geschichte beginnt damit, dass die Tochter ...

"Die Therapie" war für mich genau diese Art von Thriller, bei der man irgendwann komplett den Bezug zur Realität verliert und wirklich niemandem mehr vertraut. Die Geschichte beginnt damit, dass die Tochter eines bekannten Psychiaters plötzlich spurlos verschwindet. Vier Jahre später lebt er komplett zurückgezogen auf einer Insel, bis plötzlich eine mysteriöse Frau auftaucht, die behauptet, Visionen von einem Mädchen zu haben, das exakt dieselben Symptome zeigt wie seine verschwundene Tochter damals. Und ab diesem Punkt wird einfach alles nur noch krank im besten Sinne. Man denkt die ganze Zeit, man hätte endlich verstanden, was passiert und zwei Seiten später zweifelt man wieder komplett an allem. Dieses Buch spielt so extrem mit Wahrnehmung, Wahrheit und Psyche, dass ich beim Lesen irgendwann wirklich das Gefühl hatte, selbst langsam verrückt zu werden.

Was ich an Fitzek einfach liebe, ist dieses Tempo. Es gibt keine unnötigen Längen, kein ewiges Drumherumgerede. Man fliegt wirklich durch die Kapitel und braucht dauerhaft Antworten. Besonders die Atmosphäre fand ich unfassbar gut gemacht. Diese abgelegene Insel, die Einsamkeit, diese unterschwellige Beklemmung und dann ständig neue Fragen statt Antworten. Ich war komplett gefangen in dieser Story. Auch die Gespräche zwischen Viktor und Anna haben mich teilweise richtig fertig gemacht, weil man nie wusste, ob man ihr glauben kann oder ob gerade alles komplett manipuliert wird. Genau dieses Gefühl macht das Buch so stark. Und dieses Ende...ich saß danach wirklich erstmal sprachlos da, weil Fitzek es mal wieder geschafft hat, alles komplett auseinanderzunehmen.

Was man aber mögen muss, ist dieses extreme Psychospiel. Wenn man Thriller liebt, die realistisch und ruhig aufgebaut sind, könnte "Die Therapie" vielleicht etwas zu überdreht wirken. Manche Wendungen sind schon sehr dramatisch und man muss sich einfach darauf einlassen, ständig verwirrt zu werden. Ich persönlich liebe aber genau das.

Für mich ist "Die Therapie" definitiv eines der Bücher, die man am liebsten blind lesen sollte, ohne sich vorher spoilern zu lassen. Es ist spannend, düster, manipulativ und einfach typisch Fitzek auf die beste Art. Wenn man psychologische Thriller liebt, bei denen man wirklich bis zur letzten Seite rätselt und danach erstmal alles hinterfragt, dann ist das hier ein absolutes Must Read.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

True Crime meets Jugendthriller

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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"Hotel Ambrosia" hat sich für mich angefühlt wie ein Fiebertraum aus True Crime Podcast, düsterem Horrorhotel und diesem einen Fensterblick, bei dem man plötzlich etwas sieht, das man niemals hätte sehen ...

"Hotel Ambrosia" hat sich für mich angefühlt wie ein Fiebertraum aus True Crime Podcast, düsterem Horrorhotel und diesem einen Fensterblick, bei dem man plötzlich etwas sieht, das man niemals hätte sehen sollen. Die Geschichte dreht sich um Robyn, die wegen ihrer Krankheit ihre Wohnung kaum verlassen kann und deshalb fast ihre komplette Zeit damit verbringt, das geheimnisvolle Hotel gegenüber zu beobachten. Dort passieren seit Jahren seltsame Dinge und als sie plötzlich Zeugin einer Entführung wird, kippt alles komplett. Weil sie selbst nicht ermitteln kann, schickt sie kurzerhand A.J. ins Hotel und ab da wird es einfach nur noch intensiv, creepy und richtig suchterzeugend. Dieses Buch hatte für mich so krasse "nur noch ein Kapitel"-Vibes, obwohl ich eigentlich schlafen wollte.

Was ich wirklich geliebt habe, war diese bedrückende Atmosphäre. Dieses Hotel wirkte beim Lesen fast lebendig. Die dunklen Flure, die seltsamen Gäste, diese unterschwellige Gefahr die die ganze Zeit über allem hängt…ich hatte dauerhaft das Gefühl, irgendetwas Schlimmes passiert gleich. Dazu kommt, dass Robyn als Hauptfigur so anders war als viele andere Thriller-Protagonistinnen. Sie sitzt nicht einfach nur herum, sondern versucht trotz ihrer Krankheit alles zusammenzusetzen und das fand ich irgendwie richtig stark. Auch die Dynamik zwischen ihr und A.J. mochte ich total gern, weil sie sich so natürlich entwickelt hat und nicht künstlich erzwungen wirkte. Besonders cool fand ich außerdem die ganzen Nachrichten, Notizen und kleinen Einschübe zwischendurch. Dadurch hat sich alles noch echter angefühlt und man war komplett mitten im Geschehen.

Was man aber sagen muss ist, dass sich das Buch zwischendurch schon etwas gezogen hat. Vor allem am Anfang dauert es ein bisschen, bis die Handlung richtig eskaliert und manche Szenen hätten für mich ruhig kürzer sein können. Mich persönlich hat das nicht komplett gestört, weil ich die Atmosphäre so gefeiert habe, aber ich glaube wenn man eher schnelle Thriller ohne langsamen Aufbau mag, könnte das zwischendurch anstrengend werden.

Trotzdem war das für mich ein richtig starkes Thriller-Erlebnis und definitiv eines dieser Bücher, bei denen man nachts um zwei noch sagt "okay jetzt wirklich nur noch ein Kapitel". Vor allem wenn man Bücher von Holly Jackson liebt oder auf dieses Mischung aus Mystery, Spannung, creepy Setting und True Crime steht, sollte man "Hotel Ambrosia" wirklich lesen. Für mich war es genau die Art von Jugendthriller, die man komplett verschlingt.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Herzklopfen nach Drehbuch: Wenn Tropes auf die Realität treffen

The Romance Rivalry
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Irene lebt für Romance Bücher und ihre Online-Community, doch in ihrem eigenen Leben läuft es alles andere als nach Plan. Um endlich die Hauptrolle in ihrer eigenen Liebesgeschichte zu spielen, startet ...

Irene lebt für Romance Bücher und ihre Online-Community, doch in ihrem eigenen Leben läuft es alles andere als nach Plan. Um endlich die Hauptrolle in ihrer eigenen Liebesgeschichte zu spielen, startet sie ein gewagtes Experiment. Sie will die bekanntesten Romance-Tropes im echten Leben testen. Dass ihr ausgerechnet ihr größter Konkurrent Aiden dabei über den Weg läuft und zum Partner für dieses Projekt wird, war definitiv nicht Teil des Skripts. Plötzlich vermischen sich Fake-Dating und echte Emotionen in einem Chaos aus Unistress und Herzklopfen, bei dem Irene lernen muss, dass das wahre Leben sich nicht immer an Kapitelüberschriften hält.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir wahnsinnig leichtgefallen, was vor allem an dem wunderbar lockeren und humorvollen Schreibstil liegt. Als absolute Romancemaus habe ich mich in dem Setting sofort zu Hause gefühlt. Besonders die Idee, jedes Kapitel unter ein bestimmtes Trope zu stellen, ist ein totaler Blickfang und hat mein Romance-Nerd-Herz höher schlagen lassen. Ein riesiger Pluspunkt ist für mich auch die Freundesgruppe. Die Dynamik zwischen den Charakteren fühlt sich so echt und herzlich an, dass man am liebsten selbst Teil dieser Clique wäre. Es gab so viele Momente, in denen ich schmunzeln musste, was das Buch zu einer perfekten Wohlfühllektüre macht.

Trotz der tollen Atmosphäre hatte ich im Verlauf der Handlung leider ein paar Schwierigkeiten mit der Protagonistin. Irene ist zwar sehr authentisch in ihren Unsicherheiten dargestellt, aber ihre Entscheidungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. An manchen Stellen wirkte sie auf mich etwas zu fokussiert auf ihre eigenen Probleme, wodurch sie die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen ein wenig aus den Augen verloren hat. Manche Handlungen empfand ich als etwas grenzwertig, was mein Bild von ihr leider ein bisschen getrübt hat.

Insgesamt ist das Buch aber eine wirklich süße Liebeserklärung an unser Genre und alle, die Bücher über Bücher lieben. Es ist eine leichte, moderne Geschichte, die perfekt für ein gemütliches Wochenende auf der Couch geeignet ist. Wer Lust auf viel Humor, ein tolles College-Setting hat, wird hier definitiv eine gute Zeit haben. Auch wenn die Protagonistin mich manchmal Nerven gekostet hat, bleibt die Geschichte ein schönes Erlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

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