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Veröffentlicht am 15.02.2025

Der Beginn eins besonderen Sommers

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Schon als Kind die Möglichkeit zu haben, durch die Welt zu reisen und in den aufregendsten Städten zu wohnen, mag unglaublich faszinierend erscheinen. Für den mittlerweile 14-jährigen Joschua aber hat ...

Schon als Kind die Möglichkeit zu haben, durch die Welt zu reisen und in den aufregendsten Städten zu wohnen, mag unglaublich faszinierend erscheinen. Für den mittlerweile 14-jährigen Joschua aber hat dieses Leben schon lange seinen Reiz verloren. Nirgendwo gehörte er wirklich dazu und so macht er sich schon lange nicht mehr die Mühe sich irgendwo ein zu leben. Da er nie weiß, wann seine Künstlermutter weiterziehen möchte, bleibt er lieber ein Einzelgänger. Auf der einen Seite versucht er sich so zu schützen, dennoch ist er innerlich sehr einsam und staut mehr und mehr Wut in sich auf.
Verständlich, dass Joschua frustriert ist schon wieder umziehen zu müssen, dass es plötzlich von der Großstadt in das „Kuhdorf“ Rottloch geht. Ein typisches Dorf, in dem jeder jeden kennt und auch Kinder schon Rasentrecker fahren. Joschuas Gefühls- und Gedankenwelt wurden in meinen Augen sehr authentisch dargestellt. Es war für mich absolut nachvollziehbar, dass seine über die Jahre angestaute Frustration irgendwann ein Mal herausbrechen musste. Und auch, wenn sein Verhalten seiner Mutter gegenüber teilweise echt respektlos erscheint, konnte ich ihn wirklich verstehen und habe ein wenig mit ihm mit gelitten.
Seine neue Schule dort hat ein einzigartiges Konzept. Gemeinschaftlich wird dort über alles Wichtige entschieden und scheint so eine Lernumgebung zu schaffen, die mehr als positiv erscheint. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob solch ein Konzept wirklich für jeden geeignet wäre. Ich hoffe, dass in den Folgebänden noch mehr darauf eingegangen wird. Die Idee der Projektwoche gefiel mir auch sehr gut und die gemischten Gefühle Einzelner konnte ich auch nachvollziehen. Joschuas Gruppe könnte nicht unterschiedlicher sein und zeigt sehr anschaulich, wie Vorurteile funktionieren und man Dinge viel zu schnell überinterpretiert, wenn man nicht über sie redet. Für meinen Geschmack lag der Fokus bisher hauptsächlich bei den Jungs und hoffe, dass sich dies noch ändert.
Der Schreibstil ist locker und liest sich sehr flüssig. In meinen Augen hätte man die Art und Weise, wie Jugendliche heutzutage miteinander kommunizieren nicht besser darstellen können. Die teilweise komische Darstellung von Joshuas jugendlicher Genervtheit mochte ich, besonders am Anfang, sehr. Die Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit hatten eine gute Balance.
Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich aber noch. In der Gesamtheit waren es für mich einfach zu viele Geheimnisse und mysteriöse Begebenheiten auf einmal. Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie hätte wahrscheinlich auch als Einzelband funktioniert. Dennoch bin ich sehr gespannt wie es weitergeht und sich die Charaktere weiterentwickeln. Ein guter Coming-of-Age Roman, der auch für Erwachsene interessant sein kann.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Roadtrip zur Selbstheilung

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Menschen sollen sich in jeder Situation normal Verhalten. Welches Verhalten entspricht der Norm, wenn man einen geliebten Menschen auf tragische Art und Weise verliert beziehungsweise wie lange darf man ...

Menschen sollen sich in jeder Situation normal Verhalten. Welches Verhalten entspricht der Norm, wenn man einen geliebten Menschen auf tragische Art und Weise verliert beziehungsweise wie lange darf man trauern?
Für den 14jährigen Asher scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein zum ganz normalen Alltag zurückzukehren. Bei einem schrecklichen Autounfall verlor er seine Mutter und steckt seitdem in seiner Trauer fest. Er gibt alles und jedem die Schuld dafür und vor allem sich selbst. Auf Rache aus, entwickelt Asher einen Plan um sich an jenen zu rächen, die seine Mutter auf dem Gewissen haben. Auf seinem Roadtrip begleiten ihn drei eigentlich völlig fremde Menschen, die er erst kürzlich bei seinen Therapiestunden kennengelernt hat. Verbunden durch ein ähnliches Schicksal scheinen sie sich aber näher als erwartet. Da im Klappentext eigentlich schon alles steht, werde ich zum weiteren Verlauf der Reise nichts mehr sagen. Ich habe mich dadurch schon sehr gespoilert gefühlt.
Ashers schonungslose Gedanken über den Unfalltod seiner Mutter gingen mir sehr nah.
Mit einer emotionalen Direktheit breitet sich seine Wut und Trauer spürbar aus. Ich empfand sie gerade zu Anfang sehr authentisch dargestellt.
Sloane blieb in meinen Augen ziemlich blass und hätte mehr Tiefe vertragen können. Bei Will hatte ich zunächst auch die Befürchtung er könne eher eine Randfigur sein. Doch im Laufe der Reise wurde er für mich einer der interessantesten Charaktere und erinnerte mich irgendwie an Luna Lovegood. Er hat ein solch feines Gespür für andere Menschen und weiß irgendwie immer das Richtige zur richtigen Zeit zu sagen. Zu Henry sage ich nicht allzu viel, nur dass ich von seiner Person etwas ganz anderes erwartet habe.
An sich steht dieser Roadtrip für den Weg aus der Trauer, den man gemeinsam oder allein gehen muss. Und ja es braucht auch seine Zeit, weshalb ich die Regel nicht schneller als 39km/h zu fahren einfach passend fand.
Hervorheben möchte ich, wie wichtig ich die Message dieses Buches finde. Es ist ok traurig zu sein und du darfst auf deine Art traurig sein. Nur nie so traurig, dass du dich kaputtmachst. Und man sollte nie vergessen, dass man auch als Person selbst noch existiert und sich nur noch über den Verlust definieren sollte. Nicht nur für Betroffene ist dies wichtig zu hören, sondern auch für die Menschen in ihrem Umfeld. Der Vergleich von trauernden Menschen mit Löwenzähnen, die sich durch den Beton kämpfen hat mich sehr berührt. Manche finden einen Spalt und schaffen es wieder ans Licht und einige sterben bei dem Versuch. Besser kann man Trauer meiner Meinung nach nicht verdeutlichen.
Aufgrund ihrer Trauer und ihres Alters handelten die Charaktere in meinen Augen nicht immer nachvollziehbar. Zum Ende hin empfand ich die Handlung dann doch zunehmend überspitzt und konstruiert. Anfänglich noch eher ruhig und emotional gestaltet sich das Ende eher in Hollywoodmanier.
Und auch wenn ich vorhin sagte, dass jeder das Recht auf seine Art der Trauer hat, kann ich doch nicht alles gutheißen, was Asher währenddessen getan hat. Ich meine sein Vorhaben sich an dem Verantwortlichen zu rächen kann ich noch nachvollziehen. Aber an sich unbeteiligte mit in den Abgrund zu reißen geht meiner Meinung zu weit und kann ich nicht akzeptieren. Daher bin ich relativ enttäuscht, dass es dafür keinerlei Konsequenzen für ihn gab.
Sprachlich gesehen ist dieser Roman vor allem an Jugendliche gerichtet. Mit klaren Worten wird über ernste Themen gesprochen. Es herrscht ein guter Mix aus Tragik und Komik.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Plot nahm unerwartete Wendung

VIEWS
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In Zeiten von Socia lMedia dreht sich alles nur noch um Views. Tabus interessieren hierbei schon lange nicht mehr, generieren sie hiermit doch die meisten Klicks.
Marc-Uwe Kling inszeniert mit seinem Fall ...

In Zeiten von Socia lMedia dreht sich alles nur noch um Views. Tabus interessieren hierbei schon lange nicht mehr, generieren sie hiermit doch die meisten Klicks.
Marc-Uwe Kling inszeniert mit seinem Fall der Lena Palmer den sprichwörtlichen Tropfen, der gesellschaftlich das Fass zum Überlaufen bringt und erschreckend nah an der Realität ist.
Ein erschütterndes Video geht viral. Ein junges Mädchens wird Opfer eines sexuellen Übergriffes durch Immigranten. BKA-Kommissarin Yasira Saad und ihr Team tappen im Dunkeln und jede heiße Spur verläuft im Sand. Der Fall gewinnt immer mehr an politischer Brisanz und drückt die ohnehin schon angespannte Stimmung immer mehr ins rechte Lager. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es zur Eskalation kommt.
Das Buch selbst beschreibt sich anfangs schon recht gut. „Immer wieder faszinierend, wie man vom totalen Horror zu absoluten Banalitäten kommen kann.“ Ernste Fakten werden immer wieder durch alltägliche Gedanken und Gespräche aufgelockert. Auch wenn man daran nichts beschönigen sollte, wurde dadurch doch etwas die Schwere herausgenommen. Dadurch wirkten die handelnden Personen auf mich allesamt authentisch und ihr Handeln nachvollziehbar. Der Fall an sich setzt Yasira schon stark unter Druck. Nebenbei schlägt sie sich noch mit Alltagsrassismus und einem Pubertier herum. Der unterschwellige Humor ihrerseits gefiel mir sehr gut.
Der Schreibstil an sich ist recht locker und flüssig, sodass ich trotz der thematisierten Themen sehr schnell vorrankam.
Mit dem Verlauf der Handlung bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Die Geschichte nahm eine Wendung, auf die ich einfach nicht vorbereitet war. Der Fall rund um Lena Palmer geriet immer mehr in den Hintergrund, zugunsten von brisanteren Themen, die mir, in ihrer „unfassbaren Gleichzeitigkeit von allem“, zu gewollt und überladen vorkamen.
Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl eine Tatortfolge vor mir zu haben. Dies soll keineswegs negativ klingen, da ich mich schon gut unterhalten gefühlt habe. Irgendwie erinnerte mich einfach alles an dieses ARD Urgestein. Der Fall, die Sprache und sogar die Kommissarin wiesen für mich viele Parallelen auf.
Mit dem offenen Ende konnte ich mich diesmal auch nicht wirklich anfreunden. Für mich blieb irgendwie alles, was mit Lena Palmer zu tun hatte auf der Strecke. Es kam mir vor als würde ich ein TikTok Video schauen, bei dem ich vergeblich auf Part 2 warte.
Die Covergestaltung im Stile eines Social Media Videos inklusive Triggerwarnung empfinde ich als äußert gelungen.
Views war für mich kurzweiliger Roman, bei dem ich mir inhaltsmäßig etwas anderes erhofft habe.
Dennoch war es für zwischendurch ganz gut mit einem kritischen auf die Gesellschaft und Social Media.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Atmosphärisch dichter Kriminalroman

Maybrick und die Toten vom East End
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Ich finde es immer schwierig, wenn ein Roman schon mit den Worten beworben wird „hat Vibes von…“. Meistens enttäuschen mich solche Vergleiche. Doch überraschenderweise trifft diese Beschreibung hier voll ...

Ich finde es immer schwierig, wenn ein Roman schon mit den Worten beworben wird „hat Vibes von…“. Meistens enttäuschen mich solche Vergleiche. Doch überraschenderweise trifft diese Beschreibung hier voll und ganz zu.
Es ist Joseph Maybricks erster Dienstantritt als Divisionsinspektor in Whithchapel, dem berüchtigtsten Elendsviertel Englands. Gleich zu Beginn bekommt man einen recht tiefen Einblick in seine Persönlichkeit. Recht und Ordnung stehen für ihn an oberster Stelle. Für ihn haben alle Menschen ein Recht auf Gerechtigkeit, egal welchen gesellschaftlichen Status sie haben. Er weiß um die Bürde dieses Amtes, da sich keiner jemals um die Bedürfnisse der Menschen in den Slums kümmerte und selbst die Polizei mehr als dubios agiert. Dies zu ändern hat für ihn größte Priorität. Ich muss zugeben als ich die Einführung Maybricks gelesen habe, war ich schon ziemlich gefesselt. Er scheint der Held zu sein, den die Menschen in Whitechapel so dringend benötigen. In meinen Augen wirkt er aber eher wie ein Antiheld, im Stile von Bruce Wayne. Er setzt sich für das Gute ein aber kämpft innerlich mit den Schatten seiner Vergangenheit. Durch die Mordermittlungen fällt es ihm schwerer nicht darin zu versinken. Ich muss gestehen, dass ich während der Einführung Maybricks die Erzählerstimme von 300 im Kopf hatte und ich mich nicht dagegen wehren konnte.
Doch kaum hat man Maybrick ein wenig kennengelernt, wird man auch schon mit einem grausamen Mordfall konfrontiert, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die detaillierte Beschreibung und Umstände des Tatortes löste bei mir schon einiges an Beklemmung aus.
Hier lernt man auch Doktor Roberts kennen, dessen Expertise für Maybrick unverzichtbar ist.
Die Beziehung zwischen den beiden lässt sich schwer in Worte fassen. Maybrick und Roberts sind charakterlich grundverschieden. Und doch könnte man sie als Freunde bezeichnen.
Für Roberts ist die menschliche Komponente eher hinderlich. Ihn schert es nicht was andere über ihn denken beziehungsweise provoziert absichtlich, um Menschen auf Abstand zu halten. Sein misantroper Charakter wirkt zwar sehr arrogant aber bildet einen erfrischenden Gegenpart zu Maybricks düsterer Art. Die Dynamik der beiden Männer gefiel mir sehr.
Was mich sehr überraschte, war die stets wechselnde Erzählerperspektive. Ich erlebte die Geschichte durch viele Augen. Somit standen für mich neben den Mordfällen auch die Menschen, dieser Gegend im Fokus. Die Autorin schaffte es hier, durch die Vielfalt an Perspektiven, ein umfassendes Bild über das Leben in Whitechapel darzustellen. Auch Kriminelle wie die Hehlerin Hester oder ein junges Bandenmitglied kommen zu Wort und zeigen auf, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Das Leben bietet viele Grautöne und selbst in einer Gegend, in der Gewalt und Elend dominiert, es so etwas wie Menschlichkeit existiert. Dies wurde vor allem in den zahlreichen Nebenhandlungen deutlich. Manche Kapitel zogen sich etwas in die Länge und gaben mir zunächst ein Gefühl als wären sie nur Lückenfüller. Doch im Großen und Ganzen hing alles miteinander zusammen. Es war wie ein Puzzle, das sich erst nach und nach zusammensetzte.
Wer für die grausamen Morde verantwortlich war, blieb für mich bis zum Schluss unvorhersehbar. Viele Plottwists gaben der Geschichte ständig neue Wendungen.
Einigen Szenen gingen mir aufgrund ihrer Thematik und Detailliertheit etwas an die Nieren.
Das Ende hat mich schon neugierig gemacht, wie die Ereignisse sich noch entwickeln werden. Dabei hoffe ich noch mehr über die Hintergründe der handelnden Personen zu erfahren. In diesem Punkt ist für mich noch ein wenig Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Sympathische Trickbetrügerin in einem Intelligenten Katz- und Mausspiel

Wer zuerst lügt
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Sich immer wieder neu zu erfinden klingt spannend, bis man seine eigene Identität verliert und einen die Vergangenheit einholt. Zum einen befinden wir uns in der Gegenwart und erleben, wie „Evie“ ihren ...

Sich immer wieder neu zu erfinden klingt spannend, bis man seine eigene Identität verliert und einen die Vergangenheit einholt. Zum einen befinden wir uns in der Gegenwart und erleben, wie „Evie“ ihren neuesten Auftrag ausführt. Die Art und Weise, mit der sich Evie in das Leben von Ryan geschlichen hatte, waren zugegebenermaßen schon sehr genial. Von ausgeklügelten Schachzügen bis zum kleinsten Detail war alles geplant. So viel Kalkül ist schon beeindruckend. Ryan selbst scheint auch nicht ganz harmlos zu sein, doch bleibt lange unklar, was genau seine Rolle in dem Ganzen zu sein scheint. Doch auch die beste Betrügerin muss aufpassen, nicht selbst aufs Kreuz gelegt zu werden. Denn in diesem Job kann man niemandem trauen. Sie kämpft nicht nur darum ihren Job zu erledigen und ihre eigene Identität wieder zurück zubekommen, sondern zum Schluss auch darum, überhaupt am Leben zu bleiben. Doch warum und weshalb sie auf der Abschussliste ist bleibt lange verborgen. Zwischendurch gibt es zahlreiche Rückblenden auf Evies zurückliegende Fälle und ihrem Leben vor alledem.
Zunächst dachte ich wirklich, dass Evie eine extrem abgebrühte Trickbetrügerin sei. Je mehr ich aber in ihre Vergangenheit eintauchte und ihren Werdegang nachverfolgen konnte, desto mehr wandelte sich mein Bild von ihr. Gerade weil sie so gut, indem ist, was sie tut, macht ihr diese Art von Arbeit so viel Spaß. Dabei geht sie äußerst gewieft und mit viel Raffinesse vor. Trotzdem plagen sie oft Gewissensbisse und sie versucht nie mehr Schaden anzurichten, als notwendig ist. Diese mitfühlende Art und ihre Bemühungen wieder sie selbst zu sein, hat sie in meinen Augen sehr menschlich und authentisch gemacht. Alle anderen Personen bleiben mehr oder weniger wage und sind weniger ausgebaut. Das empfinde ich aufgrund der Story aber nicht als störend, da mein Hauptaugenmerk wirklich auf Evie lag. Der angenehme und sehr flüssige Schreibstil ließen mich förmlich durch die Seiten fliegen. Die gesamte Story ist gespickt mit vielen Puzzleteilen, die mir aber manchmal schlichtweg entgangen sind. Das große Ganze offenbarte sich für mich wirklich erst zum Schluss und ich hätte bei weitem nicht mit diesen Wendungen gerechnet und war wirklich sprachlos. Ich hatte oft Vermutungen aber wurde immer wieder eines Besseren belehrt. Den letzten Satz empfand ich beinahe als Cliffhangermoment.
Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Für mich wurden alle Kriterien erfüllt. Es gab einen sympathischen Hauptcharakter, eine spannende Story mit vielen Wendungen und einem gewissen Kniff. Ich empfehle dieses Buch allen, die Bourne und Oceans 11 Vibes mögen.



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