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Veröffentlicht am 30.04.2026

Ein berührendes und ehrliches Buch

Muscheln am Strand von Gaza
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„Das war meine Welt.“ Ein Satz, den der Autor des Buches "Muscheln am Strand von Gaza" auf der ersten Seite schrieb. Al Rimal war seine Heimat. Hier wurde er geboren und hier verbrachte er seine Kindheit. ...

„Das war meine Welt.“ Ein Satz, den der Autor des Buches "Muscheln am Strand von Gaza" auf der ersten Seite schrieb. Al Rimal war seine Heimat. Hier wurde er geboren und hier verbrachte er seine Kindheit. Viele schöne Erinnerungen gibt es, auf die er gerne zurückschaut. Er erzählt von dem Zusammenhalt der Einwohner, beschreibt das Aussehen der Häuser und der Stimmung bei Festen. Dann gab es gutes Essen und angeregte Unterhaltungen. Leider wurde abrupt alles beendet, als die Hamas das Viertel überfiel. Sie mordeten, legten Brände und erpressten die Menschen.

Hamza Abu Howidy schreibt als Ich-Erzähler, was er unter der Herrschaft von Hamas und deren Anhänger erleiden musste. Wie er sich immer wieder mit den starren Richtlinien des Glaubens auseinandersetzte. Ebenso sah er, welche Vorteile es mit sich brachte, wenn Menschen der Hamas folgten. Ihre Häuser waren größer und sie bekamen viel bessere Jobs und hatten dadurch auch mehr Geld als andere. Wer der Hamas und deren Ansichten folgte, hatte ein besseres Leben.

Das Buch nahm mich gefangen. Endlich vernahm ich eine neutrale Stimme direkt aus Gaza. Ein junger Mann, der hier aufgewachsen ist, die Liebe zur Heimat beschreibt und dennoch fliehen musste. Ob er in Deutschland die ersehnte Ruhe findet? Ich denke nicht. Zu stark sind die Anfeindungen gegenüber Menschen, die Israel nicht als Dämon bezeichnen. Auf beiden Seiten gibt es schäbige Aktionen und der 07.Oktober 2023 ist in die Herzen der Israelis eingebrannt. Kann man sich trotzdem versöhnen? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass dieses Buch zum Verständnis beiträgt und aus dem Grund empfehle ich es ausdrücklich.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Das Buch gibt Einblick in die Situation der Einwanderer nach USA

Melodie der neuen Welt - Auftakt in New York
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"Melodie der neuen Welt Auftakt in New York" wechselt zwischen den ersten Familienmitgliedern der Steinways und deren Nachkommen. Die Autorin schreibt, welche Hürden genommen werden mussten, um eine Firma ...

"Melodie der neuen Welt Auftakt in New York" wechselt zwischen den ersten Familienmitgliedern der Steinways und deren Nachkommen. Die Autorin schreibt, welche Hürden genommen werden mussten, um eine Firma zu gründen, die für alle Beteiligten ein regelmäßiges Auskommen garantierte. Einwanderer aus Deutschland wurden zwar geschätzt aber es gab auch Misstrauen von Leuten, die schon länger in Amerika lebten. Davon ist 75 Jahre später kaum noch etwas zu spüren. Da gab es andere Probleme, mit denen die Nachfahren klar kommen mussten.

Es ist der erste von zwei Bänden um die Steinways. Die Autorin schreibt abwechslungsreich und punktet durch ihre umfangreiche Recherche. Für mich waren die Ausführungen immer mal wieder zu lang und zu umfangreich. Interessant fand ich jedoch die Darstellungen über das Leben im noch recht jungen Amerika. Auch damals galt: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Erschreckend aktuell

Ins fahle Herz des Sommers
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Immer dann, wenn der Mond hell scheint, begibt sich Fausto auf Tour. Er durchsucht leere Häuser und nimmt mit, was er zum Überleben braucht. Viele Familien verließen fluchtartig ihre Wohnungen. Hier gibt ...

Immer dann, wenn der Mond hell scheint, begibt sich Fausto auf Tour. Er durchsucht leere Häuser und nimmt mit, was er zum Überleben braucht. Viele Familien verließen fluchtartig ihre Wohnungen. Hier gibt es Vorratskeller zu entdecken und auch gutes Werkzeug ist durchaus noch vorhanden. Fausto geht nur in der Nacht auf die Reise. Mit seinem wertvollsten Gut, dem Fahrrad. Am Tag scheint die Sonne erbarmungslos und jeder Schritt bedeutet unendliche Qual.

Andreas Eschbach ist immer wieder für eine Überraschung gut. Seine Romane sind recht eigenwillig und auch beim "Ins fahle Herz des Sommers" verarbeitet er ein Thema, das von vielen Menschen leider nur lächelnd an die Seite geschoben wird. Mich hat der Roman sehr nachdenklich gemacht. Und ja, es könnte tatsächlich das eintreten, was Eschbach hier schreibt. Nämlich die unbarmherzige Kraft der Sonne und der Mangel an Wasser. Das ist doch auch heute schon in einigen Ländern zu sehen.

Die Story war mir zu abstrakt. Da bin ich wohl zu altmodisch. Aber ja, es könnte sein, dass eine Spezies gezüchtet wird, die mit dem Klimawandel schadlos klarkommt. Heute ist es für mich nicht einleuchtend. Und trotzdem konnte mich das Buch bestens unterhalten und ich empfehle es ohne Einschränkungen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein lesenswertes Buch

Villa Wundergold
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"Villa Wundergold" erzählt von drei Brüdern, denen es im Jahr 1937 noch gut geht. Erst als Stalins Soldaten die Villa enteigneten, begann ihr Leidensweg. Die Villa Wundergold stand zu dem Zeitpunkt, als ...

"Villa Wundergold" erzählt von drei Brüdern, denen es im Jahr 1937 noch gut geht. Erst als Stalins Soldaten die Villa enteigneten, begann ihr Leidensweg. Die Villa Wundergold stand zu dem Zeitpunkt, als die Brüder dort wohnten, in Galizien. Später dann gehörte es zur Besatzungszone. Zu dem Zeitpunkt war es für Juden nahezu unmöglich, hier zu leben. Die Anfeindungen waren so schlimm, dass viele von ihnen Suizid begingen. Einige wenige flüchteten.

Wundergolds waren reich. Sie hatten eine Glühlampenfabrik und ihre Villa gehörte zu den beeindruckenderen Häusern der Stadt. Was der Autor allerdings von der Familie berichtet, ist erschütternd. So viele Schicksalsschläge, Verhaftungen und Grausamkeiten mussten die Menschen erleiden. Das macht das Studieren des Buches schwer und von kurzweiliger Ablenkung kann keine Rede sein. Ein schwierig zu lesendes aber umso wertvolleres Buch. Ich werde es gewiss noch einmal lesen.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Das Buch konnte mich bestens unterhalten

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Nele Tschaikowski ist die Nichte des Polizeipräsidenten. Dem Mann, der mit Art Mayers Frau ein Verhältnis hatte. Und dem Art vor Wut seine Faust ins Gesicht stieß. Als wäre das noch nicht genug, wurde ...

Nele Tschaikowski ist die Nichte des Polizeipräsidenten. Dem Mann, der mit Art Mayers Frau ein Verhältnis hatte. Und dem Art vor Wut seine Faust ins Gesicht stieß. Als wäre das noch nicht genug, wurde Artur Mayer wegen dieses Vorfalls suspendiert. Und jetzt? Plötzlich soll er also wieder zurück in den Dienst? Weil die Ermittler nicht weiter kommen? Er hat eigentlich keine Lust mehr zum Ermitteln. Wenn es da nicht einen Hinweis auf seine Jugendfreunde gäbe. Und dann wird ihm auch noch diese ahnungslose Nele zur Seite gestellt. Welch ein Grauen für Art.

Das Hörbuch "Der Morgen" war mein erster Roman von Marc Raabe. Der Stil ist locker und trotz einiger Längen gab es eine durchgehende Spannung. Art Mayer ist ein Polizist, der mit unkonventionellen Mitteln seine Fälle löst. Nicht immer nachvollziehbar aber recht unterhaltsam. Zuweilen fühlte ich mich in die Zeit von Schimanski versetzt. Hervorheben möchte ich den Sprecher Peter Lontzek. Seine perfekte Darbietung machte mir das Hören zu einem wahrhaftigen Genuss.

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