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Veröffentlicht am 20.01.2025

Spannend und äußerst lesenswert

Wer aus dem Schatten tritt
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Ihre erste Begegnung mit Oberarzt Kleinschmidt lief nicht gut. Gar nicht gut. Renate hätte nicht gedacht, dass ihr so viele Vorurteile entgegengebracht werden. Und das nur, weil sie eine Frau und noch ...

Ihre erste Begegnung mit Oberarzt Kleinschmidt lief nicht gut. Gar nicht gut. Renate hätte nicht gedacht, dass ihr so viele Vorurteile entgegengebracht werden. Und das nur, weil sie eine Frau und noch jung ist? Oder steckt mehr dahinter?

Die Bücher der Autorin Melanie Metzenthin schätze ich sehr und freute mich, dass sie einen neuen Roman veröffentlichte. Hier geht es um Hamburg im Jahr 1958. Die Wunden des Krieges sind noch längst nicht verheilt. Sowohl in der Stadt aber auch in den Herzen und Seelen der Menschen gibt es tiefe Verletzungen, die das Leben der Betroffenen erschweren. Kaum nachvollziehbar ist zudem, dass etliche Nazigrößen für ihre Taten nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Das gilt leider auch für Ärzte des Fachgebietes Psychiatrie.

Wieder einmal konnte Frau Metzenthin mich überzeugen. "Wer aus dem Schatten tritt" ist nicht nur gut zu lesen. Er ist zudem auch spannend und mit vielen Fakten versehen. Die Autorin kennt sich nicht nur in Hamburg, ihrer Heimatstadt, bestens aus. Als Ärztin der Fachrichtung Psychiatrie weiß sie, wie sie die Krankheitsbilder korrekt beschreiben und auch für Laien verständlich vermitteln kann. Ihre bildhafte Art zu schreiben hat mich auch bei diesem Buch in den Bann gezogen und ich gebe eine ausdrücklich Leseempfehlung. Dass ich mich auf eine Fortsetzung freuen darf, das freut mich ganz besonders.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Perfekt recherchiert und ein ernstes Thema spannend umgesetzt

Die Schwestern von Krakau
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Adi, 84 Jahre alt, ist zutiefst betrübt. Ihr Wintergarten wurde beim letzten Unwetter in Paris zerstört. Von seiner Pracht ist nichts mehr zu sehen. Weder Vorbau noch Pflanzen haben überlebt. Wie gut, ...

Adi, 84 Jahre alt, ist zutiefst betrübt. Ihr Wintergarten wurde beim letzten Unwetter in Paris zerstört. Von seiner Pracht ist nichts mehr zu sehen. Weder Vorbau noch Pflanzen haben überlebt. Wie gut, dass Nichte Edith aus Deutschland ihr zur Seite steht. Nein, nicht nur als moralische Unterstützung. Sie ist Architektin und kennt sich mit der Materie bestens aus. Ihr Vater starb vor wenigen Wochen und hatte seine Wohnung direkt über seiner Schwester Adi. Edith nimmt sich endlich ein Herz und schafft den Gang ins verwaiste Heim des Vaters. Dort findet sie eine Wand mit den Zeugen einer Recherche, die der Mann vor seinem Tod mit Nachdruck betrieb. Edith ist sprachlos. Das Leben ihres Vaters scheint völlig anders zu sein, als sie es bisher kannte.

Die Bücher der Autorin glänzen durch umfangreiche Recherchen und aus dem Grund mag ich sie sehr. In „Die Schwestern von Krakau“ geht es um das Krakauer Ghetto und den mutigen Männern und Frauen, die damals im Widerstand kämpften. Lilo ist eine der Hauptpersonen und Großmutter von Tatjana. Dass sie eine Verwandte Erikas ist, wird erst nach einigen Recherchen klar. Auf welche Weise das Schicksal sie zusammenführte, ist spannend und zugleich schmerzlich.

Das Krakauer Ghetto kannte ich bisher nicht. Auch von der Apotheke des Tadeusz Pankiewicz las ich bislang nichts. Es gibt so viele mutige Männer und Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben aufs Spiel setzten. Und das „nur“, um jüdischen Mitbürgern zu helfen. Ja, sie vor Deportation, Misshandlung und Mord zu bewahren. Wie gut, dass diese Helden des Alltags endlich ihr Schweigen brachen und von ihren Erlebnissen berichteten.

Für mich ist es kaum auszuhalten, auf welche Weise die Deutschen in Polen ihr Unwesen trieben. Das Buch berührte mich sehr und ich danke der Autorin für ihre ausgedehnten Recherchen. Ihre Romane sind gerade in der heutigen Zeit so wichtig. Wir alle sind gefragt, wenn es um den Kampf für Demokratie geht. Niemals dürfen Parteien regieren, die sich für Remigration und/oder Ausgrenzung von Minderheiten aussprechen. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Wow, ein perfekter Thriller

The Twenty
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Es gibt nur wenige Thriller, die für mich tatsächlich auch ihrer Bezeichnung gerecht werden. Das hat nichts mit der Menge an Blut oder der Zahl an Opfern zu tun. Es ist diese subtile Spannung, die ich ...

Es gibt nur wenige Thriller, die für mich tatsächlich auch ihrer Bezeichnung gerecht werden. Das hat nichts mit der Menge an Blut oder der Zahl an Opfern zu tun. Es ist diese subtile Spannung, die ich bei vielen Thrillern leider vermisse. Zudem sollten die Fälle auch nicht völlig absurd daherkommen. Der Prolog von „The Twenty“ ist heftig. Äußerst blutig und mit detaillierten Beschreibungen der Leichen. Sie liegen verborgen im Müll und der Ermittler Adam Bishop wird sich nie an den Anblick gewöhnen. Sein Kollege Jamie hat es noch viel schwerer. Obwohl bereits 15 Jahre dabei, wird er immer wieder von seinen Gefühlen übermannt. Er weint, wenn er Angehörigen von Opfern die traurige Nachricht überbringen muss.

Die Erzählung wechselt zwischen den heutigen Opfern und Erlebnissen des Täters, die wohl viele Jahre zurück liegen. Brutal sind alle Schilderungen, sowohl gegenwärtige als auch vergangene. Die Spannung ist gleichbleibend hoch und wenn Leser denken, dass der Täter endlich gefunden wurde, ergibt sich rasch ein neuer Aspekt und die eigentlich klaren Ergebnisse sind hinfällig. Zu keinem Augenblick war mir klar, wer der Täter sein könnte. Bis zum Schluss musste ich auf die Lösung warten und das ist selten. Also, wer gute Thriller mag, der wird sich mit diesem Buch bestens unterhalten können. Klare Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Etliche Wendungen bringen Spannung

Tod im Piemont - Trüffel, Nougat und Barolo
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„Ich möchte einen Mokka“, das sagt ein junger Mann, als er Sofias Café betritt. Welche Bedeutung dieser Satz hat, das wissen eigentlich nur Einheimische. Dass jetzt ein Fremder nach einem Blick in den ...

„Ich möchte einen Mokka“, das sagt ein junger Mann, als er Sofias Café betritt. Welche Bedeutung dieser Satz hat, das wissen eigentlich nur Einheimische. Dass jetzt ein Fremder nach einem Blick in den Kaffeesatz fragt, erstaunt die junge Frau. Aber sie macht das, was sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Sie liest aus dem Kaffeesatz, wie die Zukunft des Gegenübers ausschaut und erstarrt….

„Tod im Piemont – Trüffel, Nougat und Barolo“ ist ein Kriminalroman, der nicht nur spannend ist. Die Autorin schreibt über die Gegend rund um den Lago Maggiore. Das macht sie so ausführlich, dass ich fast sicher bin, mich dort auszukennen. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf und durch die ausführlichen Kochanleitungen konnte ich den Duft der Speisen förmlich riechen. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Leider gibt es auch einen Kritikpunkt. Es sind sehr weitschweifige Passagen, die zwar für Länge sorgen, aber nichts zum Geschehen beitrugen. Eine Leseempfehlung gibt es aber trotzdem von mir.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Morde in den Bergen bringen spannende Unterhaltung

Die Schanze
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Ellen möchte nur noch weg. Weg von Hamburg, ihrer Wohnung und der Nähe zu Chris. Zu tief sitzt die Enttäuschung. Sie wagt einen Schritt, den sie sich niemals vorstellen konnte. Sie zieht zurück in die ...

Ellen möchte nur noch weg. Weg von Hamburg, ihrer Wohnung und der Nähe zu Chris. Zu tief sitzt die Enttäuschung. Sie wagt einen Schritt, den sie sich niemals vorstellen konnte. Sie zieht zurück in die Heimat und in die Stadt, in der sie ihre Kindheit verbrachte. Sie möchte alles hinter sich lassen und neu beginnen. Dabei gibt es auch hier genug schmerzliche Erinnerungen, die sie in der Nacht nicht schlafen lassen.

Wer ist der junge Mann, der an der Schanze baumelt? Ellen kann es nicht fassen und wendet sich sofort ab. Sie erkennt ihn sofort. Dass er ermordet wurde, erfährt sie erst am nächsten Tag. Und sie hat einen triftigen Grund, als Mörderin in den Blickpunkt der Ermittler zu gelangen.

"Die Schanze" ist ein spannender Krimi, der sich gut lesen lässt. Dafür sorgt die lockere Sprache und Charaktere, deren Gedanken und Gefühle gut nachvollziehbar sind. Die Spannung ist dauerhaft hoch. Das liegt an den nachvollziehbaren und unvorhersehbaren Wendungen. Also gebe ich eine Leseempfehlung.

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