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Veröffentlicht am 13.08.2020

Es bleibt geheimnisvoll im 2. Band

In tiefen Wäldern Träumen lauschen - Band 2
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Zhang Jing, Autorin und Malerin der Comic-Geschichte „In tiefen Wäldern Träumen lauschen“ – Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling – hat auch für den 2. Band ein farbenfrohes Cover ...

Zhang Jing, Autorin und Malerin der Comic-Geschichte „In tiefen Wäldern Träumen lauschen“ – Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling – hat auch für den 2. Band ein farbenfrohes Cover gezaubert, diesmal in rosaroten Farbtönen.

Draußen herrscht immer noch das Unwetter. So lauscht die junge Malerin in dem verlassenen Tempel weiterhin gebannt dem Märchen, das der Mann mit der Affenmaske ihr erzählt. Wer ist er? Warum trägt er die Maske? Meine Fragen finden (noch) keine Antwort. Die junge Frau scheint sich daran aber nicht zu stören.

In der Geschichte um die Prinzessin, die mit dem stummen Jüngling verheiratet ist, geht es nicht wirklich voran. Für meinen Geschmack nimmt das Entzücken der Prinzessin, auch der Hofdamen und anderer Frauen, über die Schönheit des stummen Jünglings, der durch die Heirat zum Prinzen wurde, einen zu großen Raum ein. Dabei wundert mich, dass zwar alle immer wieder sehen, wie schön er ist, aber niemand erkennt scheinbar seinen traurigen und in sich gekehrten Blick. Viel Neues erfährt man nicht zu ihm und seinem doch sehr eigenartigen Verhalten.

Ein Halbbruder der Prinzessin Yuji rückt in den Fokus. In diesem Teil der Geschichte geht es um Missgunst und Neid. Kangtai benimmt sich grausam und gemein und ich musste an das Sprichwort denken: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz.“ Bei dieser Szene kochte es in mir, aber ich weiß, dass auch in einem Märchen nicht alles nur schön ist. Auf jeden Fall hat Zhang Jing die Bilder wieder in ihrer gewohnten Art zum Leben erweckt und alle Gefühle – hier vor allem auch Traurigkeit und Entsetzen - sichtbar gemacht.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Bilder erzählen eine Geschichte in der Geschichte

In tiefen Wäldern Träumen lauschen - Band 1
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Mich haben der Titel „In tiefen Wäldern Träumen lauschen“, die Farben des Covers und das Bild des jungen Mannes angezogen. Es wirkt melancholisch, geheimnisvoll. Der Mann scheint ruhig und zurückhaltend ...

Mich haben der Titel „In tiefen Wäldern Träumen lauschen“, die Farben des Covers und das Bild des jungen Mannes angezogen. Es wirkt melancholisch, geheimnisvoll. Der Mann scheint ruhig und zurückhaltend zu sein. Seine Hände sind sehr schön und wirken wie Künstlerhände.

Das Buch ist der 1. Band von insgesamt 4 Teilen. Es erzählt „Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling“. Das Besondere daran ist: Die Autorin Zhang Jing „erzählt“ nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit ihren einzigartigen Zeichnungen. Sie ist eine sehr talentierte Comic-Künstlerin. In ihren Bildern kann ich lesen. Bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, werden nicht nur Äußerlichkeiten, sondern auch Gefühle und Emotionen in ihren Zeichnungen sichtbar.

Die Begeisterung, die ich empfinde, liegt darum auch nicht in dem Text, sondern in erster Linie in den Bildern.

In der Geschichte von Zhang Jing hat eine junge Frau einen alten Tempel für sich entdeckt, in den sie sich zurückgezogen hat um zu malen, bis plötzlich ein Mann mit einer Affenmaske auftaucht, um vor dem starken Regen Schutz zu suchen. Die beiden kommen ins Gespräch und die junge Malerin bittet den „Affenmann“, ihr eine Geschichte zu erzählen. So beginnt die Geschichte in der Geschichte und damit „Die Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling“. Da taucht er wieder auf, der junge geheimnisvolle Mann, der auf dem Cover zu sehen ist.

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Veröffentlicht am 11.08.2020

Wenn aus Freunden Feinde werden...

Eine Liebe zwischen den Fronten
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„Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist ein historischer Roman der Autorin Maria W. Peter, erschienen im Lübbe Verlag.
Niemand versteht es besser, historische Ereignisse so gut und gründlich recherchiert, ...

„Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist ein historischer Roman der Autorin Maria W. Peter, erschienen im Lübbe Verlag.
Niemand versteht es besser, historische Ereignisse so gut und gründlich recherchiert, mit unendlich vielen interessanten Informationen angereichert zu präsentieren, ohne dass auch nur ein Hauch von Langeweile beim Lesen aufkommt, als Maria W. Peter. Gerade in diesem Roman spüre ich die Freude der Autorin am Schreiben und ihren Herzschlag, was dem Buch eine ganz besondere und persönliche Note gibt.
Gegenstand der Geschichte ist der Deutsch-Französische Krieg, der vor genau 150 Jahren begann. Es sollte der Verlobungsabend des deutschen Arztes Paul und der Französin Madeleine werden, als während der Feierlichkeiten in Berlin der Krieg zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ausbricht. So werden aus zwei sich liebenden Menschen plötzlich politische Feinde. Viel Zeit für einen Abschied bleibt nicht und so versuchen Madeleine und ihr Vater noch rechtzeitig wieder in ihre französische Heimat nach Metz zu gelangen, während Paul, der viel lieber als Arzt in seiner eigenen Praxis arbeiten würde, als Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz muss.
Djamila und Kalim sind Geschwister mit algerischen Wurzeln, die nach dem Tod ihrer Eltern nach Frankreich gekommen sind. Djamila arbeitet im Haus von Madeleines Eltern, Kalim gehört als Tirailleur zu einer Einheit des französischen Heeres.
Die Schicksale dieser drei Familien sind Gegenstand der Geschichte, die die Leser an verschiedene Schauplätze führt, vorwiegend in Frankreich.
Die Schrecken und Grausamkeiten des Krieges werden schonungslos, realistisch und in all seiner Grausamkeit dargestellt. Am Anfang des Buches gibt es eine Landkarte aus der damaligen Zeit, die es mir sehr erleichtert hat, auf einen Blick zu erkennen, auf welchen Wegen und an welchen Orten sich die Protagonisten gerade befinden, von denen abwechselnd berichtet wird.
Ein umfangreicher Epilog hat noch offene Fragen geklärt, das Nachwort bietet weitere ausführliche historische Informationen und das Glossar eine gute Übersicht.

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Aus der Hoffnungslosigkeit über den Weg der Sehnsucht in eine helle Zukunft

Spuren der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
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„Spuren der Vergangenheit, …Gegenwart und Zukunft“ von Walter Maria Wintzen ist erschienen im Verlag Treeangel.

Das Buch hat einen festen Einband, dessen Hintergrundfarbe genau wie die der Innenseiten ...

„Spuren der Vergangenheit, …Gegenwart und Zukunft“ von Walter Maria Wintzen ist erschienen im Verlag Treeangel.

Das Buch hat einen festen Einband, dessen Hintergrundfarbe genau wie die der Innenseiten in Dunkelblau gehalten ist. Jede Doppelseite bildet eine Einheit aus einem kurzen Text auf der linken und einem dazu passenden Foto auf der rechten Seite. Die gezeigten Illuminationen sind Teil ders „Lichtfestival Schloss Dyck“ in Jüchen und lassen die Natur durch eine gekonnte Mischung aus Licht und Dunkelheit wie Kunstwerke erscheinen. Auch das Cover ziert eines dieser Fotos. Es zeigt einen wunderschönen Schmetterling, ebenfalls in Blautönen, der an Zartheit und Zerbrechlichkeit denken lässt. Und an seine Vergangenheit, an die jetzt nicht mehr viel erinnert, doch jeder Schmetterling hat ja bereits eine Verwandlung erfahren. Darum ist das Bild des Schmetterlings gerade für dieses Buch eine sehr gute Wahl, denn:

Auch Walter Maria Wintzen beschreibt mit seinen Gedanken den Weg, den er selbst in Zeiten tiefer Trauer gegangen ist. Es ist ein Weg, der in kleinen Schritten aus der Hoffnungslosigkeit herausführt, irgendwann die Sehnsucht und mit ihr die Abzweigung erkennen lässt, die zurück ins Leben führen kann. Dann können neue Lichter auftauchen – Spuren neuer Zuversicht.

Walter Maria Wintzen – sein Weg der Verwandlung kann den Menschen Trost und Hoffnung schenken, die verzweifelt sind und nicht mehr an eine lebenswerte Zukunft für sich glauben mögen.

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Erschreckend und beschämend

Ratten am Bullenhuser Damm
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Jürgen Ehlers erzählt – laut Buchbeschreibung – mit „Ratten am Bullenhuser Damm“ beispielhaft eine Geschichte darüber, wozu Menschen fähig sind. Ganz gewöhnliche Menschen… Weiter heißt es in der Beschreibung, ...

Jürgen Ehlers erzählt – laut Buchbeschreibung – mit „Ratten am Bullenhuser Damm“ beispielhaft eine Geschichte darüber, wozu Menschen fähig sind. Ganz gewöhnliche Menschen… Weiter heißt es in der Beschreibung, dass Kinder in der Geschichte vorkommen: „Die Kinder sind am 20. April 1945 am Bullenhuser Damm in Hamburg ermordet worden.“

Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen von den Gräueltaten eines Krieges berichtet wird. Doch nie, niemals ist mir ein Buch so nahe gegangen und hat mich so bewegt wie diese Geschichte. Ich fühle mich hilflos, unsagbar traurig und verletzt. Ich schäme mich für das, was geschehen ist und kann es immer noch nicht fassen! Es ist unbegreiflich, wie ein Mensch so gewissenlos sein kann.

Es sind nicht nur die Texte, die heftige Emotionen in mir ausgelöst haben, sondern auch die eindrucksvollen Illustrationen, die einen großen Beitrag dazu geleistet haben.

Trotz meiner Fassungslosigkeit und des Entsetzens bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Und ich wünsche mir, dass noch ganz viele Menschen ebenfalls Zugang dazu finden. Es gibt Dinge, die man einfach nicht vergessen darf und an die immer wieder erinnert werden muss, damit allen klar wird, dass so etwas nie wieder geschehen darf!

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