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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Krimi mit ein paar kleinen Schwächen

Fünf Fremde
2

Im Sommer 1995 verschwinden 2 Teenager aus dem Schullandheim auf Neuwerk, einer davon blieb bis heute verschwunden. 30 Jahre später kurz vor einem heftigen Herbststurm kommen fünf Personen auf der Insel ...

Im Sommer 1995 verschwinden 2 Teenager aus dem Schullandheim auf Neuwerk, einer davon blieb bis heute verschwunden. 30 Jahre später kurz vor einem heftigen Herbststurm kommen fünf Personen auf der Insel Neuwerk an. Mitten im Unwetter wird es dramatisch und nach und nach kommen die lange gehüteten Geheimnisse des Jahres 1995 ans Licht…
Der Roman von Romy Fölck ist für mich mehr Krimi als Thriller. Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre, die vor allem im spannenden Mittelteil das Geschehen auf der Insel und auch die Rückblicke in den verhängnisvollen Sommer 1995 sehr gut unterstreicht und begleitet.
Die Figuren werden gut eingeführt und ihre Beziehungen untereinander, sowie die jeweils bestehenden Geheimnisse werden alle im Verlauf des Buches aufgedeckt.
Das Ende dann allerdings flacht für meinen Geschmack leider spannungstechnisch stark ab und zudem verbleiben einige Logikfehler.

Alles in allem aber ein gut lesbarer Roman mit einem sehr spannenden Mittelteil, in dem ich das Buch kaum weglegen konnte und eine Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.11.2025

Totale Empfehlung

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
1

Im 20. Teil der Greg - Reihe erlebt Greg einen Geburtstag, der nicht so geplant war wie gedacht - ausgelöst durch einen fehlenden Kühlschrank.
Das Buch ist ideal für jeden, der für ein paar Stunden Ablenkung ...

Im 20. Teil der Greg - Reihe erlebt Greg einen Geburtstag, der nicht so geplant war wie gedacht - ausgelöst durch einen fehlenden Kühlschrank.
Das Buch ist ideal für jeden, der für ein paar Stunden Ablenkung braucht und eine ordentliche Portion Lachen haben möchte. Besonders Greg's Mutter kommt in diesem Teil zum Vorschein und trifft bei den meisten Müttern auf Verständnis und Identifikation.
Aber auch für alle anderen ist das Buch eine totale Empfehlung - einfach weil der Autor seinem Humor treu bleibt mit dem er schon so vielen Leuten den Tag verschönert hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 03.11.2025

Ein absolut vielschichtiger Thriller!

Seventeen Years Later
3

In 17 Years Later erleben wir, wie die junge Podcasterin Sloan einem 17 Jahre zurück liegenden furchtbaren Verbrechen auf den Grund geht. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK rollt sie den Fall nochmal ...

In 17 Years Later erleben wir, wie die junge Podcasterin Sloan einem 17 Jahre zurück liegenden furchtbaren Verbrechen auf den Grund geht. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK rollt sie den Fall nochmal neu auf – obwohl es direkt nach der Tat zu einer Verhaftung kam und der Verurteilte, der ehemalige Koch der getöteten Familie Primrose, der Halb Maori Bill Kareama, im Gefängnis sitzt. Er beteuert seit Jahren allerdings seine Unschuld…
Das Setting des Thrillers ist sehr wichtig – es spielt in Neuseeland. Die ermordete Familie war britisch, der Verurteilte ist Halb Maori. Die Erzählweise ist abwechslungsreich und wechselt von Sloan zu TK. Zudem gibt es ein Manuskript, das Bill Kareama geschrieben hat über die Zeit vor den Morden und den Tat-Tag selbst, das passenderweise mit 17 Years Later überschrieben ist.
Von Anfang an war ich gebannt und im Sog der Geschichte gefangen. Ich habe es in einer Leserunde gelesen, daher konnte ich es nicht direkt am Stück lesen, was ich sonst mit Sicherheit getan hätte.
Die Figuren sind plastisch, die Geschichte absolut packend und die Spannung nimmt vor allem gegen Ende des Buches nochmal rasant zu bis zum (für mich) vollkommen unerwarteten Finale.
Vor allem Sloan ist eine Figur, die ich richtig fühlen konnte, und die sehr gelungen ist!
Besonders ist auch, dass der Thriller nicht nur ein „normal“ spannender Thriller ist. Nein, es geht auch sehr viel um Rassismus und (Post-)Kolonialismus, auf mehreren Ebenen.
Ich bin absolut begeistert und empfehle Seventeen Years Later sehr gerne und eindeutig ohne Einschränkung weiter!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 29.09.2025

YA Thriller mit kleinen Schwächen

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
2

In Let´s split up treffen wir auf die 4 Highschool Kids: Cam, Jonesy, Amber und Buffy, die im verschlafenen Sanera leben. Buffy ist gerade erst nach Sanera gezogen und wird von den anderen 3 unter ihre ...

In Let´s split up treffen wir auf die 4 Highschool Kids: Cam, Jonesy, Amber und Buffy, die im verschlafenen Sanera leben. Buffy ist gerade erst nach Sanera gezogen und wird von den anderen 3 unter ihre Fittiche genommen. Damit haben wir ein Scooby-Doo-artiges Quartett aus 2 Jungs und 2 Mädchen. Als in dem gruseligen verlassenen Herrenhaus 2 Mitschüler der 4 ermordet werden, beginnt die Gruppe, auf eigene Faust zu ermitteln und begibt sich dabei in tödliche Gefahr.
Die Idee, die der Autor auch im Nachwort nochmal erklärt, eine typische an Scooby-Doo erinnernde Gruppe Jugendliche mysteriöse Morde aufklären zu lassen, gefiel mir sehr gut. Die Figuren sind zwar durchaus klischeehaft gezeichnet, das aber wohl mit Absicht. So haben wir einen cleveren Nerd, einen Sportler, die empathische Amber und den Neuling Buffy, die etwas rätselhaft wirkt. Gespickt mit Anspielungen auf 90 Jahre Horrorfilme und absolut spannend geschrieben, habe ich mich beim Lesen auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt.
Es gibt ein paar kleine Schwächen bei der Auflösung der Geschichte, die ich dann gegen Ende erraten konnte und teilweise nicht ganz plausibel war.
Der Farbschnitt und das Cover des Buches sind wirklich sehr gut gelungen und haben mir sehr gefallen - damit spricht man die Zielgruppe ganz klar sehr an.
Auch die Geschichte selbst war alles in allem sehr spannend und es gab sogar eine süße Lovestory.

Ich gebe also eine Leseempfehlung mit kleinen Einschränkungen ab und bin zufrieden mit der Geschichte.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.09.2025

Spannende, aber herausfordernde Reise durch die Hölle

Katabasis
3

Was passiert, wenn zwei rivalisierende Schüler gemeinsam in die Hölle hinabsteigen, um ihren verstorbenen Professor zu suchen? Diese Frage stellt R.F. Kuang in ihrem neuen Roman Katabasis – und entführt ...

Was passiert, wenn zwei rivalisierende Schüler gemeinsam in die Hölle hinabsteigen, um ihren verstorbenen Professor zu suchen? Diese Frage stellt R.F. Kuang in ihrem neuen Roman Katabasis – und entführt die Leser auf eine Reise mit den Magierschülern Alice und Peter, die ihren hoch angesehenen Professor Grimes aus der Unterwelt zurückholen wollen.

Auch diesmal enttäuscht Kuang mich nicht. Mit ihrem bildhaften Schreibstil gelingt es ihr, die Leser nicht nur mitfiebern zu lassen, sondern sie regelrecht in die Geschichte hineinzuziehen. Man fühlt sich nicht nur als Beobachter, sondern als aktiver Begleiter der beiden Protagonisten – und taucht tief in ihre komplexe Gefühlswelt und Vergangenheit ein.

Besonders gelungen ist Kuangs Darstellung der Hölle: eine abstrakte, aber verständliche Welt, die sie sowohl sprachlich als auch mit kleinen Zeichnungen zugänglich und nachvollziehbar macht. Doch die Geschichte handelt nicht nur von der Rettung eines Professors oder dem Schrecken der Hölle – sondern auch gesellschaftskritische Themen, die auch in unserer Welt relevant sind. Diese verbindet die Autorin äußerst geschickt in die Geschichte durch Alice und Peter, aber auch die dazukommenden Nebencharakteren und weiteren Überraschungen in der Hölle

Teilweise entstehen dabei für mich jedoch zu langatmige Passagen über Weisheiten der Philosophie und mathematische Themenbereiche, durch die man sich als Leser wirklich durchkämpfen muss. Jedoch wird man dafür auch belohnt und kann eine spannende Weiterentwicklung der Protagonisten und deren Geschichte erleben, bei der man jegliche Emotionen wie Wut und Trauer durchgeht und der Lesespaß und die Spannung bis zum Schluss auf jeden Fall garantiert bleibt.

Ist Katabasis ein Buch für alle? Nicht ganz. Die philosophischen und mathematischen Diskussionen und Passagen setzen ein gewisses Vorwissen oder zumindest Interesse voraus. Doch wer sich gerne mit den großen Fragen des Lebens beschäftigt, wer sich selbst gerne moralische Fragen stellt, und in ein ungewöhnliches Abenteuer eintauchen möchte, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen wollen. Für Fans von R.F. Kuang ohnehin ein Muss – und für alle anderen eine spannende,wenn auch fordernde Reise.

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