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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2022

Drama in drei Städten

Zwischen heute und morgen
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„Zwischen heute und morgen“ behandelt drei Familien in San Remo, Hamburg und Köln in den 60er Jahren. Sie sind durch verschiedene Einzelpersonen, die befreundet oder verwandt sind, miteinander verbunden. ...

„Zwischen heute und morgen“ behandelt drei Familien in San Remo, Hamburg und Köln in den 60er Jahren. Sie sind durch verschiedene Einzelpersonen, die befreundet oder verwandt sind, miteinander verbunden. Die zentralen Themen, die sich über die Jahre strecken sind Beziehungsdramen, Trauma aus den Kriegserlebnissen und der neue politische Kontext, in dem die Familien leben.

Auch wenn ich Teil 1 nicht gelesen habe, gelang mir der Einstieg gut. Hier hat besonders das Personenverzeichnis am Anfang geholfen, das nicht nur die Namen listet, sondern auch etwas Hintergrund zu den Charakteren liefert. Gleichzeitig lernt man über die Kapitel hinweg alle besser kennen. Die Personen werden trotz ihrer Vielzahl nah beschrieben, sodass ich bei den meisten ein Bild vor Augen hatte. Interessant fand ich auch, dass das Buch mehrere Jahre umfasst und man so die Entwicklung der Charaktere miterleben kann.

Der Schreibstil ist locker, sodass die über 500 kurzweilig waren. Der politische Kontext ist gut in die Handlung eingeflochten: man erfährt über die Geschichte, ohne jedoch zu sehr im Vordergrund zu stehen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde auch den ersten Teil lesen.

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Mit Auf und Abs

Gut Erlensee - Margaretas Traum
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„Gut Erlensee“ erstreckt sich über etwas mehr als ein Jahr von 1919 bis 1920 und begleitet Margareta in der Nachkriegszeit. Nach Ende des Krieges wurden die Frauen wieder aus der Druckerei der Familie ...

„Gut Erlensee“ erstreckt sich über etwas mehr als ein Jahr von 1919 bis 1920 und begleitet Margareta in der Nachkriegszeit. Nach Ende des Krieges wurden die Frauen wieder aus der Druckerei der Familie gebannt und alles scheint zuerst zurück zur Vergangenheit gedreht zu sein. Greta ist jedoch ehrgeizig und hat sich über die Kriegsjahre einiges an Wissen angeeignet. Ihr Vater will davon nichts wissen, sondern sie schnellstmöglich verheiraten, um auch finanziell wieder besser dazustehen. Greta hingegen verguckt sich in den Vorarbeiter Konrad und sträubt sich den Forderungen ihrer Eltern.

Die Stimmung wirkte für mich zu Anfang eher bedrückt und dunkel. Vor allem Vater Hermann ist durchgehend schlecht gelaunt und lässt alles an seiner Familie aus. Mit ihm lässt sich nicht reden und seine Frau scheint auf seiner Seite zu sein. Nur Gretas Großmutter scheint etwas Macht über ihn zu haben. Im Laufe des Buches hat es mir jedoch mehr Spaß gemacht, Gretas Bestrebungen und die Beziehung zu Konrad zu verfolgen. Sie entwickelt sich schnell weiter und setzt ihren Willen durch. Ebenfalls haben mir ihr Bruder und ihre Großmutter als Nebencharaktere sehr gut gefallen. Besonders bei ihrem Bruder werden die Kriegsfolgen für Soldaten dargestellt. Auch neben der normalen Handlung habe ich viel über die Zeit gelernt und der geschichtliche Kontext wird informativ beschrieben, ohne zu stark in den Vordergrund zu treten.

Insgesamt ein gelungener Roman über das Schicksal einer Familie in den Nachkriegsjahren, rund um die Rolle der Frauen, die Wirtschaft und etwas Liebe.

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Theorie und Praxis zu Glück und Erfolg

Mutig sein. Glücklich werden.
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„Mutig sein, glücklich werden“ ist ein gelungener Ratgeber von Autor Alexander Gedat zum Thema Glück und Erfolg. In zwei Teilen beschreibt Gedat zum einen die Theorie, die Glück beschreiben, bringt jedoch ...

„Mutig sein, glücklich werden“ ist ein gelungener Ratgeber von Autor Alexander Gedat zum Thema Glück und Erfolg. In zwei Teilen beschreibt Gedat zum einen die Theorie, die Glück beschreiben, bringt jedoch auch seine eigenen Gedanken und Erfahrungen ein. Danach geht es in die Praxis über, wo hilfreiche Denk- und Handlungsanstöße gegeben werden.

Das Buch ist klar strukturiert und lässt sich leicht lesen. Besonders gefallen mir Alexander Gedats eigene Einflüsse. Er reflektiert auch seinen eigenen Lebens- und Karriereweg und teilt seine Erkenntnisse daraus. Durch direkte Fragen und Checklisten kommt man selbst ins Nachdenken. Seine Schlussfolgerungen für mich waren schlüssig und haben mir einen neuen Blick auf das Thema gegeben.

Fazit für mich aus dem Buch: man hat das eigene Glück selbst in der Hand und nur durch Mut, Eigenverantwortung, einer positiven Grundeinstellung und dem Treffen von Entscheidungen, kann man glücklich und erfolgreich sein.

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Veröffentlicht am 30.08.2022

Gute Fortsetzung

Gretas Geheimnis
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„Gretas Geheimnis“ knüpft an das Ende des ersten Teils an und fokussiert sich auf Gretas Leben nach dem Antritt ihres Weinguterbes. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, angefangen in 1975 ...

„Gretas Geheimnis“ knüpft an das Ende des ersten Teils an und fokussiert sich auf Gretas Leben nach dem Antritt ihres Weinguterbes. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, angefangen in 1975 und begleitet Greta somit auf ihrem Weg als Erwachsene. Ihre wackelige Ehe, Beziehungen, Familie und Freunde, aber auch das Arbeitsleben und das Leben einer Frau durch die Jahre hinweg spielen hier eine Rolle.

Grundsätzlich fand ich Greta sympathisch. Es hat mir gefallen, ihre Entwicklung mitzuerleben. Etwas schade fand ich ihren Umgang mit der Ehe, möchte an dieser Stelle aber nicht spoilern. Die anderen Charaktere, vorne weg Adela, passten gut in die Geschichte. Besonders die Dialoge zwischen Greta und Adela waren schön.

Über das Buch hinweg passiert regelmäßig etwas, die Zeitsprünge helfen, das Geschehen voranzutreiben. Wie Greta das Weingut verwaltet, ohne vorher viel Erfahrung oder eine richtige Ausbildung gemacht zu haben, fand ich etwas überraschend, aber ihr werden auch einige Steine in den Weg gelegt.

Zusammenfassend eine gelungene Fortsetzung und mit dem Cliffhanger am Ende macht es wirklich Lust auf den nächsten Roman der Serie.

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Veröffentlicht am 25.08.2022

Mal was anderes

Ich verliebe mich so leicht
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Die Kurzgeschichte „Ich verliebe mich so leicht“ erzählt von einem Held, der einer Affäre aus Paris nach Schottland nachreist, um die Heldin dort zu treffen. Während sein Interesse an ihr groß ist, ist ...

Die Kurzgeschichte „Ich verliebe mich so leicht“ erzählt von einem Held, der einer Affäre aus Paris nach Schottland nachreist, um die Heldin dort zu treffen. Während sein Interesse an ihr groß ist, ist sie gleichzeitig mit einem anderen Mann zusammen und hält den Held auf Distanz.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Die Reise des Helden zur Heldin wird in gestochenem Deutsch erzählt. Die Lesenden werden direkt angesprochen. Gefühle werden nicht beschrieben und es passiert wenig. Dennoch sind manche Stellen humorvoll, andere gesellschaftskritisch und regen zum Nachdenken an.

Generell ist das Buch mal was anderes. Es hat mich nicht gepackt, ich fand es aber trotzdem interessant zu lesen.

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