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Veröffentlicht am 28.11.2023

Eine junge Frau zwischen Mutterliebe und Spionagetätigkeit

Bevor die Welt sich weiterdreht
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Bereits die Leseprobe hatte mich extrem in den Bann gezogen, die Geschichte der Krankenschwester Johanna, die bei der Pflege eines Soldaten im ersten Weltkrieg in diesen verliebt und schwanger wird, ist ...

Bereits die Leseprobe hatte mich extrem in den Bann gezogen, die Geschichte der Krankenschwester Johanna, die bei der Pflege eines Soldaten im ersten Weltkrieg in diesen verliebt und schwanger wird, ist sehr fesselnd geschrieben. Von Beginn an ist man in der Handlung drin, die Charaktere sind authentisch geschildert, der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm, ich konnte das Buch so gut wie nicht aus der Hand legen! Nachdem der Vater ihres Kindes gefallen ist, kehrt die junge Frau in ihre Heimat in der Schweiz zurück und erhofft sich die Hilfe ihrer Familie, doch kommt es anders als gedacht, denn das Kind wird ihr weggenommen, haben doch ihr Vater und ihre Schwester andere Pläne mit Johanna. Sie soll standesgemäß heiraten und da wäre ein uneheliches Kind nur im Wege. Als ihr eine geheimnisvolle Gräfin verrät zu wissen, wohin man ihre Tochter gebracht haben könnte, lässt sich die junge Frau auf einen Handel ein und als Spionin anwerben. Sie gerät in die Machenschaften der verschiedenen Geheimdienste, alles sehr spannend konzipiert, und auch ein kleiner Schuss Romantik macht das Ganze besonders lesenswert. Dass in Kürze eine TV-Serie basierend auf dieser Geschichte erscheint, freut mich natürlich besonders! Hier gibt es selbstverständlich erst einmal die Höchstbewertung und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Wege aus dem Schmerz - wenn es doch nur so einfach wäre

Wege aus dem Schmerz
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In dem Buch "Wege aus dem Schmerz" von Alan Gordon und Alon Ziv werden dem Leser nicht weniger als bahnbrechende, wissenschaftliche Ansätze zur Heilung chronischer Schmerzen angekündigt. Unendlich viele ...

In dem Buch "Wege aus dem Schmerz" von Alan Gordon und Alon Ziv werden dem Leser nicht weniger als bahnbrechende, wissenschaftliche Ansätze zur Heilung chronischer Schmerzen angekündigt. Unendlich viele Menschen leiden an permanenten Schmerzen der unterschiedlichsten Ursachen, sei es aufgrund von Migräne, Rückenschmerzen und Arthrose, um nur einige Dinge zu nennen. Selbstverständlich greift man als unmittelbar Betroffener zur Lektüre und hat entsprechend hohe Erwartungen. Zuerst werden auf anschauliche Art und Weise die Zusammenhänge zwischen Gehirn und schmerzenden Körperteilen geschildert. Ein einfacher Schreibstil, der auch den Laien alles begreifen lässt, macht das Lesen angenehm, ja sogar unterhaltsam. Dann folgen die Erklärungen zu den vermeintlich neuen Ansätzen, nämlich die sogenannte "Pain Reprocessing Therapy", der Patient soll quasi die "erlernten" Schmerzen wieder "verlernen". Obwohl man zahlreiche Fallbeispiele genannt bekommt und einen sogenannten "Heilungsplan" an die Hand bekommt, fühlte ich mich trotzdem mit allem relativ allein gelassen und empfand alles als sehr theoretisch. Für mich selbst anwenden konnte ich das Gelesene kaum. Bestimmt ist es eine interessante Lektüre, aber ob sie wirklich zu so bahnbrechenden Verbesserungen führt wie angekündigt, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube, es ist ein Buch unter vielen.

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Veröffentlicht am 10.11.2023

Genialer Thriller - ein Highlight

Wie Sterben geht
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Wow - dieser Thriller hat mich wirklich geflasht! Gleich im Vorfeld fand ich sowohl Klappentext als auch das Cover extrem ansprechend, die gezeigte Glienicker Brücke, Symbol der Teilung von Ost und West, ...

Wow - dieser Thriller hat mich wirklich geflasht! Gleich im Vorfeld fand ich sowohl Klappentext als auch das Cover extrem ansprechend, die gezeigte Glienicker Brücke, Symbol der Teilung von Ost und West, aufs Titelbild zu nehmen, war für mich äußerst gelungen! Im Mittelpunkt steht die BND Mitarbeiterin Nina, die fast wie die Jungfrau zum Kind zu einem Agentenjob kommt und somit auch ins Visier der Gegenspionage gerät. Der Autor verwebt hiermit auch eine Liebesgeschichte, was ich alles andere als kitschig, sondern äußerst gelungen empfunden habe. Andreas Pflüger war für mich als Autor neu, seinen Schreibstil mochte ich unglaublich gerne. In fast abgehackten Sätzen, tatsächlich so, als würde man einen Thriller anschauen, katapultiert er einen in die Handlung hinein, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Alle Charaktere sind sehr authentisch skizziert, ich konnte mir alles bildlich vorstellen u. wurde auf extrem spannende Art und Weise unterhalten. Für mich stellt "Wie sterben geht" ein Highlight dar, u. ich spreche sehr gerne eine absolute Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 09.11.2023

Eine Ermittlerin der Herzen

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe rund um Mrs. Pott von Robert Thorogood mit großem Vergnügen gelesen hatte, war ich gespannt auf etwas Neues aus der Feder des Autors und wurde nicht enttäuscht! ...

Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe rund um Mrs. Pott von Robert Thorogood mit großem Vergnügen gelesen hatte, war ich gespannt auf etwas Neues aus der Feder des Autors und wurde nicht enttäuscht! Wieder handelt es sich um einen klassischen Cosy-Crime Fall, der echte Wohlfühlatmosphäre aufkommen lässt. Ein typisch englischer Krimi in altbewährter Agatha Christie Manier. Diesmal kommt der reichste Mann im kleinen englischen Dorf, wo Mrs Potts zu Hause ist, am Tage seiner eigenen Hochzeit ums Leben, indem er von einem umstürzenden schweren Schrank erschlagen wird. Judith Potts, die alte, etwas schrullige, hochintelligente und so liebenswerte Protagonistin, die bei der Feier eingeladen ist, glaubt ganz im Gegensatz zur Polizei nicht an einen Unfall und beginnt mit ihren Freundinnen Becks und Suzie zu ermitteln. Auch die Polizistin Tanika ist wieder mit von der Partie und unterstützt das Trio nach Tatkräften. In gewohntem sehr angenehmen Schreibstil entwickelt Robert Thorogood wieder einen bis zum Schluss spannenden unblutigen Krimi zum Miträtseln. Ich fühlte mich großartig unterhalten, freue mich schon jetzt auf Band drei der Reihe und spreche sehr gerne eine absolute Leseempfehlung für alle Freunde des Genres Cosy-Crime aus!

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Gelungene Fortsetzung der Geschichte rund um einen Berliner Nachtclub in den 70er Jahren

Club Paradies - Im Licht der Freiheit
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Natürlich hatte ich den zweiten Band rund um den Berliner Nachtclub Paradies an der damaligen Prachtstraße Kurfürstendamm sehnlichst erwartet. Bereits der erste Teil der Geschichte angesiedelt in der heutigen ...

Natürlich hatte ich den zweiten Band rund um den Berliner Nachtclub Paradies an der damaligen Prachtstraße Kurfürstendamm sehnlichst erwartet. Bereits der erste Teil der Geschichte angesiedelt in der heutigen Hauptstadt in den späten 70er Jahren begeisterte mich, und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht! Am Ende des ersten Buches waren viele Fragen offen gewesen und diese wurden zufriedenstellend beantwortet. Wir treffen alle Protagonisten wieder, allen voran Nachtclub Besitzerin Lea, aber auch die Bauunternehmer Gattin Maria und ihre erwachsenen Kinder Holger und Hanna. Einer der absoluten Pluspunkte war für mich das hervorragende Lokalkolorit, ich kannte jede Straße und jeden Platz, konnte mir alles bildlich vorstellen, und dadurch war die Lektüre einmal mehr ein Genuss. Auch die gelungene Mischung aus Fiktion und sehr gut recherchierter Zeitgeschichte hat mich großartig unterhalten. Der spannende Schreibstil von Caren Benedikt lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und das Buch extrem schwer aus der Hand legen. Kapitel weise wechselnd erfahren wir die Handlung aus der Perspektive der einzelnen Charaktere, alle sehr authentisch skizziert. Jeder Abschnitt hat eine Überschrift, die den Ort und Zeitpunkt angibt, so dass man sich wahnsinnig gut orientieren kann. Ein bisschen traurig war ich natürlich am Ende, dass ich mich von den Figuren verabschieden musste. Ich hoffe sehr, dass es bald etwas Neues aus der Feder der Autorin geben wird. An dieser Stelle erstmal eine absolute Leseempfehlung und natürlich die höchste Punktzahl.

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