Profilbild von lisbethsalander67

lisbethsalander67

Lesejury Star
offline

lisbethsalander67 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lisbethsalander67 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2022

Tolle Geschichte im Deutschland der 50er Jahre rund um eine junge Stewardess

Die Stewardessen. Eine neue Freiheit
0

Svea Lenz nimmt uns in ihrem Auftakt einer neuen Reihe rund um -Die Stewardessen- mit in die 50er Jahre nach Hamburg. Hier lernen wir die Protagonistin Margot Frei kennen, die wie viele jungen Frauen davon ...

Svea Lenz nimmt uns in ihrem Auftakt einer neuen Reihe rund um -Die Stewardessen- mit in die 50er Jahre nach Hamburg. Hier lernen wir die Protagonistin Margot Frei kennen, die wie viele jungen Frauen davon träumt, Stewardess zu werden. Als die Deutsche Lufthansa sich nach dem Zweiten Weltkrieg endlich wieder in Deutschland etabliert und zahlreiche junge Menschen, hauptsächlich Frauen, anwirbt, um in ihrer Flugzeugstaffel zu arbeiten, ist Margot mit von der Partie und tut alles, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Die Hauptfigur ist von der Autorin großartig skizziert, aber auch alle anderen Charaktere sind perfekt ausgestaltet, man meint, jeden einzelnen persönlich zu kennen und live mit dabei zu sein. Dem mehr als angenehmen und flüssigen Schreibstil ist zu verdanken, dass man als Leser von der ersten Seite an sofort in der Geschichte drin ist. Svea Lenz hat mit diesem Buch ein grandioses Sittenbild der 50er Jahre im Nachkriegsdeutschland geschaffen, heutzutage können wir uns nur schwer vorstellen, wie es sich ohne Kühlschrank oder Waschmaschinen leben ließ. Aber auch über den oft nicht leichten Arbeitsalltag der Flugbegleiterinnen, erfahren wir durch die extrem gute Recherchearbeit der Autorin so einiges. Zwar lernte man die Welt durch diesen Beruf kennen, musste aber auch viel leisten und so einige Opfer bringen. Die jungen Leute der damaligen Zeit hatten einen ungeheuren Lebenshunger, das damalige Lebensgefühl zwischen Petticoat und Rock 'n' Roll wird exakt wiedergegeben. Natürlich kommt auch die Liebe und Romantik nicht zu kurz, aber diesbezüglich möchte ich nicht zu viel verraten. Ich fühlte mich jedenfalls großartig unterhalten, und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe. Von mir gibt es deshalb natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2022

Richtig guter Thriller

Als das Böse kam
0

Zwar ist der Thriller nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre, aber ab und zu lese ich eben doch einen, und dieser hier hat mich auf jeden Fall bestätigt, dass es eine gute Wahl war, die nicht zuletzt der ...

Zwar ist der Thriller nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre, aber ab und zu lese ich eben doch einen, und dieser hier hat mich auf jeden Fall bestätigt, dass es eine gute Wahl war, die nicht zuletzt der offenbar gelungenen Marketing Kampagne des Verlages geschuldet ist. Ich kam also quasi irgendwie gar nicht daran vorbei! Es handelt sich um das Debut des Autors Ivar Leon Menger, der mich mit seinem Buch komplett überzeugen konnte. Schon das Cover bereitet auf eine düstere Story vor, es hatte mich auf den ersten Blick angesprochen. Von der ersten Seite an konnte ich in die Geschichte eintauchen, der Schreibstil ist sehr flüssig und packend und hat mich förmlich in die Handlung hineingezogen. Im Mittelpunkt steht die 16jährige Juno, die aufgrund eines Fehlverhaltens ihres Vaters in der Vergangenheit mit ihrer Familie auf einer einsamen Insel quasi eingesperrt ist. Allein dies rief bei mir als stark klaustrophobischer Mensch eine extreme Gänsehaut hervor. Was hat es damit auf sich? Juno und ihr Bruder möchten gerne die Insel verlassen und am Leben teilhaben, so wie es "normale" Kinder und Jugendliche tun, doch der Vater warnt eindringlich davor. Alles geheimnisvoll und düster und die gesamte Entwicklung für mich tatsächlich nicht vorhersehbar. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und fühlte mich grandios unterhalten. Deshalb gibt es die volle Punktzahl und eine volle Leseempfehlung! Schon jetzt freue ich mich auf etwas hoffentlich recht bald erscheinendes Neues aus der Feder des Autors.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2022

Anders als andere Ratgeber, aber für mich überzeugend

Spaziergang zu dir selbst
0

Da ich Biyon Kattilathu bereits durch die sozialen Medien kannte, war ich neugierig auf dieses Buch geworden, denn auch die Leseprobe und auch der Klappentext hatten mich beide sehr angesprochen, auch ...

Da ich Biyon Kattilathu bereits durch die sozialen Medien kannte, war ich neugierig auf dieses Buch geworden, denn auch die Leseprobe und auch der Klappentext hatten mich beide sehr angesprochen, auch wenn mir das Cover zugegebenermaßen nicht ganz so gut gefällt, da es irgendwie ein bisschen zu kitschig daher kommt. Der Autor hat in seinem Werk in acht Kapiteln einen für mich überzeugenden Ratgeber zur Persönlichkeitsfindung der etwas anderen Art konzipiert. Dabei werden solche Themen und Stichworte wie "Das innere Kind", Selbstliebe und die Liebe zu den Mitmenschen angesprochen. Kattilathu nimmt uns dazu mit auf einen imaginären Spaziergang durch den Wald, fenn fie Nähe zur Natur, so fie Botschaft des Autors, können immens viei Kraft geben. Das Ganze ist auf eine bezaubernde Art und Weise illustriert , so dass man allein schon deshalb das Buch gerne immer wieder zur Hand nimmt. Videobotschaften bzw dazu entsprechende Links finden die,Kapitel ab. Ob dieser etwas andere Aufbau eines Lebenshilfe-Ratgebers für jeden einzelnen das Richtige ist, muss man, glaube ich, selbst heraus finden. Von mir gibt es jedenfalls eine absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2022

Hanna Caspian überzeugt wie gewohnt

Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein
0

Wow - was soll ich anderes schreiben! Lässt mich doch eine meiner erklärten Lieblingsautorinnen wieder begeistert zurück, nachdem ich die letzte Seite zugeschlagen habe. Dieser von mir sehnlichst erwartete ...

Wow - was soll ich anderes schreiben! Lässt mich doch eine meiner erklärten Lieblingsautorinnen wieder begeistert zurück, nachdem ich die letzte Seite zugeschlagen habe. Dieser von mir sehnlichst erwartete Triologie Auftakt, nachdem ich nach dem Ende der Gut Greifenau Reihe in ein schwarzes Loch gefallen war, über ein Gut in Brandenburg vor über 100 Jahren hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen! Diesmal wagt Hanna Caspian etwas Neues und schildert diese Familiensaga aus der Sicht der Dienstboten, die fast alle ein schweres Lost teilen. Somit zeigt die Autorin auch die sozialen Ungerechtigkeiten auf, die damals zur Tagesordnung gehörten. Vieles weiß man natürlich, aber die neue andere Perspektive führt so einiges nochmal überdeutlich vor Augen. Dass die gesamte Geschichte reale historische Dinge zum Ursprung hat, nämlich die sogenannte Eulenburg-Affäre, über die ich zugegebenermaßen nichts wusste, war für mich als geschichtlich und politisch interessierter Mensch ein zusätzliches Schmankerl, das durch die gekonnte Recherche vieles an Informationen geboten hat. Mit den einzelnen Charakteren, die wie man es von Hanna Caspian gewohnt ist, extrem authentisch skizziert sind, habe ich mitgelitten, ihre Schicksale hautnah verfolgt und war nach kurzer Zeit in der Geschichte drin. Ein bisschen erinnert das Ganze an Downtown Abbey. Nur auf Brandenburger Verhältnisse übertragen, für mich, die ich in dieser Region lebe, ganz großes Kino. Bereits jetzt fiebere ich der Fortsetzung entgegen. Selbstverständlich gibt es hier die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2022

Volle Leseempfehlung

Die Mauersegler
0

Was für ein Buch! Wow, ich bin tatsächlich komplett begeistert, und kann mir durchaus vorstellen, dieses Buch noch einmal zu lesen, was selten vorkommt, und es bekommt mit Sicherheit einen Platz im realen ...

Was für ein Buch! Wow, ich bin tatsächlich komplett begeistert, und kann mir durchaus vorstellen, dieses Buch noch einmal zu lesen, was selten vorkommt, und es bekommt mit Sicherheit einen Platz im realen Behalteregal. Es hat mich auf eine Art und Weise unterhalten, wie es nur ganz große Erzähler wie Isabel Allende und Gabriel Garcia Marquez es können. Der Name des hiesigen Autors sagte mir zugegebenermaßen bisher rein gar nichts, Schande über mich, das hat sich ja nun Gott sei Dank geändert, und ich werde bestimmt noch mehr von ihm lesen wollen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht unser Protagonist Toni, Mitte 50, somit genau in meinem Alter, vielleicht hat mich die Lektüre deshalb auch so sehr berührt. Die Hauptfigur ist Philosophieprofessor, ein Studienfach, das auch ich mir durchaus hätte vorstellen können, er lebt in Madrid, leider war ich tatsächlich noch nie in Spanien, die geschilderten Orte haben mich wahnsinnig interessiert und neugierig gemacht, ich konnte mir alles derart bildlich vorstellen und habe nun große Lust, hinzufahren und mir Madrid selbst anzuschauen. Toni hat beschlossen, sich in einem Jahr das Leben zu nehmen, da er dessen überdrüssig und unglücklich ist. Ihm bleiben noch 365 Tage zu leben, genauso viele Kapitel hat dieses Buch, die Idee fand ich grandios. Der Protagonist lässt sein Leben an sich vorbei ziehen, wir erfahren, dass er eigentlich alle Menschen aus seinem Umfeld hasst, ausgenommen seinen Hund. Da auch ich eine extrem enge Bindung zu meinem Vierbeiner habe, hat mich auch dieser Wesenszug berührt. Anhand seiner Figuren und dem Leben von Toni behandelt Fernando Aramburu essentielle Themen wie Freundschaft, Liebe, Tod, das Älterwerden, Lebensfreude und den Verlust derselbigen. Ich mag seinen Schreibstil sehr, konnte komplett in die Geschichte eintauchen. Für mich war das ganz großes Kino, es gibt für mich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere