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Veröffentlicht am 10.10.2017

Berührende Liebesgeschichte

Morgen ist es Liebe
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Die Internistin Alexandra Novak will auf dem schnellsten Weg zu ihrer Mutter um mit ihr das Weihnachtsfest zu feiern. Die Entscheidung, eine Abkürzung über die Weinberge zu nehmen, stellt sich später als ...

Die Internistin Alexandra Novak will auf dem schnellsten Weg zu ihrer Mutter um mit ihr das Weihnachtsfest zu feiern. Die Entscheidung, eine Abkürzung über die Weinberge zu nehmen, stellt sich später als fataler Fehler heraus. Auf dem unbefestigten Weg, der für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist, kommt ihr Auto in den Schneemassen ins rutschen und sie stürzt einen Hang hinab. Zur gleichen Zeit sitzt Martin, der sein Leben als Bettler fristet, an dem Weinberg und will sich das Leben nehmen. Er kann und will mit seiner Schuld nicht mehr leben. Er erkennt sofort die Gefahr in der Alexandra schwebt und zieht sie in letzter Sekunde aus dem Auto, dass bereits Feuer gefangen hat. Die Flammen werden zum Glück unten im Dorf gesehen und schon bald ist die Feuerwehr und der Notarzt zur Stelle. Martin beschließt kurzerhand im Nebel zu verschwinden. Doch er kann die hübsche Ärztin einfach nicht vergessen. Zu spät bemerkt er, dass sein Mantel, mit dem er Alexandra zugedeckt hat mit dem Unfallopfer im Krankenwagen verschwunden ist und darin befindet sich sein verhängnisvoller Abschiedsbrief.

Mit ihrem Debütroman Morgen ist es Liebe hat Monika Maifeld eine berührende Geschichte geschrieben, die zwar fiktiv, aber genauso auch passieren könnte. Die Protagonisten sind liebevoll und detailliert beschrieben. Ihr Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Mehr als einmal möchte man den Protagonisten "Trau dich " zurufen, da es immer wieder zu Verwechslungen und schlimmen Verdächtigungen kommt. Aber auch der Humor kommt keineswegs zu kurz und bringt den Leser öfters zum schmunzeln. Mit Monika Maifeld ist wieder ein neuer Stern am Autorenhimmel aufgegangen und man darf sich schon jetzt auf ein weiteres Buch freuen. Gerne spreche ich eine Buchempfehlung aus und vergebe 4 Sterne
Autor: Monika M

Veröffentlicht am 08.10.2017

Mehr erwartet

Slawa und seine Frauen
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Die Mutter von Felix Stephan führt mit ihrer regimetreuen Familie ein beschauliches Leben in der ehemaligen DDR, als sie sehr spät erfährt, dass sie einst adoptiert wurde. Jetzt, mit 51 Jahren macht sie ...

Die Mutter von Felix Stephan führt mit ihrer regimetreuen Familie ein beschauliches Leben in der ehemaligen DDR, als sie sehr spät erfährt, dass sie einst adoptiert wurde. Jetzt, mit 51 Jahren macht sie sich mit ihrem Sohn Felix auf die Suche nach ihren eigentlichen Wurzeln in der krisengeschüttelten Ukraine. Ihr richtiger Vater, Slawa Falbusch, war ein ukrainischer Jude, den sie leider nicht mehr kennenlernt, da er schon verstorben ist. Aber die restliche Familie nimmt die "fremde Tochter" mit offenen Armen auf und versucht von dem einstigen Charmeur Slawa, der zu seiner Zeit ein anerkannter Psychiater war, ein so erfolgreiches Bild zu malen, dass es Felix kaum glauben kann und seine eigenen Schlüsse zieht.

Wer von dem Titel darauf schließt, dass es um einen Frauenhelden geht, irrt gewaltig. Es werden die verschiedenen Frauen, die mit Slawa verwandt oder befreundet waren, beschrieben. Man erfährt so einiges von dem schweren und doch manchmal humorvollem Leben, dass die Menschen in der ärmlichen Ukraine führen. Die Gegensätze zu unserem wohlhabenden Deutschland sind doch sehr gravierend. Auch die Menschen könnten verschiedener nicht sein. Mit dem Schreibstil hatte ich so manchmal meine Probleme und ich fand nicht richtig in das Buch rein. Vielleicht lag es auch daran, dass es nicht unbedingt mein Genre war. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich viele für dieses Thema interessieren und darüber ganz anders urteilen.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Harry Hole ist zurück

Durst
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Harry Hole lebt glücklich mit seiner Frau Rakel ziemlich abgeschieden. Dies war nicht immer selbstverständlich, da er nur schwer gegen seine Alkoholsucht ankam. Er genießt seinen Beruf als Dozent an der ...

Harry Hole lebt glücklich mit seiner Frau Rakel ziemlich abgeschieden. Dies war nicht immer selbstverständlich, da er nur schwer gegen seine Alkoholsucht ankam. Er genießt seinen Beruf als Dozent an der Polizeihochschule und will mit Mord und Totschlag nichts mehr zu tun haben. Seine heile Welt ändert sich aber schlagartig, als er vom Polizeipräsidenten unter Druck gesetzt wird. Er soll bei einem mysteriösen Mord bei der Aufklärung helfen. Eine Frau, die bei einer in Norwegen populären Tinder-App Männer kennengelernt hat, wurde bestialisch ermordet, ihr Blut hat der Täter allen Anschein nach getrunken. Diese Vorgehensweise erinnert Hole an einen Fall der jetzt schon einige Jahre zurückliegt. Er unterstützt die Ermittlungsgruppe, die offiziell von Katrine Bratt geleitet wird. Doch dieser Fall bringt das Ermittlungsteam fast an ihre Grenzen, den schon bald verschwindet wieder eine Frau und der Mörder hat noch lange nicht genug, sein Durst auf Blut steigert sich ins fast Unermessliche. Es beginnt ein blutiges Katz- und Mausspiel, doch der Täter ist jedesmal einen Schritt voraus. Es scheint, als ob er Ohren bei der Polizei hat.

Ich habe mich schon lange auf ein Wiederlesen mit Harry Hole gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn das Buch sich am Anfang etwas in die Länge zieht, so nähert es sich doch bald mit großen Schritten der von Jo Nesbo gewohnten Spannung. Immer wieder führt er den Leser gekonnt in die Irre. Wer den Autor kennt, weiß, dass er darin ein Meister ist. Auch der 11. Band rund um Harry Hole wird bestimmt ganz schnell seine Freunde finden und ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Deshalb vergebe ich gerne 4 Sterne

Veröffentlicht am 20.09.2017

Der Werwolf treibt sein Unwesen in Nürnberg

Die Salbenmacherin und die Hure
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Nürnberg im Jahre 1409. Eine bleierne Hitze liegt über der Stadt und die Menschen sehnen sich nach einem wohltuenden Regenguss, da sie sich um ihre Ernte sorgen. Doch diese Ängste sollen in diesem Jahrhundertsommer ...

Nürnberg im Jahre 1409. Eine bleierne Hitze liegt über der Stadt und die Menschen sehnen sich nach einem wohltuenden Regenguss, da sie sich um ihre Ernte sorgen. Doch diese Ängste sollen in diesem Jahrhundertsommer nicht die einzigen sein. Am Ufer der Pregnitz wird eine schrecklich verstümmelte Leiche ohne Kopf und Hände gefunden. Die Salbenmacherin Olivera, die erst seit kurzem mit ihrem Mann Götz und dem Bettelknaben Jona in Nürnberg wohnen, soll mit dem Henker zusammen bei der Obduktion der Leiche helfen. Alle sind sich einig, hier kann nur ein Werwolf am Werk gewesen sein. Olivera und der Henker sind da allerdings ganz anderer Meinung, hier war eindeutig ein Messer im Einsatz und es gibt in der Stadt einen ganz menschlichen Mörder. Jona und sein Freund Caspar, von der Abenteuerlust gepackt, machen sich auf die Suche um den Werwolf mit einem Netz zu fangen und machen eine Entdeckung, die sie fast mit dem Leben bezahlt hätten. Die Welt scheint wieder in Ordnung, als man einen Verdächtigen festnimmt, ihm unter Folter ein Geständnis abringt und ihn auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Doch kann es so einfach sein?


Die Salbenmacherin und die Hure ist mittlerweile der 3. Band rund um Olivera und hoffentlich nicht der Letzte. Silvia Stolzenburg versteht es immer wieder den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihr flüssiger Schreibstil und die von Anfang an hochgehaltene Spannung lassen die Seiten nur so dahin fliegen. Die Protagonisten sind sehr lebensnah und detailliert beschrieben und wer schon einmal in Nürnberg war findet sicherlich bekannte Ecken, die auch in dem gut recherchiertem Buch vorkommen. Auch Leser, die die Vorgängerbände noch nicht gelesen haben werden voll auf ihre Kosten kommen und dürfen sich auf einen spannenden historischen Krimi freuen. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe gerne 5 Sterne

Veröffentlicht am 10.08.2017

Gesine Cordes 3. Fall

Wildeule
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Auf dem Ostfriedhof soll die Beerdigung von Madeleine Jablin stattfinden. Eigentlich alles ganz normal , allerdings sucht man die sonst üblichen Trauergäste vergebens, nur ein alter Mann sitzt alleine ...

Auf dem Ostfriedhof soll die Beerdigung von Madeleine Jablin stattfinden. Eigentlich alles ganz normal , allerdings sucht man die sonst üblichen Trauergäste vergebens, nur ein alter Mann sitzt alleine an dem Sarg seiner Schwester. Gesine Cordes, die ehemals bei der Kripo gearbeitet hat und seit dem noch nicht ganz verarbeiteten Tod ihres Kindes ihr Leben als Friedhofsgärtnerin bestreitet, bemerkt beim Gang zum Grab, dass der Sarg nicht richtig geschlossen wurde und der Deckel sich verschoben hat. Ihre leise Vorahnung sollte Recht behalten. In dem Sarg liegt nicht die Verstorbene, sondern Carsten Schellhorn, ein bekannter Bestatter, der für sehr viel Unmut unter seinen Kollegen sorgt. Er ist bekannt dafür auch in fremden Gehegen zu wildern und reißt so manch lukrativen Auftrag an sich. Auch Hannes van Deest, ein guter Freund von Gesine, stößt dieses Gebaren schlecht auf. Die ermittelnde Kommissarin Marina Olbert versucht Licht in das Dunkel zu bringen und zu Gesines Erschrecken kommt eigentlich nur Hannes in Betracht. Der Fall nimmt eine besondere Brisanz an, als eine junge Hospitantin verschwindet und auch Hannes plötzlich spurlos verschwunden ist.
Annette Wieners hat mit ihrem 3. Band rund um Gesine Cordes wieder einen tollen Krimi geschrieben. Bisher konnten mich alle 3 Bücher begeistern. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und die Spannung wird gleich von Beginn an sehr hoch gehalten. Man liebt und leidet mit den Protagonisten mit und fühlt sich fast schon als Familienmitglied. Besonders erwähnenswert finde ich noch die detaillierten Beschreibungen verschiedener Giftpflanzen, die sich in bisher jedem Buch der Autorin wiederfanden ( wer den 1. Band gelesen hat weiß warum). Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiederlesen mit Gesine und kann jedem Krimifreund Wildeule wärmstens empfehlen. Hier vergebe ich gerne 4 Sterne