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Veröffentlicht am 24.05.2026

Das schöne Garn des Lebens

Heimkehr nach Morioka
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"Dir gefällt die Farbe nicht?"
"Nein, es ist nicht, dass sie mir nicht gefällt, aber ...Ach, aber eigentlich ... ist schon in Ordnung".

Mio, 17, wird in der Schule gehänselt und bleibt dem Unterricht ...

"Dir gefällt die Farbe nicht?"
"Nein, es ist nicht, dass sie mir nicht gefällt, aber ...Ach, aber eigentlich ... ist schon in Ordnung".

Mio, 17, wird in der Schule gehänselt und bleibt dem Unterricht fern. Zu ihren Eltern hat sie ein distanziertes Verhältnis, ist schüchtern und kann eine unendliche Reihe negativer Eigenschaften an sich aufzählen, jedoch nicht ihre Wunschfarbe benennen oder gar eine Position vertreten.

Zudem ist nicht nur ihr Verhältnis zu den Eltern sprachlos und schwierig, sondern auch zwischen den Eltern und zur Großmutter mütterlicherseits. Da gilt es also einiges aufzuräumen.

In der Annahme, dass ihre Mutter Mios roten Schal, in dem eingewickelt sie sich allein sicher und geborgen fühlt, in den Müll geworfen hat, flieht sie aus Tokyo nach Morioka zu ihrem Großvater väterlicherseits.

Dieser ist jedoch nicht nur der Inhaber der Weberei, in der ihre verstorbene Großmutter ihr den tröstenden roten Schal gefertigt hat, sondern auch ein Künstler, ein Forscher und Sammler, eine Persönlichkeit mit Kontakten im Ausland und zur Tokyoter Kunstszene.

Mio lernt von ihm und Yūko, einer weiteren Verwandten, die verschiedenen Arbeiten in der Manufaktur kennen und - man lernt nicht nur mit dem Kopf - gewinnt langsam Vertrauen in sich selbst. Wie wird ihr Weg weitergehen?

Ein ruhiges Buch, in dem der Leser - "gemach, gemach" - Mios Entwicklung und die ihrer Familie verfolgen kann, geschmückt mit einem wunderschönen Cover.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Magische Reise in ein Sehnsuchtsland

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Dieses wunderschön gestaltete Buch ist schon optisch eine Augenweide, mit einer stilisierten Welle auf dem Cover und attraktivem Farbschnitt.

Egal, ob man als Leser von Japan träumt, eine Reise plant ...

Dieses wunderschön gestaltete Buch ist schon optisch eine Augenweide, mit einer stilisierten Welle auf dem Cover und attraktivem Farbschnitt.

Egal, ob man als Leser von Japan träumt, eine Reise plant oder in Erinnerungen schwelgen möchte - hier findet wohl jeder etwas für sich!

Geordnet nach den Jahreszeiten, lernen wir - am besten kulinarisch begleitet durch eine Schale grünen Tee - die vielen Facetten eines Landes, das in etwa so groß wie Deutschland ist, ca. 50 % mehr Einwohner hat und dessen Nord-Süd-Ausdehnung gigantische 2400 km beträgt, kennen.

In schönen Fotos und kurzen Texten reisen wir durch das Land in seiner ganzen üppigen Vielfalt: alpine Gebirge, Mega-Cities, mittelalterliche Pilgerwege, das Erbe der Edo-Zeit, Manga- und Anime-Kultur, Farben, Formen, Blüten, hohe Ästhetik, traditionelles, Handwerk und modernste Technologien. Dazu noch typische Rezepte und Anregungen, wie man sich ein wenig Japan-Feeling nach Hause holen kann.

Mehr geht nicht zwischen zwei Buchdeckel, finde ich.

Ich empfehle das Buch unbedingt, auch wenn manche Fotos auf Glanzpapier wohl noch (!) mehr Ausstrahlung hätten, als sie ohnehin schon haben.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Drei Frauen, viele Geschichten

Ein Ort, der bleibt
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Ein Ort der bleibt - ein schönes Buch, das ich gern empfehle.

Drei Frauen, Magda, Mehpare und Imke.

Mehpare, die in der jungen türkischen Republik schon als Schülerin für die Botanik brennt.

Dr. ...

Ein Ort der bleibt - ein schönes Buch, das ich gern empfehle.

Drei Frauen, Magda, Mehpare und Imke.

Mehpare, die in der jungen türkischen Republik schon als Schülerin für die Botanik brennt.

Dr. Magda mit ihrem Mann Prof. Alfred Heilbronn aus Münster. Alfred Heilbronn verliert seine Professorentätigkeit aufgrund jüdischer Abstammung und erhält das lebensrettende Exil in der Türkei.

Und die listenschreibende Stadtplanerin Imke, die in der heutigen Zeit beruflich nach Istanbul reist.

Was diese drei Frauen verbindet: der botanische Garten von Istanbul.

Sandra Lüpkes erzählt gekonnt, lebendig, humor- und verständnisvoll die Schicksale und Geschichten rund um die drei Frauen und die Menschen, mit denen diese arbeiten und leben.

Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Am Ende findet sich ein kurzes Nachwort der Autorin, wie der Roman entstanden ist und eine Liste der historischen Personen.

Fazit: sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Noch bist du da.

Noch fünf Tage
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Eine Frau sucht einen Mörder - ihren Mörder.

Lis Castrop, Privatköchin auf Sterneniveau, wird mit ihrer Arbeitgeberfamilie beim Silvestermahl in Davos vergiftet. Während die Harmans noch am selben Abend ...

Eine Frau sucht einen Mörder - ihren Mörder.

Lis Castrop, Privatköchin auf Sterneniveau, wird mit ihrer Arbeitgeberfamilie beim Silvestermahl in Davos vergiftet. Während die Harmans noch am selben Abend versterben, bleiben ihr voraussichtlich noch fünf Tage Lebenszeit. Fünf Tage, um ihre 12-jahrige Tochter Cosima vorzubereiten, auf ihren Tod, aufs Leben ohne sie - und mit Pflegerin Esmeraldas Hilfe die Hebel auf der Suche nach dem Mörder in Bewegung zu setzen.

Das Buch ist spannend aufgebaut, der Schreibstil fesselnd. Immer wieder ergeben sich Hinweise und Informationen auf mögliche Zusammenhänge. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden und wird geschickt gehalten. Zudem agiert Lis nicht nur als Köchin, sondern auch als Mensch und Mutter klug und reflektiert.

Die Kapitel orientieren sich an der Uhrzeit, die die Wanduhr in Lis' Krankenzimmer anzeigt.

Im Laufe deren Vergehens lernt der Leser die Familie Harman, ihre Ambitionen, Stärken und Schwächen, ihre Verflechtungen und ihr Umfeld kennen, die Angestellten, die Nachbarn, aber auch die Bedeutung, die Lis mit der Zeit für die einzelnen Familienmitglieder bekommt. Nicht nur Köchin ist sie, auch Lebens-, Stil- und Business-Beraterin, Produktentwicklerin, kluge Strategin, die im Laufe der Zeit Einfluss und eine gewisse Macht erreicht.

Ich vergebe mit Freude fünf Sterne für Lesefreude und ein spannendes Buch, das ich gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wie fühlst du dich?

Wie fühlst du dich?
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Wie fühlst du dich? So heißt das Buch und das erste Kapitel dieses Buches, das trotz des kleinen Formats voller interessanter, schöner, auch tröstlicher Gedanken und Überlegungen ist, denn der Untertitel ...

Wie fühlst du dich? So heißt das Buch und das erste Kapitel dieses Buches, das trotz des kleinen Formats voller interessanter, schöner, auch tröstlicher Gedanken und Überlegungen ist, denn der Untertitel lautet - leider - gerade ganz passend "Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen".

Ich mag an Axel Hackes Büchern und Artikeln das Nachdenkliche, das Melancholische, ohne den Humor zu vergessen. Und die umfassende, tiefgründige, geradezu akribische Beschäftigung mit einem Thema.

Dies ist dann folgerichtig kein Buch, das man schnell mal so runterliest, im Zug, während man auf etwas wartet oder am Strand. Der Leser soll und darf reflektieren, nachdenken, nachspüren, verstehen, "Aha" rufen oder denken und seiner eigenen Gefühlswelt auf die Schliche kommen.

Axel Hacke beschäftigt sich menschlich, klug, fundiert, humorvoll, philosophisch, historisch beleuchtend und sehr umfassend unter anderem mit den Gefühlen Freude, Einsamkeit, Verbundenheit, Angst und Sinn, damit, wie Gefühle entstehen, wie wir besser damit umgehen und er schließt an mit dem Kapiteln Dankbarkeit und der Frage Und, wie fühlst du dich jetzt?

Das werde ich gerne gefragt. Ich mag es.

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