Profilbild von lottieliest

lottieliest

Lesejury Star
offline

lottieliest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lottieliest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Unterhaltsam, aber nicht durchgehend fesselnd

Die Finca
0

Die Grundidee hatte mich auf Anhieb gepackt. Eine luxuriöse Villa auf Mallorca, zwei fremde Haussitter und mysteriöse Ereignisse. Dieses Szenario verspricht eigentlich genau die richtige Mischung aus Urlaubsfeeling ...

Die Grundidee hatte mich auf Anhieb gepackt. Eine luxuriöse Villa auf Mallorca, zwei fremde Haussitter und mysteriöse Ereignisse. Dieses Szenario verspricht eigentlich genau die richtige Mischung aus Urlaubsfeeling und Nervenkitzel.

Rosi tritt einen Haussitterjob auf Mallorca an, trifft dort jedoch auf Fabian, der denselben Auftrag hat. Während sie gemeinsam in der Villa bleiben, häufen sich unheimliche Ereignisse. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rosi und Fabian erzählt, sodass man ihre Gedanken gut nachvollziehen und beide näher kennenlernen kann. Wirklich sympathisch war mir jedoch keiner von beiden, was ich schade fand, da dadurch das Mitfiebern etwas auf der Strecke blieb. Am meisten ins Herz geschlossen habe ich tatsächlich die Hündin Sherry, die den Besitzern der Finca gehört. Der Schreibstil von Kirsten Nähle ist klar und prägnant, wirkt dabei jedoch etwas kühl, sodass ich den Figuren gegenüber stets eine gewisse Distanz empfunden habe.

Der Einstieg ist wirklich gelungen. Die Atmosphäre stimmt, die Spannung baut sich langsam auf und man fragt sich ständig, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Genau dieses Rätsel hat mich zunächst auch am Ball gehalten. Ab einem gewissen Punkt wird die Handlung leider etwas vorhersehbar. Im letzten Viertel wird das Tempo deutlich angezogen und es geht Schlag auf Schlag. Zum Ende hin hat mir jedoch ein wirklich überraschender Plottwist gefehlt, da ich vieles im Laufe der Handlung erahnen konnte.

Fazit: „Die Finca“ punktet mit einer starken Grundidee und einem gelungenen Einstieg, der sofort Neugier weckt. Besonders im letzten Teil zieht die Spannung deutlich an und sorgt für ein temporeiches Finale. Abzüge gibt es jedoch für die teils vorhersehbare Handlung, den fehlenden überraschenden Twist und die emotional eher distanzierten Figuren. Insgesamt ein solider Thriller mit Urlaubsflair, der mich gut unterhalten hat, aber nicht durchgehend überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Düster und spannend, mit kleinen Schwächen

Guilty Pleasure
0

Ein Hotel, in dem Wünsche erfüllt und Albträume wahr werden. Fünf Fremde. Fünf dunkle Geheimnisse. Ein Hotel ohne Regeln. Das klingt nach einem extrem spannenden Szenario, und entsprechend hoch waren meine ...

Ein Hotel, in dem Wünsche erfüllt und Albträume wahr werden. Fünf Fremde. Fünf dunkle Geheimnisse. Ein Hotel ohne Regeln. Das klingt nach einem extrem spannenden Szenario, und entsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Hörbuch.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was einen guten Rundumblick ermöglicht. Schnell wird klar, dass im Hotel Guilty Pleasure furchtbare Dinge vor sich gehen. Schon nach kurzer Zeit erhält man einen Blick in menschliche Abgründe. Anscheinend hat jeder etwas zu verbergen, was für durchgehende Spannung sorgt. Man rätselt mit, stellt Theorien auf und versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln. Besonders im letzten Viertel geht es Schlag auf Schlag. Geheimnisse werden gelüftet, ein Plottwist jagt den nächsten. Die Handlung ist spannend und temporeich. Perfekt für Thrillerfans.

Gleich zu Beginn heißt es: „Für alle Bookies, die wissen, wie es ausgeht: Wetten, dass nicht?“ Und das trifft hier definitiv zu. Ich glaube nicht, dass jemand das komplette Ende vorhersehen kann oder alle Verstrickungen richtig auflöst. Ich lasse mich gern überraschen und fand einige Wendungen wirklich genial. Allerdings war es am Ende etwas zu viel des Guten und stellenweise auch verwirrend. Nicht jede Enthüllung hat für mich vollkommen Sinn ergeben.

Das Setting ist interessant, konnte mich aber nicht ganz überzeugen: Man bekommt nur Einblicke in einige Räume des Hotels, während der Außenbereich praktisch keine Rolle spielt. Hier hätte ich mir mehr Atmosphäre, vielleicht etwas Sommer- oder Luxusfeeling gewünscht. Insgesamt blieb das Ganze etwas zu wenig bildhaft.

Wichtig: Das Hörbuch ist ab 18 Jahren empfohlen und die Triggerwarnung sollte unbedingt beachtet werden.

Fazit: Das Hörbuch “Guilty Pleasure” punktet mit einem spannenden Grundkonzept, vielen überraschenden Wendungen und düsteren Einblicken in menschliche Abgründe. Wer Plottwists liebt, kommt hier auf seine Kosten. Allerdings ist das Ende etwas überladen und nicht alles wirkt schlüssig. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne. Ich empfehle diesen düsteren Thriller allen, die viele Verstrickungen und Plottwists lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Spannender Reihenauftakt mit starker Grundidee

Permale
0

Emmy Lee Davis gelingt mit „Permale - Der Sog des Wassers“ ein spannender Einstieg in ihre dystopische Jugendbuchreihe, die vor allem durch eine originelle Grundidee und authentische Charaktere überzeugt.

Die ...

Emmy Lee Davis gelingt mit „Permale - Der Sog des Wassers“ ein spannender Einstieg in ihre dystopische Jugendbuchreihe, die vor allem durch eine originelle Grundidee und authentische Charaktere überzeugt.

Die von Emmy Lee Davis erschaffene Welt ist düster, rau und von extremem Wassermangel geprägt. Einst wurde die Erde vom Permalregen überzogen und nun bestimmen die Permale das Leben der Menschen. Diese geheimnisvollen Objekte sind Steine, die jede Flüssigkeit in sich aufsaugen. Viele Menschen starben bei der Katastrophe und die Folgen lasten wie ein Fluch auf den Menschen. Die Permale saugen lebenswichtiges Wasser auf. Zusätzlich muss die Bevölkerung Wasserabgaben leisten, die für Forschungszwecke verwendet werden. Für viele bleibt kaum genug Wasser zum Überleben. Dabei stellt sich immer wieder die zentrale Frage: Was ist wichtiger? Fortschritt oder Überleben?

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Der Leser begleitet Luca, Nick und Romy. Auf diese Weise bringt die Autorin viel Dynamik in die Handlung. Die unterschiedlichen Blickwinkel der Jugendlichen ergänzen sich gut und geben der Handlung Tiefe. Luca kämpft mit Loyalitätskonflikten, Nick ist geprägt von Wut und Überlebensinstinkt, und Romy wird durch ihre besondere Gabe zur Schlüsselfigur. Alle drei Figuren sind glaubwürdig und emotional nahbar gezeichnet, ihre inneren Konflikte wirken überzeugend und lebendig. Dadurch konnte ich sofort mit ihnen mitfiebern. Besonders gut gefallen hat mir das Machtgefüge rund um das Wasperinstitut, das vorgibt, im Sinne der Menschheit zu handeln, jedoch zunehmend undurchsichtige Ziele verfolgt. Die daraus entstehenden Konflikte für die Protagonisten treiben die Handlung effektiv voran. Auch thematisch kann das Buch punkten: Freundschaft, Mut und innere Konflikte werden gelungen mit den Herausforderungen einer von Wassermangel geprägten Welt verknüpft.

Fazit: „Permale - Der Sog des Wassers“ ist ein spannender und vielversprechender Auftakt mit einer außergewöhnlichen Grundidee und starken Figuren. Dieses Jugendbuch überzeugt durch Atmosphäre, Tiefgang und eine originelle Handlung. Absolut lesenswert für Fans von dystopischen Jugendromanen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2026

Gänsehaut garantiert! Wer traut sich in das gierige Haus?

Das gierige Haus
0

Das Hörbuch Das gierige Haus von Christina Henry hat mich richtig gepackt und gehört für mich zu den stärksten Werken der Autorin. Da Christina Henry mich schon mit Albtraum im Nimmerland, Die Chroniken ...

Das Hörbuch Das gierige Haus von Christina Henry hat mich richtig gepackt und gehört für mich zu den stärksten Werken der Autorin. Da Christina Henry mich schon mit Albtraum im Nimmerland, Die Chroniken von Rotkäppchen und Der Knochenwald begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf das neue Hörbuch. Und auch dieses Mal konnte die Autorin mich wieder überzeugen.

Ein Haus, in dem früher sieben Menschen gestorben sind. Ein Haus, in dem wieder ein Junge verschwindet. Und ein Haus, dessen Hunger einfach nicht gestillt werden kann. Das klingt nach ordentlich Gänsehaut und genau das liefert die Geschichte auch. In diesem Werk begleitet der Hörer die 13-jährige Jessie, die ihren kleinen Bruder Paul zu einer Mutprobe herausfordert. Paul betritt das Horrorhaus und kommt nie wieder raus.

Die Grundidee ist richtig stark. Ein unheimliches Haus mit düsterer Vergangenheit, das nach Blut verlangt, und eine junge Frau, die von Schuldgefühlen zerfressen ist und sich dem Haus schließlich stellt. Besonders der Einstieg konnte mich sofort fesseln. Pauls Verschwinden ist intensiv, beklemmend und erzeugt genau die Gänsehaut, die man sich von einem solchen Setting erhofft. Die Geschichte entfaltet sich, wie man es von Christina Henry kennt, düster und voller Blut.

Im weiteren Verlauf erstreckt sich die Geschichte über viele Jahre hinweg und begleitet Jessie bis ins Erwachsenenalter. Der Fokus liegt auf Jessies Leben und ihrer inneren Zerrissenheit. Jeder Aspekt ihres Lebens wurde durch Pauls Verschwinden beeinflusst. Das Haus bleibt dabei aber immer das zentrale, unheimliche Element, das immer wieder für beklemmende Momente sorgt. Durch Rückblicke und den stetigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird deutlich, wie sich das Grauen über die Jahre hinweg ausbreitet. Die düstere Atmosphäre ist, wie man es von Christina Henry kennt, hervorragend umgesetzt. Ein besonderes Lob geht an Josefine Hoffmann, die der Geschichte mit ihrer Stimme viel Leben einhaucht und die ohnehin dichte Atmosphäre zusätzlich verstärkt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich Jessies Charakterentwicklung. Trotz des langen Zeitraums hatte ich oft das Gefühl, dass sie sich emotional kaum weiterentwickelt hat und in vielen Momenten eher wie ein Teenager wirkt, auch wenn ihre Rolle als Mutter durchaus glaubwürdig dargestellt wird.

Fazit: Das gierige Haus ist ein atmosphärisch starkes Hörbuch mit einer spannenden Grundidee und einigen gelungenen Gruselmomenten. Statt auf Dauerschrecken setzt die Geschichte auf unterschwellige Spannung und eine beklemmende Stimmung, die sich langsam entfaltet. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Hörempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2026

Absolutes Highlight - spannend bis zur letzten Seite

Missing Page - Tödliche Worte
12

Wow, was für eine Geschichte! Missing Page hat mir sogar noch besser gefallen als Hotel Ambrosia. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. ...

Wow, was für eine Geschichte! Missing Page hat mir sogar noch besser gefallen als Hotel Ambrosia. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Schon nach wenigen Kapiteln zeigt sich, dass Katie Kento genau weiß, wie man Spannung aufbaut. Das Tempo ist perfekt abgestimmt, die Handlung nimmt sofort Fahrt auf und jedes Kapitel wirkt durchdacht aufgebaut, um die Spannung stetig zu steigern und neue Puzzleteile zu enthüllen.

Ein abgelegenes Herrenhaus, stürmisches Wetter und eine Reihe undurchschaubarer Charaktere. Dieses Szenario sorgt für eine beklemmende, düstere Atmosphäre. Man weiß nie so richtig, wem man trauen kann, und genau das macht den Reiz aus. Die Geschichte entfaltet sich wie ein fein gesponnenes Netz, in dem jedes Detail zur richtigen Zeit an Bedeutung gewinnt. Statt auf nervenzerreißende Szenen zu setzen, lebt die Handlung vor allem vom Miträtseln. Einige mysteriöse Ereignisse werfen zahlreiche Fragen auf und sorgen dafür, dass man ständig eigene Theorien entwickelt.

Inhaltlich ist das Buch deutlich komplexer, als es zunächst scheint. Verschiedene Handlungsstränge greifen im Verlauf immer mehr ineinander. Im letzten Viertel geht es Schlag auf Schlag und aus vielen kleinen Szenen wird ein großes Ganzes. Die Zusammenführung aller Handlungsstränge ist sehr clever gestaltet. Besonders beeindruckt hat mich das Ende. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet! Genau solche Wendungen liebe ich in einem Thriller.

Auch optisch hat mich das Buch total abgeholt. Das Cover ist richtig schön, der Farbschnitt ein echter Hingucker und das aufklappbare Fenster fand ich einfach ein cooles Extra.

FAZIT: Ein extrem fesselnder Jugend-Thriller mit cleverem Plot, vielschichtigen, undurchsichtigen Charakteren und durchgehend hoher Spannung. Für mich ist Missing Page ein absolutes Lese-Highlight. Volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung! Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung