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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2026

Düster, verrückt und herrlich unterhaltsam

Tourist Season — Er kam, um sie zu töten ...
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„Tourist Season“ war mein erstes Buch von Brynne Weaver. Daher bin ich völlig ohne Erwartungen an das Hörbuch herangegangen. Die Geschichte ist düster, chaotisch und voller schwarzem Humor. Besonders Harper ...

„Tourist Season“ war mein erstes Buch von Brynne Weaver. Daher bin ich völlig ohne Erwartungen an das Hörbuch herangegangen. Die Geschichte ist düster, chaotisch und voller schwarzem Humor. Besonders Harper hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist schlagfertig, unberechenbar und unglaublich unterhaltsam. Harper ist herrlich eigenwillig und überrascht immer wieder mit ihren Aktionen, was sie zu einer besonders unterhaltsamen Protagonistin macht.

Die Sprecherin hat einen großen Anteil daran, dass das Hörbuch so viel Spaß macht. Samantha Brentmoor passt perfekt zu Harper und fängt ihren Tonfall sowie die emotionalen Nuancen der Geschichte hervorragend ein. Auch Robert Hatchet trägt zu einer gelungenen Hörbuchumsetzung bei.
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung der Handlung. Anfangs wirkt alles herrlich chaotisch und unterhaltsam, doch nach und nach gewinnt die Geschichte an Tiefe, als immer mehr Details aus Harpers Vergangenheit ans Licht kommen. Tatsächlich hat mich die Frage nach ihrer Vergangenheit sogar noch mehr gefesselt als die eigentlichen Ereignisse in Cape Carnage.

Der Unterhaltungswert ist insgesamt sehr hoch, dennoch hat mich das Ende nicht vollständig überzeugt. Die letzten Kapitel wirken etwas gehetzt und viele Ereignisse überschlagen sich plötzlich. Dadurch konnten einige Entwicklungen nicht die Wirkung entfalten, die sie verdient hätten. Zudem fand ich, dass es keine Hinweise auf die große Enthüllung am Schluss gab. Als die Auflösung schließlich kam, fühlte sie sich daher eher überraschend als clever vorbereitet an.

Trotz kleiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß mit dem Hörbuch und bin nun neugierig auf den zweiten Band der Reihe. Wer düstere RomComs mit schwarzem Humor, skurrilen Figuren und einer guten Portion Chaos mag, sollte hier definitiv einmal reinhören.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Spannend, emotional und absolut hörenswert

Weil sie lügt
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Mit „Weil sie lügt“ hat Caroline Seibt einen spannenden Thriller geschaffen, der vor allem durch seine düstere Grundstimmung und die stetig wachsende Spannung überzeugt. Die Geschichte entfaltet sich nach ...

Mit „Weil sie lügt“ hat Caroline Seibt einen spannenden Thriller geschaffen, der vor allem durch seine düstere Grundstimmung und die stetig wachsende Spannung überzeugt. Die Geschichte entfaltet sich nach und nach und hält einige unerwartete Wendungen bereit, die dafür sorgen, dass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht.

Annas Schwester Juli ist spurlos verschwunden und ausgerechnet Annas Vater gerät unter Verdacht, Juli ermordet zu haben. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Anna und der Ermittlerin Katharina Engels erzählt, was für viel Dynamik sorgt und verschiedene Blickwinkel auf den Fall eröffnet. Besonders Annas Perspektive hat mich sehr berührt. Ihre innere Zerrissenheit und Verzweiflung sind greifbar dargestellt. Ich habe richtig mit ihr mitgefiebert auf der Suche nach der Wahrheit. Katharina als Ermittlerin bringt zusätzlich Spannung in die Handlung, während immer neue Theorien und Verdächtige auftauchen. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser in die Irre zu führen. Ich lag mit meinen Theorien komplett daneben. Aufgrund des Titels hatte ich mich die ganze Zeit gefragt, wer wohl lügt, aber die Auflösung konnte ich nicht erraten.

Die Hörbuchsprecherinnen Rebecca Veil und Elke Appelt machen ihre Sache hervorragend. Beide lesen sehr angenehm und schaffen es, die Atmosphäre der Geschichte perfekt zu transportieren.

Fazit: „Weil sie lügt“ ist ein spannender, emotionaler Thriller mit starken Charakteren und einer überraschenden Auflösung. Kleine Längen verhindern die volle Punktzahl, insgesamt aber absolut hörenswert. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Düster, komplex und mitreißend - ein starker Dark-Fantasy-Auftakt

Anathema
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Mit „Anathema“ hat Keri Lake einen beeindruckenden Auftakt ihrer „The Eating Woods“-Reihe geschaffen. Von den ersten Seiten an zieht die Autorin ihre Leser in eine düstere, beinahe albtraumhafte Welt voller ...

Mit „Anathema“ hat Keri Lake einen beeindruckenden Auftakt ihrer „The Eating Woods“-Reihe geschaffen. Von den ersten Seiten an zieht die Autorin ihre Leser in eine düstere, beinahe albtraumhafte Welt voller Gefahren, uralter Prophezeiungen und unheimlicher Kreaturen. Die Gothic-Dark-Fantasy-Atmosphäre ist dicht, detailreich und gehört für mich zu den größten Stärken des Buches.

Der Weltenaufbau ist beeindruckend komplex und durchdacht. Durch die vielen unbekannten Begriffe ist mir der Einstieg allerdings nicht ganz leichtgefallen. Es dauert etwas, bis man sich in dieser Welt zurechtfindet. Zum Glück gibt es ein sehr ausführliches Glossar, das für mich eine große Hilfe war. Sobald ich aber in der Geschichte angekommen war, konnte ich kaum noch aufhören zu lesen. Die Handlung entwickelt einen starken Sog und die düstere Atmosphäre hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Zwar gibt es zwischendurch ein paar Passagen, die sich etwas ziehen und auch der Schreibstil ist nicht immer ganz einfach, trotzdem wollte ich immer wissen, wie es weitergeht.

Besonders gefallen haben mir das Magiesystem und die Charaktere. Beides wirkte durchdacht und stimmig. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und wirken vielschichtig und authentisch. Die langsam entstehende Beziehung zwischen Maeve und Zevander sorgt für viele spannende Momente und gegen Ende des Buches kommt auch der Spice nicht zu kurz. Fans von Slow Burn, Morally Grey und düsteren Romantasy-Elementen kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Auch die Grundidee und die gesamte Welt haben etwas sehr Eigenes und bleiben definitiv im Gedächtnis.

Fazit: „Anathema“ ist ein atmosphärischer, düsterer und sehr bildgewaltiger Dark-Fantasy-Roman mit starkem Worldbuilding, einer fesselnden Gothic-Stimmung und einer gelungenen Slow-Burn-Romance. Der Einstieg verlangt etwas Geduld, aber wer dranbleibt, wird mit einer spannenden und einzigartigen Geschichte belohnt.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Eine berührende Reise, die lange nachhallt

Die Mitternachtsreise
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Da ich „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig liebe, war ich unglaublich gespannt auf sein neues Werk „Die Mitternachtsreise“. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch diese Geschichte hat mich emotional ...

Da ich „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig liebe, war ich unglaublich gespannt auf sein neues Werk „Die Mitternachtsreise“. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch diese Geschichte hat mich emotional berührt und gleichzeitig immer wieder zum Nachdenken gebracht.

Matt Haig zeigt eindrucksvoll, wie sehr unser Leben von kleinen und großen Entscheidungen geprägt wird. Die Geschichte regt dazu an, das eigene Leben bewusster zu betrachten und den Fokus stärker auf das zu richten, was wirklich zählt: die Menschen, die uns wichtig sind - Familie, Freunde und Partner. Matt Haig versteht es meisterhaft, immer wieder die Bedeutung von Liebe und zwischenmenschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Einstieg ist mir allerdings nicht ganz leichtgefallen. Einige Passagen haben sich für meinen Geschmack etwas gezogen. Die Geschichte braucht eine Weile, bis sie richtig in Fahrt kommt. Erst als der Träumer und der Wilbur gemeinsam im Mitternachtszug fahren, nimmt die Handlung richtig Fahrt auf. Ab diesem Punkt wird es deutlich spannender und emotionaler. Einige Entwicklungen sind recht vorhersehbar. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr berührt und zum Nachdenken angeregt.

Christoph Maria Herbst hat mir als Hörbuchsprecher sehr gut gefallen. Er liest mit viel Gefühl und verleiht der Geschichte eine angenehme Lebendigkeit. Seine Stimme passt hervorragend zur Atmosphäre dieses Werkes.

Fazit: „Die Mitternachtsreise“ ist eine bewegende Geschichte mit einer starken Botschaft über das Leben, unsere Entscheidungen und die Menschen, die uns wichtig sind. Nicht durchgehend fesselnd, aber emotional, inspirierend und definitiv sehr hörenswert. Das Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch immer wieder dazu gebracht, über das eigene Leben nachzudenken. Von mir gibt es vier Sterne und eine klare Lese- und Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Episches Finale mit emotionaler Tiefe

Das Lotus-Reich (Die brennenden Reiche 3) (Collector’s Edition mit Farbschnitt und Miniprint)
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Mit „Das Lotus-Reich“ liefert Tasha Suri einen epischen, emotionalen und stellenweise erschütternden Abschluss ihrer Reihe „Die brennenden Reiche“. Die Geschichte rund um Malini und Priya bleibt auch im ...

Mit „Das Lotus-Reich“ liefert Tasha Suri einen epischen, emotionalen und stellenweise erschütternden Abschluss ihrer Reihe „Die brennenden Reiche“. Die Geschichte rund um Malini und Priya bleibt auch im dritten Band voller politischer Intrigen, dunkler Magie und moralisch schwieriger Entscheidungen. Besonders gelungen fand ich erneut das faszinierende Worldbuilding, das sich wohltuend von klassischer Fantasy abhebt und stark von indischer Geschichte geprägt ist. Tasha Suri schafft es erneut, eine unglaublich komplexe, vielschichtige Welt zum Leben zu erwecken. Beim Lesen entstehen sofort Bilder im Kopf, sodass man tief in der Geschichte versinkt.

Wie schon in den Vorgängerbänden wird die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Gerade das macht die Handlung so spannend und facettenreich. Besonders gefesselt haben mich die Handlungsstränge rund um Priya, Bhumika und Rao. Ihre Entwicklungen, Konflikte und Entscheidungen haben mich emotional am meisten abgeholt und waren für mich die stärksten Teile des Buches. Vor allem Malini und Priya wirken verletzlich und gleichzeitig unglaublich entschlossen. Ihre Beziehung zueinander trägt die Handlung emotional durch das gesamte Buch. Auch die düstere Atmosphäre und die Frage, welchen Preis Macht und Opferbereitschaft haben, ziehen sich konsequent bis zum Ende durch.

Allerdings hat sich das Buch für meinen Geschmack stellenweise etwas gezogen. Einige politische Passagen und Perspektivwechsel hätten straffer erzählt werden können. Gerade im Mittelteil verlor die Handlung zeitweise an Tempo, bevor das Finale wieder deutlich an Fahrt aufnahm. Das Finale selbst ist fantastisch inszeniert. Es steckt voller Überraschungen, emotionaler Momente und großer Wendungen. Vor allem das Ende hat mich zu Tränen gerührt.

Fazit: „Das Lotus-Reich“ ist ein würdiges und atmosphärisch starkes Finale mit beeindruckendem Worldbuilding und viel emotionaler Tiefe. Nicht immer perfekt im Tempo, aber insgesamt ein sehr gelungener Abschluss der Trilogie. Für Fantasyfans, die komplexe Charaktere, politische Intrigen und komplexe Welten lieben, definitiv empfehlenswert.

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