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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Wunderschön erzählt und tief berührend

The Sea Sisters
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Da ich die Bücher von Lucy Clarke liebe, hatte ich mich unglaublich auf die Neuauflage von „The Sea Sisters“ gefreut. Dieser Sommerroman ist ursprünglich 2012 unter dem Titel „Die Landkarte der Liebe“ ...

Da ich die Bücher von Lucy Clarke liebe, hatte ich mich unglaublich auf die Neuauflage von „The Sea Sisters“ gefreut. Dieser Sommerroman ist ursprünglich 2012 unter dem Titel „Die Landkarte der Liebe“ erschienen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon das wunderschöne Cover ist ein echter Hingucker und macht sofort Lust, in die Geschichte einzutauchen. Es passt einfach perfekt zur Atmosphäre des Romans.

Wie gewohnt begeistert Lucy Clarke mit ihrem unglaublich bildhaften und detailreichen Schreibstil. Ihre Beschreibungen sind so lebendig, dass man sich fühlt, als wäre man selbst vor Ort. Man spürt die Sonne auf der Haut, schmeckt die salzige Meeresluft und hört das beruhigende Rauschen der Wellen. Genau dieses Fernweh-Gefühl liebe ich so sehr an den Büchern von Lucy Clarke.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katie, deren Schwester Mia auf Bali tot aufgefunden wird. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch Katie kann das nicht glauben. Mit Mias Reisetagebuch im Gepäck begibt sie sich auf eine intensive, emotionale Suche und folgt den Spuren ihrer Schwester auf derselben Reiseroute. Dabei lernt Katie ihre Schwester noch einmal ganz neu kennen, versteht ihre Ängste, Wünsche und Entscheidungen und findet gleichzeitig Antworten auf ihre eigenen Fragen. Diese Reise verändert Katie mehr, als sie je erwartet hätte. Die wechselnden Perspektiven zwischen Katie und Mia sind großartig umgesetzt und ziehen einen immer tiefer in die Geschichte hinein. Besonders gut gefallen hat mir, dass Mias Tagebucheinträge nicht klassisch als Tagebuch dargestellt werden, sondern in die normale Erzählform eingebunden sind. Dadurch wirkt die Geschichte flüssig und intensiv zugleich.

Die Spannung ist dabei eher leise und unterschwellig, aber genau das passt perfekt zum Buch. Die zentrale Frage, was wirklich mit Mia passiert ist, lässt einen nicht mehr los. Auch wenn „The Sea Sisters“ kein Thriller ist, bleibt die Geschichte durchgehend fesselnd, vor allem auf der emotionalen Ebene. Katies Reise ist abenteuerlich, berührend, teilweise sehr traurig, schafft es aber gleichzeitig immer wieder, eine gewisse Leichtigkeit und Wärme zu bewahren. Was dieses Buch für mich besonders macht, sind die Charaktere. Sie sind hervorragend gezeichnet, absolut authentisch, nahbar und voller Tiefe. Die Geschichte von Mia und Katie geht unter die Haut und bleibt noch lange im Kopf.

Ich wechsle aus Zeitgründen am liebsten zwischen Buch und Hörbuch hin und her. Das ist einfach perfekt, um sich selbst auch beim Autofahren ein bisschen Lesemagie zu gönnen. Das habe ich auch bei “The Sea Sisters” gemacht. Und ich bin richtig begeistert von der Hörbuchversion! Ann-Kathrin Hinz und Pia-Rhona Saxe verleihen dieser Geschichte ihre Stimmen und beide machen das einfach großartig. Sie hauchen der Geschichte so viel Leben, Gefühl und Tiefe ein, dass man komplett darin versinkt. Man merkt einfach, wie gut sie die Atmosphäre des Buches einfangen können. Und genau das macht das Hörerlebnis nochmal besonders intensiv.

Fazit: „The Sea Sisters“ ist ein wunderschöner, emotionaler und atmosphärisch dichter Roman, der Fernweh weckt und gleichzeitig tief berührt. Lucy Clarke versteht es meisterhaft, Gefühl, Setting und Charaktere miteinander zu verbinden. Eine ganz klare Lese- und Hörempfehlung für alle, die berührende Geschichten mit Fernweh-Garantie lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2026

Clevere Detektivgeschichte mit starker Protagonistin

The Box in the Woods. Schau nicht hinein
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Ein ungeklärtes Verbrechen im Sommercamp, ein Serienmörder und eine Überlebende. Dieses Szenario hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Den Leser erwartet ein spannender Jugendthriller ...

Ein ungeklärtes Verbrechen im Sommercamp, ein Serienmörder und eine Überlebende. Dieses Szenario hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Den Leser erwartet ein spannender Jugendthriller mit vielen witzigen Dialogen und einem modernen Schreibstil, der sich angenehm und schnell lesen lässt. Ich habe die Reihe rund um die Ellingham Academy bisher noch nicht gelesen, doch glücklicherweise ist für den in sich abgeschlossenen Jugendthriller „The Box in the Woods“ kein Vorwissen erforderlich. Der Einstieg in die Geschichte ist mir daher auch ohne Vorkenntnisse leichtgefallen.

Besonders begeistert hat mich die Protagonistin Stevie Bell. Sie ist introvertiert, denkt messerscharf und ist regelrecht besessen von ungelösten Kriminalfällen. Sie ist ein außergewöhnlicher, eigenwilliger Charakter, den man schnell ins Herz schließt. Was ich besonders an ihr mag: Sie ist ein ganz normaler Teenager, kämpft mit Ängsten und Unsicherheiten, geht aber trotzdem unbeirrt ihren Weg. Diese Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit macht sie sehr authentisch und nahbar. Dadurch fiebert man richtig mit ihr mit.

Der Fall rund um das Sommercamp ist atmosphärisch dicht und clever aufgebaut. Die Geschichte lebt von der gelungenen Mischung aus gegenwärtigen Ereignissen und Einschüben aus der Vergangenheit, was den Rätselcharakter zusätzlich verstärkt. Nostalgische Camp-Stimmung trifft auf düstere Spannung und überraschende Wendungen.

Fazit: „The Box in the Woods“ ist ein spannender, humorvoller Jugendthriller mit einer starken Protagonistin und viel Miträtsel-Potenzial. Für Fans von Detektivgeschichten absolut empfehlenswert, auch ohne Vorkenntnisse der Reihe Ellingham Academy. Da ich Stevie ins Herz geschlossen habe, bin ich sehr gespannt auf weitere Bücher mit ihr in der Hauptrolle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2026

Mein neues Lieblingsbuch von Sarah Goodwin

Der Fjord
5

Der Thriller „Der Fjord“ von Sarah Goodwin hat mich von der ersten Seite an komplett in seinen Bann gezogen. Schon die Ausgangsidee sorgt für sofortige Spannung: eine idyllische Sommerkulisse, eine exklusive ...

Der Thriller „Der Fjord“ von Sarah Goodwin hat mich von der ersten Seite an komplett in seinen Bann gezogen. Schon die Ausgangsidee sorgt für sofortige Spannung: eine idyllische Sommerkulisse, eine exklusive Feier voller wohlhabender Gäste und das rätselhafte Verschwinden einer jungen Frau. Genau diese Mischung aus luxuriösem Setting und unterschwelliger Gefahr macht den Reiz der Geschichte aus.

Da ich bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen habe, war meine Erwartung entsprechend hoch. Zum Glück wurde ich absolut nicht enttäuscht. Wie gewohnt setzt Sarah Goodwin weniger auf spektakuläre Action, sondern auf eine dichte, beklemmende Atmosphäre. „Der Fjord“ ist deshalb eher ein intensiver Spannungsroman als ein klassischer Hochgeschwindigkeits-Thriller. Und genau das macht ihn so fesselnd. Viele Personen sind verdächtig und das Miträtseln macht richtig Spaß.

Besonders beeindruckt hat mich die Protagonistin Amelia. Um das Verschwinden ihrer Schwester Rose aufzuklären, krempelt sie ihr ganzes Leben um und nimmt sogar eine falsche Identität an. Sich Tag für Tag zu verstellen und Teil einer Welt zu werden, zu der sie eigentlich nicht gehört, erfordert enormen Mut. Auch ihre Beziehung zu Ford, die vor allem dazu dient, Zugang zum Umfeld von Lawrence Fowley zu bekommen, zeigt, wie weit Amelia bereit ist zu gehen. Als jemand, der selbst eine Schwester hat, konnte ich ihre Motivation und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehenman spürt beim Lesen, wie viel ihr diese Suche bedeutet.

Ein großer Pluspunkt des Buches sind die vielschichtigen Figuren. Die Autorin zeichnet ihre Charaktere sehr glaubwürdig und führt die Leser immer wieder geschickt auf falsche Fährten. Während der Party wirkt praktisch jeder verdächtig, und mit jeder neuen Enthüllung entstehen weitere Fragen. Dieses ständige Rätseln darüber, wem man noch trauen kann, sorgt für ein echtes Katz-und-Maus-Gefühl und hält die Spannung dauerhaft hoch. Im letzten Viertel wird das Tempo deutlich angezogen und die Autorin wartet mit einigen Überraschungen auf. Das Finale hat mich sprachlos zurückgelassen.

Optisch ist das Buch ebenfalls ein Highlight. Das Cover mit seiner geheimnisvollen Abendstimmung passt perfekt zur Geschichte und fügt sich wunderbar in die bisherigen Thriller der Autorin ein. Besonders der orangene Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Hingucker im Regal.

Fazit: „Der Fjord“ ist ein atmosphärischer und gleichzeitig äußerst fesselnder Spannungsroman, der mit starken Figuren, vielen Verdächtigen und überraschenden Wendungen überzeugt. Für mich ist es sogar das bisher beste Buch von Sarah Goodwin. Wer ihre Geschichten mag oder spannende Thriller mit dichter Atmosphäre liebt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 21.04.2026

Unterhaltsam, aber nicht durchgehend fesselnd

Die Finca
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Die Grundidee hatte mich auf Anhieb gepackt. Eine luxuriöse Villa auf Mallorca, zwei fremde Haussitter und mysteriöse Ereignisse. Dieses Szenario verspricht eigentlich genau die richtige Mischung aus Urlaubsfeeling ...

Die Grundidee hatte mich auf Anhieb gepackt. Eine luxuriöse Villa auf Mallorca, zwei fremde Haussitter und mysteriöse Ereignisse. Dieses Szenario verspricht eigentlich genau die richtige Mischung aus Urlaubsfeeling und Nervenkitzel.

Rosi tritt einen Haussitterjob auf Mallorca an, trifft dort jedoch auf Fabian, der denselben Auftrag hat. Während sie gemeinsam in der Villa bleiben, häufen sich unheimliche Ereignisse. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rosi und Fabian erzählt, sodass man ihre Gedanken gut nachvollziehen und beide näher kennenlernen kann. Wirklich sympathisch war mir jedoch keiner von beiden, was ich schade fand, da dadurch das Mitfiebern etwas auf der Strecke blieb. Am meisten ins Herz geschlossen habe ich tatsächlich die Hündin Sherry, die den Besitzern der Finca gehört. Der Schreibstil von Kirsten Nähle ist klar und prägnant, wirkt dabei jedoch etwas kühl, sodass ich den Figuren gegenüber stets eine gewisse Distanz empfunden habe.

Der Einstieg ist wirklich gelungen. Die Atmosphäre stimmt, die Spannung baut sich langsam auf und man fragt sich ständig, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Genau dieses Rätsel hat mich zunächst auch am Ball gehalten. Ab einem gewissen Punkt wird die Handlung leider etwas vorhersehbar. Im letzten Viertel wird das Tempo deutlich angezogen und es geht Schlag auf Schlag. Zum Ende hin hat mir jedoch ein wirklich überraschender Plottwist gefehlt, da ich vieles im Laufe der Handlung erahnen konnte.

Fazit: „Die Finca“ punktet mit einer starken Grundidee und einem gelungenen Einstieg, der sofort Neugier weckt. Besonders im letzten Teil zieht die Spannung deutlich an und sorgt für ein temporeiches Finale. Abzüge gibt es jedoch für die teils vorhersehbare Handlung, den fehlenden überraschenden Twist und die emotional eher distanzierten Figuren. Insgesamt ein solider Thriller mit Urlaubsflair, der mich gut unterhalten hat, aber nicht durchgehend überzeugen konnte.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Düster und spannend, mit kleinen Schwächen

Guilty Pleasure
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Ein Hotel, in dem Wünsche erfüllt und Albträume wahr werden. Fünf Fremde. Fünf dunkle Geheimnisse. Ein Hotel ohne Regeln. Das klingt nach einem extrem spannenden Szenario, und entsprechend hoch waren meine ...

Ein Hotel, in dem Wünsche erfüllt und Albträume wahr werden. Fünf Fremde. Fünf dunkle Geheimnisse. Ein Hotel ohne Regeln. Das klingt nach einem extrem spannenden Szenario, und entsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Hörbuch.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was einen guten Rundumblick ermöglicht. Schnell wird klar, dass im Hotel Guilty Pleasure furchtbare Dinge vor sich gehen. Schon nach kurzer Zeit erhält man einen Blick in menschliche Abgründe. Anscheinend hat jeder etwas zu verbergen, was für durchgehende Spannung sorgt. Man rätselt mit, stellt Theorien auf und versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln. Besonders im letzten Viertel geht es Schlag auf Schlag. Geheimnisse werden gelüftet, ein Plottwist jagt den nächsten. Die Handlung ist spannend und temporeich. Perfekt für Thrillerfans.

Gleich zu Beginn heißt es: „Für alle Bookies, die wissen, wie es ausgeht: Wetten, dass nicht?“ Und das trifft hier definitiv zu. Ich glaube nicht, dass jemand das komplette Ende vorhersehen kann oder alle Verstrickungen richtig auflöst. Ich lasse mich gern überraschen und fand einige Wendungen wirklich genial. Allerdings war es am Ende etwas zu viel des Guten und stellenweise auch verwirrend. Nicht jede Enthüllung hat für mich vollkommen Sinn ergeben.

Das Setting ist interessant, konnte mich aber nicht ganz überzeugen: Man bekommt nur Einblicke in einige Räume des Hotels, während der Außenbereich praktisch keine Rolle spielt. Hier hätte ich mir mehr Atmosphäre, vielleicht etwas Sommer- oder Luxusfeeling gewünscht. Insgesamt blieb das Ganze etwas zu wenig bildhaft.

Wichtig: Das Hörbuch ist ab 18 Jahren empfohlen und die Triggerwarnung sollte unbedingt beachtet werden.

Fazit: Das Hörbuch “Guilty Pleasure” punktet mit einem spannenden Grundkonzept, vielen überraschenden Wendungen und düsteren Einblicken in menschliche Abgründe. Wer Plottwists liebt, kommt hier auf seine Kosten. Allerdings ist das Ende etwas überladen und nicht alles wirkt schlüssig. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne. Ich empfehle diesen düsteren Thriller allen, die viele Verstrickungen und Plottwists lieben.

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