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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2023

Zwei Ermittler, die zusammen nochmals auf Mörderjagd gehen

Schmeckst du ihren Tod?
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Das fünfte Buch aus der Reihe «Ruben & Wittmann» beginnt mit einem Telefonanruf an Frieda. Eine ängstliche unbekannte Stimme erzählt ihr von seinen Mordfantasien, wie er vorgehen würde sehr detailliert. ...

Das fünfte Buch aus der Reihe «Ruben & Wittmann» beginnt mit einem Telefonanruf an Frieda. Eine ängstliche unbekannte Stimme erzählt ihr von seinen Mordfantasien, wie er vorgehen würde sehr detailliert. Es geht ihm nicht um jemanden zu töten, sondern sich zu erlösen? Im Laufe dieses Thrillers wird Frieda noch weitere Male angerufen. Es wird immer intensiver.

Wenig später wird tatsächlich eine Frauenleiche aufgefunden. Auf eine bestialische Art getötet und ein entsprechendes Teil entfernt. Fast zum gleichen Zeitpunkt erhalten Marc Wittmann und sein Team einen Anruf, dass der Ehemann ein rotes Paket erhalten hat. Als Leser fragt man sich gleich, was hat das ein mit dem anderen zu tun. Weitere Todesfälle werden folgen. Und mit jedem Fall steigt auch die Spannung, wer steckt dahinter und warum?

Gunnar Schwarz versteht mit seinem rasanten und zum Teil sehr detaillierten Schreibstil mein Kopfkino auf Hochtouren zu bringen. Mit den vielen Spuren, die ev. zur wahren Täterschaft führen könnten, bleiben bis Schluss ein offen.

Frieda und Marc sind ein ganz spezielles Team, die auch privat viele Gemeinsamkeiten haben. Trotzdem geraten sie immer mit ihren teilweisen kruden Ansichten und Vorgehen aneinander. Diese sehr ausführlichen Abschnitte haben mich etwas gestört und doch gehören sie dazu.

«Schmeckst du ihren Tod» ist ein gut gewählter Titel für den Inhalt. Auch das Cover ist passend zu den vorgehenden Büchern gewählt.
Fazit: Dies ist das letzte Buch aus dieser Reihe und ich finde es als Fall wie auch für Frieda und Wittmann als sehr guter Schluss. Speziell gefallen hat mir der Schlussteil, wie der Autor die Lösung dieses Falls an den Leser rüberbringt. Da es keine halben Sterne gibt, bewerte ich diesen Thriller mit 5 Sterne. Eine Leseempfehlung für alle, die nicht zu zartbesaitet sind.

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Veröffentlicht am 27.05.2023

einmal mehr hochspannend

Spinnennetz
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Das neunte Buch mit den Hauptakteuren Joona Linn und Saga verspricht vor allem Spannung aber auch viele dramatische und sehr brutale Szenen, die mein Kopfkino voll beansprucht haben. Eigentlich ist es ...

Das neunte Buch mit den Hauptakteuren Joona Linn und Saga verspricht vor allem Spannung aber auch viele dramatische und sehr brutale Szenen, die mein Kopfkino voll beansprucht haben. Eigentlich ist es sehr schnell klar geworden, dass es sich auch hier um einen Racheakt handelt, wobei vergangene Monster wiederum eine wichtige Rolle einnehmen. Die Frage wer dahinter steckt muss in der Vergangenheit von Saga und teilweise auch von Joona gesucht werden. Der Titel «Spinnennetz» spricht für das Buch. Die Täterschaft rächt sich wie eine spezielle Giftspinne, die ihre Beute in die Falle lockt und danach vergiftet. Eine grausame Art zu sterben.

Gespannt bin ich gewesen, wie sich die Lösung dieses sehr komplexen Falles aussieht, auf die Erklärungen und warum. Aber auch da bin ich nicht im Regen stehen gelassen worden.

Es sieht so aus, als ob die Reihe Joona Linn / Saga mit diesem Fall beendet ist.

Fazit: Spannend, temporeich, viele harte Szenen, die nichts für Zartbesaitete sind. 5 Sterne sind verdient.

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Veröffentlicht am 21.05.2023

gute Geschichte, spezielles Ermittler-Duo

Fuchsmädchen
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In einem stillgelegten Kalksteinbruch wird ein junges Mädchen tot aufgefunden. Nach den ersten Untersuchungen ist sich die Polizei sicher, dass es Selbstmord war. Es gibt einige Hinweise, die diesen Selbstmord ...

In einem stillgelegten Kalksteinbruch wird ein junges Mädchen tot aufgefunden. Nach den ersten Untersuchungen ist sich die Polizei sicher, dass es Selbstmord war. Es gibt einige Hinweise, die diesen Selbstmord für ungewöhnlich halten. Wenig später werden Sanna Berling und Eir Pedersen zu einem brutal ausgeführten Mord an einer älteren Frau in einem grossen Haus gerufen. Die Indizien weisen darauf hin, dass es hier um eine ganz spezielle Tat handelt. Handelt es sich um Rache und warum?

Der Schreibstil ist einfach und reist einem ziemlich schnell in die Geschichte hinein. Die beiden Kommissarinnen sind ziemlich ungewöhnlich. Sanna befindet sich nach wie vor in einem Trauma, welches sie vor über 10 Jahren erlitten hat. In einem Hausbrand verlor sie ihren Mann und ihren über alles geliebten Sohn. Um ihren inneren Schmerz zu betäuben, helfen nur Tabletten und nochmals Tabletten. Ihre Partnerin Eir ist ein ganz anderes Kaliber, sie hat Probleme Impulskontrolle und scheut sich nicht, wenn immer nötig zuzuschlagen.

Die Geschichte ist speziell aufgebaut, da an allen Tatorten Tiermasken eine Rolle spielen. In kleineren Hinweisen kommen die beiden Kommissare sowie das Team auf Spuren, die grausam, ja fast unerträglich sind. Der Spannungsbogen ist gut, flaut jedoch mit der Zeit etwas ab. Für eine weitere Überraschung sorgt der Schluss

Für mich war diese Geschichte kein Thriller eher ein Krimi, mit düsteren Abschnitten. Sie reiht sich gut in skandinavische Krimis ein.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Roman mit kriminellen Einschüben

Die Wahrheit
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Auffällig ist an diesem Roman ist, dass alle Hauptprotagonisten ihre jeweiligen Situationen in Ich-Form beschreiben. Dazwischen gibt es Einschübe mit Auszügen aus polizeilichen Vernehmungen jeweiliger ...

Auffällig ist an diesem Roman ist, dass alle Hauptprotagonisten ihre jeweiligen Situationen in Ich-Form beschreiben. Dazwischen gibt es Einschübe mit Auszügen aus polizeilichen Vernehmungen jeweiliger Beteiligter. Dies trägt zu einer subtilen Spannung, die durch das ganz Buch anhält. Erst der Schluss wartet mit einer Überraschung auf, die ich so nicht erwartet habe. Anfänglich beginnt alles eher oberflächlich, obwohl der Auftakt mit zwei aufgefunden Toten beginnt. Die eigentliche Geschichte beginnt ca. 10 Wochen vorher.

Wie länger man diese Geschichte liest, desto eher versteht man die einzelnen Ansichten und Handlungen der involvierten Personen und warum diese auf diese Art vollzogen wurden. Wobei ganz klar zu sagen ist, dass die einzelnen Charakteren sehr verschieden sind und aus sehr unterschiedlichen Milieus stammen. Von ganz klaren Zielen bis ich lebe heute, was interessiert mich morgen.

Das Cover gefällt mir gut, verstehe jedoch nicht, was der überdimensionale Leuchtturm ausdrücken will.

«Die Wahrheit» empfehle ich gerne weiter, die eher einen gemächlichen nicht unbedingt blutigen Roman schätzen.

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Veröffentlicht am 12.05.2023

Lügen, Tot und anderes

Geheimnisse sterben nicht: Roman
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Janas Autofahrt endet böse. Dabei verliert sie ihren noch ungeborener Sohn Lukas. Eigentlich erwartet sie, dass sie von ihrem Mann Lukas Trost und Unterstützung findet. Weit gefehlt. Die beiden leben sich ...

Janas Autofahrt endet böse. Dabei verliert sie ihren noch ungeborener Sohn Lukas. Eigentlich erwartet sie, dass sie von ihrem Mann Lukas Trost und Unterstützung findet. Weit gefehlt. Die beiden leben sich immer mehr auseinander, bis Lukas eines Tages tot aufgefunden wurde. Hat er wirklich Selbstmord begangen?

Halt findet sie bei ihrer Tante Helma und ihrem Schwager Fabian. Doch Jana findet keine Ruhe und quält sich immer mehr mit vielen Fragen. Im Laufe der folgenden Tage wird sie mit unbekannten Telefonanrufen terrorisiert. Auch in ihr Haus wird eingebrochen und komplett durchwühlt. Diese Aktion ängstigt sie so sehr, dass sie beschliesst, an einen neuen unbekannten Wohnort zu ziehen. Möglichst weit weg. Zufällig lernt sie dort ihren neuen Nachbar Niklas kennen. Die beiden werden mit der Zeit gute Nachbarn und vielleicht mehr. Findet Jana in ihm die nötige Ruhe und Unterstützung?

Im Wechsel wird dieser Krimi einmal aus der Sicht Janas, Niklas und aus dem Tagebucht von Fexlix erzählt. Die einzelnen Charaktere sind glaubwürdig ausgearbeitet. In Jana spürt man besonders ihre Angst und Trauer um ihren totgeborenen Sohn Lukas. Aber auch die Hoffnung, endlich zur Ruhe zu kommen.

Niklas, der gerade eine zweijährige Strafe im Gefängnis abgesessen hat, versucht anfänglich verzweifelt wieder ins normale Leben zurückzukehren. Nach mehreren Anläufen findet er endlich einen Job in einer Schreinerei. Der Anfang ist gemacht aber harzig.

Die ganze Geschichte ist so spannend geschrieben, dass es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Mein Kopfkino lief bis zum Schluss auf Hochtour. Ganz langsam kommt Licht ins Dunkel und das Ende wird schlüssig erzählt, auch wenn nicht Handlungen nachvollziehbar erklärt sind.

Lotte R. Wöss hat auch in diesem Krimi ihr grosses Können bewiesen. Ich habe mich hervorragend unterhalten und empfehle das Buch gerne weiter.

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