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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2017

ein verheerendes Katz und Maus-Spiel

Nachtspiel: Thriller
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Julia wird nach wie vor von Alpträumen geplagt. Darin hört sie Michaels Weinen und Schreie. Als Gerichtsmedizinerin wird sie jedoch jeden Tag gefordert. Florian Kessler, Kriminalkommissar bei Florian Kessler ...

Julia wird nach wie vor von Alpträumen geplagt. Darin hört sie Michaels Weinen und Schreie. Als Gerichtsmedizinerin wird sie jedoch jeden Tag gefordert. Florian Kessler, Kriminalkommissar bei Florian Kessler mag es, wenn er Julia zu seinen Fällen hinzuziehen kann, der ihr Rat und Beobachtungen sind ihm sehr wichtig. Zudem fühlt er sich zu der taffen und nach Aussen sehr selbstsicheren Frau hingezogen, was auch Julia gefällt.
Ein erneutes Verbrechen liegt vor. Kim Wiesinger, ebenfalls Polizistin und Kollegin von ihm ist ermordet und übel zugerichtet im Kofferraum ihres Autos aufgefunden worden. Die ersten Spuren, die sie verfolgen, führen sie in das „Organisierte Verbrechen“. Weitere Morde im Umfeld von Kim geschehen. Welche Gemeinsamkeiten diese Morde auf sich haben, entdeckt Julia rein Zufällig und dabei gerät sie selbst in Gefahr.

Erneut schaffte es Catherine Shepherd mich mit diesem Thriller total einzufangen. Spannend, nervzerreissend und grausam, das sind nur einige Schlagwörter. Mit Lesen spürte ich förmlich Julias Angst in ihren Alpträumen. Speziell der Überfall in dem sie fast gestorben wäre ging mir total unter die Haut. Gottseidank gelingt es Florian, sie rechtzeitig aus den Klauen dieses Perverslings zu retten.
Gekonnt wird der Leser immer wieder mit Ereignissen konfrontiert, wo man glaubt, dies ist die echte Spur, ein wahres Katz und Maus-Spiel.

Als Catherine Shepherd-Fan ist es ihr erneut gelungen, mich mit diesem Thriller super zu unterhalten. Es fiel mir schwer, das Buch nur für kleinere Unterbrüche aus der Hand zu legen. Ihre Ideen und ihr Schreibstil überzeugen mich immer wieder. Das Cover und der Titel „Nachtspiel“ sind gut gewählt.

Fazit: einfach spannend und empfehlenswert!

Veröffentlicht am 24.10.2017

eiskalter tödlicher Rachefeldzug

SOG
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Vor zwölf Jahren wurde in einer Schulklasse Aufsätze geschrieben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen könnten. Darunter ist auch ein Schreiben, in welchem ein Schüler zukünftige Morde prognostiziert. ...

Vor zwölf Jahren wurde in einer Schulklasse Aufsätze geschrieben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen könnten. Darunter ist auch ein Schreiben, in welchem ein Schüler zukünftige Morde prognostiziert. Alle Schreiben wurden in eine Zeitkapsel gesteckt und vergraben. Diese Kapsel wurde nun gefunden und geöffnet. Das spezielle Schreiben liegt jetzt nun auf dem Tisch von Huldar. Da er sich darunter nichts vorstellen kann, bittet er die Psychologin Freyja um Hilfe.

Und schon ruft ein neuer blutiger Einsatz, unter der neuen Leitung von Erla, da Huldar inzwischen degradiert wurde. In einem Garten in einem Bottich werden zwei abgeschlagene Hände gefunden. Zuerst geht die Polizei davon aus, dass es sich um verschiedene Ermittlungen handeln könnte, bis sie eines besseren belehrt werden.

Erneut ist es der Autorin gelungen einen spannenden, jedoch ziemlich blutigen und scheusslichen Thriller zum Besten zu geben. So allmählich ist mir klar geworden, dass es sich hier um einen Racheakt handeln könnte nur wer dahinter steckt, das ist das grosse Rätsel. Eines ist jedoch klar, spannend und tiefgründig geschrieben und vielen Wendungen und Abers. Das teilweise sehr blutige und grausame Vorgehen des Mörders zieht eine richtiggehende Spur durch das ganze Buch. Die genauen Beschreibungen sind nicht für Jedermann und doch gehört es zur dieser Art Thriller. Sigurdardottir versteht es einfach, den Leser absolut in ihren Bann zu ziehen, auch wenn es teilweise sehr tiefgründig beschrieben ist. Und wie schon in DNA, der Fall wird geklärt, zurückbleiben jedoch mehr oder weniger nur Opfer. Mich hat auch dieses Buch erneut sehr angesprochen.

Kommissar Huldar versucht auf seine Art, wiederum mit Freyja zusammen zu arbeiten. Doch seine Annäherungen werden von ihr nicht verstanden. Sie unternimmt alles, um möglichst wenig mit ihm zu tun zu haben. Seine Beziehungen zu Frauen vor allem wenn er zu viel getrunken hat, geraten fast jedes Mal aus dem Ruder. Und Freyja verhält sich sehr stur und unerbittlich gegenüber ihm. Bin gespannt wie das Zwischenmenschliche zwischen den beiden weiterläuft.

Auch das zweite Buch hat mich total angesprochen und empfehle es gerne an Thriller Fans weiter.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Spannender Tiroler-Krimi mit Humor

Veilchens Rausch
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Nach einer ausgelassenen Party auf der Umbrüggler Alm wird am frühen Morgen die Serviertochter Viktoria Schwarz ganz in der Nähe tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass sie ermordet wurde. Geyer und Mauser ...

Nach einer ausgelassenen Party auf der Umbrüggler Alm wird am frühen Morgen die Serviertochter Viktoria Schwarz ganz in der Nähe tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass sie ermordet wurde. Geyer und Mauser übernehmen die Ermittlungen. Der Veranstalter der Party die TYROVALUE sowie die illustre Gästeschar haben keine Erklärung, warum Viktoria sterben musste. Doch schnell ist klar, dass Tyrovalue, ein Immobilienunternehmen mit lukrativem Gewinn nicht nur Freunde sondern auch Feinde hat und zu diesen zählte auch Viktoria.

Dieser Fall beschäftigt halb Innsbruck, denn Tyrovalue, ein Hai in der Immobilienbrache, deren Gier fast unbegrenzt zu sein scheint. Doch Joe Fischler ist auch bekannt für seinen humorvollen Schreibstil mit vielen witzigen Ausdrücken, die man auch als Nicht-Tiroler gut versteht. Aufgefallen sind mir die teilweise speziellen Nachnamen (Oberstaatsanwalt Krotlackner), den ich mir bildlich vorstellt habe, wenn er seine Wutanfälle hatte. Ueber die ganzen 320 Seiten ist die Spannung gut verteilt und sorgt für gute Unterhaltung. Der Autor versteht es nämlich, den Leser immer wieder in die Irre zu führen, so bin auch ich überrascht worden, wer der Mörder ist und was seine Beweggründe sind.

Insgesamt gesehen ein humorvoller Krimi mit viel Lokalkolorit. Vielleicht fehlte mir ab und zu die richtige Spannung. Darum gebe ich nicht die volle Punktzahl 5, jedoch 4,5. Auf den nächsten Fall freue ich mich heute schon.

Veröffentlicht am 11.10.2017

für meinen Geschmack zu viel Geschichte

Die Gärten von Istanbul
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Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats und sein Team werden zu einem speziellen Mordfall herbeigerufen. An sehr bekannten Statuen in Istanbul werden die jeweiligen Mordopfer aufgefunden. Das erste Opfer ...

Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats und sein Team werden zu einem speziellen Mordfall herbeigerufen. An sehr bekannten Statuen in Istanbul werden die jeweiligen Mordopfer aufgefunden. Das erste Opfer ein Professor der Kunstgeschichte. Gemeinsamkeiten gibt es höchstens in Form einer beigelegten Goldmünze. Obwohl Nevzat’s Frau und Kind vor nicht allzu langer Zeit selbst einem Verbrechen zu Opfer gefallen sind, welches nie aufgeklärt wurde, beginnt er mit den Ermittlungen.

„Gärten von Istanbul“ wurde vom bekannten türkischen Autor „Ahmet Ümit“ geschrieben. Seine Kenntnisse über die jahrtausendalte Geschichte über Istanbul sind hervorragend. Die Morde in Verbindung mit der Entstehung Istanbuls, seiner Regenten und weiteren historischen Hintergründe sind hervorragend zusammengeführt. Das ist die eine Seite, die andere wäre dann der Krimi. Für meinen Geschmack kommt er aber in diesem Buch einfach zu kurz, eher wie ein Zufall. Es gibt zwar viele Tote doch die Ermittlungen gestalten sie zäh und teilweise auch unglaubwürdig. Vor allem Ali mit seinem Verhalten und rumbrüllen hat mich öfters genervt. Auch die Informationen über das neue Privatleben Nevzats sind zu lang. Schlichtweg gesagt, bei mir kam keine richtige Spannung auf und animierte mich zu wenig zum miträtseln.

Fazit: Gut aufgebauter historischer Roman mit einem Anteil an einem Kriminalfall.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Auch in einer Kleinstadt gibt es „schwarze Schafe“

Finster ist die Nacht
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Und wieder ist es Karin Salvalaggio gelungen, einen spannenden, authentischen Krimi zum Besten zu geben. Detective Macy Greeley, inzwischen zum Special Investigator befördert, wird zu einem besonderen ...

Und wieder ist es Karin Salvalaggio gelungen, einen spannenden, authentischen Krimi zum Besten zu geben. Detective Macy Greeley, inzwischen zum Special Investigator befördert, wird zu einem besonderen Entführungsfall gerufen. Der in der Region bekannte Radiomoderator Philip Long wurde entführt. Auf dem Weg zum Ort des Geschehens läuft Macy ein Mann ihr direkt vor das Auto. Sie wird in ihrem Auto eingeklemmt, als ein Motorradfahrer am Unfallort auftaucht. Hilflos muss sie mitansehen, wie der schwer Verletzte erschossen wird. Später stellt sich heraus, dass es sich um den entführten Philip Long handelt. Ganz in der Nähe findet die Polizei Spuren, wo der Entführte gefangen gehalten wurde.

Kurze Zeit später trifft Longs Tochter Emma zu Hause ein. Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter ist nicht gerade das Beste, jedoch zu ihrem verstorbenen Vater schon. In den zwölf Jahren ihrer Abwesenheit haben sich die beiden immer wieder irgendwo getroffen. So fällt es ihr überhaupt nicht leicht, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen. Zudem weiss sie, dass ihr Vater akribisch über Jahre die Fehltritte seiner Mitbürger notiert hat und diese veröffentlichen wollte. Diese Wahrheiten gefällt einigen von ihnen überhaupt nicht, sind sie wahrscheinlich so brisant, dass für manch einer die „Welt untergehen“ könnte.

Karin Salvalaggio Schreibstil ist sehr umfassend und flüssig. Sie versteht es auch im dritten Buch dem Leser eine detaillierte, spannungsgeladene Geschichte zu präsentieren. Macy und ihren Mitarbeitern gelingt es auf ihre Art, das Gespinst von Lügen und Intrigen zu durchdringen und der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Und so blieb es bis zum Schluss. Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi. Ihr Ziel über den Drogenmissbrauch und verschreibungspflichtigen Schmermittel zu berichten, hat sie hervorragend eingebunden. Viele verschiedene Charaktere kommen darin vor und doch verliert man als Leser nie den Überblick.

Auch über Macy’s Privatleben erfährt man wiederum so einiges. Ihr inzwischen 2 ½ jähriger Sohn Luke lebt zusammen mit ihrer Mutter in Helena. Ihre noch geheime Beziehung zu Sheriff Aiden Marsh steht diesmal unter einem besonderen Prüfstein.

Auch diesmal habe ich das Buch mit Begeisterung verschlungen und wurde nicht enttäuscht. Von mir bekommt die Autorin 4 ½ Sterne.