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Veröffentlicht am 06.06.2026

Manchmal hilft nur Eigeninitiative

Die Glorreichen 77. Rache kennt keinen Ruhestand
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„...Seit er vor einigen Tagen begonnen hatte, die Zielperson zu beobachten, war der breit gebaute, weißhaarige Mann noch bei jedem Wetter mit seinem Dackel zu einem Spaziergang im Volkspark Friedrichshain ...

„...Seit er vor einigen Tagen begonnen hatte, die Zielperson zu beobachten, war der breit gebaute, weißhaarige Mann noch bei jedem Wetter mit seinem Dackel zu einem Spaziergang im Volkspark Friedrichshain aufgebrochen…“

Derjenige, der dem Mann folgt, ist der Profikiller Jo Brenner. Doch dieses Mal wird er seinen Auftrag nicht ausfüllen. Er kann keinen Mensch unter den Augen eines Dackels erschießen. Für Jo heißt das allerdings, dass er untertauchen muss, denn nun steht er selbst auf der Abschussliste seines Auftraggebers.
Das Autorenpaar hat eine ungewöhnlichen Krimi geschrieben. Die Geschichte ist spannend, aber auch sehr amüsant. Manche Szenen sind gekonnt zugespitzt- Der Schriftstil und die kurzen Kapitel unterstützen das Genre.
Jo bucht sich in der Seniorenresidenz Leonardo als Joachim Schreiber ein. Dort gibt es aber gerade gravierende Probleme, denn der neue Besitzer will die Miete rückwirkend um einen horrenden Beitrag erhöhen. Das können sich die meisten aber nicht leisten. Außerdem soll Renate, die Hausdame, entlassen werden. Gezielte Drohungen unterstützen die Forderung.
Nach und nach lerne ich die Bewohner mit ihren Eigenheiten kennen. Auf Grund der Sachlage ist die Situation angespannt. Schnell wird klar, dass fast alle zusammenhalten. Gemeinsam wollen sie ihren Standpunkt durchsetzen. Zu den Bewohner gehört auch Polizeidirektor a. D. Klaus Meyrhoff. Der glaubt zu erkennen, wer Joachim ist. Er macht ihm ein Angebot, dass dieser nicht ablehnen kann. Er soll helfen, die Geschäftsleitung loszuwerden. Dann wird sein Geheimnis gewahrt.
Ab und an werden gesellschaftskritische oder aktuelle Töne angeschlagen.

„… Die wirklich Erfolgreichen hängten ihren Reichtum nicht an die große Glocke, schon gar nicht in den sogenannten sozialen Medien, wo Normalsterbliche sich mühten, ihr kleines Leben als etwas Besonderes darzustellen...“

Es amüsant zu lesen, wie die Bewohner ihr Vorgehen planen. Dabei kommen ihnen nicht nur die schauspielerischen Fähigkeiten einer der Ihren zugute. Natürlich läuft nicht alles wie geplant. Es gibt einige überraschende Wendungen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Spannend

Lavendel-Jagd
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„...Er muss mir die Geldbörse aus der Tasche gezogen haben, als ich an dem Stand des Afrikaners da vorn war. Mein Geld und all meine Ausweise sind weg…“

Der Österreicher Kurt Steinkönig wendet sich an ...

„...Er muss mir die Geldbörse aus der Tasche gezogen haben, als ich an dem Stand des Afrikaners da vorn war. Mein Geld und all meine Ausweise sind weg…“

Der Österreicher Kurt Steinkönig wendet sich an Kommissarin Lilou. Der Mann gehört zu den Teilnehmern des Street–Art-Festivals in Carprentras, ist aber von Beruf Tierarzt.
Die Autorin hat erneut einen spannenden Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er bringt das Flair des Südens in Frankreich in vielen schönen Bildern rüber, sorgt für einen hohen Spannungsbogen und lässt Raum für Lilous Privatleben.
Wenige Stunden, nachdem sich Lilou um den Österreicher gekümmert hat, wird sie zu einer Leiche gerufen. Dort erwartet sie eine Überraschung. Der Tote hat Steinkönigs Papiere in der Tasche.

„...Womöglich ist der Tierarzt der Täter. Er hinterlässt seine Papiere bei der Leiche und bringt am nächsten Morgen den Diebstahl zur Anzeige. Ein besseres Alibi gibt es doch gar nicht…“

Lilou hält das nicht für möglich. Sie ist sich sicher, dass Steinkönig die Wahrheit gesagt hat. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Lilou hat alle Hände voll zu tun. Dabei ist in wenigen Tagen ihrer Hochzeit.

„...Der Tag war so gut wie vorbei, und sie hatte das ungute Gefühl, keinen Schritt weitergekommen zu sein. Anstatt einer Lösung ihres Falles gab es immer mehr lose Enden, immer mehr Indizien, ohne dass sich daraus ein Bild zusammensetzte…“

Dummerweise wartet auch die Schneiderin, dass Lilou ihr Hochzeitskleid anprobiert, damit sie daran letzte Änderungen vornehmen kann. Natürlich passt der Termin nicht in Lilous Zeitplan.
Auch Lilous Chef steht momentan neben sich, wobei keinen den Grund dafür kennt. Er organisiert eine Profilerin, die überraschend schnell zu einem Urteil kommt.
Damit scheint der Fall gelöst und Lilous Hochzeit steht nichts mehr im Wege. Es wäre zu schön, wenn alles so einfach wäre. Die größte Überraschung wartet noch.
Der Krimi hat mich sehr gut unterhalten. Schade, dass es der letzte aus der Reihe ist. Ich war gern in der Provence.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Bewegender Roman

Ein Brief für dich
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„...Und wenn sie es recht bedachte: Nicht nur damals, auch heute noch war jeder Brief, den sie in die Welt hinausschickte, ein kleiner Lichtstrahl in ihrem eigenen Leben…“

Im Prolog lerne ich Ruth kennen. ...

„...Und wenn sie es recht bedachte: Nicht nur damals, auch heute noch war jeder Brief, den sie in die Welt hinausschickte, ein kleiner Lichtstrahl in ihrem eigenen Leben…“

Im Prolog lerne ich Ruth kennen. Die Frau hat eine chronische Krankheit und ist dankbar für jeden Tag, an dem sie sich um ihre Familie kümmern kann. Es gibt ein Bibelwort, das ihr zur Kraftquelle wurde. Das verschickt sie regelmäßig in Briefen an Menschen, die sie in einer schwierigen Situation weiß. Eine der Empfängerinnen ist die 44jährige Esther.
Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er lässt viel Raum für die Emotionen der Protagonisten.
Esther lebt seit wenigen Tagen allein in ihrem Haus. Die jüngere Tochter ist zum Studium in eine WG gewechselt. Ihre Arbeit in der Drogerie füllt sie nicht vollständig aus. Dann aber erhält sie einen Anruf. Ihr Cousin Professor Walter Ulrich braucht Hilfe. Seine Haushälterin ist gegangen, nachdem er sich im Ton vergriffen hat. Auf Grund einer Verletzung kann er im Haushalt nicht viel machen. Allerdings ist er auch ziemlich anspruchsvoll und bestimmend. Eigentlich wollte Esther ablehnen, denn der Kontakt war seit Jahren abgerissen. Da bei ihr allerdings nicht nur die Heizung ausgefallen ist, sondern weitere Reparaturen im Haus absehbar sind, braucht sie dringend Geld.
Es ist stellenweise amüsant zu lesen, wie sie mit dem Griesgram zurechtkommt. Ihre ruhige Art lässt ihn nicht kalt. Eines Tages aber entdeckt sie sein gut gehütetes Geheimnis.
Noch ein zweiter Mann tritt in Esthers Leben. Der Bauingenieur Hajo ist neu in der Stadt und läuft ihr mehrmals über den Weg. Die beiden sind sich sympathisch. Hajo kämpft mit dem letzten Geständnis seines Vaters.
Die Autorin hat die drei Schicksale zu einer spannenden Handlung verwoben. Dabei geht es auch um Schuld und Vergebung.
Jedem Kapitel ist ein Bibelvers vorangestellt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Starke Frauen

Der Club der Unbeugsamen
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„...Auf dem Papier heiße ich Margot, aber für gewöhnlich werde ich Meg genannt. Ich bin wie gesagt seit 2 Geburtstagen hier…“

So stellt sich die 11jährige Meg vor, die im Waisenhaus in Oxford in Mississippi ...

„...Auf dem Papier heiße ich Margot, aber für gewöhnlich werde ich Meg genannt. Ich bin wie gesagt seit 2 Geburtstagen hier…“

So stellt sich die 11jährige Meg vor, die im Waisenhaus in Oxford in Mississippi lebt. Mrs. Garnett, die Leiterin des Waisenhauses, hat sich für das Mädchen die eine oder andere Schikane ausgedacht.
Die Autorin hat einen inhaltsreichen historischen Roman geschrieben, der im Jahre 1933 angesiedelt ist. Die Geschichte wird mal aus der Perspektive von Meg, mal aus der von Birdie erzählt. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, verliert sich aber gern in zu vielen Einzelheiten.
Die 24jährige Birdie lebt mit Mutter und Großmutter zusammen. Sie spüren die Folgen der Wirtschaftskrise. Deshalb wird Birdie zu ihrer Schwester Frances geschickt, um diese um finanzielle Unterstützung zu bitte. Dort ist Birdie bereit, im Waisenhaus die Buchführung in Ordnung zu bringen. Dabei lernt sie Meg kennen. Birdie setzt sich gekonnt über Mrs. Garnetts Anweisungen weg, um den Mädchen zu helfen.

„...Ihr Wahlspruch ist, manchmal ist es besser, nachher um Verzeihung zu bitten als vorher um Erlaubnis….“

Dann spitzt sich die Situation zu. Meg wird adoptiert. Frances und ihre Schwiegermutter müssen feststellen, dass Rory, der Ehemann, verschwunden ist, und sie mit Schulden sitzenlassen hat. Gleichzeitig taucht Charlie auf, Megs Mutter, die eine harte Zeit hinter sich hat.
Der Roman schildert auf vielfältige Art, was die Wirtschaftskrise für alle Teile der Bevölkerung bedeutet hat. Deutlich wird aber auch, dass einige die Situation für ihre ganz persönlichen Pläne ausnutzen. Zu letzteren gehört Mrs. Garnett. Diese sieht sich als moralische Instanz im Lande. Es gilt nur ihre Meinung.
Charlie weiß, was sie will, nämlich ihre Tochter zurück. Dazu ist ihr jedes Mittel recht. Sie wei0, dass sie Geld braucht. Sie kann Frances und ihre Schwiegermutter überreden, nach Rory zu suche Dann macht sie Birdie einen ungewöhnlichen Vorschlag. Die sträubt sich erst, weiß aber, dass sie keine andere Chance hat. Kurz danach stößt Virginia zu ihnen, die als Krankenschwester arbeitet, aber davon träumt, im nächsten Semester mit dem Medizinstudium zu beginnen. Die selbstbewusste Frau macht Birdie klar, was wichtig ist.

„...Die anderen haben nicht zu entscheiden, was Ihnen zusteht. Sie sollten selbst das Leben führen, was Sie führen wollen…“

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es arbeitet ein schwieriges Kapitel der amerikanischen Geschichte auf. Nicht nur unterschwellig geht es um Zwangssterilisierung von Frauen und den Umgang mit Homosexualität der Männer. Auch die Abgrenzung zwischen Weißen und Farbigen ist Thema.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Leseempfehlung

Die 15 spannendsten Kriminalfälle in der Bibel
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„...Wenn eine Geheimnis in der Luft liegt, kann ich einfach nicht stillsitzen. Ich liebe es, Spuren zu suchen, Rätsel zu knacken und die Wahrheit ans Licht zu bringen…“

Mit diesen Worten stellt sich die ...

„...Wenn eine Geheimnis in der Luft liegt, kann ich einfach nicht stillsitzen. Ich liebe es, Spuren zu suchen, Rätsel zu knacken und die Wahrheit ans Licht zu bringen…“

Mit diesen Worten stellt sich die Detektivin Zaka vor. Sie wird die Leser durch das gesamte Buch begleiten. Darin lernen wir 15 Bibelgeschichten auf völlig neue Art kennen. Sie sind wir ein Kriminalfall aufbereitet.
Der Aufbau folgt immer dem gleichen Schema. Es beginnt mit einer Überschrift und einer Frage. Die lautet bei der ersten Geschichte:

„...Wer hat von der Frucht gegessen?…“

Dann folgt die Untersuchung von Spuren oder der Abdruck von Verhörprotokollen. Meist stellt Zaka dort eine weitere Frage. Dadurch werde ich als Leser zum Mitmachen und Nachdenken animiert.
Auf den folgenden drei Seiten wird danach die Originalgeschichte aus der Bibel kindgerecht erzählt und der Fall damit gelöst. Beige unterlegt wird das von Texten begleitet, die auf die heutige Gesetzgebung eingehen oder der Erläuterung von Fachbegriffen aus dem Strafrecht dienen.
Die ebenfalls Beige unterlegte Aktennotiz weist auf die Bedeutung der Geschichte für den Glauben hin.
Das Buch ist sehr schön illustriert. Die Bilder werden häufig mit zur Spurensuche eingesetzt und enthalten wesentliche Elemente zur Lösung des Problems.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist spannend und spricht den kindlichen Leser persönlich an.

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