Platzhalter für Profilbild

mabuerele

Lesejury Star
offline

mabuerele ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mabuerele über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Schöne Alltagsgeschichten für Kinder

Gott weiß alles
0

„...Papa muss heute nicht zur Arbeit, denn er hat sich ein paar Tage frei genommen. Er hat versprochen, heute mit Lena eine kleine Fahrradtour zum Fischweiher zu machen…“

Klar, dass sich Lena darauf freut. ...

„...Papa muss heute nicht zur Arbeit, denn er hat sich ein paar Tage frei genommen. Er hat versprochen, heute mit Lena eine kleine Fahrradtour zum Fischweiher zu machen…“

Klar, dass sich Lena darauf freut. Dann aber muss er wegen Rückenschmerzen die Tour absagen. Lena betet, dass ihr Vati schnell gesund wird. Ob es schon am nächsten Tag mit dem Ausflug klappt?
Das ist der Inhalt der ersten Geschichte. Insgesamt acht Erzählungen enthält das Kinderbuch. Sie werden zum Vorlesen oder Selbstlesen empfohlen. Für Letzteres spricht die große Schrift, die kurzen Sätze und die klar gegliederten Absätze. Die Texte sind zwischen 10 und 12 Seiten lang. Sie sind kindgerecht und aus dem Leben gegriffen.
Die zweite Geschichte handelt von einem Sportwettkampf. Dabei geht es um Freundschaft und Hilfsbereitschaft, aber auch um Mobbing.
Die dritte Erzählung spielt am Strand, wo Lisa auf ihren kleinen Bruder aufpassen soll.
In der letzten Geschichte besucht Jonas seinen Opa. Der erzählt ihn häufig Geschichten aus der Bibel. Doch als versehentlich ein Vase umfällt, ist Jonas sich nicht sicher, wie er sich verhalten soll. Wird er sein Missgeschick dem Opa beichten?
Von dem Inhalt der nicht erwähnten Erzählungen darf sich der zukünftige Leser überraschen lassen.
Das Buch ist sehr schön illustriert. Die Bilder sind farbenfroh und gut ausgearbeitet. Manche gehen über eine ganze Seite, andere sind gekonnt zwischen dem Text eingebunden.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es vermittelt auf kindgerechte Weise, wie Beten im Alltag wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2026

Amüsanter Krimi

Tote trinken keinen Riesling
0

„...Der erste Tag einer solchen Reise gefiel Rosi immer am besten. Die Gäste waren motiviert, alle hatten gute Laune, das Gemecker hielt sich in Grenzen…“

Rosi ist im fortgeschrittenen Alter, war früher ...

„...Der erste Tag einer solchen Reise gefiel Rosi immer am besten. Die Gäste waren motiviert, alle hatten gute Laune, das Gemecker hielt sich in Grenzen…“

Rosi ist im fortgeschrittenen Alter, war früher Kanzlerreferentin mit Organisationstalent und nutzt diese Begabung jetzt als Reiseleiterin.
Die Autorin hat einen humorvollen und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist lockerleicht. Die Rahmenhandlung aus Prolog und Epilog wird von Olga erzählt, einer Frau mit bewegter Vergangenheit und Erfahrungen in Mordermittlungen. Sie ist mit Rosi befreundet und hat zusammen mit Monique, einer weiteren Freundin aus Frankreich, an der Reise teilgenommen.
In der ersten Pause gibt es eine Panne. Der Würstenwärmer funktioniert nicht. Das führt bei Rosi zu leichter Panik. Ihre Freundinnen wissen, dann wird irgendwann etwas passieren.
Ich mag den humorvollen Stil der Geschichte. Bei der Beschreibung der Busreise wird jedes Klischee gekonnt bedient. Passend dazu sind Olgas Sprüche, zum Beispiel den, mit dem sie auf den Hinweis, es bräuchte gesunder Ernährung, reagiert.

„...Jetzt brauchen wir alle Konservierungsstoffe, die wir kriegen können. Wie sollen wir sonst haltbar bleiben?….“

Die dringende Toilettenpause offeriert eine Problem. Am Haltepunkt ist der Raum geschlossen. Da bleibt nur der nahe Wald. Und in dem liegt auf einer Bank eine tote Frau. Rosi kennt sie. Es ist die Winzerin Anna Zeder. Dann folgt der nächste Schock. Im Gebüsch hängt eine Kette. Die gehört Grete, einer Freundin von Rosi. Kurzerhand behauptet Grete, es wäre ihre und sie steckt sie ein.
Nachdem Olga die leitenden Beamten kennengelernt und ihnen ihre Sicht der Dinge dargelegt hat, ist ihr klar, sie wird mit ihren Freundinnen ermittelt. Doch die sträuben sich erst einmal.

„...Manche Dinge verstanden Laien einfach nicht. Das Ermittlersein war kein Beruf, den man wie einen alten Mantel an den Haken hängte. Es war Berufung. […] Das Leben duldete kein Vakuum, man musste sich mit irgendetwas beschäftigen, und Olga hasste Kreuzworträtsel…“

Natürlich setzt Olga ihren Kopf durch. Die Besichtigungen werden kurzerhand angepasst, um die nötigen Gespräche führen zu können. Den alten Damen bringt man gern Vertrauen entgegen. Das heißt aber nicht, dass jeder die Wahrheit sagt. Dieses Mal bringt es Monique auf den Punkt.

„...Geheimnisse sind wie Hefe im Teig – je länger man wartet, desto mehr gehen sie auf…“

Und Geheimnisse gibt es mehr als genug. Der Fall erweist sich als verzwickt und hat eine Menge an Überraschungen in petto.
Am Ende bleibt keine Frage offen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war nicht nur eine spannende Handlung, sondern es gab auch viele Informationen zu Land und Leuten und zum Weinbau. Mit einem letzten Zitat von Olga möchte ich meine Rezension beenden.

„...In vierzig Jahren Ermittlungsarbeit habe ich gelernt: Wenn alle die gleiche Geschichte erzählen, stimmt meist nur das Datum...“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2026

Hagars Weg

Hagar, die stolze Sklavin
0

„...Es ist noch früh am Morgen. Die Sonne steigt am Horizont auf, und bald wird der Sklavenmarkt in Haran zum Leben erwachen…“

Zu den angebotenen Sklavin gehört ein zehnjähriges Mädchen aus Ägypten. Hagar ...

„...Es ist noch früh am Morgen. Die Sonne steigt am Horizont auf, und bald wird der Sklavenmarkt in Haran zum Leben erwachen…“

Zu den angebotenen Sklavin gehört ein zehnjähriges Mädchen aus Ägypten. Hagar beobachtet aufmerksam, was geschieht.
Der Autor hat einen spannenden Roman nach einer biblischen Vorlage erschaffen. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Der Handlungsablauf orientiert sich am Originaltext. Schmückt diesen aber an passenden Stellen weiter aus.
Hagar passt sich gut in die Familie ein. Sie wird gehalten wie eine Tochter, weiß aber lange nicht, was ihre wirkliche Aufgabe ist. Abram unterhält sich häufig mit ihr über den Glauben.

„...Ich muss Gott einfach zeigen, dass ich an ihn glaube. Ich möchte ihm danken für das, was er für mich getan hat…“

Solche Ideen sind Hagar fremd. Sie kennt opfer nur dann, wenn man an Gott einen Wunsch äußert.
Die Zeitverhältnisse werden sehr gut geschildert. Auf der Wanderung in das verheißene Land treffen die Menschen nicht nur die Unbilden der Natur. Nicht überall sind sie willkommen. Außerdem fällt es Lot, Abrams Neffen, schwer, sich einzufügen. Er hat einen Blick auf Hagar geworfen, wird aber von seiner Tante ausgebremst.
Als Hagar Abrams Kind austrägt, spürt sie erneut, wie hart das Leben einer Sklavin ist. Ihr Kind wird Sarai mit Mutter anreden. Zwischen beiden ändert sich das Verhältnis.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor versteht es, die biblischen Personen als Menschen wie du und ich mit Stärken und Schwächen darzustellen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 13.05.2026

Schöne Geschichten

Das blaue Kaninchen
0

„...Pauline ist fast zwei und Theos Enkelkind. Sie war schon oft bei ihrem Opa Theo. Aber noch nie ohne Mama. Heute ist das anders…“

Und das merkt der Opa sehr schnell, denn auf solch einen Wirbelwind ...

„...Pauline ist fast zwei und Theos Enkelkind. Sie war schon oft bei ihrem Opa Theo. Aber noch nie ohne Mama. Heute ist das anders…“

Und das merkt der Opa sehr schnell, denn auf solch einen Wirbelwind aufzupassen ist nicht leicht.
Das ist kurzgefasst der Inhalt der ersten Geschichte.
Insgesamt enthält das kleine Büchlein zehn Erzählungen. Sie sind zwar für Senioren gedacht und deshalb in angenehm großer Schrift gedruckt, aber ich würde das nicht so einschränken.
Die Geschichten sind aus dem Alltag gegriffen und werden jeden zum Schmunzeln oder zum Nachdenken bringen. Der Schriftstil ist lockerleicht und lässt sich flott lesen.
Gekonnt werden in das Geschehen Glaubensfragen eingebunden und sei es nur der Hinweis auf ein Gebet. Neben humorvolle Szenen gibt es auch ernste Themen. Das sorgt für Abwechslung.
Bei jeder Erzählung befindet sich am Anfang am oberen rechten Rand ein stilisiertes Kaninchen.
Das Büchlein hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten eignen sich wegen ihrer Längeauch zum Vorlesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2026

Eine starke Frau

Der Gesang der See
0

„...Es war Lars, der sie fand. Bei den großen schwarzen Felsen in der Mulevika, der weiten Bucht auf der anderen Seite der Insel…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein bewegender Roman. Der Schriftstil ist fein ...

„...Es war Lars, der sie fand. Bei den großen schwarzen Felsen in der Mulevika, der weiten Bucht auf der anderen Seite der Insel…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein bewegender Roman. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er beschreibt die raue Landschaft an der norwegischen See und gibt das Leben der Bewohner der Insel authentisch wieder.
Der schwarze Felsen ist für Kristiane ein Ort, an den sie flieht, wenn ihr nach Ruhe ist. So war es nach dem Tod ihres Vaters und so ist es nun, wo sie um das Leben ihres Mannes bangt. Sie hat eine Ahnung, dass er mit dem Lotsenboot nicht zurückkehren wird.
Kristiane ist eine starke Frau. Sie wird nie den Wunsch ihres Vaters vergessen.

„...Es ist nicht schlimm, wenn man statt eines Jungen ein Mädchen wie dich bekommt. Du wirst schon dafür sorgen, dass die Lotsennummer für immer auf unseren Hof bleibt…“

Doch damit sieht es nun schlecht aus. Schon kurz nach Anders Beerdigung wird ihr vermittelt, dass es Anwärter auf den Posten gibt. Sie hat ein Jahr Zeit, um wieder zu heiraten. Obwohl sie die Fähigkeiten dazu hätte, darf sie nicht als Lotsin arbeiten. Den Job gibt es nur für Männer.
Ein Kandidat ist Lars, der Gefährte ihrer Kindheit. Er hat die Fähigkeit, die Prüfung zum Lotsen zu bestehen und geht liebevoll mit Kristianes kleinen Sohn um. Dann aber lernt sie Fredrik kennen. Zwischen beiden flammt sofort ein Begehren auf. Er stammt allerdings aus der feinen Gesellschaft, auch wenn er zwischendurch seinen eigenen Weg gegangen ist.
Der Roman ist atmosphärisch dicht. Deutlich wird, dass es für Frauen nicht einfach war, sich durchzusetzen. Kristianes Alleingänge werden kritisch beäugt. Mit den Erfolgen kommen die Neider.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere