Roman | Von der Autorin des ergreifenden Bestsellers 'Als Großmutter im Regen tanzte'
Günther Frauenlob (Übersetzer)
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.
Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Eine junge Schifferin zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft: Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familienhistorie, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen Männergesellschaft der nordischen Gestade.
Der erste Roman von Trude Teige – jetzt zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.
Von der Autorin der bewegenden Generationen-Romane und Nr.1-SPIEGEL-Bestseller »Als Großmutter im Regen tanzte«, »Und Großvater atmete mit den Wellen«, »Wir sehen uns wieder am Meer«.
„Der Gesang der See“von Trude Teige, erschienen im @sfischerverlage ,ist das erste Buch der Autorin und erzählt abgewandelt das Leben ihrer Ururgroßmutter Gertrud, die im 19. Jahrhundert auf der Insel ...
„Der Gesang der See“von Trude Teige, erschienen im @sfischerverlage ,ist das erste Buch der Autorin und erzählt abgewandelt das Leben ihrer Ururgroßmutter Gertrud, die im 19. Jahrhundert auf der Insel auf der sie lebte nur „die Chefin“ genannt wurde. Sie war viermal verheiratet und drei ihrer Ehemänner kamen ums Leben.
Die Heldin dieser Geschichte heißt Kristiane und ist für die Zeit in der dieses Buch spielt , schon eine sehr selbstbewusste und selbstbestimmte Frau. Sie verliert ihre Eltern und ihren Mann sehr früh, der ein Lotse auf der Insel war, ein sehr angesehener Beruf. Kristiane bleibt mit ihrem Sohn allein und muss sich gegen die Männerwelt zur Wehr setzen, die ihr die Lotsenplakette streitig machen will. Sie aber setzt sich durch, heiratet noch ein zweites Mal,erlebt eine leidenschaftliche Affäre ,wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau und sticht mit ihrem Verhalten stark aus dem engen Korsett der Dorfgemeinschaft heraus.
Trude Teige kann einfach schreiben. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe das Leben von Kristiane sehr gern verfolgt.Die Autorin erzählt das damalige Leben in Norwegen sehr anschaulich, auch die Schilderungen der Dorfgemeinschaft haben mir gefallen und mich häufig schmunzeln lassen.
Die Autorin beschreibt, dass sie selbst auf einer kleinen Insel an der Westküste Norwegens in traditionell patriarchalischem Umfeld großgeworden ist. Wie müssen ihr die Schilderungen ihrer Tante über ihre ihrer Zeit weit voraus denkenden und lebenden Ururgroßmutter gefallen haben. Ich finde jedenfalls, dass diese Bewunderung in diesem Buch zum Tragen kommt.
„Der Gesang der See“ hat mich sofort in eine andere Welt gezogen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses wunderbare Gefühl, völlig in die norwegische Landschaft einzutauchen, und genau das liebe ...
„Der Gesang der See“ hat mich sofort in eine andere Welt gezogen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses wunderbare Gefühl, völlig in die norwegische Landschaft einzutauchen, und genau das liebe ich so an solchen Büchern: Man liest nicht nur eine Geschichte, man ist plötzlich selbst dort, zwischen Fjorden, rauer Natur und dieser besonderen Ruhe, die Norwegen für mich immer mitbringt. Besonders schön fand ich den femininen Blick auf die Geschichte und den Rollenbruch, der darin mitschwingt. Genau solche Figuren mag ich, weil sie nicht einfach in vorgegebenen Mustern bleiben, sondern ihren eigenen Weg gehen und damit auch etwas in Bewegung bringen. Das macht die Erzählung für mich nicht nur interessant, sondern auch persönlich berührend.
Norwegen ist mein absolutes Lieblingsurlaubsland, und genau deshalb hat mich das Buch noch mehr begeistert. Es war für mich fast wie ein kleiner Urlaub zwischendurch, voller Sehnsucht, Atmosphäre und dieser stillen Schönheit, die man dort immer wieder findet. Ein rundum schönes, besonderes Leseerlebnis, das mich sehr gut abgeholt hat.
Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind: Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte. Auf der kleinen Fischer-Insel ...
Der Gesang der See
Inhaltsangabe : Quelle Fischer Verlag
Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind: Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte. Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft. Eine junge Schifferin zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft: Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familienhistorie, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen Männergesellschaft der nordischen Gestade. Der erste Roman von Trude Teige – jetzt zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht. Von der Autorin der bewegenden Generationen-Romane und Nr.1-SPIEGEL-Bestseller »Als Großmutter im Regen tanzte«, »Und Großvater atmete mit den Wellen«, »Wir sehen uns wieder am Meer«.
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Bisher habe ich alle Romane von Trude Teige gelesen, umso mehr hat es mich gefreut das man ihren Debüt Roman von 2002 nun ins Deutsche übersetzt hat. Es ist die Geschichte ihrer Familie und Ururgroßmutter Gertrud, die in ihrem Leben die Chefin auf der Insel war. Sie steht auch im Vordergrund der Geschichte, es ist für mich ein Denkmal an die Frauen damals, denen man wirklich zu wenig Beachtung schenkte. Ich habe sie bewundert für ihren Kampf den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen, was für die damalige Zeit nicht leicht war. Sie beschreibt hervorragend das Leben in diese Einöde, ihren Kampf gegen die Natur und ihrem überleben. Ihre Figuren sind so real und Authentisch beschrieben, auch die einzelnen Charaktere und deren Gefühle.
Im Nachwort informiert sie über ihre Familie, und im Anhang gibt es eine Leseprobe über ein Buch „ Hinaus in den Wind „ das für August geplant ist.
"Hinaus in den Wind" ist der Titel, unter dem die Geschichte von Kristiane (bekannt aus Der Gesang der See) und ihrem Sohn Anders weitergeführt wird.
Ich habe Kristina von Anfang an im mein Herz geschlossen, als sie nach dem Tod ihres geliebten Vaters den Lotsenposten den er inne hatte zuerhalten. Was natürlich nicht einfach ist, Frauen durften selbst keine Schiffe geleiten. Kristina ist wirklich außergewöhnlich, mit weiblicher List schafft sie es tatsächlich, sie handelt sich Zeit heraus und heiratet Lars, den sie von klein an kennt. Ihr selbstständiges Handeln, ist den Menschen auf der Insel oft ein Dorn im Auge, für diese ist das eigentlich Männersache. Aber sie behauptet sich in der oft rauen Männergesellschaft. Sie schafft so vieles was sich diese Männer nicht trauen, sie handelt höhere Fischpreise aus. Ihren Sohn Andres , von ihrem ersten Mann der auf See gestorben ist, liebt sie abgöttisch. Ich habe Kristina für ihren Mut und Weitsicht bewundert, sie ist immer im Konflikt, zwischen der Pflicht, ihrer Leidenschaft, und Selbstbestimmung. Oft handelt sie etwas unüberlegt, Punkto Leidenschaft, aber ich kann sie auch nicht verurteilen dafür, sie bereut es stehts . Trotzdem liebt sie ihren Lars von Herzen, und ich hoffe dass sich alles zum Guten wenden wird.
Mit ihrem Roman „Der Gesang der See“ entführt die Autorin Trude Teige ihre Leser in die Welt von Kristiane, der Tochter des Lotsen von Kvalsvika im Westen Norwegens. Sie wächst in einem kleinen Fischerdorf ...
Mit ihrem Roman „Der Gesang der See“ entführt die Autorin Trude Teige ihre Leser in die Welt von Kristiane, der Tochter des Lotsen von Kvalsvika im Westen Norwegens. Sie wächst in einem kleinen Fischerdorf auf, dessen Wohl vom Fischfang und der eher kargen Landwirtschaft abhängt. Harte Arbeit, Sorgen um die Männer, die allzu häufig von der erbarmungslosen See verschlungen werden und existenzielle Unsicherheiten prägen die Menschen dort. Auch Kristianes Vater kehrt schließlich nicht mehr zurück und sie fühlt sich verpflichtet, ihr Versprechen ihm gegenüber einzuhalten und die Lotsennummer in der Familie zu behalten. Als auch ihr Mann Anders nicht zurückkehrt, wird sie von der Lotsenschaft dazu gezwungen, erneut zu heiraten, denn als Frau darf sie nicht als Lotsin arbeiten. So heiratet sie Lars, den sie von klein auf kennt und der sie schon immer geliebt hat. Obwohl sie Lars auch liebt und braucht, gehört ihre wahre Leidenschaft einem anderen. Während der Lotsenhof immer mehr prosperiert, freundet sich Lars ausgerechnet mit dem Mann an, den Kristiane begehrt ...
Zum Buch:
Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Trude Teige durch Kristiane vom harten und entbehrungsreichen Leben der Fischer und Lotsen im 19. Jahrhundert. Da Trude Teige selbst als Tochter eines Fischers an der Westküste Norwegens aufgewachsen ist, kann sie die Atmosphäre buchstäblich zum Leben erwecksen, so dass man das Kreischen der Möwen zu hören glaubt, das Salz auf der Haut spürt, die düsteren Wolken am Himmel zusammenbrauen sieht und den nie verebbenden Wellen zuhört. Man sieht sie auf ihrem Lieblingsfelsen in der Bucht der Mulevika und fühlt sich nah an der rauen Natur und nah an den Menschen, die das harte Leben auch oft hart sich selbst und anderen gegenüber macht. Kristiane ist eine außergewöhnliche Frau, stark, stur und unbeirrbar geht sie ihren Weg in dieser männerdominierten Welt. Geliebt wird sie dafür nicht von den Dorfbewohnern, auch wenn diese oft genug Nutzen von Kristiane's Verhandlungsgeschick ziehen. Die Geschichte entwickelt sich eher ruhig und ohne dramatische Wendungen auf das fast unvermeidliche Finale zu, aber dennoch spürt man die emotionaler Kraft und Energie auf jeder Seite.
Persönliche Meinung:
Die Geschichte umfasst nur 240 Seiten, dennoch kommt es mir vor, als hätte ich ein Familienepos mit 600 Seiten gelesen. Nicht, weil es sich so in die Länge gezogen hätte, sondern weil diese 240 Seiten so intensiv und erfüllt waren, dass ich tief eingetaucht bin und nur ungern zum Ende gekommen bin. Ich konnte Kristiane's Handlungsweisen nicht immer verstehen, aber trotzdem mitfühlen, wie es sich anfühlen musste, ihren Weg zwischen Pflichterfüllung, Liebe und Leidenschaft zu finden. Auch Lars ist mir sehr ans Herz gewachsen, seine Liebe zu Kristiane, die ihn schließlich so bitter enttäuscht hat, hat mich berührt.
Viele Nebenfiguren haben ebenfalls starken Eindruck hinterlassen, dabei waren es aber eher die stillen Eindrücke, die noch lange nachklangen.
Trude Teige hat einen so klaren Schreibstil, der manchmal so karg wie die norwegische Küstenlandschaft wirkt und dennoch so einen starken Sog entwickelt, dass man sich nicht entziehen kann. Ich habe die Stunden zwischen den Buchdeckeln sehr genossen und freue mich, dass es im August mit "Hinaus in den Wind" eine Fortsetzung geben wird, die ich mir keinesfalls entgehen lassen werde.
Fazit:
Trude Teige ist eine wunderbare Erzählerin, die es schafft, ihre Leser auf eine eindringliche Reise in eine andere Zeit und zu besonderen Menschen zu entführen. Ich könnte mir eine Verfilmung dieser Geschichte sehr gut vorstellen!
Nach ihren großen Erfolgen ist mit „Der Gesang der See“ nun erstmals auch der Debütroman von Trude Teige in deutscher Übersetzung zugänglich. Vorab sei gesagt, das ist ein Werk, dem man anmerkt, dass hier ...
Nach ihren großen Erfolgen ist mit „Der Gesang der See“ nun erstmals auch der Debütroman von Trude Teige in deutscher Übersetzung zugänglich. Vorab sei gesagt, das ist ein Werk, dem man anmerkt, dass hier bereits jene Erzählkunst angelegt ist, die ihre späteren Romane auszeichnet.
Im Zentrum der Handlung steht Kristiane, die im 19. Jahrhundert auf einer abgelegenen Insel an der norwegischen Westküste lebt. Das Dasein dort ist karg und vom Rhythmus des Meeres bestimmt. Seit Generationen liegt das Lotsenamt in den Händen ihrer Familie, ein Amt, das nicht nur Einkommen, sondern auch Identität und gesellschaftliche Stellung sichert. Als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, gerät dieses Gefüge ins Wanken. Kristiane, die von ihrem Vater selbst in die Kunst des Lotsens eingeführt wurde, ist dennoch allein aufgrund ihres Geschlechts von der Ausübung ausgeschlossen. So sieht sie sich gezwungen, rasch eine neue Ehe einzugehen, um das familiäre Erbe zu bewahren. Dass sie dabei zwischen Pflichtgefühl und leidenschaftlicher Zuneigung zu einem anderen Mann steht, verleiht der Erzählung eine zusätzliche Spannung.
Was diesen Roman besonders eindrücklich macht, ist seine dichte, authentische, nahezu körperlich spürbare Atmosphäre. Die raue Landschaft, das unberechenbare Meer und die Enge der sozialen Verhältnisse sind nicht bloß Kulisse, sondern durchdringen das gesamte Geschehen. Beim Lesen entsteht das Gefühl, selbst Teil dieser Welt zu sein. Man meint den Wind zu spüren und das Salz auf den Lippen zu schmecken. Dabei verzichtet die Autorin auf jede Form der Verklärung. Das Leben erscheint in seiner ganzen Härte, insbesondere für Frauen, deren Handlungsspielräume eng begrenzt sind.
Kristiane ist eine Figur, der einfache Zuschreibungen nicht gerecht werden. Ihr Mut und ihr unbeugsamer Wille sind beeindruckend, zugleich wirkt sie bisweilen eigensinnig und in ihren Entscheidungen nicht immer frei von Berechnung. Gerade diese Ambivalenz verleiht ihr eine bemerkenswerte Glaubwürdigkeit. Sie ist keine idealisierte Heldin, sondern eine Frau, die unter den Bedingungen ihrer Zeit versucht, Selbstbestimmung zu behaupten und das oft um einen hohen Preis.
Besonders hervorzuheben ist die leise, aber wirkungsvolle Gesellschaftskritik, die sich durch den Roman zieht. Fragen nach Geschlechterrollen, Machtverhältnissen und sozialer Abhängigkeit werden nicht explizit verhandelt, sondern entfalten sich organisch aus den Lebensgeschichten der Figuren. Gerade die Nebenfiguren wie bspw. etwa Kristianes Schwester eröffnen dabei zusätzliche Perspektiven auf die Härten und Ungerechtigkeiten jener Zeit.
Der Stil ist von einer ruhigen, klaren Sprache geprägt, die ganz auf die Entfaltung der Geschichte ausgerichtet ist und die Feinzeichnung des Plots unterstützt. Die Spannung entsteht weniger durch dramatische Zuspitzungen als durch ein stetiges, unterschwelliges Voranschreiten der Handlung. Es ist ein Erzählen, das Raum lässt für Zwischentöne, für Widersprüche, für melancholische Emotionen.
Das offene Ende fügt sich stimmig in dieses Gesamtbild ein. Es verzichtet auf einfache Auflösungen und überlässt es den Leserinnen und Lesern, die weiteren Wege der Figuren zu denken. Gerade darin liegt aus meiner Sicht eine besondere Stärke des Romans, auch im Nachgang in den Lesenden noch Gefühle zurück zu lassen.
Für mich ist dies ein zeitversetztes Debüt mit klarer Leseempfehlung.