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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein Roman der zum Nachdenken anregt

Solange ein Streichholz brennt
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Solange der Streichholz brennt, von Christian Huber ist ein berührender und emotioneller Roman. Die Hauptprotagonisten sind, Herr Bohm ein Obdachloser, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt und die Journalistin ...

Solange der Streichholz brennt, von Christian Huber ist ein berührender und emotioneller Roman. Die Hauptprotagonisten sind, Herr Bohm ein Obdachloser, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt und die Journalistin Alina, die keine große Zukunft mehr hat. Als letzter Versuch, ihre Karriere zu retten macht sie eine Dokumentation über die Obdachlosigkeit für eine neue Fernsehserie. Sie bekommt einen Tipp von der Obdachlosenhilfe und trifft sich dann mit Herrn Bohm. Sie bietet ihm 1000 Euro an, um ihn für die Reportage auf Schritt und Tritt zu begleiten. Zuerst lehnt er ab, als jedoch bei einer Kneipenschlägerei sein Hund Fox durch ein Messer schwer verletzt wird, benötigt er das Geld für den Tierarzt. Et lässt sich auf einen Deal ein. Zwei sehr verschiedene Protagonisten nähern sich nach und nach immer mehr an, und es entsteht eine vertrauensvolle Basis. Warum Bohm auf der Straße lebt wird erst am Ende erzählt. Der Autor schreibt in Abschnitten aus der Sicht von Bohm und Alina. Diese Geschichte berührt einen von Anfang an und man stellt fest, dass der Roman zum Nachdenken anregt. Das Thema Obdachlosigkeit wurde eindringlich und perfekt beschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Cover bezieht sich auf einen Trick von Bohm , ein Streichholz anzuzünden. Ich könnt mir jedoch ein passenderes Cover vorstellen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Mitten in Neapel

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Beim schön designten Cover erkennt man ein Ruderboot im Hafen von Neapel und den typischen italienischen Flair. Es gibt den 1anschein eines romantischen Urlaubs. Eine männliche Leiche wird im Hafen Becken ...

Beim schön designten Cover erkennt man ein Ruderboot im Hafen von Neapel und den typischen italienischen Flair. Es gibt den 1anschein eines romantischen Urlaubs. Eine männliche Leiche wird im Hafen Becken gefunden. Es ist Karfreitag und die Ostervorbereitungen sind in vollem Gange. Die junge Kollegin, Beppa Belluci vom Commisario Gaetano ist allein im Büro und beginnt zu ermitteln. Der Commisario Gaetano bricht seinen Urlaub ab und es stellt sich die Frage nach Unfall, Selbstmord oder Mord. Neapel ist schon immer ein Ort, wo die Mafia und Camorra die engen Gassen beherrscht. Zur Osterzeit herrscht heilloses Gedränge von Touristen und Einheimischen um an der Osterprozession teilzunehmen. In den Lokalen wird überall das neue Superfood, bestehend aus Algen, angeboten. Der Tote war Mitarbeiter in der Algenfirma Spirafarm. Die Ermittlungen beginnen und es soll schnell als Selbstmord abgetan werden, doch die junge Polizistin, Tochter eines Fischers kennt die Strömungsverhältnisse im Hafen und sie geht von einem Mord aus. Nach und nach lösen sich die Fäden und der Krimi nimmt Fahrt auf. Der Autor kennt sich gut in Neapel aus und beschreibt mit einem flüssig Schreibstil die Atmosphäre in der Hafenstadt.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Komplexer, tiefgründiger Geschichtsunterricht

Alma
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Das Buch "Alma" von Federica Manzon ist keine leichte Sommer Lektüre, wie man aus dem Cover schließen könnte. Die Autorin erzählt eine tiefgründige und schwierige Familiengeschichte aus dem Triest der ...

Das Buch "Alma" von Federica Manzon ist keine leichte Sommer Lektüre, wie man aus dem Cover schließen könnte. Die Autorin erzählt eine tiefgründige und schwierige Familiengeschichte aus dem Triest der 70iger Jahre des 20.Jahrhunderts. Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters , an einem Osterwochenende in ihre Geburtsstadt Triest zurück, um das Erbe ihres Vaters anzunehmen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, die Ausflüge mit dem Vater auf eine kleine Insel vor Istrien, wo sie Vili und Tito begegnet. Auch ihre Erinnerung an Vili, Sohn eines Dissidenten, der bei ihnen aufwächst und ihre erste Jugendliebe ist, kommt nicht zu kurz.
Ganz verwirrend war für mich der Teil über den Zerfall und den Krieg in Jugoslawien, den ich so nicht kannte. Über Wikipedia habe ich mich dann weiter über Triest und den Balkankrieg informiert. Eine Landkarte im Buch wäre sehr hilfreich. Alles in allem schwerer Lesestoff für den man Zeit braucht. Manche Seite habe ich zweimal gelesen, da die langen Sätze nicht sofort für einen Überblick sorgen. FAZIT: Kein leicht zu lesender Roman, aber interessant und tiefgründig. Es ist ein Roman mit Nachwirkung.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein Krimi über menschliche Abgründe

Giftiger Grund
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Das allererste, was auffällt ist das wirklich giftgrüne designte Cover des Buches. Es gefällt mir, weil es auffällig ist.
Es wird in Abschnitten von drei Personen erzählt. Der ex Jugendhäftling Joran, ...

Das allererste, was auffällt ist das wirklich giftgrüne designte Cover des Buches. Es gefällt mir, weil es auffällig ist.
Es wird in Abschnitten von drei Personen erzählt. Der ex Jugendhäftling Joran, der es schwer hat wieder Fuß zu fassen und in der Gesellschaft einzugliedern. Die Influencerin Charu , die mit der Kamera Lost Places fotografiert und ihre selbstgebastelte Glitzerkatze aufstellt. Und das zehnjährige Mädchen Edda, die von ihrem zuhause und ihrer Familie flieht. Joran sucht auf einer alten stillgelegten Tankstelle nach seiner damaligen Beute von siebenhundert Euro. Die drei treffen dort aufeinander und zuerst ist jeder dem anderen gegenüber misstrauisch. Der Krimi wird in den Abschnitten immer jeweils aus der Sicht und den Gedanken der Person geschrieben. Erst am Ende des Romanes wird klar, warum das Mädchen immer nachts im Schlafanzug an der Tankstelle zu finden ist. Jeder von ihnen hat ein Geheimnis und Schicksal und trotz der Gegensätzlichkeiten treffen sie sich immer wieder an der alten Tankstelle. Der Autor schreibt oft in kurzen Sätzen, eindrucksvoll und manchmal auch etwas düster aber immer flüssig und bildhaft.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein solider Krimi

Die Tote von Nazaré
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Maren Berger, eine deutsche Kommissarin wird bei einem Banküberfall in Köln angeschossen. Nach dreimonatigem Koma und Krankenhausaufenthalt, entschließt sie sich in Portugal eine Auszeit zu nehmen. In ...

Maren Berger, eine deutsche Kommissarin wird bei einem Banküberfall in Köln angeschossen. Nach dreimonatigem Koma und Krankenhausaufenthalt, entschließt sie sich in Portugal eine Auszeit zu nehmen. In Portugal entscheidet sie sich für Nazaree, ein Surfer Paradies. Die Erholung ist schnell dahin, als Maren eine tote Frau am Strand entdeckt. Als die informierte Polizei eintrifft, ist die Tote verschwunden; hatte sie vielleicht doch Erinnerungslücken ??? Bei den weiteren Recherchen arbeitet sie mit dem Inspektor Ferreira zusammen, der deutsch spricht und eine zeit in Deutschland gelebt hat. Es geschehen zwei weitere Morde. Nun wird klar, das es eine Verbindung zu ihrem Fall in Köln gibt. Der Krimi ist etwas einfach aufgebaut und konstruiert. Zwischendurch werden immer wieder Fragen gestellt. Das Spannungspotential ist allerdings nicht besonders hoch. Es ist ein solider Krimi, wobei die Protagonistin mich nicht angesprochen hat. Das Cover gefällt mir, es entspricht der Natur an der Atlantik Küste mit den dortigen Azulejos.

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