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mari_liest

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2020

Schockierend! Fesselnd! Abartig!

Das wirkliche Leben
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Zum Buch:
Ein namenloses Mädchen lebt mit ihrem kleinen Bruder und den Eltern einer trostlosen, unscheinbaren Reihenhaussiedlung. Auf den ersten Seiten beschreibt sie ihre Mutter, die unter ständiger Angst ...

Zum Buch:
Ein namenloses Mädchen lebt mit ihrem kleinen Bruder und den Eltern einer trostlosen, unscheinbaren Reihenhaussiedlung. Auf den ersten Seiten beschreibt sie ihre Mutter, die unter ständiger Angst vor dem Ehemann lebt, als „Amöbe“. Sie selbst sieht ihre Aufgabe darin, ihren kleinen Bruder vor den bösen Dingen des Lebens, u.a. den Vater, zu schützen und ihm beizubringen, was sie weiß. Ihr Vater ist ein brutaler Typ, mit unberechenbarem Charakter, der es liebt fernzusehen, zu trinken und Tiere zu jagen. Die Kinder sind im Grunde immer sich selbst überlassen. Eines Tages kommt es zu einer grauenvollen Tragödie, nach welchem das Lachen aus dem Gesicht des kleinen Bruders für immer verschwindet. Von da an setzt das namenlose Mädchen alles daran, ihm das Lächeln wieder zurückbringen und beweist in ihren Handlungen unglaubliche Stärke. Die Jahre vergehen und sie versucht es weiter, reift aber auch zur Frau heran, und steht dann unwillkürlich im „Fokus“ des Vaters. Nun ist es an der Zeit sich selbst zu schützen. Zu dieser Zeit ändert sich auch das Verhalten des Bruders Gilles, der natürlich auch heranwächst.

Fazit:
Schockierend! Fesselnd! Atemraubend! Die Leser*innen werden hier keinesfalls mit Details verschont.
Wer mit Gewaltszenen, egal ob an Mensch oder Tier, nicht „umgehen“ kann, sollte dieses Buch nicht lesen. Es waren hier einige Szenen beschrieben, die mich schon zu Beginn extrem wütend machten. Doch dies ist ein Aspekt, der im Buch eine große Rolle spielt und ist somit nichts für schwache Nerven. Die Brutalität einiger Szenen ist schwer auszuhalten. Und solche Dinge passieren. Täglich. Mitten unter uns hinter verschlossenen Türen.
Im Mittelpunkt stehen das junge Mädchen, ein traumatisierter kleiner Junge, ein machtgieriger Vater und eine unsichtbare, angstbehaftete Mutter. Ausdrucksstark schildert das Mädchen wie es zu Hause läuft, welche Verantwortung sie auf sich nimmt, obwohl sie selbst noch Kind ist, und wie psychische Krankheit das Umfeld beeinträchtigen kann.
Die Autorin greift hier wichtige Themen auf: Gewalt, Macht, Gier, Aggression in der Familie, gebrochene (Kinder-)seelen, Erwachsenwerden, Ignoranz, Alkoholismus, u.v.m. auf, obwohl das Buch nur sehr kurz ist.
Die Sprache der Buches weist ein vielen Stellen eine Art Leichtigkeit auf, da sie aus der kindlichen Perspektive des Mädchens geschildert wird und aufgrund der bildhaften Vergleiche, musst ich auch das eine oder andere Mal wirklich auflachen. Ein wunderbares, mutiges, schlaues Mädchen; ja eine Heldin kristallisiert sich hier heraus. An anderen Stellen ist es so abartig, dass man glaubt, man kriegt keine Luft mehr.
Das Buch ist zwar schnell gelesen. Doch die Geschichte hallt definitiv nach. Die Hauptprotagonistin ist ob der grauenhaften Situation zu Hause immer voller Zuversicht und Liebe, stark, für ihren Bruder.
Was es noch sagen sollte: NICHT WEGSEHEN, wenn möglich!
[… Ich war keine Beute mehr. Damit war Schluss. Und auch kein Raubtier. Ich war ich und dieses Ich war durch nichts totzukriegen. …]
Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung! 5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Märchen gehen immer :-)

Die schönsten Märchen für Kinder
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Die meisten Märchen waren mir bekannt, bis auf „Die drei Ziegenböcke“.

Das Buch ist zuckersüß gestaltet. Die Illustrationen so lieb und detailliert. In manche Figuren, wie zB die Maus, hab ich mich ...

Die meisten Märchen waren mir bekannt, bis auf „Die drei Ziegenböcke“.

Das Buch ist zuckersüß gestaltet. Die Illustrationen so lieb und detailliert. In manche Figuren, wie zB die Maus, hab ich mich sofort verliebt.
Das Buch ist ein Genuss für jede Mama und bringt sicher leuchtende Kinderaugen zum Vorschein.
Ein Buch, das ich sicher auch verschenken werde. ❤️
Klare Empfehlung von meiner Seite.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Toller Band 2 mit mega Highlights

Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
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Ich bin noch immer mega begeistert von der Story. Trotzdem muss ich mich zügeln, damit es dann nicht so schnell vorbei ist.
Auch dieser Teil hat mich fasziniert. Im ersten Band drehte sich die Geschichte ...

Ich bin noch immer mega begeistert von der Story. Trotzdem muss ich mich zügeln, damit es dann nicht so schnell vorbei ist.
Auch dieser Teil hat mich fasziniert. Im ersten Band drehte sich die Geschichte um den Wettkampf und das Training, um der neue Champion des Königs zu werden. Diese stringente Haupthandlung hat klar die Spannung erzeugt.
In Band 2 geht es etwas langsamer los. Erst in der zweiten Hälfte des Buches geht es so richtig los. Das war der Startschuss, dass ich es gar nicht mehr weglegen konnte.
Die Charaktere sind wieder einen Ticken genauer ausgearbeitet und man versteht ihre Handlungen nun auch wieder etwas mehr. In den Szenen gibt es erschreckende Wendungen und entsetzliche Beschreibungen und es kommen Schlag auf Schlag immer neue Ereignisse. In diesem Teil werden viele Dinge gesucht, behirnt, aber auch offenbart. Aber trotzdem nicht in solch einem Ausmaß, dass es langweilig werden könnte; mitnichten! Die Geheimnisse um die Protagonisten sowie Antagonisten und die Rätsel, die entstehen, werden nicht vollständig aufgelöst; sie werden angerissen und man kann nicht sagen, was wohl als nächstes geschehen wird. Am Ende von Band 2 kam der Schock!! Eine Wendung, die ich nicht erwartet hatte und die mich fast böse machten. Doch diese kann ich Euch nicht nähere erläutern, ohne zu spoilern.
Der Schreibstil ist wieder angenehmen, unverschnörkelt und klar.
Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Extrem spannender Auftakt

Throne of Glass 1: Die Erwählte
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Geschichte:
Celaena Sardothien ist die berüchtigste Assassinin in ganz Erilea. Durch einen groben Fehler wird sie zur Strafe in die Salzminen von Endovier geschickt, die für jeden den sicheren Tod bedeuten. ...

Geschichte:
Celaena Sardothien ist die berüchtigste Assassinin in ganz Erilea. Durch einen groben Fehler wird sie zur Strafe in die Salzminen von Endovier geschickt, die für jeden den sicheren Tod bedeuten. Mittlerweile ist sie schon ein Jahr in den Salzmienen, als sich ihr Schicksal scheinbar zu wenden beginnt. Chaol Westfall, der Captain der königlichen Leibgarde, bringt sie aus den Salzmienen zum Kronprinzen Dorian, welchen sie in einem tödlichen Wettkampf repräsentieren soll. Verliert sie, ist sie des Todes oder muss zurück in die Salzmienen, was das gleiche bedeuten würde. Gewinnt sie, ist sie für vier Jahre an den König gebunden und danach frei. Wird sie es schaffen und den Sieg erlangen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen?

Fazit:
Ich bin richtig, richtig begeistert von der Story. Ich kann es kaum erwarten, morgen in den Thalia zu stürmen und mir die anderen Bände zu holen.

Die Geschichte hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Die Autorin beschreibt die Szenerie bildhaft, sodass ich durchwegs ein Bild im Kopf hatte, wie die Personen aussehen, wie sich das Schloss präsentiert, wie sich die Gesichter in Gesprächen verändern. Zu Beginn des Buches wird langsam auf die Geschichte eingegangen, ich fand diese Vorgehensweise aber in keinster Weise störend, im Gegenteil. Mir war es sogar lieber, als gleich in eine Story voll hineingeschmissen zu werden. Somit baut sich die Spannung der Geschichte langsam auf und steigert sich bis zum Schluss markant.

Die Protagonisten haben alle ihre Ecken und Kanten, doch konnte ich sie alle sofort ins Herz schließen. Bei den Antagonisten fiel es mir gleich leicht, sie nicht zu mögen. Was die Autorin auch sehr gut geschafft hat, ist, dass man nicht sofort die gesamte Geschichte der einzelnen Personen erfährt. Man bekommt die Erfahrungen der einzelnen Personen in Häppchen serviert, was auch wiederum die Spannung aufrecht hält. Der erste Teil bietet bereits mehrere Handlungsstränge, doch kommt man nicht durcheinander.

Der Schreibstil ist angenehmen und klar. Keine verschachtelten Sätze, keine unnötigen Ausschweifungen. Ich freue mich auf die Fortsetzung ….. morgen! lach

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Folgen Sie NICHT dem weißen Kaninchen

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
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Christina Henry hat hier definiert „aufgeräumt“ mit dem kunterbunten, träumerischen Wunderland der Alice. Das regelmäßige Abenteuer mündet hier in Blut, Tod, Gewalt und Wahnsinn.

Geschichte:
Wie der Klappentext ...

Christina Henry hat hier definiert „aufgeräumt“ mit dem kunterbunten, träumerischen Wunderland der Alice. Das regelmäßige Abenteuer mündet hier in Blut, Tod, Gewalt und Wahnsinn.

Geschichte:
Wie der Klappentext schon lesen lässt, wacht Alice nach langer Zeit in einem „Irrenhaus“ auf und weiß eigentlich gar nicht, wie sie da hingekommen ist. Sie hat ab einem gewissen Zeitpunkt keine Erinnerungen mehr. Ihre Eltern besuchen sie seit einiger Zeit nicht mehr und ihre Welt steht quasi Kopf. Langsam freundet sie sich mit dem Zellengenossen Hatcher an, mit dem sie durch ein Mausloch spricht und so zumindest einen Kontakt in ihrem Leben hat. Durch einen Brand im Gebäude können Hatcher und Alice fliehen und die düstere Geschichte nimmt ihren Gang. Den Rest müsst ihr selbst herausfinden, ich möchte nicht spoilern.
Im Laufe des Buches trifft man bekannte Charaktere, wie das Kaninchen, die Raupe oder die Grinsekatze. Hier hat mir sehr gefallen, dass die Autorin bekannte Figuren zwar verändert hat, man aber die Figuren, die man aus den süßen Alice Serien kennt, noch zuordnen kann. Der Satz, der im Buch immer wieder auftaucht „Folge nicht dem Kaninchen, es sei denn, du wünscht dir noch mehr Tod und noch mehr Irrsinn“, spiegelt die Geschichte von Alice hinter den Spiegeln extrem gut.
Mein Fazit:
Für mich ist das Buch eine gelungene Neuerzählung, wobei man sagen muss, dass man Dunkelheit, Düsterheit und Brutalität mögen muss. Ein wahr gewordener Alptraum, den man als Leser*in teilweise hautnah erleben kann. Trotz alledem finde ich, dass es die Charaktere in mancher Situation zu leicht hatten. Sie stoßen immer wieder auf unglaubliche Schwierigkeiten und können teilweise ohne großen Aufwand das Problem überwinden. Teilweise wird die Spannung vor einer Situation extrem aufgebaut und dann wird die anstehende Problemsituation ganz leichtfertig bewältigt.

Die letzte Szene, auf die das ganze Buch hingearbeitet wird, wird dann kurzerhand in nicht mal drei Seiten abgehandelt, da war meine Enttäuschung schon etwas groß. Hier hätte man definitiv nachlegen sollen. Alles in allem für mich trotzdem ein großartiges Buch, mit kleinen Mankos. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung!

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