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Veröffentlicht am 18.03.2025

Spurlos verschwunden

The Surf House
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Zum Inhalt:
Bea verlässt überstürzt ihre Arbeit als Model, um sich selbst wiederzufinden. Allein in den Straßen Marrakeschs verläuft sie sich und gerät in einer Gasse in die Falle von Straßenräubern. Marnie ...

Zum Inhalt:
Bea verlässt überstürzt ihre Arbeit als Model, um sich selbst wiederzufinden. Allein in den Straßen Marrakeschs verläuft sie sich und gerät in einer Gasse in die Falle von Straßenräubern. Marnie kommt ihr zu Hilfe, dabei beginnt ein Kampf mit dem Straßenräuber, der nicht gut endet. Da Bea nun ohne Geld und Pass ist, nimmt Marnie sie kurzerhand mit in ihr Strandhotel Surf House. Die beiden freunden sich an und Bea hilft Marnie mit den Gästen. Zunächst fühlt sich Bea dort wohl, doch als ein neuer Gast auftaucht und seine verschwundene Schwester sucht, fallen Bea immer mehr Widersprüche auf.

Meine Meinung:
Lucy Clark führt den Leser dieses Mal nach Marokko in ein Surferparadies. Dies ist mein viertes Buch der Autorin, und sie konnte mich bisher immer gut abholen.
In einem recht lockeren Schreibstil begleitet man Bea bei ihrem neuen Leben und ihrer Suche nach der verschwundenen Savannah. Zunächst erlebt Bea natürlich etwas Ungeheuerliches und dadurch trifft sie auf Marnie, die sie unter ihre Fittiche nimmt.
Dies wirkt zunächst spannend, doch diese Spannung lässt leider bald nach, denn Bea geht zu locker mit der Situation um. Auch wie sie das benötigte Geld so einfach zusammenbekommt, wirkt nicht sehr realistisch und ich hatte das Gefühl, dass es so vor sich hinplätschert. Die Surf-Szenen sind sehr gut beschrieben und die Autorin gibt sich Mühe, das Gefühl der Surfer zu vermitteln. Bedauerlicherweise kann ich mit Surfen nichts anfangen. Beas Ermittlungen hätten noch etwas Spannung vertragen, die fehlte mir hier durchweg nach dem guten Start. Erst zum Schluss kommt es zu einem spannenden Showdown. Da ich jedoch schon sehr bald einen Verdacht hatte, wer dahintersteckt, konnte mich die Auflösung nicht wirklich überraschen, auch wenn die Autorin versucht, den Leser auf eine andere Fährte zu locken. Insgesamt betrachtet hätte dieses Buch ein gutes Stück mehr Spannung im Schreibstil vertragen können, deshalb würde ich es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen.
Wer das Meer und das Surfen liebt, wird mit diesem Kriminalroman und seinem lockeren, flüssigen Schreibstil gut unterhalten. Im Endeffekt wurden meine Erwartungen dieses Mal leider nicht erfüllt.

Fazit:
Eher ein guter Kriminalroman als ein Thriller, jedoch konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Schicksalsdrama

Frag nicht nach Agnes
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Zum Inhalt:
Nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Gefangenschaft hofft Agnes auf ein glückliches Leben. Doch Walter zieht sich von ihr zurück und lässt sie an seinem Leben nicht teilhaben. Ihre Bestätigung ...

Zum Inhalt:
Nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Gefangenschaft hofft Agnes auf ein glückliches Leben. Doch Walter zieht sich von ihr zurück und lässt sie an seinem Leben nicht teilhaben. Ihre Bestätigung findet sie bei der Arbeit der französischen Besatzungsverwaltung. Bei einem Treffen der Kriegskameraden bei ihnen zu Hause erfährt Agnes etwas Schreckliches über Walter. Kann sie damit ein selbstständiges Leben erwirken?
Die Goldschmiedin Lilo wird von ihrer Mutter gebeten, einen Brief einzuwerfen, der Adressat, ein Verwandter ihrer Mutter. Lilo stellt ihr Fragen, denn sie weiß nichts über deren Familie, doch diese weicht aus und behauptet, dass Agnes ihr Leben zerstört hat. Auch der Empfänger des Briefes beschuldigt Agnes, die Familie zerstört zu haben. Was hat ihre Großmutter nur Ungeheuerliches getan, damit eine Familie komplett zerbricht? Neben eigenen Sorgen mit dem neuen Mitarbeiter versucht Lilo herauszufinden, welches Geheimnis die Familie umgibt.

Meine Meinung:
Flüssig und teilweise sehr berührend bietet Valerie Jakob einen Schicksalsroman an, der in zwei Zeitebenen aus der Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin erzählt wird. Ein dunkles Kapitel aus der NS-Zeit, das mir bisher nicht bekannt war, wird mit den literarischen Protagonistinnen verbunden.
Agnes‘ Leben ist geprägt von den letzten Jahren des Krieges und den Nachkriegsjahren. Erschreckend, welche Macht die Männer damals über ihre Ehefrauen hatten. Sie versucht verzweifelt, sich ein schönes Leben aufzubauen, doch Missverständnisse, Lüge und Intrige machen Sie zum Sündenbock. Auf Agnes konnte ich mich vollkommen einlassen und ihre Geschichte sowie die eingebundene Tatsache aus der NS-Zeit, die ich bisher nicht wusste, hat mich tief erschüttert. Den Teil mit Lilo und ihrer Mutter Monika beobachtete ich stattdessen distanzierter. Monika spielt nur subtil eine Rolle in der ganzen Geschichte, da sie ja nie so richtig mit der Sprache herausrückt. Zum Ende hin kann ich sie sogar teilweise verstehen. Lilo war mir im Hinblick auf den neuen Mitarbeiter etwas naiv und ihre Versuche, über Agnes etwas herauszufinden, wirkten irgendwie halbherzig, da sie ihre Mutter nicht verletzen wollte. Doch zum Schluss kam sie der Wahrheit ein gutes Stück näher.
Mit jeder Zeile, die ich gelesen habe, hoffte ich auf ein glückliches Ende für die Protagonistinnen. Letztendlich hat mich das Buch aufgewühlt zurückgelassen.

Fazit:
Ein Roman, der mit seiner Tragödie sehr berührt.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Spannende Geheimnisse

Ein ungezähmtes Tier
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Zum Inhalt:
Das gut situierte Paar Arpad und Sophie leben in einem wunderschönen, komplett verglasten Kubus mit großer Terrasse und Schwimmbad am Genfer See. Sophie feiert bald ihren 40 Geburtstag. Privat ...

Zum Inhalt:
Das gut situierte Paar Arpad und Sophie leben in einem wunderschönen, komplett verglasten Kubus mit großer Terrasse und Schwimmbad am Genfer See. Sophie feiert bald ihren 40 Geburtstag. Privat freunden sich der Banker und die Rechtsanwältin mit dem Polizisten Greg und dessen Ehefrau Karine an. Während Karine neidisch auf die harmonische Ehe der Beiden schaut, interessiert sich Greg für Sophie mehr als auf nachbarschaftliche Weise und beobachtet sie. Währenddessen wird ein raffinierter Raub bei einem Genfer Juwelier geplant. Doch was hat dies mit der Freundschaft der beiden Ehepaare zu tun?

Meine Meinung:
Das Cover zeigt einen Voyeur, wie er Sophie in ihrem Haus beobachtet und weist somit schon auf etwas unheimliches hin. Dies ist mein erstes Buch des Autors Joël Dicker und ich war gespannt, was und wie mir der Autor seine Story präsentiert. Erzählt wird mit verschiedenen Zeitsprüngen, die sich sprunghaft abwechseln in Tage vor dem Überfall, den Tag des Überfalls und 15 Jahre zuvor, dazu noch aus den unterschiedlichen Sichtweisen. Anfangs noch etwas zäh wird man durch die kurzen Kapitel nach und nach in ein raffiniertes Spiel des Autors gezogen, welches scheinbar Geheimnisse offenbart und doch in die Irre führt. Neue Entwicklungen lassen meine Überlegungen mehrfach überdenken und erreichten damit, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, trotzdem konnte ich keine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, die ich teilweise sogar unsympathisch fand.
Mich hat dieser Roman mit seinen einfallsreichen Wendungen gut unterhalten und ich werde mit Sicherheit weitere Bücher von Joël Dicker lesen.

Fazit:
Wer raffinierte Romane liebt, ist hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Spannende Ereignisse

Die Brücke von London
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Zum Inhalt:
London 1749. Die frisch verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley kämpft um ihre Existenz. Einst haben sie sich in die ehemalige Brückenkapelle mitten auf der London Bridge mit ihrem Geschäft ...

Zum Inhalt:
London 1749. Die frisch verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley kämpft um ihre Existenz. Einst haben sie sich in die ehemalige Brückenkapelle mitten auf der London Bridge mit ihrem Geschäft eingemietet. Doch nun ist sie durch die Spielsucht ihres Mannes hoch verschuldet und der Neubau einer neuen Brücke gefährdet die Geschäfte. Zusammen mit dem Straßenjungen Alder, dem sie das Leben gerettet hat, taucht sie ins Schmuggelgeschäft ein. Doch überall lauern Gefahren. Doch der gewitzte Alder hilft so gut er kann, nicht ahnend, dass er aus einer Familie stammt, die schon einst beim Brückenbau im Jahr 1202 eine Rolle spielte.

Meine Meinung:
Buch öffnen und eintauchen in eine andere Welt, dies hat mir Julius Arth mit seinem Roman ermöglicht. Die Story spielt auf zwei Zeitebenen, die abwechselnd erzählt werden.
Im Jahr 1202, in dem die London Bridge und die Brückenkapelle gebaut wurde und Estrid sowie ihre Schwester Sibilla eine wichtige Rolle spielen, da für die Unfälle beim Bau natürlich jemand verantwortlich gemacht werden muss, sowie 1749 als die Tuchhändlerin Juliana und der Straßenjunge Alder um ihr Glück kämpfen, auch wenn sie dabei vom Gesetz abweichen müssen. Beide Zeitebenen waren gleichermaßen leicht und doch fesselnd geschrieben, historische Gegebenheiten gut in die Geschichte eingebaut. Durch die Erzählweise des Autors fühlte ich mich wie die stille Begleiterin der liebenswerten Hauptcharaktere. Die Verbindung der beiden Zeitstränge war mir schnell klar, dieser wurde in der Dynamik der Geschichte allerdings keine allzu große Rolle beigemessen, zum Ende jedoch schließt der Autor den Kreis. Letztendlich wurde ich von Anfang an gut unterhalten und konnte mich in beiden Zeitebenen gut einfinden.

Fazit:
Historienroman, der mit seiner leichten und doch spannenden Erzählweise für ein schönes Leseerlebnis sorgt.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Gelungenes Depüt

Berchtesgaden
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Zum Inhalt:
Mai 1945 – Berchtesgaden. Die US-Amerikaner rücken näher und Berchtesgaden kapituliert. Die US-Amerikaner übernehmen die Regierung. Ein vorsichtiges Herantasten zwischen der Siegermacht und ...

Zum Inhalt:
Mai 1945 – Berchtesgaden. Die US-Amerikaner rücken näher und Berchtesgaden kapituliert. Die US-Amerikaner übernehmen die Regierung. Ein vorsichtiges Herantasten zwischen der Siegermacht und den Besiegten beginnt. Die 19-jährige Sophie ergattert eine Stelle beim Military Government und arbeitet als Stenotypistin bei den Befragungen, die der jüdische Emigrant Frank Rosenzweig durchführt. Sophie wird bei ihrer Arbeit mit der Wahrheit über die Verbrechen der Deutschen konfrontiert und sie muss sich fragen, inwieweit ihre eigene Familie zu den Tätern gehört.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, das Cover und der Titel haben nicht gleich meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, erst der Hinweis, dass es sich um einen historischen Roman handelt. hat mich dazu bewogen, den Klapptext zu lesen und dadurch meine Neugier geweckt.
In Berchtesgaden, Hitlers einstigen Wohnort, treffen die unterschiedlichsten Protagonisten aufeinander, Sieger und Besiegte, Opfer, Mitläufer und Täter.
Die 19-jährige Hauptprotagonistin Sophie wird durch ihre Arbeit beim Military Government schonungslos mit der Wahrheit konfrontiert und findet dort ihre große, wenn auch verbotene Liebe bei dem Schwarzen GI Sam Cork. Die Autorin hebt mit ihren literarischen Protagonisten die Vergangenheit hervor, die man sich auch heute stets vor Augen halten sollte. Anhand ihrer Figuren werden unterschiedliche Schicksale dokumentiert, die mit dem Erlebten oder ihren Taten nun zurechtkommen müssen. Sie verarbeitet die geschichtlichen Fakten professionell und vergisst auch nicht, den Umgang mit den afroamerikanischen Soldaten sowie die Taten der Siegermächte zu erwähnen, die durch die Kriegsreporterin Meg im Bild festgehalten werden.
Carolin Ottos Schreibstil ist flüssig, und obwohl vieles fast sachlich herüberkommt, hat mich das Buch in seiner Vielschichtigkeit der Schicksale berührt. Ich finde es sehr schade, dass solche Romane meist nur von Fans historischer Romane gelesen werden.

Fazit:
Ein gelungener, gut recherchierter historischer Roman, den ich nicht nur Fans des Genres empfehlen kann

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