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marpije

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2021

Die andere Liebesgeschichte

Die Jahre ohne uns
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Eine ältere einsame Frau und ein genauso altes Mann , ehemalige Schauspieler treffen sich in einem Hotel Bar, zwei Fremde Leute und doch sich so bekannt, er erzählt ihr die Geschichte seines Lebens, sie ...

Eine ältere einsame Frau und ein genauso altes Mann , ehemalige Schauspieler treffen sich in einem Hotel Bar, zwei Fremde Leute und doch sich so bekannt, er erzählt ihr die Geschichte seines Lebens, sie schaut in seine junge blaue Augen und am Ende alles ist klar - die Jahre ohne uns sind endlich vorbei.....

Wunderschöne Liebesgeschichte ganz anders erzählt, für mich war das ein Märchen für Erwachsene.....Die erste Teil eintönig, grau, traurig und einsam - das ist die Geschichte von die Frau dann kommt der zweite Teil mit so vielen Geschichten dass die noch mindestens drei andre Bücher füllen können, hier ist alles sehr lebendig, mit vielen Menschen, viel Aktion, alles ist mit Farben und Gefühlen durchgetränkt und mit ein Hauch mysteriösen durchgezogen - das ist die Geschichte von den Mann und dann kommt die dritte Teil - ruhig, vollkommen , melancholisch und mit den großen Glücksgefühl - wir sind endlich da, die Reise ist beendet.

Der Schreibstil ist grandios - poetisch und sehr ruhig gleichzeitig klar und deutlich, als erste kommt die Nostalgie beim lesen, dann der Spannung und dann die Zufriedenheit , der Autor ist sehr guter Geschichtenerzähler , er fesselt der Leser wörtlich und macht seine Neugier auf weiteres fast unerträglich.

" Ich hatte alles besessen , was ein Leben großartig macht " warum der Mensch erkennt das erst wenn er das verloren hat ?

Veröffentlicht am 05.02.2021

Ruhig und melancholisch

Big Sky Country
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August wächst auf einer Farm und ist harte Arbeit gewohnt, aber Augusts Leben ist schön und glücklich. Seine Eltern gehen getrennte Wege , sein Vater bleibt auf der Farm und August mit Mutter zieht nach ...

August wächst auf einer Farm und ist harte Arbeit gewohnt, aber Augusts Leben ist schön und glücklich. Seine Eltern gehen getrennte Wege , sein Vater bleibt auf der Farm und August mit Mutter zieht nach Montana - dort ist er ein Außenseiter, sehr langsam findet er Freunde aber bleibt immer auf der Seite....Wir begleiten August von klein Kind bis zum Erwachsenen Mann, wir merken seine innere Änderungen und seine Liebe zu beiden Elternteilen und das alles in schönen Landschaften.



Das Buch ist schön , schön ruhig, schön melancholisch, der Schreibstil ist klar, sehr genau und sehr detalliert , aber die ganze Geschichte plätschert nur vor sich hin, mir fehlt bisschen "Leben" hier und bisschen "Aktion" , August bleibt bis zum Ende blass und nicht ganz aber doch fremd, mir hat das Buch gefallen nur war nichts spektakuleres und wird schnell aus den Kopf weg nur die Szenen am Anfang wo der kleine August kann Geld mit der töten von die Katzen Geld verdienen bleiben , leider, länger im Kopf, die zeigen auch wie die kleine Kerl klug war, statt jede einzelne zu töten August mach alle auf einmal fertig.

Veröffentlicht am 31.01.2021

Gute Unterhaltung

Kurschatten-Affäre
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Das Buch garantiert gute Unterhaltung mit symphatishen Figuren aber viel Spannung ist nicht viel drin . Das ganze dreht sich um Sascha welche arbeitet als Croupier in Cassino und hat eine Affäre mit Mira ...

Das Buch garantiert gute Unterhaltung mit symphatishen Figuren aber viel Spannung ist nicht viel drin . Das ganze dreht sich um Sascha welche arbeitet als Croupier in Cassino und hat eine Affäre mit Mira Schimmel eine Ehefrau von berühmten Arzt. Sascha ist hier dargestellt als Hochstapler , eigentlich weiß ich nicht warum, er hat nichts verbrochen außer die Frau Schimmel illegal zu massieren , er ist charmant und galant, liegt große Wert auf sein Aufsehen aber ist nicht narzistisch , er ist ehrlich und hilfsbereit, symphatisch und nett, sehr liebe Kerl, ja er is fast immer ohne Geld aber sein großes Herz gleicht das alles, seine Fürsorge um seine Tante Paulina ist vorbildlich......ja und die Tante Paulina hier ist ein STAR, ihre Sarkasmus und Kritik , ihre Sticheleien und Ironie das ist das beste hier, und dank Tante Paulina ist sogar der Mörder schnell erkannt.

Wer sucht leichte, angenehme Lektüre landet hier mit einen Volltreffer , wer sucht gute Krimi wird bisschen enttäuscht.

Veröffentlicht am 13.01.2021

Die Matamorphose

Orangen für Dostojewskij
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" Ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland " - schreibt Dostojewskij in seinem privaten Notizen - und diese Geschichte ( erfundene oder nicht ) sagt uns warum.

Venedig war eine Station von Dostojewskijs ...

" Ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland " - schreibt Dostojewskij in seinem privaten Notizen - und diese Geschichte ( erfundene oder nicht ) sagt uns warum.

Venedig war eine Station von Dostojewskijs europäisches Zugreise und dort hat der berühmte Schriftsteller eine Metamorphose erlebt, aus einem grimmigen, mürrischen und schlecht gelaunten Mann wird ein Mann welche lacht und die Schönheit von das Leben merkt. Ob die Liebe zum Venedig hat tatsächlich beim Dostojewskij der Rossini erweckt, schwer zu sagen, auf jeden Fall der Autor hat der Treffen von die beiden sehr glaubhaft und authentisch dargestellt. Dostojewskij war 40 Jahre alt und Rossini 70, aber nicht der Altersunterschied ist hier bemerkbar, sondern die Lebensweise und die "geistliche" Stimmung von die beiden. Wenn der russische Schriftsteller in den Gesprächen als zornige Philosoph kommt, welche nur kritiesiert ( sogar seine Bemerkungen über die europäischen Hauptstädten sind giftig und Bezeichnung von Kölner Dom -" ein monströser Briefbeschwerer " fast unmöglich ) dann Rossini als Genussmensch und fröhliche Redner kommt. Aber Rossini hat ein Wunder vollgebracht- Dostojewskij taut bei jeden Gespräch auf und aus den beklemmenden Mann wir endlich ein Mensch welche der Schönheit und Heiterkeit von Venedig und die Leuten sieht.

Am meisten hat mir die Atmosphäre hier gefällt , ruhig, nostalgisch, traurig und wehmütig mit ab und zu einen großen Feierwerk welche erhellt und die Farben in Leben bringt wie die orange Regenschirm in die grauen Venedig auf dem Cover.

Das Buch ist nicht leicht zum lesen , der Schreibstil und die große Portion von Lebensphilosophie brauchen viel Aufmerksamkeit und Zeit, aber wer dieser Geschichte die Zeit und Aufmerksamkeit schenkt der kann diese genießen - wie die getischte Köstlichkeiten hier , die Wörter sich auf die Zunge zergehen lassen.

Veröffentlicht am 28.12.2020

Zwei Frauen - eine Reise

Miss Bensons Reise
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Margery Benson ist eine Lehrerin, sie ist wie eine graue, schweigsame Maus, sie verbringt die Tage alleine, sie ist fast unsichtbar, noch dazu Margery ist dick und altmodisch sie ist regelrecht durch ihre ...

Margery Benson ist eine Lehrerin, sie ist wie eine graue, schweigsame Maus, sie verbringt die Tage alleine, sie ist fast unsichtbar, noch dazu Margery ist dick und altmodisch sie ist regelrecht durch ihre Schülerinnen ausgelacht und gerade nach so einen Vorfall Margery ändert alles auf ein Schlag, sie schmeißt alles weg, sie begeht sogar ein Diebstahl und sie will endlich ihre große Traum verwirklichen - den goldenen Käfer in Neukaledonien finden.

Enid Pretty ist eine junge, schöne , zierliche Frau welche egal wo sie auftritt sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht , Enid plappert ständig und macht viel Wirbel aus allem, durch Zufall sie kommt als Assistentin von Margery mit nach Neukaledonien.

Und das ist noch Mundic, ein Veteran , welche als blind Passagiere begleitet die zwei Frauen.

Die Konstellation von die drei Leuten ist meisterhaft gebaut, die erste Eindrücke welche die drei beim Leser wecken, mit die Zeit sind verflogen, die drei sind ganz anders als auf den erstne Blick. Die Unterschiede bleiben aber der Sicht nach die drei Personen ändert sich , die welche hat bis jetzt für sich selber gesorgt bleibt hilflos, die welche mit Männer spielt ist plötzlich die größte Hilfe , sie kann alles meistern und sie verfällt nicht in schwarzen Gedanken, der welche am Anfang bescheuert wirkt weckt Mitleid - einfach grandios, der Spieß ist umgedreht und der Leser denkt ganz anders als am Anfang.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, hier ist kein Spannung vorhanden, aber ich persönlich, habe den nicht vermisst, mir hat gereicht die Metamorphose, besonders von die zwei Frauen, zu verfolgen und mit die Prise Ironie , manchmal schwarze Humor das Buch sorgt für große Lesevergnügen.

Die Geschichte soll unbedingt verfilmt sein.