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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2024

Ein zauberhafter Reiseführer ganz anderer Art

Heiliges Usbekistan
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"Heiliges Usbekistan" ist ein sehr umfangreiches Werk, in dem das Land mit den Sehenswürdigkeiten, der Kultur und der Religion ausführlich behandelt wird. Viele Fotos geben dem Leser auch schöne visuelle ...

"Heiliges Usbekistan" ist ein sehr umfangreiches Werk, in dem das Land mit den Sehenswürdigkeiten, der Kultur und der Religion ausführlich behandelt wird. Viele Fotos geben dem Leser auch schöne visuelle Eindrücke über dieses - für uns Europäer - so unbekannte Land. Besonders fasziniert war ich dabei von der dort vorherrschenden Religion des Sufismus, der als "mystischer Weg" beschrieben ist. Die Autorin, Stephanie Clasemann, lässt hierbei viele Vertreter dieser Religion zu Wort kommen, darunter auch eine große Anzahl weiblicher Mystikerinnen. Die einzelnen Zitate oder auch Textauszüge haben mir zum Teil neue Gedankenimpulse geschenkt und mich direkt in meinem Herzen berührt. Das Buch ist bei mir übersät mit Post-its, damit ich die besonders inspirierenden Gedanken mehrmals lesen kann. Das Zitat von Rumi "In Wahrheit gibt es ein einziges Licht, das durch verschiedene Fenster und Öffnungen strahlt." habe ich mir sofort eingeprägt, da es so treffend das beschreibt, was ich schon lange in meinem Herzen fühle. Aus dem Buch lässt sich ganz klar erkennen, wie die Autorin mit dem Land liebevoll verbunden ist. Fazit: Ein Reiseführer, der sich nicht auf die oberflächliche Beschreibung von Sehenswürdigkeiten beschränkt, sondern die ganze Fülle an Traditionen, Hintergrundwissen und die Spiritualität der Bewohner liebevoll und respektvoll präsentiert.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Amüsanter Blickwinkel auf das Leben und das Älterwerden

Im wechselnden Licht der Jahre
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Tom Liehr widmet sich in seinem neuesten Werk "Im wechselnden Licht der Jahre" dem Thema des Alterns und seiner eigenen Generation. Die Geschichte dreht sich um Alexander Bengt, der in Westberlin aufwächst, ...

Tom Liehr widmet sich in seinem neuesten Werk "Im wechselnden Licht der Jahre" dem Thema des Alterns und seiner eigenen Generation. Die Geschichte dreht sich um Alexander Bengt, der in Westberlin aufwächst, seine Schul- und Studienzeit dort verbringt und sich Jahre später, kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag, in einem reflektierenden Rückblick auf sein Leben wiederfindet.

Der Roman lässt die Leser nostalgisch in die Zeit der Siebziger und Achtziger Jahre eintauchen. Besonders diejenigen, die diese Ära selbst miterlebt haben, werden sich in den detaillierten und zutreffenden Beschreibungen dieser Zeit gut zurückversetzt fühlen. Liehr zeichnet ein treffendes Bild der Gesellschaft sowohl von damals als auch von heute. Die amüsanten und gleichzeitig kritischen Beobachtungen geben dem Roman eine besondere Tiefe und Authentizität .Das eigentliche Thema des Buches, das Altern, wird immer wieder aufgegriffen, doch das Buch ist keineswegs nur für ältere Menschen lesenswert.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Insgesamt ist "Im wechselnden Licht der Jahre" ein unterhaltsamer Roman mit charmanten Charakteren und einer liebevollen Darstellung Berlins, der sowohl nostalgische Erinnerungen weckt als auch aktuelle gesellschaftliche Themen anspricht.

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Veröffentlicht am 30.05.2024

Nette Geschichte

Hannes und Begel
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Das Kinderbuch "Hannes und Begel" erzählt eine reizende Geschichte über den kleinen Hannes, der eine abenteuerliche Reise unternimmt. Aus Angst seinen Hund Begel zu verlieren, nimmt er mutig Reißaus. Sein ...

Das Kinderbuch "Hannes und Begel" erzählt eine reizende Geschichte über den kleinen Hannes, der eine abenteuerliche Reise unternimmt. Aus Angst seinen Hund Begel zu verlieren, nimmt er mutig Reißaus. Sein Ziel ist die Wohnung seiner Oma, von der er Unterstützung erhofft.

Aus der Geschichte lässt sich erkennen, dass viel Liebe zu den eigenen Kindern/Enkeln mit hineingeflossen ist. Das macht das Buch sympathisch und lesenswert. Auf der anderen Seite hatte ich beim Lesen Bedenken, hierbei Kindern das "Ausreißen" idealisiert darzustellen, um sie möglicherweise zu einer - in der Realität - hochgefährlich Aktion zu inspirieren. Ich würde persönlich das Buch nur gemeinsam mit einem Kind lesen, um dann in ein Gespräch, über die Möglichkeiten der Angst- und Konfliktbewältigung zu kommen. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass das Kind aus dem Buch einzig das tolle Abenteuer entnimmt und die freundlichen Menschen, die es beim Weglaufen von Zuhause erlebt.

Das zweite, was mir beim Buch aufgefallen ist, sind die altertümlichen Grafiken und Illustrationen, die es wie aus einer vergangenen Zeit erscheinen lassen. Die ganze Aufmachung des Buches erinnert mich tatsächlich an die Kinderbücher aus meiner Kindheit. Verglichen mit der heutigen Gestaltung wirkt es daher recht altbacken und nicht ansprechend.

Aus den genannten Gründen vergebe ich drei Sterne. Das Buch ist durchaus lesenswert, sollte aber - meiner Meinung - nur gemeinsam mit einem Erwachsenen gelesen werden, der sich wirklich die Mühe macht, über die Geschichte mit dem Kind einfühlsam zu reden.

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Veröffentlicht am 29.05.2024

Macht Mut zu "mehr"

Abenteuer Aufbruch
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"Abenteuer Aufbruch" heißt des Titel des bildgewaltigen Sachbuchs über Menschen, die sich aus ihrer gewohnten Komfortzone nicht nur hinauswagen, sondern dabei auch viel aufs Spiel setzen. Die dargestellten ...

"Abenteuer Aufbruch" heißt des Titel des bildgewaltigen Sachbuchs über Menschen, die sich aus ihrer gewohnten Komfortzone nicht nur hinauswagen, sondern dabei auch viel aufs Spiel setzen. Die dargestellten "Abenteurer" werden sehr persönlich beschrieben und ihr Unterfangen auch mit den Schattenseiten dargestellt. Schon allein die qualitativ hochwertigen Fotos lassen den Leser Anteil nehmen und wecken Neugier auf die Geschichte, die dahinter steckt. Das Buch ist damit nicht nur für Extremsportler spannend zu lesen, sondern auch geeignet für den "normalen Coach-Potato". Meiner Meinung nach steckt in den ganzen Geschichten - ob sportliche Leistung oder berufliche Neubeginn - eine wichtige Message: Sei mutig! Lebe deinen Traum! Versteck dein Potenzial nicht hinter einer gewohnten Routine! Trau dich und merke, wie das Leben so viel bereit hält, wenn man bereit ist, an sich zu glauben!

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Veröffentlicht am 29.05.2024

Hunger nach Liebe und Sicherheit

Mutterhunger
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Kelly McDaniels Sachbuch "Mutterhunger" beleuchtet die tiefgreifenden Auswirkungen der Mutter-Kind-Beziehung, insbesondere zwischen Mutter und Tochter, und bietet fundierte Erklärungen für Bindungsprobleme. ...

Kelly McDaniels Sachbuch "Mutterhunger" beleuchtet die tiefgreifenden Auswirkungen der Mutter-Kind-Beziehung, insbesondere zwischen Mutter und Tochter, und bietet fundierte Erklärungen für Bindungsprobleme. Mit einer wohltuenden und respektvollen Herangehensweise gelingt es der Autorin, ein sensibles Thema ohne erhobenen Zeigefinger zu behandeln.
Der Begriff "Mutterhunger" ist eine Neuschöpfung der Autorin und wird im Buch detailliert erklärt. McDaniel präsentiert eine Vielzahl von Theorien und strebt an, ein eigenes Konzept zu entwickeln.
Für Leserinnen, die das Gefühl haben, einen "Mutterhunger" zu verspüren, bietet das Buch einen fundierten Einstieg in das Thema. Es ist auch hilfreich für diejenigen, die bereits in Therapie sind, um zu prüfen, ob ihre psychischen Probleme wie Depressionen, Borderline oder Burnout möglicherweise durch Mutterhunger ausgelöst wurden.
Ein Hauptschwerpunkt des Buches liegt auf dem Thema Bindung. McDaniel erklärt interessante neurobiologische Prozesse und bietet verschiedene Übungen, darunter auch diverse Fragebögen, die helfen sollen, den "Mutterhunger" zu überwinden. Der wissenschaftliche Hintergrund ist solide, und ihre professionelle Erfahrung ermöglicht es ihr, die biologischen und psychologischen Hintergründe nachvollziehbar und sensibel darzustellen.
McDaniel spricht auch die Versuchung der Leserinnen an, die selbst Mütter sind, das Buch aus der Mutterperspektive und mit schlechtem Gewissen zu lesen. Sie ermutigt die Leserinnen, bewusst zunächst die Tochterperspektive einzunehmen. Später behandelt sie in einem eigenen Kapitel mögliche Folgen von Mutterhunger auf die eigene Mutterschaft.
Die Einteilung der kindlichen Bedürfnisse in Fürsorge, Schutz und Führung erleichtert es den Leserinnen, ihren eigenen Mangel zu erkennen und zu verstehen, was sie als Erwachsene tun können, um diesen Mangel zu stillen und die Folgen zu heilen.

Mein persönliches Fazit: Insgesamt ist "Mutterhunger" von Kelly McDaniel ein äußerst lesenswertes Buch für alle Töchter und Mütter. Die häufigen Wiederholungen habe ich zum Teil als anstrengend empfunden, so dass ich aus diesem Grund einen Stern abziehe.

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