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Veröffentlicht am 08.01.2025

Spannende "Das Fenster zum Hof"-Vibes

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Die an ME/CFS erkrankte Robyn lebt sehr isoliert mit ihrer Tante in einer Mietwohnung im 6. Stockwerk. Da sie aufgrund der Gegebenheiten das Haus nicht verlassen kann, recherchiert sie ausgiebig zum gegenüberliegenden ...

Die an ME/CFS erkrankte Robyn lebt sehr isoliert mit ihrer Tante in einer Mietwohnung im 6. Stockwerk. Da sie aufgrund der Gegebenheiten das Haus nicht verlassen kann, recherchiert sie ausgiebig zum gegenüberliegenden Hotel Ambrosia, dessen Geschichte von seltsamen Vorfällen nur so wimmelt. Als True-Crime Fan schlägt Robyn das Hotel der Betreiberin ihres Lieblingspodcasts als Thema für eine Sendung vor und hat Erfolg. Nun soll sie jedoch vor Ort Informationen sammeln und steht vor einem großen Problem. Doch sie bekommt unverhofft Hilfe. Zunächst erleichtert ahnt sie jedoch nicht, in welche Gefahren sie sich und ihren Spitzel hineinbegibt.

Bei mir stellten sich schon beim Lesen der Inhaltsbeschreibung absolute "Das Fenster zum Hof"-Vibes ein, denn Robyns Situation ist in etwa die gleiche. Wenn man anfangs liest, was in dem etwas heruntergekommenen Hotel auf der anderen Straßenseite schon alles passiert ist, wird einem schon ganz anders. Verschwundene Menschen, Todesopfer und Angriffe finden sich in seiner Geschichte. Da bin ich natürlich neugierig geworden, warum diese Begebenheiten hier so häufig auftreten und ich konnte Robyn dadurch echt gut verstehen. Später ist sie etwas zu fixiert auf ihr Ziel und dadurch auch etwas anstrengend, was eigentlich das einzige war, was mich an dem Buch etwas gestört hat, was aber auch dazu führt, dass es viele brenzlige und gefährliche Situationen gab. Obwohl Robyn aufgrund ihrer Krankheit festsitzt, findet sie Wege, um das Hotel zu erkunden, überanstrengt sich dann aber auch sehr schnell. Trotzdem ist der Plot sehr spannend und vor allem abwechslungsreich geschrieben.

Die Handlung wird nicht nur durch Robyns Sicht in der dritten Person vorangetrieben, sondern auch durch viele andere Textsorten wie Emails. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und war sehr kurzweilig. Auch die vielen Personen, die das Hotel kurz- und langfristig bewohnen oder dort arbeiten sind vielfältig. So kommt eigentlich nie Langeweile auf und vor allem in der zweiten Hälfte habe ich das Buch richtig verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was jetzt Sache ist. Interessant fand ich übrigens auch Robyns Krankheit, von der ich schon gehört hatte, aber deren drastische Auswirkungen ich nicht wirklich kannte. Auf jeden Fall ist Hotel Ambrosia eine tolle Anlehnung an den Hitchcock-Klassiker und absolut empfehlenswert für Jugendliche, die spannende Thriller mögen. Sehr gute 4 Sterne

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2024

Beeindruckendes Kindersachbuch über die Tiere der Tiefsee

Tiefsee-Monster
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Das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das Buch in die Hand bekommen habe war ein ausgiebiges WOW! Das Cover springt die Leserinnen direkt an, denn es ist von der Gestaltung her absolut brillant. ...

Das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das Buch in die Hand bekommen habe war ein ausgiebiges WOW! Das Cover springt die Leserinnen direkt an, denn es ist von der Gestaltung her absolut brillant. Die Farben leuchten richtig und durch die Monsterzähne ist der Titel richtig gut in Szene gesetzt. Auf der Ladentheke sticht das Buch schon mal optisch hervor.

Die Tiefsee ist nicht nur für mich sondern auch für Kinder ein spannendes Thema, denn sie ist relativ unerforscht, dunkel, gefährlich und geheimnisvoll. Menschen würden dort nicht überleben können, daher ist es umso faszinierender, dass es doch so viele Tiere gibt, die diese Fähigkeiten haben. Sehr gut und übersichtlich gehalten ist das Inhaltsverzeichnis. Die Einleitung liest sich gut, manchmal ist die Schriftfarbe auf dem dunklen Untergrund zwar lesbar, aber es strengt etwas mehr an. Eindrucksvoll zeigt eine Doppelseite die verschiedenen Schichten/Tiefen des Ozeans. Hier sieht man auf einen Blick, was alles noch im Dunkeln liegt und wie wenig Tiere dort leben bzw. bekannt sind. Die Schichten bilden gleichzeitig die Einteilung des Buchs.

Zunächst kommt immer eine Seite zur jeweiligen Zone, dann folgen die Meerestiere, die dort leben. Die Illustrationen sind einfach atemberaubend. Da der Hintergrund dunkel ist, stechen die Farben und ggf. die leuchtenden Elemente der Tiere kontrastreich hervor. Manche sehen wirklich monsterartig aus, andere, als wären sie nicht von dieser Welt. Ich bin mir sicher, dass junge Leser
innen hier genauso staunen werden wie ich. Die erklärenden Texte sind von der Länge her für Kinder gut schaffbar und um die Tiere angeordnet. Hier erfährt man viel über Aussehen, Größe, Lebensweise, Ernährung, Fortpflanzung und Vorkommen der Tiefseemonster. Manchmal ist es etwas schwer einzuschätzen, wie groß die Tiere wirklich sind, aber die Infos sind insgesamt spektakulär und überraschend, zudem war mir fast alles, was ich gelesen habe vollkommen neu. Kinder, die sich für Tiere, das Meer und kuriose Details aus der Natur interessieren, werden das Buch lieben und immer wieder in durch dieses hinabtauchen in die Tiefe. 5 Sterne Highlight

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 25.11.2024

Von der Halloweenparty direkt in den Albtraum

Villa Obscura
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Eine bekannte Fotografin lädt zu einer Halloweenparty auf ihr abgelegenes Anwesen im Harz ein. Sechs vollkommen verschiedene junge Leute vom DJ bis zum Angestellten der Gastgeberin treffen aufeinander. ...

Eine bekannte Fotografin lädt zu einer Halloweenparty auf ihr abgelegenes Anwesen im Harz ein. Sechs vollkommen verschiedene junge Leute vom DJ bis zum Angestellten der Gastgeberin treffen aufeinander. Zwei von ihnen haben ein Date. Doch dann wird die Party vorzeitig beendet und ausgewählte Personengruppen nach Hause geschickt. Übrig bleiben diese bestimmten sechs Personen. Als Geiseln werden sie in der Dachkammer des Hauses festgehalten. Immer wieder werden einzelne mitgenommen und kommen traumatisiert und unterkühlt zurück. Irgendetwas scheinen die Männer auf dem Brocken zu suchen. Doch auch die Geiseln haben Geheimnisse und erst als eine von ihnen stirbt, suchen die anderen verzweifelt nach der Lösung.

Hatte um Halloween rum so Lust auf ein spannendes Buch und bei Villa Obscura hat für mich schon das Cover Gänsehautpotential. Zunächst läuft alles ziemlich ruhig ab. Man lernt die beteiligten Personen kennen, lauter junge Leute, die eigentlich nur feiern wollten, aber mit der Gastgeberin in Verbindung stehen und irgendwas zu verbergen scheinen. Dieses Nicht-Wissen erzeugt ein mega-mulmiges Feeling beim Lesen und ist genau das Richtige für einen dunklen Abend m Herbst (oder zu jeder anderen Jahreszeit). Ich war lange völlig ahnungslos, was da überhaupt abgeht und worum es den Geiselnehmern geht. Die Umgebung im Harz ist ziemlich gruselig, vor allem, weil immer wieder von bestimmten Legenden der Gegend die Rede ist, die wie Gruselgeschichten anmuten. Aber hat die Geiselnahme damit zu tun? Man hat das Gefühl, dass man niemandem trauen sollte. Zeitweise wird es auch echt brutal. Ich hab zwar eine Wendung kommen sehen, aber der Rest war für mich vollkommen offen und daher durchweg spannend. Auch wenn die Personen etwas seltsam hölzern rüberkamen, war die Geschichte toll konstruiert und hat mich bis zum Schluss bestens unterhalten. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Geheimnisvoll und spannend!

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall
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Matilde, Sayer und Æsa scheinen ganz normale junge Frauen zu sein, doch bei Nacht sind sie Nightbirds, magisch Begabte, die ihre Fähigkeiten durch einen Kuss an Kunden weitergeben, die dafür bezahlen. ...

Matilde, Sayer und Æsa scheinen ganz normale junge Frauen zu sein, doch bei Nacht sind sie Nightbirds, magisch Begabte, die ihre Fähigkeiten durch einen Kuss an Kunden weitergeben, die dafür bezahlen. Ein einträgliches Geschäft, das beiden Seiten Vorteile bringt. Die Identität der Nightbirds ist geheim. Trotzdem werden sie eines Nachts von einem religiösen Fanatiker angegriffen und müssen alsbald fliehen. Auch andere Parteien in Simta, wo Magie eigentlich verboten ist, haben es auf sie abgesehen. Gleichzeitig erwacht in immer mehr Frauen und Mädchen die Magie. In der Unterwelt von Simta suchen Matilde, Sayer und Æsa Schutz und Antworten. Doch ihr Aufenthaltsort bleibt nicht lange geheim.

Die Optik des Buches ist schon ein Highlight. Glänzende Effekte auf dem Cover, das das magische der Geschichte gut rüberbringt und der tolle Farbschnitt machen das Buch zu etwas Besonderem. Auch die Innenausstattung überzeugt mit Karten von Eudea und Simta, was die Orientierung in dieser tollen Welt leichter macht. Auf den Klappen werden die drei Protagonistinnen und natürlich die Autorin vorgestellt. Die Kapitel beginnen oder enden oft mit Gedichten, Texten oder Informationen aus Simta, die einem die Region näher bringen.

Am Anfang musste ich ziemlich aufpassen, dass ich die drei Frauen und ihre Kussfähigkeiten auseinanderhalten kann. Auch an die Sprache musste ich mich erst gewöhnen, die so ein bisschen wie zur Regency-Zeit anmutet. So richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als eine der drei magiebegabten Frauen gewarnt, eine weitere angegriffen wird. Bis dahin erfährt man auch kurz, wie die Übertragung der Fähigkeiten per Kuss funktioniert. Selbst nutzen können die Nightbirds ihre Magie allerdings nicht. Im Laufe der Zeit gibt es Entwicklungen, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Sehr gut dargestellt wird der religiöse Fanatismus, angeleitet von einem geistigen Anführer, als auch die politische Situation. Beide bringen die Nightbirds in Bedrängnis, so dass sie ihre bisherig Komfortzone verlassen müssen. Im Prinzip handelt es sich bei der Geschichte um eine Hexenjagd, bei der magiebegabte Frauen den Machthabern ein Dorn im Auge sind. Die Frauen jedoch organisieren sich und diese feministische Komponente fand ich großartig. Sie ist sehr leicht auf die richtige Welt übertragbar.

Der romantische Anteil dieser Romantasy hielt sich für meine Begriffe in Grenzen und das fand ich ganz ok. Gut war jedenfalls, dass es nicht nur die eine romantische Art zwischen Mann und Frau gibt, sondern alles Arten von Liebe ihren Platz in der Geschichte fanden. Das Ende regt auf jeden Fall dazu an, auch den Folgeband zu lesen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil durch die Autorin ein paar ganz neue Ideen eingewoben wurden. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Erfrischende historische Cosy Crime

Agency for Scandal
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Izzy Stanhope hat ein Problem: Ihr Vater, ein angesehener Mann mit ungeahnten Talenten, stirbt und lässt seine Familie nahezu mittellos zurück. Um die ohnehin geschwächte Mutter zu schonen und ihrem Bruder ...

Izzy Stanhope hat ein Problem: Ihr Vater, ein angesehener Mann mit ungeahnten Talenten, stirbt und lässt seine Familie nahezu mittellos zurück. Um die ohnehin geschwächte Mutter zu schonen und ihrem Bruder seine weitere Schulausbildung zu finanzieren muss die junge Frau dringend eine Arbeit finden. Zum Glück hat ihr Vater sie im Schlösserknacken unterrichtet, doch als Frau kann sie nicht in seine Fußstapfen treten. Unverhofft landet sie bei einer Gruppe Frauen, die sich auf jede erdenkliche Weise für Damen einsetzt, die von ihren Männern schlecht behandelt werden. Die Agency for Scandal bringt diese durch ihre Arbeit in Bedrängnis. Regelmäßig ermittelt Izzy undercover als Junge verkleidet. Schwierig wird es, als Lizzy dabei dem Duke begegnet, in den sie sich heimlich verliebt hat, denn niemand darf ihr Geheimnis erfahren. Doch der Fall, den sie lösen muss, bringt auch ihren Angebeteten in Bedrängnis.

Optisch schon ein Highlight, machte mich die Inhaltsbeschreibung von Agency of Scandal erst recht neugierig, da dabei auch von feministischen Inhalten die Rede war. Zudem interessieren mich immer unkonventionelle Frauengeschichten und das trifft auf eine junge Dame als Agentin natürlich zu. Tatsächlich konnte ich mich gut in die Protagonistin einfühlen, die eine große Last auf den Schultern trägt, aber nicht daran denkt, aufzugeben oder sich von einem Mann abhängig zu machen. Ganz stark! Die Anziehung, die sie in der Nähe zum Duke verspürt, sorgt für ein bisschen Romantik. Viel besser gefiel mir allerdings, dass die beiden gezwungen waren, sich gegenseitig zu helfen.

Ganz großartig finde ich die Idee, dass die Agency for Scandal in Not geratenen Frauen hilft, vor allem, wenn das Problem ein unbequemer, unehrlicher oder gewalttätiger Ehemann ist. Nahezu alle Probleme gehen in dieser patriarchalen Welt von Männern aus. Es ist sehr spannend, wie die Agency hier agiert, um Beweise zu sammeln. Das alte Motiv der als Junge verkleideten Frau, ist zwar etwas abgenudelt, aber Izzy strahlt dabei so viel Charme aus, dass man sie einfach mögen muss.

Sehr spannend war der Hauptfall, den Izzy und die anderen mutigen Frauen hier lösen müssen, denn Izzy darf auf keinen Fall dabei erwischt werden und der Gegner ist besonders gefährlich und mächtig. Da kommt so manche prickelnde Szene als Verschnaufpause ganz recht. Der Schreibstil ist gleichzeitig klassisch und modern und das Kämpfen für die Rechte von Frauen finde ich sehr stark und gleichzeitig unheimlich unterhaltsam. 5 Sterne

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