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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Enttäuschend

Beth is dead
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Der Thriller "Beth is dead" von Katie Bernet handelt von den vier Schwestern Beth, Jo, Amy und Meg. Beth wird zu Beginn des Buches tot im Park aufgefunden und das Rennen zur Ermittlung des Täters beginnt ...

Der Thriller "Beth is dead" von Katie Bernet handelt von den vier Schwestern Beth, Jo, Amy und Meg. Beth wird zu Beginn des Buches tot im Park aufgefunden und das Rennen zur Ermittlung des Täters beginnt - selbst die Schwestern scheuen sich nicht davor, sich gegenseitig zu verdächtigen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt: vorher (vor Beths Tod) und heute. Zusätzlich gibt es vier Perspektiven, jeweils als Ich-Erzähler: Beth (nur "vorher"), Jo, Amy und Meg.
Insgesamt habe ich mir sehr viel vom Buch versprochen, jedoch fehlt es meiner Meinung nach den Hauptfiguren an Tiefe. Es gibt zu viele Perspektiven, die sich schnell abwechseln als dass man sich gut in jede der Schwestern hineinversetzen könnte.
Die Schreibweise lässt zwar ein flüssiges Lesen zu, jedoch ist der Text leider nicht spannend geschrieben. Auch wenn man rational weiß: das soll jetzt spannend sein, aber der Funke ist bei mir leider nicht übergesprungen.
Fazit: die Grundidee hinter der Geschichte ist klasse, leider hat mich der Thriller nicht berührt und ich konnte mich auch nur schwer eine Verbindung zu den Schwestern aufbauen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Das Meer gibt nichts zurück

Meeresdunkel
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Der Thriller Meeresdunkel von Till Raether handelt von zwei deutschen Familien, die scheinbar durch einen Buchungsfehler für denselben Zeitraum dieselbe Finca auf Mallorca gebucht haben. Zunächst scheint ...

Der Thriller Meeresdunkel von Till Raether handelt von zwei deutschen Familien, die scheinbar durch einen Buchungsfehler für denselben Zeitraum dieselbe Finca auf Mallorca gebucht haben. Zunächst scheint alles gut zu laufen, doch dann zieht ein Sturm auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Henrike, Samuel und Juri geschrieben; jeweils als personaler Erzähler. Henrike ist eine der beiden Familienmütter, Samuel ist der Vater der anderen Familie und Juri ist der achtjährige Sohn von Samuel. Diese Aufteilung ist eher ungewohnt, vor allem Juris Sicht, jedoch rundet sie die Geschichte ab. Der Autor schreibt stets nachvollziehbar und unkompliziert, sodass ein flüssiges und angenehmes Lesen gut möglich ist.
An sich passiert während der Geschichte nicht viel: sie spielt sich zum Großteil in der Finca ab. Die Spannung wird eher dadurch erzeugt, was die Personen voneinander erfahren und wie ihre Vergangenheit nach und nach aufgedeckt wird. Insgesamt hätte der Autor den Leser noch etwas mehr auf die Folter spannen können.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Spannend und überraschend

Du musst mich vergessen
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Der Roman "Du musst mich vergessen" handelt von Carrie, einer Chirurgin aus London. Sie verliebt sich sofort in Johan, die beiden führen eine intensive und leidenschaftliche Beziehung und heiraten schließlich ...

Der Roman "Du musst mich vergessen" handelt von Carrie, einer Chirurgin aus London. Sie verliebt sich sofort in Johan, die beiden führen eine intensive und leidenschaftliche Beziehung und heiraten schließlich in Thailand. Es ist alles perfekt bis Polizisten den Strand stürmen und Johan umgehend verhaften.
Zwölf Jahre später führt sie ein ruhiges Leben mit ihrem Ehemann und den Zwillingen bis Carrie durch Zufall im Internet auf Johan stößt.
Die Geschichte von Carrie wird ausgesprochen gut erzählt und ein flüssiges und angenehmes Lesen ist stets möglich. Carrie als Hauptfigur wird realistisch beschrieben und besitzt eine gewisse Tiefe. Auch in die anderen wichtigen Figuren kann man sich gut hineinversetzen.
Mir gefällt, dass die Geschichte in unterschiedlichen Zeiträngen erzählt wird und immer aus der Ich-Perspektive von Carrie. Dadurch baut sich Spannung auf und man erfährt erst nach und nach, was wirklich passiert ist.
Fazit: es handelt sich zwar um einen Liebesroman, der aber nie kitschig oder aufgesetzt wirkt. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit Carrie herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und das birgt einige Überraschungen, auf die man als Leser nie gekommen wäre.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Freundinnen auf einer einsamen Insel

Bachelorette Party
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Annelieses Junggesellinnenabschied verspricht ein voller Erfolg zu werden: beste Freundinnen zusammen auf einer einsamen, abgeschiedenen Insel, Yogasessions, Achtsamkeitsübungen und digital Detox – gemeinsame ...

Annelieses Junggesellinnenabschied verspricht ein voller Erfolg zu werden: beste Freundinnen zusammen auf einer einsamen, abgeschiedenen Insel, Yogasessions, Achtsamkeitsübungen und digital Detox – gemeinsame Zeit verbringen ohne den Alltagsstress. Die Hauptperson Tessa sowie ihre Schwester sind Teil der Gruppe und Tessa ist sowohl neugierig auf die kleine Insel als auch ehrfürchtig. Zehn Jahre zuvor wurden vier Freundinnen, die ebenfalls auf dieser Insel waren, als vermisst gemeldet und nie wieder gefunden.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Der Großteil findet in der Gegenwart statt und ist in der Ich-Perspektive von Tessa geschrieben. Zudem gibt es Rückblicke, um die Geschehnisse der vier Freundinnen zehn Jahre zuvor aufzuklären. Unterschiedliche Zeitstränge empfinde ich immer als positiv, da es aufgrund der Abwechslung nicht langweilig wird und bei beiden Zeitsträngen die Spannung erhalten bleibt.
Einige Handlungen fand ich leider vorhersehbar, die Beweggründe für die Handlungen waren jedoch überraschend. An sich war das Buch schon spannend, es ist jedoch noch Luft nach oben vorhanden.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Solange ein Streichholz brennt
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Das Hörbuch "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber handelt von Alina und Bohm. Alina ist Journalistin bei einem bekannten TV-Sender, jedoch geht ihre Karriere eher bergab als bergauf. Bohm ...

Das Hörbuch "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber handelt von Alina und Bohm. Alina ist Journalistin bei einem bekannten TV-Sender, jedoch geht ihre Karriere eher bergab als bergauf. Bohm ist ein Obdachloser, dem ein Hund zugelaufen ist und der gerne schnitzt. Beide lernen sich zufällig bei einer Reportage kennen, die Alina über Obdachlosigkeit dreht. Beide kommen sich während des Drehs näher, obwohl das weder von Alina noch von Bohm je die Intention war.
Die Geschichte wird sowohl aus Alinas als auch aus Bohms Perspektive erzählt, was ich als sehr positiv empfinde. So erhält der Leser Einblick in beide Hauptfiguren und kann zu beiden eine gute Verbindung aufbauen.
Christian Huber erzählt sehr feinfühlig und bedächtig. Auch wird das Thema „Obdachlosigkeit“ gut aufgegriffen und von verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Insgesamt erhält der Leser einige Erkenntnisse, die man in sein eigenes Leben einfließen lassen kann.
Die beiden Sprecher:innen des Hörbuchs haben von der Stimme her fantastisch zu den Hauptfiguren gepasst. Beide hatten eine gute Betonung und haben die Emotionen sehr gut mit ihrer Stimme transportieren können.

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