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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Abgedrehte Geschichte

Tödliches Angebot
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Der Psychothriller "Tödliches Angebot" handelt von Margo und ihrem Ehemann Ian, die verzweifelt auf der Suche nach einem perfekten, aber dennoch bezahlbaren Eigenheim sind. Während Ian die Suche gelassen ...

Der Psychothriller "Tödliches Angebot" handelt von Margo und ihrem Ehemann Ian, die verzweifelt auf der Suche nach einem perfekten, aber dennoch bezahlbaren Eigenheim sind. Während Ian die Suche gelassen angeht, wird sie für Margo bald zu ihrem gesamten Lebensinhalt.
Das Thema ist im Genre des Psychothrillers eine Abwechslung und bringt etwas neues auf. Insgesamt war das Buch für meinen Geschmack zu sehr auf das Haus fixiert. Die erste Hälfte des Buches zog sich sehr und erst in der zweiten wurde es originell und spannend.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Der Text ist sehr gut geschrieben und war stets nachvollziehbar und verständlich, teilweise auch humorvoll.
Fazit: ein sprachlich gut geschriebenes Buch, das mich von der Geschichte an sich aber nur teilweise überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Einfühlsamer Roman

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, da es thematisch sehr gut zur Geschichte passt: es werden alle wichtigen Bereiche in Milas Leben abgedeckt. Die Farbgestaltung und den Farbschnitt finde ich auch ...

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, da es thematisch sehr gut zur Geschichte passt: es werden alle wichtigen Bereiche in Milas Leben abgedeckt. Die Farbgestaltung und den Farbschnitt finde ich auch sehr gelungen.
Mila ist 16 Jahre alt und hat das perfekte Leben in Berlin: sie hat tolle Eltern, ein großes Haus und ihre beste Freundin und deren Mutter direkt in der Nähe und sie können jede freie Minute gemeinsam verbringen. Plötzlich ziehen Mila und ihre Familie nach Zürich und ihr Leben gerät aus den Fugen. Dort gerät Mila in eine Essstörung und findet sich bald in einer Klinik wieder, wo sie sich in den mysteriösen Nicolas verliebt.
Die Autorin Maxine Reuker erzählt in ihrem Roman sehr feinfühlig und empathisch von Milas Leben und den Umständen, die sie in die Essstörung treiben. Ihre Schreibweise ist sehr angenehm und trotz des schwierigen Themas bleibt der Ton stets positiv und liebevoll.
Die Stimmen aus dem Hörbuch sind sehr angenehm und ich bin ihnen gerne durch die Geschichte gefolgt.
Fazit: ein toller Roman, den jedes junge Mädchen lesen sollte - you are enough.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Der Roman "You and Me, Die zweite erste Liebe" handelt vom Ehepaar Adam und Jules. Beide fühlen sich im Alltagstrott gefangen und fühlen sich nicht mehr verbunden. Nach einem Streit entdeckt Adam durch ...

Der Roman "You and Me, Die zweite erste Liebe" handelt vom Ehepaar Adam und Jules. Beide fühlen sich im Alltagstrott gefangen und fühlen sich nicht mehr verbunden. Nach einem Streit entdeckt Adam durch Zufall eine Möglichkeit, mittels deren alten Mixtapes in die Vergangenheit zu reisen.
Einerseits ist die Geschichte an sich in meinen Augen leider nicht spannend und unterscheidet sich im Grunde von anderen Romanen oder Filmen über das Thema Zeitreise kaum. Deshalb gibt es wenige unerwartete Wendungen und auch das Ende war für mich wenig überraschend.
Andererseits hat es mir trotzdem viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, da mir der Schreibstil gut gefallen hat. Ich konnte das Buch jederzeit flüssig lesen und es wurde nie langweilig dabei. Dass jedes Kapitel abwechselnd aus Sicht von Jules und Adam erzählt wurde, hat mir gut gefallen und hat das Ganze aufgelockert.
Fazit: Wer eine Ablenkung sucht und gut unterhalten werden möchte, ist hier genau richtig. Wer allerdings eine spannende und unerwartete Geschichte sucht, sollte dieses Buch lieber nicht lesen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ erzählt Lilli Tollkien eine einfühlsame Geschichte über Verlust, innere Stärke und die leise Kunst, trotz allem weiterzugehen. Der Roman entfaltet seine Wirkung ...

In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ erzählt Lilli Tollkien eine einfühlsame Geschichte über Verlust, innere Stärke und die leise Kunst, trotz allem weiterzugehen. Der Roman entfaltet seine Wirkung nicht durch Drama oder Spannung, sondern durch feine Zwischentöne und eine Sprache, die gleichzeitig poetisch und klar bleibt.
Im Zentrum steht Lale, die mit den Bruchlinien ihres Lebens konfrontiert wird. Was zunächst wie eine persönliche Krise erscheint, entwickelt sich zu einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit Identität, Trauer und Selbstannahme. Es gelingt, emotionale Schwere mit Momenten von Wärme und Hoffnung zu verbinden. Besonders beeindruckend ist dabei die Art, wie innere Prozesse sichtbar gemacht werden: Gedanken, Zweifel und Sehnsüchte wirken authentisch und nahbar.
Der Titel wird zur Metapher für den Versuch, das scheinbar Unhaltbare festzuhalten – sei es eine Beziehung, ein Traum oder das eigene Selbstbild. Gerade in dieser Symbolik liegt die große Stärke des Romans: Er ermutigt, ohne kitschig zu sein, und spendet Trost, ohne einfache Antworten zu liefern.
Stilistisch überzeugt das Buch durch ruhige, dichte Beschreibungen und glaubwürdige Dialoge. Manche Passagen laden zum Innehalten ein, andere treiben die Handlung sanft voran. Wer temporeiche Spannung sucht, wird hier weniger fündig; wer jedoch literarische Tiefe und emotionale Ehrlichkeit schätzt, findet ein berührendes Werk.
Insgesamt ist „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ein stiller Roman, der lange nachhallt – ein Buch, das zeigt, wie viel Kraft im Weitermachen liegt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zerrissenheit

Zugwind
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Das Cover des Romans finde ich sehr interessant und ungewöhnlich, sodass es neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Die Farbgestaltung und die Schriftart finde ich besonders gut gelungen.
"Zugwind" handelt ...

Das Cover des Romans finde ich sehr interessant und ungewöhnlich, sodass es neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Die Farbgestaltung und die Schriftart finde ich besonders gut gelungen.
"Zugwind" handelt von der Ärztin, Mutter und Ehefrau Mira Zehmann. Sie ist in Odesa geboren, lebt aber mit ihrer Familie seit einigen Jahren in Deutschland. Als der Krieg in der Ukraine beginnt, nistet sich ein Zugwind bei ihr ein, der sie nicht mehr vollständig verlässt und ihr keine Ruhe lässt.
Ich finde es sehr passend, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Dadurch kann man sich als Leser gut in Mira hineinversetzen, auch wenn sie an manchen Stellen noch distanziert bleibt. Ihre Zerrissenheit zwischen dem Alltag in Deutschland und den Schuldgefühlen bezüglich des Krieges - sie ist hier in Sicherheit, während ihre Familie und Freunde dem Krieg ausgesetzt sind - wird sehr gut dargestellt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wirkt an einigen wenigen Stellen jedoch etwas abgehackt.
Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch, das ein sehr wichtiges Thema behandelt.

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