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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2018

Let it snow

Lichterzauber in Manhattan
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Eva und ihre Freundinnen betreiben in New York die kleine Eventagentur „Urban Genie“. Als Eva den Auftrag erhält, die Wohnung des Autors Lucas Blade weihnachtlich zu schmücken, geht sie davon aus, dass ...

Eva und ihre Freundinnen betreiben in New York die kleine Eventagentur „Urban Genie“. Als Eva den Auftrag erhält, die Wohnung des Autors Lucas Blade weihnachtlich zu schmücken, geht sie davon aus, dass dieser sich weit weg in Vermont aufhält. Doch zu ihrer Überraschung ist er zuhause und nicht sehr erfreut über den Auftrag, den Eva von seiner Großmutter erhielt. Weil ein Schneesturm New York lahmlegt, muss Eva erst mal mit Lucas in seiner Wohnung bleiben … und hat einen positiven Einfluss auf seine Arbeit. Durch sie und ihre Art überwindet er seine Schreibblockade und bittet sie deshalb, länger bei ihm zu bleiben.

Eva und ihre Freundinnen mag ich vom ersten Roman der Serie sehr gerne. Gerade Eva, die die romantischste und witzigste der drei Freundinnen ist, gönnt man ihr persönlichen Happy End, das Lucas auf den ersten Blick so gar nicht zu liefern bereit ist. Nach dem Verlust seiner Frau glaubt er nicht mehr an die Liebe und so geraten die beiden unterschiedlichen Charaktere in Liebesdingen gerne mal aneinander. Doch Eva, die so lebendig und quirlig durch sein Leben tänzelt, zeigt ihm, wie leicht das Leben manchmal sein kann.

Auch dieser dritte Teil der Manhattan-Serie hat mir wieder gut gefallen. Das Happy End hätte etwas romantischer und gefühlvoller ausfallen können, aber insgesamt hat mir Evas Geschichte sehr gut gefallen.

Sarah Morgan hat es wieder geschafft, mir mit einem ihrer Romane ein paar Wohlfühlmomente zu bescheren. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 25.11.2018

Schwerelos

Erhebung
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„…, sondern eine Erhebung. Das Gefühl, dass man über sich hinausgegangen war und trotzdem noch weiter gehen konnte.“

Scott hat ein Problem. So viel er auch isst, er wird immer leichter. Doch seinem Körper ...

„…, sondern eine Erhebung. Das Gefühl, dass man über sich hinausgegangen war und trotzdem noch weiter gehen konnte.“

Scott hat ein Problem. So viel er auch isst, er wird immer leichter. Doch seinem Körper sieht man den Gewichtsverlust nicht an. Nach außen verändert er sich nicht, während die Waage täglich weniger Gewicht anzeigt. Als er sich seinem alten Hausarzt anvertraut, weiß der auch keinen Rat. Gleichzeitig bringt sich Scott für seine Nachbarinnen ein. Die verheirateten Frauen werden im Ort gemieden. Während Scott noch überlegt, wie er den Frauen helfen kann, geht sein Gewichtsverlust weiter voran.

Die kleine Geschichte erinnerte mich zunächst an „Thinner“, einen alten Roman von King, in dem der Protagonist auch Gewicht verliert, obwohl er isst. Doch „Erhebung“ ist ein ganz anderer Roman. Die 143 Seiten habe ich schnell und gerne gelesen, denn Scotts Geschichte ist interessant und gut geschrieben. Auch wenn mir das Ende nicht gefallen hat, mochte ich Scott und seine Art mit dem Verlieren von Gewicht umzugehen.

Auch seine Annäherung an die Nachbarinnen hat mir gefallen, und so war ich gespannt, worauf Scotts Geschichte hinausläuft. Das Ende fand ich ein wenig befremdlich, aber eigentlich ist es ein typisches King-Ende, mit dem ich leben kann.

Schöne kleine Geschichte über ein unerklärliches Phänomen, dessen Charaktere ich mochte und die ich gerne kennengelernt habe.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Mord im Internet

Böse Bilder
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Ein Mörder postet Fotos seiner Opfer im Internet: zuerst eins kurz vor ihrem Tod, eins danach. Der Zuspruch der Onlinegemeinde ist riesig und so fühlt sich der Täter zu weiteren Taten berufen. DCI Dan ...

Ein Mörder postet Fotos seiner Opfer im Internet: zuerst eins kurz vor ihrem Tod, eins danach. Der Zuspruch der Onlinegemeinde ist riesig und so fühlt sich der Täter zu weiteren Taten berufen. DCI Dan Fenton tut alles, um dem Täter auf die Spur zu kommen, muss den Fall aber einem anderen Ermittler überlassen, als der Mörder sein Zuhause angreift. Doch zusammen mit dem Ex-Freund und der Schwester des ersten Opfers macht er sich daran, den Fall zu lösen.

Das Buch beginnt spannend und ist durch die sehr kurzen Kapitel gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte geht schnell voran und bringt immer neue Wendungen. Schnell ist klar, dass der Mörder sehr gut über alle Beteiligten informiert ist. Ab etwa der Mitte zog sich die Geschichte für mich etwas, da es kein klares Opfer mehr gab und lange Zeit gar nichts passierte. Fenton und seine Tochter gefielen mir, alle anderen Ermittler und Beteiligten blieben eher blass. Blake, der Ex-Freund des ersten Opfers, gefiel mir auch gut, weil er selbst ein Trauma aus seiner Vergangenheit zu verarbeiten hat und nun auch noch um seine Freundin trauern muss, die auf eine ähnliche Weise starb wie schon jemand in seiner Vergangenheit. Die privaten Ermittlungen der drei gingen auch gut voran und brachten schnell Ergebnisse. Die Präsentation des Täters war eine wirkliche Überraschung für mich, was ich als positiv ansehe. Ein bisschen genervt hat mich, dass sowohl Fenton als auch Blake mit Leah, der Schwester des ersten Opfers, anbandeln wollten und es hier keine klare Aussage gab, wie es ausgehen könnte.

Insgesamt handelt es sich bei „Böse Bilder“ um einen gut zu lesenden Krimi, der in der Mitte etwas schwächelt, aber mit einem guten und spannenden Finale aufwartet. Insgesamt gut zu lesen und gut unterhaltend.

Veröffentlicht am 24.11.2018

Ein Mäuseabenteuer

Wir Mäuse
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Die kleine Maus Schnuffen lebt zusammen mit ihren Freunden in einem gemütlichen Bau unter einem Baum. Als Neuankömmlinge im Wald auftauchen, ist Schnuffen neugierig und will sich die neuen Bewohner ansehen. ...

Die kleine Maus Schnuffen lebt zusammen mit ihren Freunden in einem gemütlichen Bau unter einem Baum. Als Neuankömmlinge im Wald auftauchen, ist Schnuffen neugierig und will sich die neuen Bewohner ansehen. Zusammen mit ihrem Freund Fred macht sie sich auf die Suche. Als auch noch ein unheimliches grünes Licht auftaucht, beginnt ein Mäuseabenteuer.

Das Kinderbuch „Wir Mäuse“ erzählt auf 51 Seiten die Abenteuer der kleinen Maus Schnuffen und ihrer Mäusefamilie im Wald. Kindgerecht wird hier erzählt, dass gegenseitiger Respekt hilft, um gemeinsam an einem Ort leben zu können. Mäuse, Ratten und Fledermäuse können sich einen Lebensraum teilen, auch wenn sie nicht gleich sind. Das hat mir gut gefallen. Wie die weise alte Maus sagt: „Wir sind trotz unserer Verschiedenheit doch eine Familie, nämlich eine große Waldfamilie, …“.

Ein lehrreiches, schön bebildertes Kinderbuch mit einer wichtigen Botschaft.

Veröffentlicht am 23.11.2018

Erkenne, was wirklich wichtig ist

Zeit deines Lebens
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Lou Suffern ist ein Arbeitstier. Er schiebt Überstunden, geht noch mit Kollegen aus und vergisst darüber leider immer wieder seine Familie. Als der geheimnisvolle Gabe in sein Leben tritt und ihm eine ...

Lou Suffern ist ein Arbeitstier. Er schiebt Überstunden, geht noch mit Kollegen aus und vergisst darüber leider immer wieder seine Familie. Als der geheimnisvolle Gabe in sein Leben tritt und ihm eine Lösung für sein Zeitproblem anbietet, ist Lou total begeistert. Und er erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben.

Oh je, ich mochte Lou ja mal so gar nicht. Er ist ein Weiberheld und Schleimer, der sich im Job wichtigmacht und seine Frau mit den beiden kleinen Kindern völlig allein lässt. Dabei fühlt er sich noch im Recht, weil er ja der große Macher ist. Dann seine nebenher laufenden Frauengeschichten und überhaupt sein ganzes Verhalten anderen Leuten gegenüber … das hat mir gar nicht gefallen. Umso erstaunter war ich, dass jemand wie Lou einem Mann wie Gabe einfach so hilft. Gabe ist obdachlos und Lou verschafft ihm einen Job in seiner Firma. Passte für mich gar nicht zu ihm. Alles was dann kam, war aber – trotz meiner Abneigung Lou gegenüber – fesselnd und lustig zu lesen.

Mal davon abgesehen, dass ich einem Typen wie Lou nicht gegönnt habe, dass jemand wie Gabe seine Begabung an ihn verschwendet, fand ich die Geschichte schön. Irgendwie eine Wohlfühlgeschichte, die genau in die Vorweihnachtszeit passt. Doch da mich so viel an Lou gestört hat, vermieste er als Charakter es mir immer wieder. Seine Läuterung zum Schluss hin gefiel mir dann zwar wieder, aber irgendwie fand ich das Ende auch blöd. Da ich nicht spoilern will, sag ich nichts Konkretes, aber ich hätte mir dann auch mehr Hilfe von Gabe erwartet, so dass das Buch anders ausgegangen wäre.

Die Botschaft des Buches ist: Erkenne, was wirklich wichtig ist. Das kommt gut rüber. Der Weg dahin ist gut zu lesen und nett, aber das Ende hat es mir irgendwie wieder versaut.