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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2017

Ein Café auf dem Fluss

Wenn die Liebe Anker wirft
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Nach dem Tod ihrer Mutter hielt sich Summer von Willowbeck, wo das Boot ihrer Mutter liegt, auf dem sie ein Café betrieb, fern. Doch jetzt ist sie zurück und haucht dem Boots-Café neues Leben ein. Mit ...

Nach dem Tod ihrer Mutter hielt sich Summer von Willowbeck, wo das Boot ihrer Mutter liegt, auf dem sie ein Café betrieb, fern. Doch jetzt ist sie zurück und haucht dem Boots-Café neues Leben ein. Mit Hilfe ihrer Freunde und dem Bootsnachbar Mason floriert ihr Geschäft bald. Doch die Vergangenheit holt sie ein und Summer muss Willowbeck hinter sich lassen, um mit ihrem Leben weiterzumachen.

Summers Leben auf dem Boot, die Menschen und das Treiben am Fluss sind so schön beschrieben, dass man am liebsten sofort losfahren würde, um ein Bacon-Brötchen auf dem Boot zu essen. Der erste Teil der Geschichte, das Kennenlernen von Summer und Mason und die Andeutung von Geheimnissen rund um die Menschen in Willowbeck liest sich locker und macht Spaß. Leider wird es dann alles ein bisschen viel. Plötzlich hat jeder ein Geheimnis, verbirgt etwas, Summer entfernt sich von ihren Leuten in Willowbeck, neue Leute kommen dazu, was leider den Lesefluss etwas ausbremst. Die Geschichte wird etwas zäh.

Insgesamt wäre hier weniger mehr gewesen. Der Mittelteil hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Trotzdem eine nette Geschichte, die an einem wunderschönen Ort spielt und ein wenig Fernweh auslöst.

Veröffentlicht am 24.09.2017

In der Welt der Ginny Moon

Ginny Moon hat einen Plan
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Ginny Moon ist 14 und autistisch. Nachdem sie 5 Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen wurde, die sie vernachlässigte, wurde Ginny von Maura und Brian adoptiert. Als Maura schwanger wird, ...

Ginny Moon ist 14 und autistisch. Nachdem sie 5 Jahre zuvor ihrer leiblichen Mutter Gloria weggenommen wurde, die sie vernachlässigte, wurde Ginny von Maura und Brian adoptiert. Als Maura schwanger wird, löst das etwas in Ginny aus. Sie will unbedingt zurück zu Gloria und ihrer „Babypuppe“, die sie damals dort zurücklassen musste. Was steckt hinter diesem Verhalten?

Ginnys Krankheit und das damit einhergehende Verhalten wird von dem Autor sehr gut beschrieben. Als Leser versteht man sofort, wie aufreibend es ist, mit Ginnys Eigenheiten umzugehen. Obwohl man ahnt, dass Ginnys Kontaktaufnahme mit ihrer leiblichen Mutter Gloria nur im Chaos enden kann, möchte man, dass sie ihre „Babypuppe“ zurückbekommt. Und Ginny ist schlau und macht einige Versuche, um ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Ein bisschen hat es mich genervt, dass Ginnys Adoptiveltern und auch die Sozialarbeiterin, mit der Ginny sich regelmäßig trifft, so lange gebrauch haben, um endlich zu kapieren, was Ginny so sehr zu Gloria treibt. Aber insgesamt hat mit Ginny mit ihrer Art verzaubert und überzeugt.

Ein tolles Buch über Familie, wie auch immer sie sich zusammensetzt, mit einer Protagonistin, die dem Leser ihre eigene Welt näherbringt.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Eine Hommage an das Wiener Kaffeehaus

Melange der Poesie
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Mit ihrem Buch „Melange der Poesie“ haben die Autorin Barbara Rieger und der Fotograf Alain Barbero die Wiener Kaffeehauskultur in Bild und Text vorgestellt.

Die sehr schönen Fotos aus den einzelnen Kaffeehäusern, ...

Mit ihrem Buch „Melange der Poesie“ haben die Autorin Barbara Rieger und der Fotograf Alain Barbero die Wiener Kaffeehauskultur in Bild und Text vorgestellt.

Die sehr schönen Fotos aus den einzelnen Kaffeehäusern, die Beschreibungen der einzelnen Kaffeehäuser und Literaten, die in den einzelnen Abschnitten ihre Kunst zum Besten geben, lassen mich im Geiste schon die Koffer für eine Wien-Reise packen, um mir vor Ort selbst ein Bild zu machen.

Das Buch macht Spaß und lädt immer wieder zum Reinblättern und Anschauen der schönen Bilder ein, auf denen man bei jedem Anschauen neue Kleinigkeiten entdeckt. Die Zitate über Kaffeehäuser, die zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreut sind, und die Kommentare verschiedener österreichischer Künstler zu den einzelnen Kaffeehäusern zeigen auf, wie sehr Kaffeehäuser und Künstler zusammengehören.

„Melange der Poesie“ ist ein sehr schönes Buch, das auch dem Leser, der bisher noch nie in einem Wiener Kaffeehaus war, diese Kultur näherbringt. Ich habe es genossen, mir die schönen Bilder und Texte anzuschauen und mir für eine Wien-Reise schon eine Liste der von mir zu besuchenden Kaffeehäuser gemacht. Tolles Buch!

Veröffentlicht am 22.09.2017

Sehr lustig und anders

Um die Ecke geküsst
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Als ihre Nachbarin in ihrer Wohnung überfallen wird und ins Krankenhaus muss, kümmert sich die Journalistin Mel um deren Tiere. Sie nimmt außerdem Kontakt zu deren Neffen Max auf, damit der sich der Tiere ...

Als ihre Nachbarin in ihrer Wohnung überfallen wird und ins Krankenhaus muss, kümmert sich die Journalistin Mel um deren Tiere. Sie nimmt außerdem Kontakt zu deren Neffen Max auf, damit der sich der Tiere annimmt. Da Max aber gerade in Urlaub mit dem Bademodenmodel Vivica ist, beauftragt er seinen Kumpel John mit der lästigen Pflicht, bittet ihn allerdings, sich als Max auszugeben, damit jeder denkt, er würde sich um seine reiche Tante sorgen. Als sich John in Mel verliebt ist das Chaos perfekt, denn Mel würde stinksauer sein, sollte sie die Wahrheit herausfinden.

Das ist mal ein komplett anderer Roman, denn die Geschichte wird komplett über Mails erzählt, die sich die Mitwirkenden schreiben. Und diese Mails sind so lustig, dass die 500 Seiten des Romans nur so dahinfliegen. Ich musste mehr als einmal laut lachen, wenn Mels Eltern ihr aus dem ländlichen Illinois schrieben („In NY muss man aufpassen, dass man nicht in Löcher in der Straße fällt, die sich plötzlich auftun. Also schau immer auf den Boden.“), ihre Arbeitskollegin und Freundin Nad wieder mal über ihre Abnehmversuche weinte, weil sie sonst nicht in das Familien-Brautkleid passen wird, usw. usw. Obwohl man nichts um diese Mails herum erfährt, hat man die Geschichte immer im Detail vor Augen, denn Meg Cabot versteht es, in den Mails von den verschiedenen Beteiligten alles zu erzählen.

Das Buch hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich am Anfang etwas einlesen musste. Mel und John sind total süße Charaktere, denen man ihr Glück gönnt, die Fiesen kriegen ihr Fett weg und über so manche Dummheit konnte ich herzhaft lachen. Ein wirklicher Lesespaß!

Veröffentlicht am 20.09.2017

Ein altes Haus in den Südstaaten

Zurück auf Liebe
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Beim Probedinner für ihre Hochzeit ertappt Keeley ihren Verlobten AJ in flagranti mit ihrer Brautjungfer Paige und verliert vollkommen die Fassung. Nachdem sie sich ausgetobt und das Auto ihres Ex-Verlobten ...

Beim Probedinner für ihre Hochzeit ertappt Keeley ihren Verlobten AJ in flagranti mit ihrer Brautjungfer Paige und verliert vollkommen die Fassung. Nachdem sie sich ausgetobt und das Auto ihres Ex-Verlobten zerkratzt hat, trifft sie auf Will Mahoney, der gerade eins der alten Häuser in der Stadt gekauft hat. Er beauftragt Keeley mit der Restaurierung und Ausstattung des Hauses, um es für seine Traumfrau herzeigbar zu machen. Keeley legt sich ins Zeug, denn sie hat nur wenig Zeit, um den Auftrag auszuführen. Dabei kämpft sie nicht nur mit der Suche nach Möbeln, sondern muss auch die zickige Stephanie davon abhalten, all ihre Pläne wieder rückgängig zu machen.

Das Buch spielt in den Südstaaten der USA und verströmt von der ersten Seite an diesen besonderen Flair. Die Menschen sind höflich und zivilisiert und so ist Keeleys Ausraster an Abend ihres Probedinners Stadtgespräch Nummer eins. Keeley selbst ist witzig und ich habe es genossen, mit ihr diverse Märkte und Antiquariate auf der Suche nach den passenden Möbeln und Dekorationen für Wills Haus zu besuchen. Eine wichtige Rolle nimmt noch das Verschwinden von Keeleys Mutter vor 25 Jahren ein, bei dem alle davon ausgehen, dass sie mit ihrem Geliebten, einem Angestellten von Keeleys Vater durchgebrannt ist. Doch ist das wirklich die Wahrheit?

Die Wortgefechte zwischen Keeley und Will, Keeley und ihrer Tante Gloria, mit der zusammen sie das Inneneinrichtungsgeschäft führt, und vor allem zwischen Keeley und Austin, dem schwulen Blumenhändler und Freund, machen wirklich Spaß und machen den Roman aus.

Wieder ein sehr schöner Liebesroman von Mary Kay Andrews, den ich sehr genossen habe.