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Veröffentlicht am 19.07.2017

Die Sammlung des Grauens

Der Knochensammler - Die Ernte
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Der Knochensammler streift durch London, um seine Sammlung an außergewöhnlichen Knochen zu vervollständigen. Hierbei beschränkt er sich nicht auf Knochen von Toten, sondern geht gezielt auf die Jagd nach ...

Der Knochensammler streift durch London, um seine Sammlung an außergewöhnlichen Knochen zu vervollständigen. Hierbei beschränkt er sich nicht auf Knochen von Toten, sondern geht gezielt auf die Jagd nach Menschen mit körperlichen Gebrechen. Und so gerät auch der kleine Jakey in seinen Fokus. Jakey leidet am Münchmeyer-Syndrom, einer Knochenkrankheit, die seinen Körper immer weiter verknöchern lässt. Und der Knochensammler kommt immer näher.

Die Grundidee des Romans finde ich sehr interessant und spannend. Auch der Einstieg ins Buch mit dem Verschwinden der kleinen Clara ist fesselnd und die Ermittlungen spannend. Auch die Gewissheit, dass der Knochensammler schon hinter Jakey her ist und man ihn und seine Eltern warnen möchte, macht das Buch interessant. Doch leider lässt die Spannung nach dem ersten Drittel sehr nach und der Mittelteil zieht sich extrem. Der Knochensammler ist zwar nahe, aber man begleitet einfach Jakeys Eltern in ihrem Alltag und die Ermittlerin Etta Fitzroy bei ihren Ermittlungen zum Fall der kleinen Clara. Das Verhalten des Knochensammlers und die Unfähigkeit der Polizei ihm auf die Spur zu kommen haben mich etwas verärgert, denn er geht teilweise ein und aus, wo man erwarten würde, dass ein Gebäude total überwacht würde. Das hat mich sehr gestört.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht vollkommen überzeugen. Zwar ist der Knochensammler eine tolle Romanfigur, aber die Umsetzung und der wirklich langwierige Mittelteil machten mir das Lesen wirklich schwer. Ich bin sicher, dass ich den demnächst erscheinenden zweiten Teil nicht mehr lesen werde, da mich gerade das Ende des ersten Teils sehr verärgert hat.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Mein Körper gehört mir

Seelen
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Die Erde wurde von Außerirdischen übernommen, fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt, die sich in den Körper einnisten und ihn übernehmen. Wenige Menschen leisten Widerstand und ...

Die Erde wurde von Außerirdischen übernommen, fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt, die sich in den Körper einnisten und ihn übernehmen. Wenige Menschen leisten Widerstand und verstecken sich in der Wüste. Das Mädchen Melanie wurde von den Außerirdischen gefangen genommen, wehrt sich allerdings gegen die Übernahme durch die fremde Seele und muss sich fortan ihren Körper mit der Seele Wanda teilen. Melanie will nur eins: Ihren Freund Jared und ihren Bruder wiederfinden, die sich bei den Rebellen in der Wüste versteckt halten. Wird sie Wanda davon überzeugen können, mit ihr zu desertieren?

Nachdem ich von der Twilight-Saga von Stephenie Meyer nicht komplett überzeugt war, wollte ich Seelen zunächst gar nicht lesen. Nachdem ich den Film gesehen habe, der mir gut gefiel, habe ich mich dann doch in die Welt von Melanie und Wanda begeben und das Buch auch fast in einem Rutsch ausgelesen. Es faszinierte mich von Anfang an, wie Melanie und Wanda miteinander kommunizierten und wie Melanie Wanda davon überzeugen wollte, mit ihr wegzulaufen, um Jared und ihren Bruder zu finden. Die Grundidee der Geschichte fand ich sofort interessant und die Umsetzung ist meines Erachtens sehr gut gelungen. Ich konnte mich sowohl in Melanie, die ihren Körper und ihre Gedanken endlich wieder für sich haben wollte, und auch in Wanda, die erlebt, wie schön das Leben sein kann, hineinversetzen und mochte mir gar nicht vorstellen, dass vielleicht eine von beiden nicht überleben könnte. Auch die Liebesgeschichte hat mich sehr überzeugt.

Eine wirklich spannende Geschichte mit liebenswerten Charakteren.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Zurück in der Welt der Amischen

Blutige Stille
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Eine amische Familie wurde brutal ermordet. In der Scheune werden die beiden Töchter gefoltert und ermordet aufgefunden. Wer konnte der streng gläubigen Familie so etwas antun? Die Ermittlerin Kate Burkholder ...

Eine amische Familie wurde brutal ermordet. In der Scheune werden die beiden Töchter gefoltert und ermordet aufgefunden. Wer konnte der streng gläubigen Familie so etwas antun? Die Ermittlerin Kate Burkholder tut alles, um den Mörder zu finden.

Auch dieser zweite Teil der Serie um die Ermittlerin Kate Burkholder ist wieder sehr spannend und fesselnd geschrieben. Nicht nur der Mord an der amischen Familie ist faszinierend, sondern die Ermittlungen in der Welt der Amischen durch ein ehemaliges Mitglied der Gemeinde geben tiefe Einblicke in das Leben dieser nach einer alten Tradition lebenden Gemeinschaft. Das fasziniert mich und hebt die Romane von anderen Krimis und Thrillern ab.

Für mich ist auch das Verhältnis zwischen Kate Burkholder und BCI-Ermittler John Tomasetti sehr wichtig, das schon im ersten Teil begann und für mich einen großen Teil der Faszination in den Romanen von Linda Castillo ausmacht. Die beiden geben sich Halt und holen sich gegenseitig aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit heraus, was mir sehr gut gefällt.

Linda Castillo schafft es wieder, mich in ihren Bann zu ziehen! Neben der „normalen“ Polizeiarbeit gibt es viele Einblicke in die Welt der Amischen, was mir sehr gut gefällt. Auch Kate und John und ihre jeweils schlimme Vergangenheit machen für mich die Romane um Kate Burkholder so lesenswert.

Wieder ein spannender Fall und eine würdige Fortsetzung der Reihe.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Chris Carter kann's einfach

Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 2)
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In einer Kirche wird die geköpfte Leiche eines Priester aufgefunden, seiner Leiche wurde ein Hundekopf aufgesetzt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia machen sich auf die Jagd nach dem brutalen ...

In einer Kirche wird die geköpfte Leiche eines Priester aufgefunden, seiner Leiche wurde ein Hundekopf aufgesetzt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia machen sich auf die Jagd nach dem brutalen Mörder. Alles sieht nach einem Ritualmord aus, doch auf der Leiche wird die Zahl 3 entdeckt. Gibt es noch weitere Opfer?

„Der Vollstrecker“ ist der zweite Teil der Krimireihe um Detective Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Chris Carter hat einen Schreibstil, der mir sehr gefällt. Das Buch ist wie sein Vorgänger flüssig und gut zu lesen und zieht den Leser von der ersten Seite sofort in die Geschichte rein. Der Fall ist spannend und der Leser will ihn so schnell wie möglich aufgeklärt wissen, weshalb man das Buch nicht mehr aus der Hand legt. Die Morde sind detailliert beschrieben, weshalb man nicht zu empfindlich sein sollte. Die Ermittlungsarbeiten von Hunter und Garcia sind fesselnd beschrieben, der Fall bleibt bis zum Ende spannend. Wenn ich dachte, den Mörder enttarnt zu haben, nahm das Buch eine neue Wendung.

Ein guter zweiter Teil einer tollen Krimireihe. Ich begleite Hunter und Garcia sehr gerne bei ihrer Arbeit und werde immer wieder überrascht.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Der Schlächter ist wieder da

Die Zahlen der Toten
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Eine junge Frau wird brutal ermordet auf einem Feld an der Grenze zu dem kleinen Ort Painters Mill in Ohio gefunden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der „Schlächter“ zurück ist, der vor 16 Jahren ...

Eine junge Frau wird brutal ermordet auf einem Feld an der Grenze zu dem kleinen Ort Painters Mill in Ohio gefunden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der „Schlächter“ zurück ist, der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise getötet hat. Kate Burkholder, Polizeichefin von Painters Mill, ermittelt in dem Fall und wird auf erschreckende Weise in ihre eigene Vergangenheit zurückbefördert, eine Vergangenheit, über die nichts nach außen dringen darf.

Kate Burkholder ist ein toller und ungewöhnlicher Charakter. Aufgewachsen als Amische in der amischen Gemeinde von Painters Mill kehrte sie ihrer Familie und der Glaubensgemeinschaft nach einem schrecklichen Erlebnis in ihrer Jugend den Rücken. Als Polizeichefin der kleinen Gemeinde ist sie zur Stelle, wenn zwischen den Amischen und den „normalen“ Bürgern der Stadt vermittelt werden muss, oder Dinge auf dem Gebiet der Glaubensgemeinschaft geklärt werden müssen. Durch ihre Kenntnis der Sitten und Gebräuche gelingt ihr das gut. Gerne habe ich ihre Ermittlungsansätze und ihre Bemühungen um einen verständnisvollen Umgang zwischen den Beteiligten verfolgt. Schnell wird klar, dass ihre Vergangenheit sie nicht ruhen lässt und sie noch immer unter den schrecklichen Ereignissen von damals leidet.

John Tomasetti, ein Kollege, der ihr zur Aufklärung des Falls zur Seite gestellt wird, ist ebenfalls ein Getriebener, nachdem er seine Familie auf schreckliche Art und Weise verlor. Ich fand es schön zu lesen, wie Kate und John sich gegenseitig aufhalfen und wie sich zwei gebrochene Seelen einander zuwenden. Die Beziehung der beiden mach Hoffnung und sie tun sich scheinbar gut. Auch ihre Zusammenarbeit war brillant und ich hoffe, mehr von dieser Dynamik in weiteren Teilen zu lesen.

Die Aufklärung des Falls war sehr überraschend und für mich nicht vorhersehbar, was noch ein Pluspunkt ist. Ein toller erster Teil einer Serie, die ich gerne weiterverfolgen werde.