Cover-Bild Der Knochensammler - Die Ernte
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Scherz
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 23.03.2017
  • ISBN: 9783651024991
Fiona Cummins

Der Knochensammler - Die Ernte

Thriller
Birgit Schmitz (Übersetzer)

Er sammelt aus Leidenschaft. Knochen. Menschliche Knochen.
Doch das Herzstück fehlt ihm noch in seiner Sammlung.
Die Knochen von Jakey. Einem sechsjährigen Jungen, der am Münchmeyer-Syndrom leidet, einer seltenen Knochenkrankheit, die Jakeys Körper langsam verknöchern lässt ...

Den Knochensammler vergisst so schnell niemand mehr: Wie ein Schatten gleitet er durch Londons Straßen und verfolgt einen teuflischen Plan. Fiona Cummins‘ »Der Knochensammler – Die Ernte« ist ein schauderhaft genialer Thriller mit Bestseller-Format – so nervenzerfetzend wie Mo Hayders »Der Vogelmann«, so abgründig und faszinierend wie »Die Chemie des Todes«.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2017

Sehr spannend

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Zum Inhalt:
Er sammelt aus Leidenschaft. Knochen. Menschliche Knochen.Doch das Herzstück fehlt ihm noch in seiner Sammlung.Die Knochen von Jakey. Einem sechsjährigen Jungen, der am Münchmeyer-Syndrom leidet, ...

Zum Inhalt:
Er sammelt aus Leidenschaft. Knochen. Menschliche Knochen.Doch das Herzstück fehlt ihm noch in seiner Sammlung.Die Knochen von Jakey. Einem sechsjährigen Jungen, der am Münchmeyer-Syndrom leidet, einer seltenen Knochenkrankheit, die Jakeys Körper langsam verknöchern lässt.
Meine Meinung:
Das war mal ein spannendes Buch, sehr flüssig und gut lesbar geschrieben. Die Protagonisten haben mir auch gut gefallen. Die Krankheit musste ich erstmal googlen, was für eine schreckliche Vorstellung! Man kann gar nicht ermessen, wie furchtbar das für die Betroffenen sein muss. Das Ende hat mir auch gut gefallen, es lässt hoffen, dass es einen Nachfolger geben wird.
Fazit:
Spannende Unterhaltung

Veröffentlicht am 16.04.2017

Ein erschreckend grausamer Thriller

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Einer alten Familientradition folgend, ist der Knochensammler auf menschliche Kuriositäten spezialisiert. Egal, ob verformte Skelette und oder andere Abnormitäten. Er sammelt sie, um sich an ihrem Anblick ...

Einer alten Familientradition folgend, ist der Knochensammler auf menschliche Kuriositäten spezialisiert. Egal, ob verformte Skelette und oder andere Abnormitäten. Er sammelt sie, um sich an ihrem Anblick zu erfreuen. Deshalb ist er auch überaus begeistert, als er von dem sechsjährigen Jakey hört, der am Münchmeyer-Syndrom leidet. Einer fortschreitenden Verknöcherung des Binde- und Stützgewebes, das zu einer allmählichen Versteifung des Körpers führt. Er muss ihn haben, koste was es wolle und wenn er dafür töten muss.

„Der Knochensammler - Die Ernte“ ist ein erschreckend grausamer Thriller, der den Leser tief in menschliche Abgründe führt. Dahin, wo ein psychopathischer Killer seine geheimen Neigungen verbirgt, die er gnadenlos ausleben möchte. Von seinem Vater inspiriert, begeht er grausame Verbrechen an Menschen, die durch ihr schweres Schicksal über alle Maßen gepeinigt sind. Aber nicht nur seine Taten stehen im Fokus des Geschehens, sondern vor allem der Leidensweg der Familien, die von seinen furchtbaren Beutezügen betroffen sind. So lernt der Leser zum einen die Eltern der fünfjährigen Clara kennen, die auf offener Straße vom Knochensammler entführt wurde und zum anderen die Eltern des sechsjährigen Jakey, der aus dem Krankenhaus verschwunden ist. Zwei Familie, deren Eheprobleme durch den Verlust ihrer Kinder offen zutage treten. Überhaupt gibt es in dem Thriller der britischen Autorin Fiona Cummnis keine Hauptfigur, die nicht vom Schicksal gebeutelt oder anderweitig mit Schwierigkeiten behaftet ist. Nur die beiden Kinder sorgen durch ihre Stärke und Tapferkeit dafür, dass in dem deprimierenden Geschehen ein wenig Sorglosigkeit und Hoffnung durchscheint.

Fesselnd und bildhaft geschrieben präsentiert sich die Geschichte des krankhaften Psychopathen und seiner jungen Opfer und legt zum Ende mit einem furiosen Finale noch eine Schippe drauf. Dabei wird die Spannung in diesem Thriller nicht etwa durch ein actionreiches Geschehen oder durch detailreich geschilderte Verbrechen angeheizt, sondern vor allem durch die Missstimmungen innerhalb der Familien und durch die verzweifelte Suche nach den Kindern sowie durch die Frage, wer denn nun eigentlich der Knochensammlers ist.

Fazit:
„Der Knochensammler – Die Ernte“ ist ein packender Thriller, der vor allem von den Unzulänglichkeiten seiner Figuren und ihrer realistischen und streckenweise deprimierenden Darstellung lebt und von einem Verbrechen, das besonders absonderlich und grausam ist. Hinzu kommen jede Menge Wendungen, die dem Geschehen regelmäßig eine andere Richtung verleihen und ein Erzählstil, der sich wunderbar kurzweilig liest.

Veröffentlicht am 28.03.2017

Erstaunlicher Debüt Thriller

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In London untersucht die Polizistin Etta Fitzroy mehrer Vermisstenfälle von Kindern. Bei zwei Kindern stößt das Ermittlerteam auf eine erstaunliche Gemeinsamkeit. Beide Kinder weisen Knochenanomalien ...

In London untersucht die Polizistin Etta Fitzroy mehrer Vermisstenfälle von Kindern. Bei zwei Kindern stößt das Ermittlerteam auf eine erstaunliche Gemeinsamkeit. Beide Kinder weisen Knochenanomalien auf. Schnell wird klar, dass die Entführungen auf den gleichen Täter zurückgehen, weil er eine unverkennbare Signatur zurücklässt. Was für ein Täter hat es auf Kinder mit Knochenmissbildungen abgesehen? Was tut er mit den Opfern?
Diese Fragen führen Etta tief in die Familiengeschichten der Opfer, die mir teilweise wirklich ans Herz gewachsen sind. Vor allem der kleine Jakey, der an Fibrodysplasia Ossificans Progressiva leidet, einer Krankheit, bei der die Knochen unkontrolliert wachsen und der Patient im Verlauf immer unbeweglicher wird. Ich habe in den Thriller viel über diese seltene Krankheit erfahren, ohne dass die Autorin sich in Tränendrüsendrückerei verliert.
Durch Perspektivwechsel und Cliffhanger bleibt die Spannung immer auf einem bestimmten Level. Es gibt Abschnitte, die nicht einfach zu ertragen sind, wenn man empfindlich ist. Obwohl ich generell Mühe habe, mit Büchern, in denen Kindern Schlimmes zustößt, habe ich dieses Buch gerne gelesen, weil die Autorin genügend Abstand und Würde gegenüber den Opfern wahren lässt.
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Ich vermute, dass es eine Fortsetzung gibt und freue mich jetzt schon darauf, die zu lesen.
Von mir erhält dieses erstaunliche Debüt 5 Sterne.


Veröffentlicht am 16.05.2018

Wer hat Angst vorm Knochensammler

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Der Knochensammler sammelt - wie der Name schon sagt - Knochen, aber keine gewöhnlichen Knochen sonder nur ganz besondere. Am liebsten solche die durch Krankheiten oder Missbildungen dort entstehen wo ...

Der Knochensammler sammelt - wie der Name schon sagt - Knochen, aber keine gewöhnlichen Knochen sonder nur ganz besondere. Am liebsten solche die durch Krankheiten oder Missbildungen dort entstehen wo sie nicht hingehören. Das ist eine lange Familientratition. Der Knochensammler erlernte schon von seinem Vater sein Handwerk das darin besteht die Menschlichen Körper zu häuten und die Knochen freizulegen, sodass er sie in seiner Sammlung ausstellen kann.



So passiert es das Clara und Jacky, zwei kleine Kinder in die Gewalt des Sammlers komm. Beide haben eine äußerst seltene Knochenkrankheit auf die des Der Knochensammler abgesehen hat. Er stellt sich schon vor wie der die beiden von ihrer Haut befreit und ihre Knochen ausstellt. Ob ihm das gelingt?


Das Buch ist durchweg spannend geschrieben, gleichzeitig erfährt der Leser viel über die Knochenkrankheit und deren folgen was sehr informativ und zugleich schrecklich ist.
Mich hat das Schicksal des kleinen Jackys aber auch von Clara zutiefst berührt. Bei der Geburt zu wissen, dass das eigene Kind an dieser Krankheit frühzeitig sterben muss ist schrecklich, noch schlimmer ist es damit selbst umzugehen. Die Geschichte erzählt auch von der Vergangenheit und wie diese mit den Aktuellen Ereignissen im Zusammenhang steht.


Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was einem die Möglichkeit gibt die einzelnen Protagonisten besser kennen zu lernen. Es ist sehr abwechslungsreich und so erfährt man mehr über das Schicksal der Familien. Ich hatte kein Problem die verschiedenen Personen auseinander zuhalten.


Ich kann zu diesem Buch nur meine Leseempfehlung für Thrilerfans aussprechen.

Veröffentlicht am 27.06.2017

Ein Mann im Schatten, gesichtslos und unbemerkt schafft er sich sein eigenes Museum – aus den Knochen seiner Opfer

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| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Ein Thriller welchen ich haben musste! Klappentext und Cover lockten mich doch zu sehr und somit wurde das Buch direkt vorbestellt, musste dann jedoch zunächst ...

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Ein Thriller welchen ich haben musste! Klappentext und Cover lockten mich doch zu sehr und somit wurde das Buch direkt vorbestellt, musste dann jedoch zunächst auf dem SuB (Stapel ungelesener Bücher) verweilen – so ist das eben manchmal bei uns Büchereulen.

Doch das Warten hat sich gelohnt, denn ich hätte es zu keinem passenderen Moment anfangen können. Ja „passend“ wirkt etwas deplatziert, deshalb möchte ich ganz kurz und knapp erzählen, warum das Buch mein Kopfkino ankurbelte. Wen das nicht interessiert springt ganz einfach zum nächsten Absatz, alle anderen erwartet ein kleiner Urlaubstipp:
In meinem Kopf waren aktuell die passenden Bilder zum Buch, welches sofort eine Verknüpfung zu Erlebtem und Gelesenem herstellte. Mein Ausflug handelt, wie auch das Thema im Buch, vom Knochen sammeln. Bewusst war diese Kombination nicht, denn die Besichtigung des Ortes war eine Überraschung von meinem Freund. Auf dem Weg von Prag nach Ungarn gab es einen kleinen Abstecher zur Knochenkirche (Beinhaus). Die Überreste von mehreren hundert Verstorbenen, nicht nur gestapelt, sondern beeindruckend zu Kronleuchter, Skulptur und ähnlichem ‚verarbeitet‘. Mit Ehrfurcht geht man durch die Kirche, ein Wechsel von Unbehagen und staunen. Bleibende Eindrücke, ein Wow-Erlebniss!
Kurz darauf hatte ich dieses Buch begonnen und die erzählten Bilder waren durch diesen eindrucksvollen Besuch der Kirche sofort greifbar.

Nun aber zum Buch selbst, dem ersten Band um den Knochensammler. Bereits der Prolog nahm mich ein – eine einzige Seite, der Täter – sein: war, ist und werden.
Für mich war klar „das wird mein Buch!“ und auch der Schreibstil der verschiedenen Perspektiven und kleineren Aussichten nahm mich sofort in seinen Bann.

„Aber keiner von ihnen ahnte etwas von all dem an jenem nassen Novembernachmittag, nur Stunden, bevor ihre Leben kollidierten und in den Trümmern die Wahrheit zutage trat.“


Doch dies konnte die Autorin für mich nicht durchweg halten. Die Spannung verliert sich ein Stückweit in der Begründung warum Sergeant Etta Fitzroy sich emotional auf die Fälle einlässt. Ihre Passagen nehmen nicht viel Raum ein und doch sind sie nicht tragend für den Fall selbst. Erklärt ihr Verhalten, bietet einen Bereich der Verletzlichkeit, bringt sie mir als Leserin aber nicht näher.

Was mir sehr gut gefiel und mich doch etwas im Lesefluss bremste war das Familienmodell um den Jungen Jackey.
Ein Thriller mit leisen Tönen – was passiert mit einer Ehe die bereits Risse hat, wenn das einzige und schwer erkrankte Kind spurlos verschwindet? Eine einnehmende Skizzierung der Familienverhältnisse und doch stellenweise zu detailliert bzw. ausholend. Viele Geschehnisse und einige Rückblicke sind wichtig für das Gesamtbild der Familie Frith, der Verzicht auf die ein oder andere Schilderung hätte dem Verständnis aber keineswegs geschadet. Des weiteren haben mich einige Elemente um den Jungen Jakey etwas gestört und hatten einen für mich unpassenden mystischen Touch. Die Angst des Kindes soll spürbar sein, wirft aber auch Fragen auf welche unbeantwortet bleiben – woher bspw. kennt er das Lied seines Vaters aus Kindertagen? Denn dieses hat er seit seiner Kindheit nicht mehr gesungen. Grundlegen stören mich offene Handlungen, Fragen nicht. In dieser Geschichte ist es aber leider nicht stimmig eingearbeitet worden.

Die Perspektiven der Familie Foyle und des Knochensammlers haben mich eingenommen und berührt. Auch die Ehe der Foyles hat bereits Risse. Doch diese Gemeinsamkeit der Kinder ist es nicht, welche die Aufmerksamkeit des Knochensammlers auf sich zieht.
Was sich hinter der Fassade dieser Familie verbirgt ist traurig und macht stellenweise wütend. Die Charaktere entwickeln sich im Verlauf der Geschichte und durch das Begleiten der Familie hatte das Lesen nochmals eine berührende Intensität.
An beiden Familien skizziert die Autorin Fiona Cummins authentisch die emotionale Talfahrt die durch solch einen Schicksalsschlag ausgelöst wird.

Der Knochensammler selbst wird aus mehreren Blickwinkeln charakterisiert. Seine Vergangenheit mit einem Vater welcher ihn in die Knochenwelt einführte. Die Gegenwart – Täter und Ehemann.
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, aber die Autorin hat es geschafft die Empfindungen des Täters als zärtlich darzustellen. Genau dies zog mich in seinen Bann. Ein Mann der nicht tötet des Tötens willens, sondern um seiner Leidenschaft des Sammelns nachzugehen. Diese Darstellung zeigt wie sehr sich die Autorin mit diesem Charakter auseinander gesetzt hat und erzeugt dadurch die Gänsehaut die ich bei einem Thriller erwarte. Ebenso hüllt Fiona Cummins den Leser durch die Beschreibungen der Außenwirkung des Knochensammlers ein.

„Er schaute sie direkt an […] Plötzlich befiel sie ein so heftiger Ekel, das ihr beinahe ihre […] Milchflasche aus der Hand und auf dem Gehweg zerplatzt wäre. Der Mann schaute weg, und die Frau dachte gerade noch rechtzeitig daran, die Flasche fester zu umfassen.
Kurz darauf hatte sie sein Gesicht bereits wieder vergessen.“

Dadurch erschafft sie ein gelungen unbehagliches Gefühl und Leseerlebnis. Das Museum des Knochensammlers ist noch nicht vollständig und ich hoffe sehr das Band 2 mit seinem (diesem) Vorgänger mithalten kann – gerne auch eine Spur intensiver!