Profilbild von sChiLdKroEte62

sChiLdKroEte62

Lesejury Star
offline

sChiLdKroEte62 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sChiLdKroEte62 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2019

Schöner Roman für die Vorweihnachtszeit

Winterzauberküsse
0

Auf einer Londoner Vorweihnachtsparty trifft Hutmacherin Ava auf Sam. Als er von ihrem Beruf erfährt, bittet er sie, einen Hut als Geschenk für seine schwerkranken Mutter Wendy zu fertigen. Wendy ist begeistert. ...

Auf einer Londoner Vorweihnachtsparty trifft Hutmacherin Ava auf Sam. Als er von ihrem Beruf erfährt, bittet er sie, einen Hut als Geschenk für seine schwerkranken Mutter Wendy zu fertigen. Wendy ist begeistert. Doch nicht nur von der Geschenkidee ihres Sohnes, sie glaubt Sam und Ava seien ein Paar. Sam bringt es nicht übers Herz, Wendy die Wahrheit zu sagen. Deshalb bittet er Ava, mitzuspielen und so zu tun als seien die beiden zusammen – nur bis nach dem Weihnachtsfest.

Die Geschichte wird mal aus der Sich von Ava, mal aus der von Sam erzählt. Durch diese Perspektivwechsel ergibt sich für den Leser ein ganzheitliches Bild. Die nett gezeichneten Charaktere der Protagonisten Ava und Sam waren mir schnell sympathisch. Ich konnte mich in beide gut hinein versetzen und mit ihnen fühlen, so dass ich die beiden gerne durch die Vorweihnachtszeit begleitet habe.

Dies war mein erstes Buch von Sue Moorcroft. Ihr Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen.

Das Buch „Winterzauberküsse“ von Sue Moorcraft hat mir gut gefallen. Es handelt sich um einen schönen, romantischen, aber nicht zu kitschigen Roman. Die Geschichte verfügt nicht über allzu viel Tiefgang, hat mich aber dennoch sehr gut unterhalten. Für mich war dieses winterliche und weihnachtliche Buch die perfekte Lektüre für die Vorweihnachtszeit.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Spannend, aber nicht überzeugend

Der Hypnotiseur
0

Auf einem Sportplatz in Stockholm wird die Leiche eines brutal ermordeten Mannes aufgefunden. Kurz darauf entdecken Polizisten im Haus der Familie, dass auch die Frau und die Tochter des Mannes Opfer eines ...

Auf einem Sportplatz in Stockholm wird die Leiche eines brutal ermordeten Mannes aufgefunden. Kurz darauf entdecken Polizisten im Haus der Familie, dass auch die Frau und die Tochter des Mannes Opfer eines Verbrechens wurden. Es scheint als wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Einzig der Sohn überlebt schwer verletzt. Kriminalkommissar Joona Linna findet heraus, dass es in der Familie noch eine weitere Tochter gibt. Um Details über das Verbrechen zu erfahren und somit das Leben der erwachsenen Tochter zu retten, bittet er den Arzt Erik Maria Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose zu verhören. Das Ergebnis dieses Verhörs jagt nicht nur dem Arzt und dem Kommissar einen Schauer über den Rücken.

Das Buch behandelt den ersten Fall des Kriminalkommissars Joona Linna. Über dessen Privatleben wird allerdings leider nur wenig bekannt. Gern hätte ich den Kommissar etwas besser kennen gelernt. Das Augenmerk lag eindeutig auf der Beschreibung des Arztes und Hypnotiseurs Erik Maria Bark. Dies war zunächst stellenweise etwas langatmig, da anfangs nicht ersichtlich war, dass dieser noch eine wichtige Rolle in der späteren Handlung einnehmen würde.

Die Inhaltsangabe des Buches klang für mich sehr spannend. Leider dient der beschriebene Fall der ermordeten Familie mehr oder weniger nur als Einleitung für die spätere Handlung, die mit dem brutalen Mord nur noch am Rande etwas zu tun hat. Dies fand ich im ersten Moment sehr schade. Der weitere Handlungsverlauf konnte mich aber dennoch überzeugen.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch ganz gut gefallen. Die Handlung hat mich zwar nicht so gefesselt und umgehauen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte, aber sie war dennoch spannend. Ich würde mir die weiteren Teile der Reihe um den Kriminalkommissar Joona Linna nicht zum Originalpreis kaufen, aber wenn ich einen von ihnen auf einem Tisch mit Mängelexemplaren entdecken würde, würde ich wieder zugreifen.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Erzählungen konnten nicht so recht überzeugen

Wir haben Raketen geangelt
0

Karen Köhlers Erstlingswerk „Wir haben Raketen geangelt“ enthält neun kurze, abgeschlossene Erzählungen, die alle eine gewisse Melancholie in sich tragen. In den einzelnen Geschichten geht es um Verlust, ...

Karen Köhlers Erstlingswerk „Wir haben Raketen geangelt“ enthält neun kurze, abgeschlossene Erzählungen, die alle eine gewisse Melancholie in sich tragen. In den einzelnen Geschichten geht es um Verlust, Tod, Verzicht und Veränderung.

In meiner Version ist die erste Erzählung „Il Comandante“ leider nicht abgedruckt, da die Autorin diese bei einem Buchpreis vortragen wollte und sie deswegen vorher nicht veröffentlicht werden durfte. Auf der Homepage der Autorin kann die Geschichte aber heruntergeladen werden. So konnte ich sie doch noch lesen.

Die Aufmachung des Buchs ist sehr schön. Das Cover ist sehr auffällig und aufwendig gestaltet. Die abgebildeten Tiere sind je einer Geschichte zugeordnet und vor Beginn dieser erneut abgedruckt.

Mit den einzelnen Erzählungen konnte ich nicht so recht etwas anfangen. Manche haben mir mehr andere weniger gefallen. Wirklich berühren konnte mich jedoch keine, da ich zu keinem der Protagonisten eine Beziehung aufbauen konnte. Der Schreibstil der Autorin konnte mich nicht überzeugen.

Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten. Dieses Buch konnte mich nicht vom Gegenteil überzeugen. Als gewonnenes Buch war es eine ganz nette Lektüre. Hätte ich es gekauft, wäre ich enttäuscht gewesen. Ich denke aber dennoch, dass das Buch seine Fans finden wird.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Emotionaler und bewegender Roman

Ich versprach dir die Liebe
0

Nach einem furchtbaren Sturz liegt Elle mit schwersten Kopfverletzungen im Koma. Ihr Gehirn wurde irreversibel geschädigt. Es gibt somit keine Hoffnung auf Heilung. Nach dem qualvollen Tod ihrer Mutter, ...

Nach einem furchtbaren Sturz liegt Elle mit schwersten Kopfverletzungen im Koma. Ihr Gehirn wurde irreversibel geschädigt. Es gibt somit keine Hoffnung auf Heilung. Nach dem qualvollen Tod ihrer Mutter, hat sich Elle immer gegen lebenserhaltende Maßnahmen ausgesprochen. Matt, ihr Ehemann, ist am Boden zerstört. Dann teilen die Ärzte ihm mit, dass Elle nach mehreren Fehlgeburten erneut schwanger ist. Dieser Umstand verändert alles. Die Entscheidung zur Abschaltung der Geräte scheint nun schier unmöglich.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Matt erzählt. So erhält man als Leser gute Einblicke in seine Gefühlswelt und Sichtweise und kann sich gut in ihn hinein versetzen. Die Handlung spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen. Es werden immer wieder Details aus Matts und Elles gemeinsamer Vergangenheit erzählt. Durch diese Rückblicke erhält man ein gutes Bild von Elle. Die Autorin schafft es, sie dem Leser so nahe zu bringen, dass man ein Gefühl dafür bekommt, wie sie in der Situation entscheiden würde, wenn sie könnte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Mit ihren Worten transportiert sie viel Gefühl. Man kann sich gut in den Charakter Matt einfühlen und leidet mit ihm.

Priscille Sibley ist gelernte Krankenschwester. Die Beschreibungen der medizinischen Aspekte von Elles Verletzungen und den Komplikationen, die mit der Schwangerschaft im Koma einhergehen, sind detailliert und genau. Sie schafft es, diese dem Leser verständlich nahe zu bringen. Wie auch die medizinischen Details, scheinen die rechtlichen Aspekte ebenfalls gut recherchiert zu sein. Alles wirkt in sich stimmig.

„Ich versprach dir die Liebe“ ist ein wunderschöner, emotionaler und bewegender Roman mit viel Gefühl und Tiefgang, der einen nicht kalt lässt. Das Buch hat mich sehr berührt, meine Augen feucht werden lassen und nachdenklich gemacht.

Toller Debüt-Roman von Priscille Sibley, den ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich bin auf weitere Bücher der Autorin gespannt und werde sie bestimmt lesen.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Fantasievolle, magische Geschichte

Der Ozean am Ende der Straße
0

Ein erwachsener Mann ist aufgrund einer Beerdigung in dem Ort, in dem er aufwuchs. Da er nach dem Gottesdienst noch ein wenig Zeit hat, besucht er ein paar Orte seiner Kindheit. So verschlägt es ihn auch ...

Ein erwachsener Mann ist aufgrund einer Beerdigung in dem Ort, in dem er aufwuchs. Da er nach dem Gottesdienst noch ein wenig Zeit hat, besucht er ein paar Orte seiner Kindheit. So verschlägt es ihn auch zum Gehöft der Hempstocks. Dort, an einem Ententeich, den Lettie Hempstock vor Jahren immer als einen Ozean bezeichnete, erinnert er sich an fantastische Ereignisse, die er als Siebenjähriger erlebte.

Der Protagonist, dessen Namen der Hörer nie erfährt, erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Dadurch kann man sich gut in ihn hinein versetzen und mit ihm fühlen. Es scheint sich zunächst um ganz normale Erinnerungen eines Mannes an seine Kindheit zu handeln. Der Hörer ahnt noch nicht, welche fantastischen und magischen Züge die Geschichte noch annehmen wird.

Ich habe bisher schon einige Hörbücher gehört und selten war ich so begeistert von dem Sprecher wie bei „Der Ozean am Ende der Straße“. Hannes Jaenickes Stimme passt, meiner Meinung nach, perfekt zur Geschichte. Durch seinen tollen Erzählstil haucht er der Handlung Leben ein und man hört gerne zu.

Bei „Der Ozean Ende der Straße“ handelt es sich um eine interessante, fantasievolle Geschichte. Am Ende bleiben einige Fragen ungeklärt und als Hörer ist man sich nicht sicher, ob die Ereignisse wirklich so geschehen sind, wie der Mann sich erinnert oder ob es sich um Vorstellungen oder Träume handelt. Aber genau das macht die Magie der Geschichte aus. Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Die Geschichte war ansprechend und unterhaltsam. Ich hab mich keine Sekunde gelangweilt. Ein schönes Märchen für Erwachsene, das Hannes Jaenicke zu einem tollen Hörerlebnis macht!