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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2017

Trotz kleinerer Kritikpunkte spannender Thriller

The Couple Next Door
2 0

Anne und Marco Conti sind bei ihren Nachbarn zu einer Dinnerparty eingeladen. Die Nachbarin möchte nicht, dass sie ihr Baby mitbringen. Da die Babysitterin kurzfristig verhindert ist, schlägt Marco vor, ...

Anne und Marco Conti sind bei ihren Nachbarn zu einer Dinnerparty eingeladen. Die Nachbarin möchte nicht, dass sie ihr Baby mitbringen. Da die Babysitterin kurzfristig verhindert ist, schlägt Marco vor, das kleine Mädchen allein zu Hause zu lassen, ein Babyfon mitzunehmen und in regelmäßigen Abständen nach dem Kind zu sehen. Anne ist zwar nicht begeistert, willigt aber dennoch ein. Sie sind ja direkt nebenan. Als sie das letzte Mal bei der Kleinen war, schlief diese friedlich. Doch nun steht die Haustür ein Stück offen. Anne rennt ins Kinderzimmer – Das Bettchen ist leer und die sechs Monate alte Cora verschwunden.

Mit dem Verschwinden der kleinen Cora beginnt das Buch direkt spannend. Durch geschickt platzierte Cliffhanger und unvorhersehbare Wendungen bleibt diese Spannung über den gesamten Handlungsverlauf erhalten. Der Leser erhält nach und nach pikante Informationen über die einzelnen Personen und deren Umstände. Dadurch erhält man immer wieder das Gefühl niemandem trauen zu können. Dies führte dazu, dass es mir oft schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Die Auflösung war ab einem bestimmten Punkt, aber keinesfalls zu früh, vorauszusehen. Es blieb dennoch spannend.

Die einzelnen Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen. Sie blieben allesamt sehr flach und waren wenig sympathisch. Ich konnte zu niemandem einen Bezug aufbauen.

Der Schreib- und der Erzählstil von Shari Lapena haben mir gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich zügig lesen. Der Plot war logisch aufgebaut und das Ende schlüssig. Das letzte Kapitel hätte die Autorin, meiner Meinung nach, allerdings besser weglassen sollen. Die Handlung dort war unnötig und mir persönlich einfach etwas zu viel.

Bei „The Couple next door“ handelt es sich um einen tollen Thriller, der mich überzeugen konnte. Das Buch hat mich gefesselt und gut unterhalten. Die spannende Handlung konnte die eindimensionalen und wenig sympathischen Charaktere wett machen.
Fazit: Trotz kleinerer Kritikpunkte ein wirklich lesenswertes Buch!

Veröffentlicht am 14.08.2018

Unlgaublich spannender und fesselnder Thriller

Todeskäfig
1 0

In Washington, D.C., wird in einem leer stehenden Haus die Leiche eines Mädchens gefunden. Ihr Mörder sperrte sie in einen Käfig und ließ sie dort verdursten. FBI Special Agent Sayer Altair wird mit den ...

In Washington, D.C., wird in einem leer stehenden Haus die Leiche eines Mädchens gefunden. Ihr Mörder sperrte sie in einen Käfig und ließ sie dort verdursten. FBI Special Agent Sayer Altair wird mit den Ermittlungen betraut. Der Druck ist groß, denn bei dem toten Mädchen handelt es sich um die Tochter eines einflussreichen Senators. Außerdem gibt es Hinweise auf ein weiteres Opfer, das möglicherweise noch lebend gefunden werden kann. Die Jagd auf den erbarmungslosen Killer beginnt.

Bei „Todeskäfig“ handelt es sich um den ersten Fall für FBI Special Agent Sayer Altair. Sie ist eine Ermittlerin mit Ecken und Kanten, die sich auch mal über die Anweisungen ihrer Vorgesetzten hinweg setzt und auch mal die Beherrschung verliert. Dennoch ist sie ein interessanter und sympathischer Charakter. Ihren Beruf übt sie mit viel Kompetenz aus.

Die Geschichte beginnt mit dem Auffinden der Leiche des Mädchens direkt spannend. Diese direkt zu Beginn aufgebaute Spannung bleibt während des gesamten Handlungsverlaufs erhalten und kann zwischendrin immer noch mal wieder gesteigert werden. Immer wieder gab es Cliffhanger und überraschende Wendungen, die es mir unmöglich machten, das Buch aus der Hand zu legen. Die Auflösung am Ende war für mich keinesfalls vorhersehbar.

Der Schreib- und der Erzählstil von Ellison Cooper haben mir sehr gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die eher kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für Tempo. Die Handlung ist logisch aufgebaut und das Ende schlüssig.

Bei „Todeskäfig“ von Ellison Cooper handelt es sich um einen rundum gelungen Thriller, der mich begeistern konnte und toll unterhalten hat. Die Geschichte ist spannend, mitreißend und hat mich regelrecht gefesselt. Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit beendet, weil ich es zwischenzeitlich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für Sayer Altair und freue mich sehr darauf.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Unterhaltsamer, spannender Roman

Tausend kleine Lügen
1 0

Seit der Geburt ihres Sohnes Ziggy vor fünf Jahren ist Jane ständig umgezogen. Nirgendwo konnte sie es lange aushalten. Nun hat es sie ins australische Küstenstädtchen Pirriwee verschlagen. Schnell schließt ...

Seit der Geburt ihres Sohnes Ziggy vor fünf Jahren ist Jane ständig umgezogen. Nirgendwo konnte sie es lange aushalten. Nun hat es sie ins australische Küstenstädtchen Pirriwee verschlagen. Schnell schließt sie Freundschaft mit Madeline und Celeste, deren Kinder in die gleiche Vorschulklasse gehen wie Ziggy. Jane gefällt es in Pirriwee. Sie scheint endlich angekommen zu sein. Doch Jane, Celeste und Madeline geraten in ein Geflecht von Geheimnissen, Intrigen und Lügen. Dann kommt bei einem Elternschulfest ein Mann zu Tode…

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir gut. Der Leser lernt zunächst die drei Frauen Jane, Madeline und Celeste kennen. Die drei sind sehr unterschiedlich, aber jede auf ihre Art sympathisch. Jede der Frauen hat ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen. Auch wenn ich an Stelle der einzelnen Frauen nicht immer unbedingt so gehandelt hätte, wie sie es getan haben, konnte ich mich gut in ihre jeweilige Situation hinein versetzen und mit ihnen fühlen, leiden und fiebern. Ich habe jede von ihnen gern durch die Handlung begleitet.

Der Schreib- und der Erzählstil von Liane Moriarty haben mir sehr gefallen. Die Geschichte war flüssig geschrieben und ließ sich flott lesen. Die Autorin baut geschickt Spannung auf, indem sie Hinweise auf Geheimnisse einzelner Charaktere gibt, die erst nach und nach enthüllt wurden. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Gesprächsauszüge, vermutlich aus Polizeivernehmungen, in denen in erster Linie Eltern und Lehrer aus Pirriwee zu Wort kommen. Auch hier lässt die Autorin Hinweise einfließen, die den Leser neugierig auf die weiteren Ereignisse werden lassen.

Der Roman „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Es gab zwar auch eine Passage, die ich ein wenig langatmig fand, weil wenig passierte, diese war aber zum Glück nur kurz. Ansonsten zog mich die interessante und spannende Handlung schnell in ihren Bann. Sie bot alles, von Lügen, Geheimnissen, Intrigen, schwerwiegender familiärer oder privater Probleme, bis hin zu Freundschaft und auch Liebe. Ich habe mich über den gesamten Handlungsverlauf sehr gut unterhalten gefühlt und kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Bücher der Autorin zu lesen und die auf dem Buch basierende TV-Serie, „Big Little Lies“, zu schauen.

Veröffentlicht am 04.06.2017

Toller Roman

Das Leben fällt, wohin es will
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Marie liebt ihr sorgenfreies Leben. Ihre Freiheit, Spaß und Feiern sind für sie das wichtigste.
Doch dann erkrankt ihre Schwester Christine schwer. Maries Leben ändert sich schlagartig, als Christine sie ...

Marie liebt ihr sorgenfreies Leben. Ihre Freiheit, Spaß und Feiern sind für sie das wichtigste.
Doch dann erkrankt ihre Schwester Christine schwer. Maries Leben ändert sich schlagartig, als Christine sie bittet, sich während der Behandlung um ihre beiden Kinder zu kümmern. Sehr zu Maries Missfallen soll sie ihre Schwester außerdem in der familieneigenen Werft vertreten. Nun muss sie auch noch jeden Tag unter dem oberspießigen Daniel arbeiten, den sie überhaupt nicht ausstehen kann. Marie stolpert von einem Chaos ins nächste und bemerkt, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Mit einem lockeren, schwungvollen Schreibstil erzählt Petra Hülsmann Maries Geschichte aus der Ich-Perspektive. Der Charakter der Protagonistin ist sehr lebendig gezeichnet. Schnell wurde Marie mir sympathisch, so dass mir die Identifikation mit ihr leicht viel. Durch die verwendete Ich-Perspektive kann man sich gut in sie hinein versetzen und mit ihr fühlen. Es war schön Marie durch die schwierige Zeit zu begleiten und ihre Veränderung mit zu erleben. Auch den anderen Charakteren haucht die Autorin Leben ein, indem sie jedem einzelnen von ihnen eine ganz eigene Art verpasst.

Knut, der sympathische, leicht verschrobene Taxifahrer, der bisher in jedem Buch von Petra Hülsmann eine mehr oder weniger große Rolle spielte, hat auch in dieser Geschichte wieder einen Auftritt. Das fand ich wirklich super.

Über das zum Schluss abgedruckte Rezept von Frau Brohmkamps Apfelkeksen, von denen in der Geschichte nur so geschwärmt wird, habe ich mich sehr gefreut.

„Das Leben fällt, wohin es will“ ist ein wirklich toller, kurzweiliger Roman. Maries Geschichte zog mich schnell in ihren Bann. Ich habe mich während der gesamten Handlung gut unterhalten gefühlt, musste oft schmunzeln, hatte aber stellenweise auch Tränen in den Augen. Mit der Krebserkrankung von Christine spricht die Autorin erstmals ein ernstes Thema an. Sie stellt das Leben mit der Krankheit und die Zeit der Therapie glaubhaft und realistisch dar. Trotz der ernsten Thematik geht die Leichtigkeit nicht verloren. Petra Hülsmann hat hier eine sehr gute Balance geschaffen.

Nachdem ich „Hummeln im Herzen“, „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ und „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“ mit Begeisterung verschlungen habe, konnte mich auch dieses Buch von Petra Hülsmann wieder begeistern. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider nur mittelmäßig

Das Mona-Lisa-Virus
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In Amerika wird ein Bus mit den amtierenden Schönheitsköniginnen aller Bundesstaaten entführt. Nach und nach tauchen einige der Mädchen wieder auf, durch Operationen furchtbar entstellt. Weltweit setzt ...

In Amerika wird ein Bus mit den amtierenden Schönheitsköniginnen aller Bundesstaaten entführt. Nach und nach tauchen einige der Mädchen wieder auf, durch Operationen furchtbar entstellt. Weltweit setzt ein Bienensterben ein. Außerdem verbreitet auf der ganzen Welt ein Computervirus, das digitale Fotos angreift und diese so verändert, dass die abgebildeten Personen entstellt erscheinen. Wie stehen all diese Vorkommnisse in Verbindung? Und wie passt die aus einer psychiatrischen Klinik entführte Tochter der Bostoner Neuroästhetikerin Helen Morgan ins Bild?

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein wenig schwer. Zu Beginn des Buches wird der Leser mit vielen verschiedenen, zunächst unzusammenhängend erscheinenden Handlungssträngen und -orten, Personen und Ereignissen konfrontiert. Es erforderte schon ein wenig Konzentration hierbei nicht den Überblick zu verlieren. Spannung kam zunächst nicht auf.

Im weiteren Verlauf bin ich besser in die Handlung hinein gekommen. Obwohl die Geschichte auch etwas an Spannung zulegte, überzeugte sie mich nach wie vor nicht.

Inhaltlich gab es, besonders in der zweiten Hälfte des Buches, einige Dinge, die mir nicht zugesagt haben oder für meinen Geschmack ein bisschen zu viel des Zufalls waren. Rückblickend waren die Verknüpfung der einzelnen Fäden und die Auflösung schon logisch, aber für mich in manchen Punkten unbefriedigend.

Die Idee, das derzeit überall präsente Thema Schönheit als Grundlage für ein Buch zu nehmen, finde ich interessant, ebenso die Informationen über den Goldenen Schnitt, über den mir vorher nichts bekannt war. Auch der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Dennoch konnte mich „Das Mona-Lisa-Virus“ alles in allem nicht so recht überzeugen. Ich wurde über den gesamten Handlungsverlauf einfach nicht warm mit der Geschichte. Ich habe sie nicht als sonderlich spannend empfunden und sie vermochte mich nicht zu fesseln.

Dies war mein erstes Buch von Tibor Rode. Auch wenn ich es nur mittelmäßig fand, würde ich nicht ausschließen weitere Bücher des Autors zu lesen.