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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2019

Einfache, schnelle und schmackhafte Gerichte

One Pot Pasta
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Ich bin vor einigen Jahren auf One Pot Pasta aufmerksam geworden im Internet. Das eine oder andere Rezept habe ich nachgekocht. Die Idee, alle Zutaten zusammen zu kochen, gefällt mir sehr gut. Ich brauche ...

Ich bin vor einigen Jahren auf One Pot Pasta aufmerksam geworden im Internet. Das eine oder andere Rezept habe ich nachgekocht. Die Idee, alle Zutaten zusammen zu kochen, gefällt mir sehr gut. Ich brauche ein Pfanne weniger abzuwaschen und für 2-3 Personen klappt das recht gut.
Die Rezepte in diesem Buch sind abwechslungsreich. Es ist aufgeteilt in vegetarisch, Fleisch & Wurst und Fisch & Meeresfrüchte, so dass für jede was dabei ist. Die Würzung ist sehr zurückhaltend und kann leicht nach eigenem Geschmack angepasst werden.
Bei den meisten Rezepten sind die Zutaten sehr einfach. Das meiste hat man in einer normalen Familienküche zu Hause. Die Rezepte sind einfach zu folgen. Von jedem Gericht gibt es ein Bild, die Anweisungen sind klar genug, so dass auch Kochanfänger gut damit zurecht kommen.
Ich vergebe diesem Kochbuch 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2019

Die Zeit des Kaiserreichs und des ersten Weltkriegs erlebt von Menschen an der Charité

Die Charité. Aufbruch und Entscheidung
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In diesem zweiten Band um das Berliner Krankenhaus Charité erzählt die Autorin die Geschichte von Dr. Rahel Hirsch, einer jungen, jüdischen Ärztin und Barbara Schubert, einer jungen Frau, die in der Wäscherei ...

In diesem zweiten Band um das Berliner Krankenhaus Charité erzählt die Autorin die Geschichte von Dr. Rahel Hirsch, einer jungen, jüdischen Ärztin und Barbara Schubert, einer jungen Frau, die in der Wäscherei der Charité arbeitet. Die Handlung spielt von 1903 bis 1919 mit einem Epilog von 1938, der verrät, wie es Rahel später ergangen ist.
Im deutschen Kaiserreich sind die Frauen noch lange nicht mit den Männern gleichberechtigt. Frauen, die Medizin studieren wollten, mussten dazu nach Zürich gehen. Nach und nach kamen deutsche Universitäten nach und ließen Frauen zum Studium zu. Nicht so in Berlin. So ist Dr. Rahel Hirsch lange Zeit die einzige Frau und muss sich in der Männerdomäne durchsetzen. Sie wurde lange Zeit nicht einmal für ihre Arbeit bezahlt und musste von ihrer Mutter unterstützt werden. Ihr Fleiß und ihre Zielstrebigkeit führten sie dennoch zum Erfolg.
Die junge Barbara Schubert wohnt bei ihrer Tante, die sich als Näherin durchschlägt. Barbara findet Arbeit in der Wäscherei und lernt durch einen traurigen Zufall Dr. Rahel Hirsch kennen. Die völlig unterschiedlichen Frauen freunden sich an und bestärken sich gegenseitig in ihren verschiedenen Lebenswelten.
Die politischen Entwicklungen in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg und während des Krieges sind sehr dezent und dennoch klar und anschaulich in die Handlung eingewoben. Ich fühlte mich nie belehrt, habe aber dennoch viel von der Alltagswelt der einfachen Bevölkerung , wie derjenigen unter Medizinerkreisen mitbekommen. Liebesgeschichten, die in diesem Roman auch vorkommen, sind nicht aufdringlich und doch so, dass man mit den Protagonisten mitfühlen kann.
Ich habe bereits den ersten Charité Band von Ulrike Schweikert, Die Charité: Hoffnung und Schicksal, sehr gerne gelesen. Dieser zweite Band gefällt mir ebenso sehr. Er kann völlig unabhängig vom ersten Band gelesen werden, weil er zu einer anderen Zeit und von anderen Protagonisten handelt.
Von mir erhält dieser Roman eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Sara Linton in großer Gefahr

Die letzte Witwe
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Mit „Die letzte Witwe“ hat Karin Slaughter den 9. Band der beliebten Serie um Will Trent und Dr. Sara Linton veröffentlicht. Im Hinblick auf die Entwicklung des Privatlebens der Protagonisten, empfliehlt ...

Mit „Die letzte Witwe“ hat Karin Slaughter den 9. Band der beliebten Serie um Will Trent und Dr. Sara Linton veröffentlicht. Im Hinblick auf die Entwicklung des Privatlebens der Protagonisten, empfliehlt es sich, die Reihenfolge der Bände einzuhalten. Da aber jeder einen in sich abgeschlossenen Fall beinhaltet, kann jeder Teil auch für sich gelesen werden.
Will und Sara verbringen einen Sonntag bei Saras Familie, als die verschlafene Stimmung plötzlich unterbrochen wird durch zwei Explosionen, die vom benachbarten Universitätscampus zu stammen scheinen. Sara und Will machen sich unverzüglich auf, um Hilfe anzubieten. Unterwegs wird ihre Hilfsbereitschaft jedoch schon bei einem Autounfall benötigt. Doch irgendetwas ist nicht so, wie man es erwarten würde. Sara wird vor Wills Augen von Kriminellen entführt, die möglicherweise mit den Explosionen zu tun hatten.
Sehr schnell geht es in diesem Thriller zur Sache, so dass man schon nach wenigen Seiten voll in der Geschichte drin ist. Der flüssige Schreibstil und die emotionale Nähe, die ich sowohl an Will als auch an Sara in diesem Band verspürt habe, hat mir das Lesen sehr leicht gemacht. Ich habe das Buch immer wieder gerne zur Hand genommen. Thematisch geht es im weitesten Sinne um die Verknüpfung von Rechtsextremismus und Terrorismus.
Ein kleines bisschen mühsam fand ich anfangs, dass die wirklich gleiche Handlung jeweils aus Wills und aus Saras Perspektive erzählt wurde. Deshalb ging es mir in der ersten Hälfte manchmal etwas zu langsam. In der zweiten Hälfte hatte ich den Pageturner, den ich von Karin Slaughter mittlerweile gewohnt bin. Für mich war das eine sehr schöne Fortsetzung einer mir liebgewonnenen Serie, die mich nicht nur spannend unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht hat.
Von mir erhält dieses Buch 5 Sterne mit einer Leseempfehlung auch für Neulinge in der Serie.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Jäger und Gejagte

Der Blütenjäger
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„Der Blütenjäger“ ist der 4. Band der Autorin Catherine Shepherd um die Ermittlerin Laura Kern. Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart ermittelt Laura Kern an einem Fall, der Gänsehaut ...

„Der Blütenjäger“ ist der 4. Band der Autorin Catherine Shepherd um die Ermittlerin Laura Kern. Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart ermittelt Laura Kern an einem Fall, der Gänsehaut bereitet. Es werden mehrere junge Frauen gefunden, die in Abendgarderobe im Wald erschossen aufgefunden wurden. Ihre festliche Kleidung lässt Jagdunfälle sehr schnell ausschließen. Neben den Leichen liegt jeweils ein recht aktuelles Foto der Toten, aufgenommen in einer Diskothek sowie eine Blume.
In einem anderen Erzählstrang, der vor 20 Jahren spielt, erfahren wir vom tragischen Tod der sechsjährigen Emma, die an ihrem Geburtstag im Wald erschossen wird. Als Tatverdächtiger gilt ihr achtjähriger Bruder.
Verbindendes Element der beiden Handlungen ist die Psychologin Dr. Niemeyer, die beim Mord an Emma deren traumatisierten Bruder behandelt und versucht, dass dieser seine Erinnerung an das tragische Unglück wieder erlangt. In der Gegenwart fungiert Dr. Niemeyer als psychologische Beraterin, die versucht ein Profil des Täters zu erstellen.
Die Autorin lässt wohldosiert Informationen aus Laura Kerns Privatleben einfließen und gibt Hinweise, weshalb Laura in manchen Situationen besonders empfindlich reagiert. Sie hat als Kind traumatische Erfahrungen erleben müssen. Es ist für das Verständnis nicht nötig, dass man die vorhergehenden Bände gelesen hat. Aber wie immer bei Serien, empfiehlt es sich für den vollen Lesegenuss, die Reihenfolge einzuhalten.
Ich habe den Thriller als ungekürzte Lesung gehört. Die Sprecherin Beate Rysopp versteht es trefflich die Spannung hoch zu halten ohne dass ihre Stimme jemals aufdringlich wirkt. Ich werde auf jeden Fall wieder Hörbucher hören, die sie eingelesen hat.
Von der Handlung her möchte ich nicht mehr ausführen. Es ist Catherine Shepherd einmal mehr gelungen, mich mit einer gänzlich neuartigen Geschichte, in ihren Bann zu ziehen. Ich habe schon sehr viele Thriller gelesen und inzwischen bin ich recht anspruchsvoll geworden, weil sich manche doch in der Handlung ähneln, so dass die Lösung vorhersehbar ist. Das ist hier ganz und gar nicht der Fall.
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und ich empfehle ihn mit 5 Sternen.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Am Hofe von Katharina der Großen

Die Zarin und der Philosoph
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In ihrem Roman „Die Zarin und der Philosoph“ entführt uns die Autorin Martina Sahler nach St. Petersburg an den Hof von Katharina der Großen. Der Roman spielt in den Jahren von 1761 bis 1775.
Der preussische ...

In ihrem Roman „Die Zarin und der Philosoph“ entführt uns die Autorin Martina Sahler nach St. Petersburg an den Hof von Katharina der Großen. Der Roman spielt in den Jahren von 1761 bis 1775.
Der preussische König Friedrich ll. schickt mit dem Philosophen Stephan Mervier einen Spion an den russischen Hof, um das Umfeld von Katharina der Großen und ihre Handlungen auszuspionieren. Stephan wird begleitet von seiner Ehefrau Johanna, geborene Caselius, die bereits großen Erfolg als Kunstmalerin in Paris feiern durfte.
Katharina hat in Sonja ein Ziehkind an den Zarenhof aufgenommen. Sonja ist sehr intelligent und lernbegierig, so wie man sich eine leibliche Tochter der Zarin vorstellen würde. Weitere wichtige Figuren sind Graf Grigori Orlow, der Liebhaber von Katharina und Grigori Potemkin. In Stefan Merviers Umfeld finden sich unabhängige Geister wie Autoren und Publizisten.
Im Roman kommen zahlreiche historisch verbürgte Figuren und Ereignisse vor. Die Haupthandlung wird jedoch von fiktiven Figuren bestritten.
Ich habe bei der Lektüre sehr schnell in die Handlung hinein gefunden. Die Figuren sind nachvollziehbar charakterisiert. Ich fühlte mich jedoch sehr oft als Zuschauer am Rande. Es geht um sehr viel Politik und eigentlich auch um Ungerechtigkeiten des einfachen Volkes, wie die ungerechte Behandlung von Leibeigenen. Gerade da habe ich etwas vermisst, mehr von der Lebenswelt der einfachen Menschen mitzubekommen. So konnte mich das Buch trotz spannender Handlung nicht so durchgehend mitnehmen, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht auch, weil mich die Geschichte der fiktiven Figuren einfach nicht so interessiert hat.
Weil der Schreibstil ausgesprochen schön zum Lesen ist, vergebe ich 4 Sterne.