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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2021

Das Mädchen, das

The Nothing Man
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Einst überlebte Eve Black als einzige den Überfall des „Nothing Man“ auf ihre Familie. Als Erwachsene schreibt sie einen True Crime-Roman über die Vorfälle von einst – in der Absicht, den Mörder endlich ...

Einst überlebte Eve Black als einzige den Überfall des „Nothing Man“ auf ihre Familie. Als Erwachsene schreibt sie einen True Crime-Roman über die Vorfälle von einst – in der Absicht, den Mörder endlich zu fassen. Das Buch bringt den Täter zurück in ihr Leben. Doch wird er endlich gefasst werden?

Die Idee zu diesem Buch finde ich schon mal wirklich großartig. Einerseits sind die Kapitel aus der Sicht Eves bzw. ihres True-Crime-Buches erzählt, andererseits aus der Sicht des Täters, der die Veröffentlichung des Buches und Eves Handlungen verfolgt – und wütend wird. Das hat was!

Auch fand ich die Geschichte über weite Teile wirklich gut – und wirklich gut zu lesen. Doch der Bericht aus Eves Sicht bzw. aus Sicht des Buches war streckenweise auch wirklich langweilig. Natürlich muss die Autorin Eve viele Aspekte in Hinblick auf die damaligen Taten zur Sprache bringen, die nicht so fesselnd sind, aber hier wurde es zu breit ausgewalzt. Hingegen fand ich die Kapitel aus Sicht des Täters fesselnd.

Am Ende bleiben mir auch zu viele Dinge ungeklärt und ungesagt. Die Idee fand ich – wie gesagt – richtig gut, die Ausführung hatte ein paar Defizite. Insgesamt aber gut zu lesen und interessant.

Veröffentlicht am 06.08.2021

Unbekannter Anrufer

Eskalation
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Als Dina Martin abends alleine auf der Autobahn unterwegs ist, wird sie von einem unbekannten Mann angerufen. Er fährt hinter ihr und zwingt sie, dorthin zu fahren, wohin er will. Bei einer Polizeikontrolle ...

Als Dina Martin abends alleine auf der Autobahn unterwegs ist, wird sie von einem unbekannten Mann angerufen. Er fährt hinter ihr und zwingt sie, dorthin zu fahren, wohin er will. Bei einer Polizeikontrolle kommt es zu einem Schusswechsel und Dina und eine Polizistin verschwinden spurlos. Die Polizei macht sich auf die Suche. Werden sie Dina rechtzeitig finden?

Das Buch begann wirklich spannend, auch wenn ich so manche Handlung einiger Charaktere nicht so recht nachvollziehen konnte. Damit meine ich nicht Dina, die auch Angst um ihre Tochter hat, deren Namen der unbekannte Verfolger öfter erwähnt. Aber z. B. ihren Mann, der – weil er nicht länger auf die Rückkehr Dinas warten will – eben mal so die Haustür einen Spalt offen lässt, obwohl er mit seiner kleinen Tochter im Haus ist. Das fand ich schon mal komisch – und natürlich nutzt der Entführer diese Tat direkt mal aus.

Wie gesagt, über weite Strecken fand ich die Geschichte spannend, aber ein paar Sachen haben mich wirklich gestört. Zum einen fand ich die Polizeiarbeit etwas dilettantisch und wenig zielführend. Der sich verplappernde Kommissar, der hier mal Polizeiinformationen auf einer Pressekonferenz raushaut, von denen vorher noch gesagt wird, dass sie nicht bekanntgegeben werden sollen. Die Behandlung von Zeugen fand ich auch merkwürdig. Und auch das Ende fand ich etwas einschläfernd. Das Motiv des Täters war dann auch etwas konstruiert und langweilig.

Insgesamt fand ich das Buch gut zu lesen, hatte mir aber mehr versprochen. So ist es eine spannende Mörderjagd mit ganz viel Luft nach oben.

Veröffentlicht am 05.08.2021

Alte Freunde

Dein ist die Lüge
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Ein Schneesturm tobt in Holmes County, als der Amische Adam Lengacher eine verletzte und halb erfrorene Frau findet. Er nimmt sie mit auf seine Farm, wo sie nach Kate Burkholder verlangt. Diese erkennt ...

Ein Schneesturm tobt in Holmes County, als der Amische Adam Lengacher eine verletzte und halb erfrorene Frau findet. Er nimmt sie mit auf seine Farm, wo sie nach Kate Burkholder verlangt. Diese erkennt in der Frau ihre alte Freundin Gina Colorosa, mit der sie die Ausbildung zur Polizistin absolvierte. Gina ist auf der Flucht vor Kollegen, die korrupt sind und sie als Mitwisserin aus dem Weg räumen wollen. Kann Kate die Frau beschützen?

Anders als in den Vorgängerromanen geht es in dieser Geschichte nicht vorrangig um amische Verdächtige, sondern um einen Korruptionsfall, bei dem Kate nicht mal selbst ermitteln kann, sondern ihrem Lebensgefährten Tomasetti alle Kontakte überlassen muss. Trotzdem kommt die amische Lebensweise nicht zu kurz, denn Gina und Kate bleiben die ganze Zeit im Haus von Adam Lengacher und seinen Kindern.

Auch dieser Fall war spannend, auch weil der Leser wie Kate selbst nicht sicher sein konnten, ob Gina wirklich die Wahrheit sagt. In Erinnerungen Kates wird klar, dass auch Kate es nie so genau nahm mit der Annahme von Bestechungen, weshalb auch die Freundschaft der beiden Frauen auseinander ging.

Das Finale ist richtig spannend und mitreißend. Mir selbst fehlte in diesem Roman ein bisschen dieses Kate-Tomasetti-Ding, das ich in den anderen Romanen so gerne hatte. Die Beziehung der beiden kommt hier etwas zu kurz. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt auf den nächsten Fall für Kate Burkholder!

Veröffentlicht am 03.08.2021

Trauer macht stumm

Die Überlebenden
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Nach dem Tod ihrer Mutter wollen die Brüder Benjamin, Nils und Pierre ihren letzten Willen erfüllen und ihre Asche am See an ihrem Sommerhaus verstreuen. Während der Vorbereitungen kommen eine Menge unterdrückte ...

Nach dem Tod ihrer Mutter wollen die Brüder Benjamin, Nils und Pierre ihren letzten Willen erfüllen und ihre Asche am See an ihrem Sommerhaus verstreuen. Während der Vorbereitungen kommen eine Menge unterdrückte Gefühle zutage – und Erinnerungen an diesen einen besonderen Sommer im Ferienhaus.

Das Buch hat mich zum einen wirklich erschüttert, denn die Erzählungen aus der Kindheit der Jungs sind nicht schön. Die Eltern trinken und benehmen sich ihren Kindern gegenüber nicht unbedingt nett. Es gibt Gewalt – und auch das Verhältnis der Brüder untereinander lebt von einem ständigen Wettkampf um die Gunst der Eltern.

Ein traumatisches Ereignis beendet die Kindheit der Jungen – und auch ihr Verhältnis zueinander ist für immer gestört. Sie haben eigentlich keinen Kontakt, treffen sich selten und jetzt halt, als die Mutter im Krankenhaus stirbt. Die Familie und ihr Verhältnis untereinander machte mich betroffen und ließ mich das Buch oft zur Seite legen, um Gelesenes verdauen zu können.

Die Erzählweise des Buches ist besonders, denn der Autor erzählt die Geschichte von hinten nach vorn, so dass die Ereignisse rund um die Verstreuung der Asche vom Ende zum Anfang erzählt werden. Zwischen diesen Kapiteln sind Erinnerungen an Urlaube am See und spätere Ereignisse beschrieben, die klar machen, warum das Verhältnis der Jungs untereinander so gestört ist.

Insgesamt hat mich das Buch sehr mitgenommen und ich werde noch etwas Zeit brauchen, um die Geschichte zu verarbeiten. Es ist eine eindringliche Geschichte über eine Familie, in der vieles falsch läuft – und in der kein Familienmitglied in der Lage ist, seine Gefühle gegenüber den anderen zu äußern. Traurig!

Veröffentlicht am 01.08.2021

Hyggeliges Kopenhagen

Das kleine Café in Kopenhagen
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Kate arbeitet in einer PR-Agentur und bekommt den Auftrag, mit sechs Journalisten auf eine Pressereise nach Kopenhagen zu fahren. Hier soll sie sie für das Lebensgefühl der Dänen begeistern. Gar nicht ...

Kate arbeitet in einer PR-Agentur und bekommt den Auftrag, mit sechs Journalisten auf eine Pressereise nach Kopenhagen zu fahren. Hier soll sie sie für das Lebensgefühl der Dänen begeistern. Gar nicht so einfach – einen Sack Flöhe hüten, wäre vermutlich einfacher. Besonders der renommierte Redakteur Benedict Johnson macht ihr das Leben schwer. Wird auch ihn das dänische Lebensgefühl verändern?

Ein Wohlfühlbuch – das ist dieses Buch auf jeden Fall. Der dänische Lebensstil hat sogar mich erreicht, auch wenn im Buch nur beschrieben wird, wie relaxed und easy die Dänen sind. Am liebsten würde ich direkt Koffer packen und losfahren, um mich in Kopenhagen selbst davon zu überzeugen.

Die Geschichte ist niedlich. Kate versucht alles, um den Pressevertretern die Reise schön zu machen, auch wenn die es ihr zum Teil nicht leicht machen. Hierbei haben mir die Ausflüge und vor allem das schöne kleine Café in Kopenhagen, das von der Mutter ihres Auftraggebers betrieben wird, total angetan. So eine heimelige und schöne Atmosphäre. Schön!

Die Geschichte ist nicht neu – die Dramen auch nicht, aber trotzdem fand ich das Buch alles in allem schön zu lesen. Kate und ihre neuen Freunde sind herzlich, die Liebesgeschichte ist schön, das Ende ein bisschen drüber, aber nicht so, dass es mich gestört hätte.

Insgesamt mochte ich die Geschichte und freue mich auf Band 2, in dem ich dann Sophie nach Brooklyn begleiten werde!