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Veröffentlicht am 26.07.2021

Ein Leben für den Kampf

Und immer wieder aufbrechen
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Sisonke und ihre Schwestern wachsen in einer Familie auf, die für die Unabhängigkeit Südafrikas kämpft. Im Widerstand muss sie mit ihrer Familie oft umziehen. Die Schwestern werden in Sambia geboren, von ...

Sisonke und ihre Schwestern wachsen in einer Familie auf, die für die Unabhängigkeit Südafrikas kämpft. Im Widerstand muss sie mit ihrer Familie oft umziehen. Die Schwestern werden in Sambia geboren, von wo die Familie zunächst nach Kenia, dann nach Kanada, zurück nach Kenia und schließlich nach Äthiopien zieht. In ihrem Kopf die Vorstellung von einem freien Südafrika, das sich auch nach der Befreiung als eine Art Luftschloss entpuppt.

Sisonke Msimang erzählt in ihrem Buch von ihrer Kindheit und Jugend in Afrika und Kanada. Der Kampf der Familie und ihrer Freunde für ein freies Südafrika und ein Ende der Apartheid ziehen sich durch ihr ganzes Leben. Als sie schließlich nach Kanada kommen erkennt Sisonke, dass sie auch dort Außenseiter sind. Sie beginnt für sich und alle Schwarzen zu kämpfen – und auch für die Rechte der Frauen. Dabei ist sie oft unbarmherzig und zornig, was aber nur zu verständlich ist, wenn man die Geschichte liest.

Sisonkes Biografie ist gut und mitreißend erzählt. Die Gefahren für Mädchen und Frauen in Afrika, die Ausgrenzung in Kanada und Amerika, ein nie endender Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Das hat mir gut gefallen. Dabei erzählt sie die Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend so, dass es nie langweilig ist oder einfach nur ein Bericht, sondern so, dass man ihre Kämpfe mitkämpft und das Kind und die junge Frau begleitet.

Gut!

Veröffentlicht am 26.07.2021

Die Hexenkatze

Hexe gesucht - Familie gefunden
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Das schwarze Katzenmädchen Minou liebt die Geschichten ihrer Mutter über Bella Noire, eine Hexenkatze, die mutig war und ihre Hexe gesucht hat. Auch Minou, das siebte Kätzchen aus einem siebten Wurf, will ...

Das schwarze Katzenmädchen Minou liebt die Geschichten ihrer Mutter über Bella Noire, eine Hexenkatze, die mutig war und ihre Hexe gesucht hat. Auch Minou, das siebte Kätzchen aus einem siebten Wurf, will eine Hexenkatze werden. Doch erst mal wird sie in eine Familie vermittelt, wo Kinder auf sie warten und so viele tolle Sachen verboten sind. Soll sie bei ihrer Familie bleiben oder sich auf die Suche nach einer Hexe machen?

„Hexe gesucht, Familie gefunden“ ist aus der Sicht der kleinen Minou erzählt. Jeder Katzenbesitzer wird die Situationen, in denen sich das kleine Kätzchen wiederfindet, wiedererkennen. Da muss man Verbote aussprechen, weil das Katzenkind lauter Unfug im Kopf hat, wobei das aus Sicht der Katze natürlich kein Unfug ist – und ein Verbot auf Unverständnis stößt. Das fand ich sehr amüsant zu lesen.

Minous Suche nach „ihrer“ Hexe war spannend und am Ende überraschend. Natürlich will man, dass die kleine Katze bei ihrer neuen Familie bleiben kann, während sie eine mutige Hexenkatze sein will. Ein Dilemma, das die Autorin aber findig gelöst hat.

Mir hat dieses Buch aus der Pfoten-Reihe richtig gut gefallen. Minou ist niedlich, ihre Suche nach ihrer Hexe spannend und schön zu lesen, ihre Familie nett, ihre Freunde ungewöhnlich. Ich mochte das sehr und war über Minous Gedanken mehr als einmal sehr amüsiert. Schön!

Veröffentlicht am 26.07.2021

Frohe Weihnachten

So tödlich wie die Liebe
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Es ist kurz vor Weihnachten, als Eve Dallas zu einem Mordfall gerufen wird. Ein Fitnesstrainer wurde in seiner Wohnung ermordet. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann kein netter Mensch war, so dass ...

Es ist kurz vor Weihnachten, als Eve Dallas zu einem Mordfall gerufen wird. Ein Fitnesstrainer wurde in seiner Wohnung ermordet. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann kein netter Mensch war, so dass es viele Verdächtige gibt, die für den Mord in Frage kommen. Doch Eve macht schnell einen Hauptverdächtigen aus. Auch er ist kein netter Mensch. Während das Fest der Liebe näher kommt, muss Eve weit ausholen, um den Täter überführen zu können.

Wieder ein guter Fall für Eve Dallas, ihre Partnerin Peabody und Roarke. Der Fall ist verzwickt, denn das Opfer war unbeliebt. Er nutzte Menschen aus, verging sich an Frauen und war auch sonst kein netter Zeitgenosse. Die Verdächtigen sind vielzählig, auch wenn schnell klar wird, wer für den Mord in Frage kommt. Dabei ist der Hauptverdächtige allerdings ein viel zu leichtes Ziel, weshalb klar ist, dass noch eine Wendung kommen muss.

Gleichzeitig ist das Privatleben Eves und Roarkes wieder zu schön beschrieben. Das nahende Weihnachtsfest, die jährliche Party im Hause Roarkes, Geschenkeeinkauf und Smalltalk machen Eve das Leben schwer, während sie nach dem Täter sucht. Das hat mir gut gefallen.

Insgesamt mochte ich diesen Teil der Reihe wieder sehr gerne. Die privaten Einblicke waren ebenso wie die beruflichen wieder gut unterhaltend und haben mich amüsiert. Ich freue mich auf den nächsten Fall!

Veröffentlicht am 24.07.2021

Mit Hase Felix auf Reisen

Erste Briefe von Felix
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Das Kinderbuch „Erste Briefe von Felix“ ist für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Hier schreibt Felix dem lesenden oder zuhörenden Kind nette Briefe von unterwegs. In seinen Briefen erklärt er Dinge und fragt ...

Das Kinderbuch „Erste Briefe von Felix“ ist für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Hier schreibt Felix dem lesenden oder zuhörenden Kind nette Briefe von unterwegs. In seinen Briefen erklärt er Dinge und fragt das Kind Dinge, so dass es auch ein Mitmach-Buch ist.

Das Buch beinhaltet 5 liebevoll gestaltete Briefe zum Aufklappen, die mit schönen Briefmarken und mit passenden Bildchen verziert sind. So schreibt Felix vom Urlaub am Meer mit seiner Sophie, von einer Ballonreise nach Afrika und vom Strand auf einer einsamen Insel. In den Briefen erklärt er Dinge und stellt Fragen, die das Kind beantworten kann. So hübsch!

Das Buch ist niedlich und eignet sich sowohl als Vorlesebuch für kleine Kinder, als auch für Erstlesebücher für Schulanfänger. Die schön gestalteten Briefe von Felix sind natürlich das Highlight – und für meine Kleine, die selbst so gerne Briefe „schreibt“ und gestaltet natürlich ein Riesenspaß.

Briefe von Felix sind immer toll – und sie sind es auch in diesem Buch. Richtig schön!

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.07.2021

Der Mann in den Schatten

Der Schattenmörder
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Nachdem seine Mutter einen Unfall hatte und in einem Hospiz liegt, kehrt Paul nach Hause zurück. 25 Jahre lang war er nicht mehr in Gritten, nicht seit dem Sommer, in dem seine Freunde einen Mord begingen. ...

Nachdem seine Mutter einen Unfall hatte und in einem Hospiz liegt, kehrt Paul nach Hause zurück. 25 Jahre lang war er nicht mehr in Gritten, nicht seit dem Sommer, in dem seine Freunde einen Mord begingen. Doch die Ereignisse von damals scheinen noch nicht vorüber zu sein – und eine Mutter weiß mehr als er gedacht hat.

Spannend! Die Ereignisse, die damals zu dem Unvortellbaren führten, werden in Rückblenden erzählt, während Paul im Jetzt zurück in seiner Heimatstadt ist und unheimliche Dinge passieren. Seine Mutter ist durcheinander, doch sie behauptet, dass jemand im Haus war – und tatsächlich findet Paul auf dem Dachboden rote Handabdrücke, so wie sie auch am damaligen Tatort vorhanden waren. Gleichzeitig ermittelt die Polizistin Amanda in einem neuen Fall, der mit dem damaligen Fall zu tun zu haben scheint.

Dem Autor gelingt es hervorragend, die Spannung hochzuhalten. Und er führt den Leser aufs Glatteis, denn als die tatsächlichen Ereignisse vom damaligen Mord zutage kommen, war ich total überrascht, hatte ich doch mit anderem gerechnet. Das war richtig gut. Und auch die aktuellen Ereignisse sind spannend und lassen den Leser spekulieren, wer hier sein Unwesen treiben könnte.

Insgesamt hat mich das Buch gespannt lesen lassen und überrascht. Eine spannende und ein bisschen gruselige Geschichte, die in die Schatten einer Kleinstadt führt. Gut!