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Veröffentlicht am 27.01.2025

Das Grauen von Sleepy Horlow

Kummersee
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Die Kurzbeschreibung des Buches hat mich total neugierig gemacht, da sie den Thriller mit einer ordentlichen Portion Horror mischt, was es leider viel zu selten gibt. Da war ich natürlich neugierig, wie ...

Die Kurzbeschreibung des Buches hat mich total neugierig gemacht, da sie den Thriller mit einer ordentlichen Portion Horror mischt, was es leider viel zu selten gibt. Da war ich natürlich neugierig, wie weit der Autor tatsächlich gehen würde, wie viel Mystery und Grauen das Buch wirklich zu bieten hat. Nachdem ich das Buch nun regelrecht verschlungen habe lautet mein persönliches Urteil: es ist ihm wirklich hervorragend gelungen. Mit unerklärlichen Phänomenen, geheimnisvollen Verschwörungstheorien und einem Abstecher in die deutsch-deutsche Geschichte, der die Handlung quasi vor die Haustür bringt, verströmt das Buch unheimliche X-Files Vibes vom Feinsten. Mir persönlich wäre es am Ende zwar noch lieber gewesen, der Autor hätte nicht den rationalen, wenn auch unglaublich clever ausgedachten Weg eingeschlagen (mehr Mulder statt Scully...), aber auch so kann sich dieser Roman-Erstling absolut sehen lassen. Authentische Sprache und Schreibstil haben mich absolut angesprochen, ebenso wie die wortgewordenen Andeutungen wie 'Sleepy Horlow' oder der 'Nichtdorthinein-Wald', die die gruselige Atmosphäre immer wieder gekonnt aufrecht erhalten. Anspielungen auf die bekannte Pop-Kultur der vergangen Zeit haben diese regelrecht lebendig werden lassen und das Gefühl, mittendrin dabei zu sein, um ein Vielfaches verstärkt. Auch die klaustrophobische Angst Lenas vor dem Wasser oder das gruselige Verhalten der Dorfbewohner sind ganz nah und lösen eine stete Beklemmung aus. Die Spannung ist von Anfang an mit Händen zu greifen: was geht hier vor sich? Was verbirgt der Wald, der See, das Dorf? Welche Schrecken lauern in der Tiefe und hinter den Nachbarstüren?
Fazit: traust Du Dich auch in den Nichtdorthinein-Wald?

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Magische Momente am Nil

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Was mir an dem Buch gefallen hat: die Magie, die ägyptische Geschichte, die Ausgrabungen, die Spannung und auch die Action. Was mir an dem Buch nicht gefallen hat: die Liebesgeschichte zwischen Inez und ...

Was mir an dem Buch gefallen hat: die Magie, die ägyptische Geschichte, die Ausgrabungen, die Spannung und auch die Action. Was mir an dem Buch nicht gefallen hat: die Liebesgeschichte zwischen Inez und Whit, die wie aus dem Nichts entsteht und dermaßen kitschig ist, dass es schon weh tut. Hin- und hergerissen zwischen den eigenen Gefühlen für den jeweils anderen und Anstand und Verpflichtung, die in der damaligen Zeit eine große Rolle gespielt haben, ließen mich die Begegnungen zwischen den beiden regelmässig schmunzeln oder mit den Augen rollen. Hätte ich tatsächlich nicht gebraucht, und es wäre erfrischend gewesen, wenn die beiden tatsächlich einmal nur Freunde geblieben wären.
Die Idee der Magie, die Gegenständen anhaftet und nur mit der Zeit und oftmaligem Gebrauch verblasst, fand ich absolut faszinierend und hätte gerne noch viel mehr darüber erfahren. So war sie jedenfalls essenzieller Bestandteil der Handlung, und mit ebenso großen Augen wie Inez ging ich auf Entdeckungsreise in alte Tempel und Grabstätten, überwältigt von den Schätzen des Altertums und den Schicksalen dahinter. Die Intrigen, der Verrat und die Geheimnisse, die Inez zu entwirren versucht und die schreckliche Wahrheiten mit sich bringen, haben das Buch letztlich zu einem spannenden Leseabenteuer gemacht, und ich bin neugierig wie es weitergeht.
Fazit: ein fast perfektes magisch-historisches Abenteuer mit einem Punkt Abzug für die kitschige Romanze.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Zwei Schwestern und ein Bär

Cascadia
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Ich weiß nicht genau was ich von dieser Geschichte erwartet hatte, aber das vermutlich nicht. Da mir beide Schwestern nicht sonderlich sympathisch waren, viel es mir auch schwer ihrem Schicksal irgendetwas ...

Ich weiß nicht genau was ich von dieser Geschichte erwartet hatte, aber das vermutlich nicht. Da mir beide Schwestern nicht sonderlich sympathisch waren, viel es mir auch schwer ihrem Schicksal irgendetwas abzugewinnen. Sam verhält sich total unreif und jagt einem Kindertraum nach, anstatt der Realität ins Auge zu sehen und Verantwortung zu übernehmen. Die eigentlich so vernünftige Elena verliert sich in einem wahnwitzigen Irrsinn, um ihrer Rolle als verantwortungsvolle Schwester zu entfliehen, in die sie sich selbst hinein manövriert hat. Die Schwestern, die aus Sams Sicht keine Geheimnisse voreinander haben, driften immer weiter auseinander - nein, eigentlich ist Elena schon lange nicht mehr dabei, nur dass Sam das nicht sehen will und weiter wie eine Klette an Elena klebt. Und dann eben der Bär, eine faszinierende, angsteinflößende, wilde Kreatur, die in das Leben der Schwestern tritt und ihr Schicksal mit einem Schlag besiegelt. Das Ende ist unausweichlich, hat mich aber immerhin trotzdem überrascht. Wirklich gerettet hat es die Geschichte, die in weiten Teilen belanglos dahinplätschert - wenn auch nicht für die Schwestern, so doch in meinen Augen - leider auch nicht. Am Ende bleibt ein mittelmäßiger Eindruck zurück und die Gewissheit, dass das Buch schon bald wieder in Vergessenheit geraten wird.
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Klarer Fall von "egal".

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Was ist damals wirklich passiert?

Dunkle Asche
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In diesem Krimi geht es um einen lange zurück liegenden Mord, der von der Cold Case Enheit der Polizei wieder aufgerollt wird, in der Hoffnung mithilfe neuer Methoden diesen ungelösten Fall abschliessen ...

In diesem Krimi geht es um einen lange zurück liegenden Mord, der von der Cold Case Enheit der Polizei wieder aufgerollt wird, in der Hoffnung mithilfe neuer Methoden diesen ungelösten Fall abschliessen zu können. Eine spannende Ausgangssituation, zumal die Ermittlerin Gudrun Möller in ihrem Heimatort persönlich mit Opfer, Zeugen und Verdächtigen bekannt ist. Ihr zur Seite steht die neu eingetroffene Judith Engster, die einen sehr korrekten und reservierten Eindruck macht, was so gar nicht zu Gudruns lässiger, nicht immer den Regeln folgender Art passen mag. Doch die beiden müssen sich zusammenraufen, um die Ermittlungen gemeinsam führen zu können.
Leider hat mich der Fall nicht überzeugen können. Anfangs ging es mal hierhin, mal dahin, immer wieder wurde derselbe Verdächtige ins Visier genommen, der aber eigentlich viel zu offensichtlich war um es letztendlich gewesen zu sein. Oder ist hier die einfache Lösung doch die richtige? Es wurde langwierig und zäh, was der Spannung einige Dämpfer verpasste. Das Ende brachte eine sehr klischeehafte Komponente ins Spiel, die mir die Auflösung endgültig verleidet hat. Auch konnte ich keinen rechten Zugang zum Team finden, Gudrun war mir zu gewollt die ungewöhnliche Außenseiterin, Judith zu korrekt - beides wirkte aufgesetzt und nicht authentisch genug, um echte Sympathien bei mir zu wecken.
Fazit: interessantes Verwirrspiel, aber mit zu vielen Ecken und Kanten wird es leider nicht rund.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Nostalgisches Drachen-Abenteuer

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Was mir an diesem Buch am besten gefallen hat, war der Hauch der Nostalgie - insbesondere der Schreibstil, die gewählte Sprache und das Grundthema des Antihelden haben mich doch sehr stark an das berühmte ...

Was mir an diesem Buch am besten gefallen hat, war der Hauch der Nostalgie - insbesondere der Schreibstil, die gewählte Sprache und das Grundthema des Antihelden haben mich doch sehr stark an das berühmte Vorwerk des Autors erinnert. Genau das ist allerdings auch das Manko des Romans: trotz aller drachigen Einfälle, vor allem der niedlichen Drachlinge, hatte ich den Eindruck eine altbekannte Geschichte lediglich im neuen Gewand zu lesen. Zu wenig überraschend war die Geschichte, in der ein ängstlicher Prinz seinen inneren Helden und ein Drachenfänger seine Bestimmung findet und die Prinzessin so gar nicht prinzessinnenhaft daherkommt. Und natürlich gibt es die eine böse Macht, der sich das Trio entgegenstellen muss um die Welt, äh das Königreich, zu retten. So schön und unterhaltsam das Lesen an sich auch war, am Ende blieb die Geschichte dann doch etwas unter meinen Erwartungen zurück.
Fazit: Diesmal Drachen statt Einhörner.

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